Kraftvoll lieben & authentisch leben                                                                                                                             Beratung bei Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur                                                     Seelenpartner & Dualseelen

"Das große Glück der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden..."  
Julie Jeanne de Lespinasse 

Sensible Seele Blog - Liebe & Beziehung


Was wir unter Liebe verstehen

Was wir unter Liebe verstehen

Mein Buch "Seelenpartner grenzenlose Liebe" wollte unbedingt geschrieben werden. Es war wie ein innerer, intensiver „Zwang“. 

Manche Bücher will man ja aus einem eigenen Bedürfnis heraus schreiben. Aber dieses Buch ist aus einer „höheren Macht“ entstanden. Das war kein kurzfristiger Impuls in mir, sondern es hat mich nicht mehr losgelassen. 

Es hat regelrecht in mir gebrüllt: „Schreib mich“. Also habe ich mich hingesetzt und fast Tag und Nacht innerhalb kürzester Zeit in jeder freien Minute daran geschrieben.

Als es eigentlich schon fertig war, hat es sich noch nicht ganz „rund“ angefühlt. Und dann kam ich darauf was noch fehlte. 

Es war das Kapitel: „Was wir unter Liebe verstehen...“

Genau genommen eigentlich die Vorgeschichte zu den Seelenpartnern und Dualseelen...


Hier also ein Teil dieses Kapitels: 

Was wir unser Leben lang normalerweise unter dem Begriff ‚Liebe’ verstehen, IST nämlich eigentlich in Wahrheit überhaupt keine Liebe. 

Was wir FÜHLEN, ist einzig und alleine die VORSTELLUNG die wir uns über Liebe machen. Wir erschaffen uns eine künstliche Realität. Ein Idealbild. Eine Illusion. Und das nennen wir dann ‚Liebe’.

Jeder Mensch erschafft sich in seiner Phantasie den ‚Traumpartner’ für sich. Er malt sich ganz genau aus, wie dieser ‚Traumpartner’ aussieht. Es werden beliebig viele Eigenschaften aufgezählt, WIE dieser ‚Traumpartner’ sich verhalten solle. Es wird ganz genau definiert, was dieser Mensch eindeutig NICHT haben darf. Und nach genau diesem Menschen halten wir dann ganz gezielt Ausschau. Und sind über alle Maßen enttäuscht, wenn ein solcher Mensch niemals in unserem Leben auftaucht. 

Entspricht ein Mensch den wir in der Realität dann doch kennenlernen, allerdings NICHT diesem Traumbild aus unserer Phantasie, lehnen wir diesen Menschen ganz automatisch als möglichen Partner oder Partnerin ab. 

Ein solcher Mensch wird niemals auch nur die kleinste Chance bei uns haben. 

Auch wenn er der wundervollste, treueste, liebevollste, fürsorglichste und netteste Mensch auf Erden wäre. Auch wenn dieser Mensch alles für uns tun würde. Ganz einfach weil er UNS aus seinem tiefsten Herzen liebt. Nicht ein BILD dass er sich in seinem Inneren von uns gemacht hat. Nicht eine bloße Vorstellung wie wir sein sollen. Nicht ein Phantasiegebilde dass dem wahren Leben nicht standhalten kann. Dieser Mensch liebt uns ganz einfach als MENSCH. Als die Person die wir SIND. Nicht als dass, was er sich in seinen Träumen als Partner oder Partnerin für sich wünscht. 

Dieser Mensch befindet sich bereits IN Liebe. Dieser Mensch IST Liebe. Während WIR noch verzweifelt danach suchen...

Wir suchen stattdessen gezielt nach dem „richtigen“ Partner für uns und wundern uns chronisch, dass wir nicht fündig werden. Was ja kein Wunder bei all den Ansprüchen und Erwartungen ist, die wir da in uns tragen. Dies kann kein Mensch uns erfüllen!

Immer wieder wundern wir uns dann, dass unsere Beziehungen nicht funktionieren. Dass unsere Partnerschaften scheitern. Wir wollen immer nur dass was uns FEHLT. Und konzentrieren uns darauf. Dabei entgeht uns aber oft, dass wir den besten Menschen für uns – von dem wir wirklich und wahrhaftig bedingungslos als MENSCH geliebt werden, direkt vor unserer Nase bereits haben. Ihn aber nicht sehen können. Weil wir ihn überhaupt nicht sehen WOLLEN. 

Was ja kein Wunder ist bei all den Hirngespinsten und Phantasien über vermeintliche ‚Traumpartner’, die uns permanent in unserem Kopf herumgeistern. Wir wollen immer noch besseres, schöneres, dünneres, reicheres, intelligenteres, erfolgreicheres usw...

Anstatt wir mit dem zufrieden sind was wir da an unserer Seite HABEN. Nämlich schlicht und einfach WAHRE Liebe. 

Ständig suchen wir weiter. Und suchen...und suchen...und suchen...werden aber niemals fündig. Wie können wir das auch, wenn wir doch gar nicht wissen was Liebe WIRKLICH bedeutet? Wie können wir den passenden Menschen in unser Leben ziehen wenn wir ihn doch überhaupt nicht erkennen und sehen können?

Wir haben einen so verschleierten Blick für das wesentliche im Leben, dass wir uns immer nur auf das unwesentliche konzentrieren. Und dann unzufrieden sind, wenn wir nicht das bekommen was wir meinen bekommen zu müssen. 

Wir sehen überhaupt nicht, dass das was wir ausstrahlen IMMER als Spiegel zu uns zurückkommt. Wir ziehen quasi immer den Partner, die Partnerin an die wir tatsächlich „verdient“ haben. 

Wenn wir uns im emotionalen Mangel befinden, ziehen wir automatisch auch Mangel an. Wenn wir nur auf Äußerlichkeiten schauen und nicht auf die inneren Werte achten, bekommen wir genau das vor die Nase gesetzt. Und unsere Erwartungen werden niemals erfüllt. 

Sie KÖNNEN überhaupt NICHT erfüllt werden. Wenn wir im emotionalen MANGEL sind. Denn Mangel kann KEINE Erfüllung anziehen! 

Wenn wir eine erfüllte Beziehung und Partnerschaft leben wollen, dann müssen wir uns in erster Linie SELBST erst einmal erfüllen. Damit wir genau das nach außen hin ausstrahlen! Nur so kann auch Erfüllung von außen zu uns zurückkommen. Ausschließlich DANN können wir eine erfüllte und befriedigende Partnerschaft leben. Wenn beide Partner zu sich selbst und zum anderen IN Liebe sind. 

Nur wenn wir aufhören Erwartungen und Bedingungen an einen potenziellen Partner zu stellen, bringt uns das Resonanzgesetz genau diesen passenden Menschen. Nur wenn wir ganz bei UNS angekommen sind, ziehen wir genau einen solchen Menschen in unser Leben. Nur wenn wir es AUSSTRAHLEN dass wir gelassen und entspannt in uns selber ruhen, bekommen wir genau das zurück. 

Wie schnell SAGEN viele Menschen zu einem anderen Menschen die berühmten drei Worte: „Ich liebe dich“. Was sie dabei aber in Wirklichkeit MEINEN ist etwas ganz anderes. 

Denn eigentlich MEINEN sie mit diesen drei Worten: „Ich liebe das BILD dass ich mir von dir die ganze Zeit in meiner Phantasie gemacht habe. Ich liebe die VORSTELLUNG davon, dass du mein ‚Traumpartner’ bist. Ich liebe nicht DICH als MENSCH!“

Und genau diese Illusionen halten wir oft über viele Jahre lang aufrecht. Und täuschen uns ganz gewaltig damit SELBST. 

Dabei harren wir in Beziehungen aus die uns überhaupt nicht gut tun. Und die eigentlich gar nicht zu uns passen. Weil wir nicht bei uns selbst sind. Weil wir UNS SELBST für den anderen aufgegeben haben.

NICHT etwa aus wahrhaftiger Liebe. NEIN! - wobei man sich IN wahrer Liebe niemals selber aufgibt! Man gibt sich lediglich dem anderen HIN. Man gibt sich der Liebe HIN. 

Sondern weil dieser Mensch ganz genau dem BILD entspricht dass wir uns die ganze Zeit von ihm gemacht haben. Und weil dieser Mensch uns unsere Illusion dann nicht erfüllt, sind wir zutiefst unglücklich und enttäuscht. 

Und geben auch noch dem ANDEREN die ganze Schuld dafür. Weil er unsere Erwartungen ja überhaupt NICHT erfüllen KANN. Denn es sind ja UNSERE eigenen Erwartungen die wir da in uns tragen. Die wir auf den anderen projizieren. 

Dieser andere Mensch kann absolut überhaupt NICHTS dafür wenn wir uns enttäuscht und verletzt zeigen. Denn in Wahrheit haben wir uns SELBER verletzt. Weil wir ausgeharrt haben. Weil wir uns für den anderen ständig verbogen haben. Und so gar nicht die Liebe erhalten KÖNNEN, die wir uns so sehr von ihm gewünscht haben. Da wir ihn ja nicht als MENSCH, sondern lediglich die Illusion über diesen Menschen „lieben“.

Wir DENKEN dass wir lieben. Und FÜHLEN deshalb auch diese gedachte Liebe. Was aber in Wahrheit überhaupt KEINE wahre Liebe ist. 

Und HANDELN auch entsprechend. 

Genau diese Illusion von Liebe ist es nämlich, die dafür sorgt dass wir den anderen niemals so annehmen und akzeptieren können wie er nun mal ist. Permanent wollen wir diesen Menschen ändern. Wir wollen ihn formen. Und zwar genau nach diesem inneren Bild - dieser Vorstellung, unserer Phantasie, die wir jahrelang über unseren „Traumpartner“ in uns tragen. Was aber niemals funktionieren wird. Es sei denn, der andere gibt sich selbst vollkommen auf. Und verbiegt sich nach Strich und Faden für uns. Was aber mit bedingungsloser, wahrhaftiger Liebe dann überhaupt gar nichts zu tun hat. 

Und weil wir genau DAS nach außen hin ausstrahlen, bekommen wir auch genau DIESES wieder zu uns zurück. Weil der andere ja genau dieselben Beweggründe wie wir in sich trägt. Auch der andere hat ja seine ureigenen Vorstellungen, Phantasien und Wünsche über seinen „Traumpartner“ in sich. Und schleppt diese Illusion über Liebe mit sich herum. 

Gleiches zieht Gleiches an!

Wenn wir also selber nicht IN Liebe sind, wie wollen wir dann einen Menschen anziehen der uns diese Liebe gibt? 

Selbst wenn uns dieser Mensch tatsächlich wahre Liebe geben sollte, sind wir gar nicht in der Lage diese Liebe anzunehmen. Oder sie gar wirklich zuzulassen. Und sie auszuhalten. Weil wir sie nicht kennen. 

Wir kennen es nicht, ausschließlich als MENSCH geliebt zu werden.

Was wir kennen ist oft lediglich Liebe die sich „nur“ nach Äußerlichkeiten richtet. Nach beruflichem und finanziellem Status. Nach Aussehen und Ansehen der anderen oder der eigenen Person. 

Das ist genau die ILLUSION unserer Liebe die da zum tragen kommt. Unser inneres BILD manifestiert sich so im Außen. 

Anfangs sind wir absolut begeistert. Aber mit der Zeit finden wir dann zwangsweise heraus, dass der andere ja gar nicht so ist wie wir uns das GEWÜNSCHT haben. Wie wir uns das GEDACHT haben. 

Und aus diesem Grunde fangen wir dann an, den anderen verändern zu wollen. Ihn nach UNSEREM inneren Bild zu formen. Dass dieser Mensch sich das aber nicht gefallen lässt, ist nur eine logische Folgerung. 

Wir fangen an zu jammern, zu klagen, zu kritisieren, zeigen unsere Unzufriedenheit, machen Vorwürfe, stellen Bedingungen und Forderungen, haben Ansprüche, wir wollen...und wollen...und wollen...

...bekommen aber genau das NICHT...

Das ist KEINE wahre Liebe. 

Wir wollen nur ‚haben’. Wir begehren lediglich unsere innere Phantasie. Und NICHT diesen Menschen. Wobei dieser Mensch vielleicht der wundervollste Mensch ist der zu uns passen würde. Aber weil er unserem inneren Bild nicht entspricht, wollen wir ihn auch nicht 'haben'.

Wobei ich jetzt zwei Dinge unterscheiden muss. Da ansonsten der Eindruck entstehen könnte dass ich mir in diesem Artikel widerspreche. Nein!

Es ist ganz einfach so. Dass was wir ‚haben wollen’ ist unsere innere Phantasie. Unser Traumbild. Wenn wir einem solchen Menschen begegnen der vermeintlich diesem Traumbild entspricht, lassen wir uns auf ihn ein. Und führen eine Beziehung mit ihm. Die mehr oder weniger glücklich oder unglücklich verlaufen wird. Je nachdem wie sehr die Partner sich für den anderen verbiegen. Und selber aufgeben. 

Und was tun wir nicht alles um die Liebe dieses anderen Menschen zu BEKOMMEN. Wir verbiegen uns noch und nöcher für ihn. Wir heucheln Interesse an seinen Hobbies. Wir tun so als ob uns Dinge gefallen die uns eigentlich nerven. Wir finden Macken oder Angewohnheiten „süß“, die uns eigentlich eine Belastung sind. Weil wir sie in Wahrheit nicht ertragen. Wir entschuldigen und verteidigen sein negatives Verhalten und reden uns ein dass er ja nicht anders „kann, weil er ja nun einmal so „ist“. Und genau HIER sprechen wir die Wahrheit aus. Denn dieser Mensch ist tatsächlich so wie er ist. Und er kann eben wirklich nicht anders! Aber er ist eben NICHT unser Traumpartner. Oder unsere Traumpartnerin. Er ist eben nur unsere Phantasie und unsere Illusion davon! Deshalb KANN er es uns auch niemals wirklich recht machen. Deshalb ist er tatsächlich nicht gut genug für uns. Und wir zeigen ihm das ja auch immer wieder mit unserem Verhalten. Was natürlich andersherum aus der Sicht des anderen für UNS ganz genauso sehr gilt. 

Treffen wir hingegen auf einen Menschen der NICHT unserer inneren Vorstellung entspricht – der uns aber WIRKLICH liebt – wollen wir genau DIESEN Menschen NICHT. Und lassen uns nicht auf ihn ein. Weisen ihn von uns. Stoßen ihn weg. Weil wir überhaupt nicht SEHEN können dass dieser Mensch uns wirklich liebt. Wir GLAUBEN es ganz einfach schlichtweg nicht. Weil wir zu sehr in all unseren Illusionen über Liebe gefangen und verstrickt sind. 

Der Mensch dagegen der uns ‚haben’ will weil wir ebenfalls seinem inneren Traum entsprechen, KANN uns aber nicht die Liebe geben die wir eigentlich haben wollen. Da er uns ja ebenfalls NICHT als MENSCH liebt. 

WIE sollen wir auch wahrhaftige Liebe von dieser Person erhalten, wenn WIR selbst überhaupt nicht wissen was wahrhaftige Liebe eigentlich IST? Wie sollen wir Liebe von einem Menschen ‚empfangen’ wenn wir doch innerlich ständig auf ‚haben wollen’ eingestellt sind? WIE sollen wir einem anderen Menschen wirkliche Liebe GEBEN wenn wir doch gar nicht wissen wie wahre Liebe zu GEBEN eigentlich funktioniert? 

Wir können wahrhaftige Liebe nur GEBEN, wenn wir sie auch ‚empfangen’ können. Wenn wir diese Liebe zulassen, annehmen und aushalten können. Wenn wir IN Liebe zu uns selbst und zum anderen sind. 

Wenn wir dann ganz plötzlich und unerwartet auf unseren Seelenpartner und gar auf unsere Dualseele treffen, wirbelt das unser gesamtes SEIN – unser ganzes Denken, Fühlen und Handeln vollkommen durcheinander. 

Gerade unsere Dualseele stellt ALLES auf den Kopf, was wir bisher in unserem Leben vermeintlich für Liebe gehalten haben...

Das komplette Kapitel können Sie in meinem Buch "Seelenpartner grenzenlose Liebe" nachlesen...



                                                                                                                 © Iris Fischer – sensible-seele.net 

     

Warum es Zeit wird, sensible Herzen aufblühen zu lassen...

...und diese aus der Erstarrung der Angst zu lösen...

Das aufblühen sensibler Herzen

(Leseprobe aus meinem Buch "Das aufblühen sensibler Herzen")                                                                                  Reine Seins-Liebe ist absolut grenzenlos. Diese Liebe fängt an keinem bestimmten Ort oder an keiner bestimmten Stelle an und hört auch nirgendwo auf. Da es kein Ende der wahren Liebe gibt. Stattdessen fließt sie in den tiefen und weiten Raum der Unendlichkeit. Sie ergießt sich in sich selbst, vervielfältigt sich im bedingungslosen „Geben“ und erneuert sich immer wieder aus sich selbst heraus. Wie eine Quelle aus absolut reinem, kristallklaren und Leben spendendem Gebirgswasser, die niemals aufhört zu sprudeln.

Genau diese Liebe ist es aber, die vielen sensiblen Menschen gravierende Angst macht. Weil sie diese Art von Liebe überhaupt nicht kennen. Sie haben eine immense Angst davor, in die tiefen Schichten dieser einzigartigen und kostbaren Liebe einzutauchen. Und diese überaus wundervolle Liebe auch vollständig zuzulassen. Und sich kompromisslos auf die wahrhaftige Liebe einzulassen.

Meist kennen sie es nur, dass sie ununterbrochen Bedingungen, Erwartungen und Forderungen erfüllen sollen.

Oft sind sie viel zu gutmütig und anständig um „nein“ zu sagen und sich zu wehren. Wollen sie es im Gegenteil immer allen Recht machen. Viele sensible und eigentlich äußerst gefühlvolle Männer flüchten sich sogar lieber in ihren Kopf und „vergessen“ vor lauter „funktionieren müssen“ und permanent Leistung zu zeigen, dass sie sehr tief und intensiv lieben können. Stattdessen vergraben sie ihre Sensibilität, ihre Gefühle und oft auch ihre wahre Männlichkeit in den Tiefen ihres eigentlich sensiblen Seins und fügen sich den weiblichen Anforderungen. Oft machen sie sich auch von der Liebe der Frauen emotional abhängig. Und wundern sich dann irgendwann, dass die Beziehung so nicht funktioniert. Dass sie nicht erfüllt sind. Dass sie überhaupt nicht wirklich glücklich sind. Dass ihnen immer irgendetwas fehlt in ihrem Leben. Dass sie ständig eine unstillbare Sehnsucht in sich tragen. Einen undefinierbaren und nagenden emotionalen Hunger in ihrem gesamten sensiblen Sein spüren.

Solche sensiblen Männer warten immer wieder aufs neue voller Hoffnung darauf, dass die Frau an ihrer Seite sich irgendwann ändert. Sie verharren in der eigentlich weiblichen Passivität. Und warten darauf, dass die Frau sie endlich einmal ganz Mann sein lässt. Und sie annimmt wie sie sind. Ohne permanent etwas zu erwarten oder zu fordern. Womit sie sich aber selber etwas vormachen. Denn dies wird im Normalfall nicht passieren. Da diejenigen Frauen sich genauso im emotionalen Mangel befinden wie die Männer.

Oft entsteht dann gegenseitige emotionale Abhängigkeit. Aus der beide Partner nicht mehr herausfinden. Da sie sich immer weiter auf ihre Mängel konzentrieren. Und gegen diese Mängel kämpfen. Da sie es nicht kennen, einfach nur in sich selbst zu ruhen. Und sie es daher auch nicht kennen, bedingungslos zu sein.

Bedingungslos kann aber nur sein  – wer sich vollkommen in seinem Herzen befindet. Wer die Türe seines Herzens komplett der wahren Liebe öffnet. Wer es zulässt, dass sein Herz ohne jedes „wenn und aber“ aufblüht und die Liebe sich in den Raum der Unendlichkeit ergießen kann. Wer die Dornenhecke der Eigenbegrenzung von innen heraus niederreißt und aus seinem jahrelangen „Dornröschenschlaf“ aufwacht.

Viele sensible Männer haben eine immense Angst davor, ihr Herz weit zu öffnen und die wahrhaftige und pure Seins-Liebe in ihr Leben zu lassen. Derweil können sie sehr tief und intensiv lieben. Und tun dies auch. Nur geben sie es oft nicht zu. Lieber drücken sie die Liebe weg und verleugnen sie, bevor sie das Risiko eingehen, vielleicht ja irgendwann noch einmal verletzt und enttäuscht zu werden. Sie verzichten auf die wahrhaftige Liebe, weil sie es nicht glauben können, tatsächlich so wertvoll zu sein. Sie machen sich selber mit negativen Worten klein, sind viel zu bescheiden und es ist ihnen fast peinlich, wenn sie ehrlich gemeinte Komplimente von der Frau die sie wirklich liebt, bekommen. Diese sensiblen Männer haben leider ein absolut mangelndes Selbstwertgefühl. Und es ist ihnen überhaupt nicht bewusst welch wundervolle Menschen sie eigentlich sind. Diese Männer wurden ihrer natürlich angelegten Ur-Männlichkeit beraubt. Sei es in ihrer Kindheit, in der sie von ihrem Vater dazu erzogen wurden immer nur Leistung zu zeigen und von der Mutter dermaßen mit vermeintlicher Liebe, Erwartungen und utopischen Forderungen zugeschüttet wurden, dass sie überhaupt niemals gelernt haben aktiv Liebe zu geben. Diese Männer nehmen immer nur Liebe und ziehen damit automatisch Frauen zu sich, die um einen Mann kämpfen. Die sich ihrer wahren Ur-Weiblichkeit überhaupt nicht bewusst sind. Die vielleicht sogar Angst davor entwickelt haben, wirklich Frau zu sein. Und vielleicht sogar viel zu dominant in ihrem Verhalten sind. Weil sie ebenfalls ihrer natürlichen Ur-Weiblichkeit beraubt wurden. Sie haben nicht die Liebe bekommen die sie gebraucht hätten und mussten sich deshalb in männlich aktive Verhaltensweisen flüchten.

Die eigentliche Aufgabe eines wahrhaft männlichen, liebenden und sensiblen Mannes wäre es aber, gelassen in sich selbst zu ruhen und einen Raum zu schaffen, in den die Frau sich vertrauensvoll hinein entspannen kann.

Die Aufgabe der Frau in ihrer natürlichen Weiblichkeit wäre es wiederum, sich passiv in diese Liebe hineinfallen zu lassen. Sich dem Mann den sie wahrhaftig liebt vollkommen hinzugeben. Ihre Emotionen intuitiv zu leben. Auf ihren natürlichen, weiblichen Instinkt und ihre ureigene Urteilskraft zu vertrauen.

Sensible Männer müssen sich emotional unabhängig machen, um wirklich aktiv Liebe geben zu können!

Sie müssen lernen, ihr Herz weit zu öffnen und die wahre Liebe zuzulassen. Denn nur so kann die Liebe – die ja sowieso schon da ist – ungehindert fließen und sich zu ihrer vollen Schönheit und Kraft entfalten. Nur so kann überhaupt eine wirklich erwachsene und reife Beziehung entstehen und auch gelebt werden.

Sie müssen lernen, die Verantwortung für ihr Handeln selbst zu übernehmen. Und nicht jegliche Verantwortung ihren Frauen zu übertragen. Da sehr viele sensible Frauen absolut damit überfordert sind. Sie wollen sich überhaupt nicht männlich verhalten, werden aber aus purer Unwissenheit unbewusst von ihren eigenen Männern dazu „gezwungen“. Weil diese Männer nicht erwachsen handeln. Sondern wie ein Kind in einem erwachsenen Männerkörper feststecken. Viele sensible Frauen fühlen sich an der Seite ihres Mannes nicht wirklich weiblich, sondern haben die Funktion einer Mutter übernommen. Viele Frauen „flüchten“ sich auch in dieses mütterliche Verhalten, um wenigstens auf diese Art Bestätigung von ihrem Mann zu bekommen. Denn auch eine destruktive Beachtung ist eine Beachtung.

Sensible Frauen brauchen erwachsene Männer, um ihre wahre Ur-Weiblichkeit wieder in sich zu entdecken, entfalten und leben zu können.

Und sensible Frauen müssen wieder lernen sich fallen zu lassen. Und sich bedingungslos ihrer weiblichen Natur und dem Mann den sie wahrhaftig lieben hinzugeben. Ihm quasi vertrauensvoll die Führung zu überlassen. Das bedeutet, all das was der Mann aktiv der Frau die er liebt gibt, zu empfangen und anzunehmen. Selbst bedingungslos zu geben, ohne in der Erwartungshaltung zu sein, dass etwas zurückkommt. Denn wahrhaftige Liebe kann sich nur vervielfältigen wenn man bedingungslos gibt. Dann fließt die wahre Seins-Liebe auch. Und ergießt sich in sich selbst. Um sich daraus dann immer wieder zu erneuern.

Die Welt ist heutzutage vollkommen aus den Fugen geraten. Überall wird um alles gekämpft, es herrscht Krieg, Hass und Gewalt. Machtspiele, Manipulationen und Betrug sind an der Tagesordnung. Es herrscht Neid, Missgunst und sehr oft der Spruch: „Wie du mir, so ich dir“. Nur machen wir so alles nur noch schlimmer.

Das alles hat absolut überhaupt gar nichts mit wahrhaftiger Liebe zu tun. All dies ist die Abwesenheit von wahrer Liebe. Die Liebe ist blockiert, weil so viele Menschen nicht in innerer Harmonie mit sich sind. Sie sind seelisch und emotional aus dem Gleichgewicht geraten. Und genau das äußert sich dann mit destruktiven Handlungen im Außen.

Es ist überdeutlich sichtbar, dass eine massive Angst auf unserer Erde vorherrscht. Nicht die wahre Liebe.

Obwohl die Liebe sehr wohl in vielen Herzen vorhanden ist. Sie wird aber genau von dieser Angst blockiert. Da die Angst immer noch mehr und immer noch weiter geschürt wird.

Angst fängt aber mit Gedanken an. Aus denen sich wiederum die entsprechenden Gefühle bilden. Die sich dann in „passenden“ Handlungen äußern. Und diese destruktiven Handlungen spiegeln sich im Verhalten der Menschheit auf der ganzen Welt wider.

Die Herzen sind verschlossen, die Liebe wird zurückgehalten. Die Polaritäten haben sich verschoben. Von dem einen gibt es zuviel, von dem anderen zuwenig. Vieles ist nicht mehr in Balance. Es ist kein Ausgleich mehr vorhanden. Die eine Waagschale schleift schon fast am Boden, weil sie viel zu weit nach unten driftet, während die andere dadurch in utopische Höhen schwingt und dort viel zu weit oben festhängt.

Von daher ist es dringend notwendig, dass die Angst bewusst verscheucht und aus den Herzen der Menschen vertrieben wird. Damit die sensiblen Herzen sich weit öffnen und aufblühen und die wahrhaftige Liebe wieder frei fließen kann.

Und was passiert, wenn all die Liebe dann endlich wieder frei fließt?

Die wahre Seins-Liebe überstrahlt alles andere!

Sie ist unendlich kraftvoll! Wenn immer mehr Menschen wieder in emotionale und seelische Balance und innere Harmonie finden, harmonisiert sich auch das Leben auf unserem Planeten. Und zwischen den Geschlechtern.

Denn alles wofür wir kämpfen, schieben wir gleichzeitig von uns weg. Und blockieren es.

Es wird permanent um Frieden gekämpft. Wieso kämpft man um Frieden?? Frieden ist ein natürlicher Seins-Zustand!

Frieden ist immer vorhanden. Genauso wie Liebe und Harmonie. Die Menschen sind es, die ganz bewusst diesen Frieden stören. Die Menschen sind es, die ihre innere Unzufriedenheit nach außen transportieren. Und auf andere projizieren. Sie stiften im Außen Streit, Unsicherheit und Unfrieden, nur um ihre seelische und emotionale Disharmonie von sich abspalten zu können. Und irgendwie damit fertig zu werden. Und schieben die Verantwortung dann auf andere. Diese Menschen "bekriegen" sich damit im Außen eigentlich selbst! 

Unser Verstand sitzt permanent Illusionen auf. Durch die Bewertungen die wir jedem einzelnen unserer Gedanken geben.

In der Natur fließt alles. Nur der Mensch setzt permanent irgendwo künstliche Blockaden und sorgt dafür, dass so vieles außer Balance gerät. Der Mensch ist selbst dafür verantwortlich, dass die wahre Liebe nicht fließt.

Wir Menschen kämpfen permanent für die Liebe. Und halten sie genau dadurch von uns fern.

Denn für die wahre Liebe müssen wir nichts tun. Für die Liebe müssen wir nicht kämpfen. Da die wahre Liebe – genauso wie die Harmonie und Frieden – immer vorhanden ist. Aufgrund unserer Konditionierungen und falschen Glaubenssätzen sind wir aber fest davon überzeugt für die Liebe kämpfen zu müssen. Und genau das ist komplett falsch! Denn genau das hindert die Liebe, den Frieden und die Harmonie daran, zu uns in unser Leben und in unser Herz zu kommen.

Wenn wir krank werden, bedeutet das nichts anderes, als dass unser Körper uns sagt dass wir in innerer Disharmonie sind. Dass wir außer Balance geraten sind. Die Krankheit ist nur das Symptom. Niemals die Ursache! Die Ursache liegt immer darin, dass wir innerlich nicht ausgeglichen sind. Dass unserem Körper irgendetwas fehlt. Und anstatt uns ganzheitlich zu versorgen und unsere innere Harmonie wieder herzustellen, kämpfen wir gegen die Krankheit an. Anstatt genau hinzusehen und es anzunehmen und zu akzeptieren dass wir nicht genügend auf unser sensibles Selbst geachtet haben. Dass wir nicht achtsam, fürsorglich und genügend liebevoll mit uns umgegangen sind. Wir kämpfen - oft mit sehr viel Chemie - gegen eine Krankheit an und fügen uns so noch viel mehr Schaden zu. Als dass wir uns nach der Natur richten, die für alles die passende Lösung parat hat.

Wir hinterfragen nicht die Umstände die zu dieser Krankheit geführt haben, sondern vertrauen oftmals „nur“ auf die Schulmedizin. Die meist überhaupt nicht ganzheitlich arbeitet. Was aber für eine vollständige Gesundung und die natürliche Harmonisierung von Körper, Geist und Seele oftmals notwendig ist.

Auch da wo ernsthafte Krankheiten sind, sind oftmals die Herzen verschlossen. Aus Angst vor den Konsequenzen werden dicke Schutzmauern um die eigenen Gefühle errichtet. Und es gibt oft keine wahre Liebe. Gibt es keine Akzeptanz.

Oft kämpfen wir auch gegen unsere Sensibilität. Die doch ebenfalls ein natürlicher Seins-Zustand ist!

Anstatt sie einfach nur anzunehmen. Und das beste aus unserem wahren sensiblen Selbst – mit all den vielfältigen Möglichkeiten die wir genau dadurch haben - herauszuholen.

In einer Zeit wie es heute der Fall ist – wo wir in einer Wegwerfgesellschaft leben – in der wir lieber Dinge und auch Menschen wegwerfen und aus unserem Leben entsorgen, als uns an dem zu erfreuen was wir haben, wollen wir immer noch mehr. Wir sind niemals zufrieden mit dem was wir haben. Mit dem was IST. Und wollen immer genau das was uns vermeintlich fehlt. Wir sehen oft überhaupt nicht, dass wir eigentlich den wundervollsten und besten Menschen für uns an unserer Seite haben. Wir sehen nur was andere haben und wollen dann genau dies auch. Anstatt wir uns auf uns konzentrieren und das beste aus den Möglichkeiten herausholen, die uns in unserem individuellen Leben gegeben sind. Die für uns bestimmt sind. Wir weisen die wahre Liebe ab, weil wir überhaupt nicht erkennen dass sie längst in unserem Leben IST. Nämlich dass wir selbst tief und intensiv lieben. Nur die pure Angst hält uns davon ab, die Liebe vertrauensvoll fließen zu lassen.

Wir verschließen aus purer und tiefer Angst unsere Herzen der wahren Liebe. Und suhlen uns lieber im Leid, als dass wir uns vertrauensvoll der Liebe hingeben. Und uns in dieses unfassbar kostbare Gefühl einfach hineinfallen lassen. Uns von dem unendlichen und niemals abreißenden Strom der Liebe mitreißen lassen. Uns führen und leiten lassen.

Aus Angst bleiben wir lieber im Schatten der Liebe und widmen uns dem Kampf gegen jeglichen Mangel. Sehen dabei aber nicht, dass wir genau das Gegenteil erreichen von dem was wir wollen.

Solange wir für die Liebe kämpfen, kann sie nicht unser Leben erhellen.

Kann sie nicht unsere Herzen öffnen. Die einzigartige und unfassbar kostbare Blüte der reinen Seins-Liebe bleibt so verschlossen. Und kann ihre wahre Kraft nicht entfalten. Kann sich niemals vervielfältigen. Kann sich so nicht auf unserer Erde ausbreiten. Kann nicht das Feuer in uns nach außen tragen.

Nur indem wir aufhören zu kämpfen und annehmen was IST – kann alles im Leben fließen. Kann Liebe, Harmonie und Frieden natürlicherweise zurückkehren in unser aller Leben. Nur indem wir aufhören uns permanent selber zu blockieren, kann all dies zu uns kommen was auch zu uns kommen soll. Was für jeden Einzelnen für uns bestimmt ist. Nur wenn wir absolut vertrauen, kann die Fülle unser gesamtes sensibles Sein fluten. Und der Mangel aus unserem Leben verschwinden.

Nur indem die sensiblen Männer Verantwortung übernehmen und sich aus ihrer emotionalen Abhängigkeit und ihrer weiblich anmutenden Passivität herausschälen, können sie wahrhaftig Mann sein. 

Sind sie in der Lage, ihre natürliche Männlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Und ihre Herzen können in wahrer Liebe erblühen. Nur indem die sensiblen Männer mutig sind und sich der wahren Liebe stellen - sie zulassen, annehmen und sich in die Tiefe ihrer Gefühle hineinfallen lassen – kann die Liebe sich wirklich entfalten. 

Und wir Frauen dürfen endlich einmal ganz Frau sein.    

Denn wahre Liebe bedeutet Zusammenhalt. Wahrhaftige Liebe bedeutet „EinsSein“ und doch emotional unabhängig zu sein. Wahrhaftige Liebe bedeutet, ein lebendiges "miteinander" - nicht gegeneinander. Für den, den wir lieben da zu sein, diesen Menschen zu halten und zu (be-) schützen und gleichzeitig unser ureigenes sensibles Selbst nicht aus den Augen zu verlieren. 

Gemeinsam, aber auch alleine einfach zu SEIN...

 

                                                                                           © Iris Fischer – sensible-seele.net  


Warum wir die Sehnsucht lieben

Warum wir die Sehnsucht lieben

...und ihre Erfüllung fürchten...

„Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann.“ Jean-Paul Sartre

Wir konstruieren uns eine künstliche Wirklichkeit, die in uns die Sehnsucht brennen lässt.

Und halten den Kreislauf der Sehnsucht so aufrecht. Und scheuen die Erlösung und Erfüllung daraus. Wir fürchten uns vor dem Nichts, dass sich dann vermeintlich in unserem Inneren bildet. Wir misstrauen ihm. Aber welches Nichts denn überhaupt? Was genau ist dieses Nichts?

Dieses Nichts ist nichts weiter als die Normalität. Wir fürchten uns aber vor dieser Normalität. Vor der Sicherheit die die wahre Liebe uns gibt. Obwohl wir nichts mehr wollen als das. Wir wollen zwar Normalität und Harmonie in der Liebe, aber wir haben auch Angst davor. Weil wir dann vermeintlich nicht mehr spüren dass wir leben. Dass wir fühlen. Dass wir ‚leiden’. Dieses süße, nicht enden wollende qualvolle Gefühl der unendlichen und unbeschreiblichen Sehnsucht, die wir oft viele Jahre lang in uns tragen. Wir fürchten seine Erfüllung. Und suhlen uns stattdessen im Leid. Wir vermeiden die Erfüllung der Sehnsucht, wie der Teufel das Weihwasser meidet. Wir vermeiden es glücklich zu sein, weil wir der Illusion verfallen sind dass Glück bedeutet, Sehnsucht zu empfinden. Somit halten wir uns selber in diesem Kreislauf gefangen.

Leid lässt uns spüren dass wir imstande sind wahrhaftig zu lieben. Aber wenn wir einfach nur lieben ist uns das „unheimlich“. Wir haben immense Angst davor einfach zu lieben. Weil wir meist gar nicht wissen wie das eigentlich geht. Einfach nur zu lieben. Ohne Erwartungen, ohne Ansprüche, ohne ständig Bedingungen zu stellen und Forderungen zu haben.

Liebe einfach nur zuzulassen. Liebe einfach nur auszuhalten. Liebe einfach nur zu empfinden. Aus unserer Vergangenheit sind wir es oft „gewöhnt“ um die Liebe zu kämpfen. Liebe ‚haben’ zu wollen. Wir haben niemals gelernt wie es ist, die Liebe eines anderen Menschen einfach nur anzunehmen. Und gar nichts zu tun. Nichts zu tun. Nichts dafür zu tun, aber auch nichts dagegen zu tun. Liebe einfach nur auszuhalten.

Stattdessen wenden wir uns lieber dem Leid zu. Denn das kennen wir zur Genüge. Das ist uns bekannt. Damit wissen wir umzugehen. Das ist nichts neues für uns. Weil Leid uns unser ganzes Leben begleitet hat.

Wenn wir uns im Leid suhlen, können wir ausgiebig in unserer Sehnsucht baden. Wir können in unseren süßesten Träumen schwelgen. Was wäre aber...wenn...? Wenn sich die Sehnsucht erfüllt...?

Erfüllt sie sich tatsächlich, stehen wir da wie der ‚Ochs vorm Berg’. Und wissen erst einmal nicht weiter. Und dann fangen wir vor lauter Angst und Unsicherheit an, die Liebe und unsere Beziehungen zu sabotieren...

Wahres Glück ist etwas vollkommen anderes. Wahres Glück ist, in der inneren Stille unseres Herzens und unserer Seele angekommen zu sein. Im Einklang mit dem Menschen zu leben den wir doch ‚eigentlich’ so sehr lieben. Die Türe zu unserem Herzen zu öffnen und die Liebe willkommen zu heißen.

Die Türe zu unserem Herzen und somit zur wahren Liebe zu öffnen, kostet aber unglaublich viel Mut. Und sie kostet uns unglaublich viel Kraft. Diese Türe dient uns als Schutz. Als Schutz vor unseren eigenen Gefühlen. Die Türe unseres Herzens aufzuschließen und gleichzeitig die Kontrolle abzugeben über das, was dann passiert wenn die Türe weit offen ist, ist ein Gang ins Ungewisse.

Wir fragen uns ernsthaft, was versteckt sich hinter dieser Türe? Was passiert wenn wir die Türe ein Stück weit öffnen? Und die Kontrolle immer mehr loslassen? Und einfach vertrauen? Und annehmen was dann passiert? Was entdecken wir dort hinter der Tür? Springt uns vielleicht sofort die Normalität entgegen? Überfällt sie uns regelrecht mit ihrer Anwesenheit? Oder jagt uns gar die ‚Langeweile’ einen Heidenschreck ein, weil sie plötzlich und unerwartet vor uns auftaucht? Weil wir gar nicht wissen was wir mit dieser Normalität und vermeintlichen Langeweile in der Liebe eigentlich machen sollen? Oder zieht die Normalität sich erst einmal misstrauisch zurück und harrt der Dinge die da kommen wollen? Wartet vielleicht die Normalität dahinter schon lange ‚sehnsüchtig’ darauf, endlich befreit und gelebt zu werden?

Ja, auch die Normalität kann Sehnsucht empfinden. Sehnsucht danach, endlich einmal beachtet zu werden. Und endlich einmal zum Zuge zu kommen. Nicht immer nur hintenanstehen zu müssen. Und der „Langeweile“ Gesellschaft zu leisten.

Die Sehnsucht in uns kann viele Gesichter haben.

Die Sehnsucht nach Frieden

Die Sehnsucht nach Freiheit

Die Sehnsucht nach Gelassenheit

Die Sehnsucht nach Weite

Die Sehnsucht nach Stille

Die Sehnsucht nach Unendlichkeit

Die Sehnsucht nach Erfüllung

Die Sehnsucht nach Ferne

Die Sehnsucht nach Liebe

Die Sehnsucht nach Geborgenheit

Die Sehnsucht nach Sicherheit

Die Sehnsucht danach, endlich ‚angekommen’ und zuhause zu sein

Was kommt dann auf uns zu wenn wir tatsächlich die Kontrolle über unser Herz vollständig abgeben? Und uns in unseren eigenen Gefühlen verlieren? Uns in der Liebe verlieren? Uns in der ‚Normalität’ zu lieben und geliebt zu werden verlieren?

Dann kriecht sie leise, zögernd aber deutlich spürbar, wieder in uns hoch. Die Sehnsucht nach der Sehnsucht. Wir sehnen uns danach, die Sehnsucht in uns wieder zu spüren. Wir sehnen uns danach wieder zu leiden. Dieses süße, unerträgliche und qualvolle Leid zu empfinden. Weil wir denken, es ist eben NICHT normal KEINE Sehnsucht zu fühlen. Eben weil wir Erfüllung nicht kennen. Und somit ist es uns auch fremd, Liebe einfach nur zu empfinden. Die Liebe an sich zu ‚empfangen’. Es ist uns fremd, einfach nur Normalität zu spüren. Gleichklang mit dem Menschen an unserer Seite zu spüren.

Wahre Liebe, echte Nähe und Normalität macht uns eine Wahnsinnsangst. Und deshalb sabotieren wir diese Liebe. Immer und immer wieder. Wir flüchten vor dieser Liebe. Wir laufen weg, verstecken und verkriechen uns, verweigern uns der Liebe, weisen sie von uns, leugnen sie ab, kämpfen dagegen an, schweigen uns aus, wollen nichts davon wissen...

Aber warum?

Weil wir die wahre Liebe einfach nicht aushalten können. Weil wir mit einer solchen Intensität, Stärke und Konstanz der Liebe nicht umgehen können. Wir haben genau das ja niemals gelernt. Stattdessen haben wir immer Partner ‚gefunden’ die uns unbewusst auf Distanz halten. Und uns gar nicht erst zu nahe kommen. Und so unser Inneres nicht wirklich berühren können. Weil sie ebenfalls mit der Liebe nicht umgehen können. Und uns genau dieses dann spiegeln. Aber erst wenn wir bewusst darauf achten, erkennen wir diesen Spiegel an unserer Seite erst richtig. Und erst ab dann können wir ganz bewusst handeln.

Wir können ganz bewusst lernen zu lieben. Wir können lernen die Liebe einfach nur auszuhalten. Und gar nichts damit zu tun. Wir können lernen die Liebe einfach nur wahrzunehmen. Und sie zu spüren. Sie anzunehmen. Sie zuzulassen. Ohne eine „Gegenleistung“ vom anderen zu erwarten. Oder gar einzufordern. Und zu verlangen. Wir können lernen einfach zu lieben.

Aber was hindert uns daran genau dieses zu tun?

Genau. Eine massive Angst. Angst vor der Liebe an sich. Angst den anderen zu verlieren. Angst UNS im anderen zu verlieren. Angst die Kontrolle über unsere Gefühle zu verlieren. Angst uns verletzlich zu zeigen. Seelisch nackt vor dem anderen zu sein. Und Angst wieder enttäuscht zu werden. Angst zu versagen. Angst nicht zu genügen. Angst unsere „Freiheit“ zu verlieren. Angst uns emotional abhängig zu machen. Angst...Angst...Angst...

So funktioniert Liebe nicht. Denn Liebe lässt sich nicht kontrollieren. Liebe IST einfach nur. Sie IST. Liebe ist in uns, Liebe ist im anderen. Liebe vervielfältigt sich wenn sie nicht kontrolliert wird. Wenn sie erwidert wird. Wenn sie dagegen keine Resonanz vom anderen bekommt, erlischt sie irgendwann.

Die Angst halten wir selbst aufrecht. Die Angst vor Nähe und somit die Angst vor der Liebe.

All das sind Zeichen dass wir überhaupt nicht wirklich lieben können. Wir meinen zwar dass wir es können, in Wahrheit können wir es aber nicht. Auch wenn wir glauben Liebe zu empfinden. Natürlich ist es Liebe dass wir fühlen. Nach unserer eigenen Definition. Eben nach unserem Gefühl. Nach dem was wir unser Leben lang kennen. Und unter Liebe verstehen. Aber es nicht die reine ‚Seins-Liebe’ - nicht die absolut wahre und bedingungslose Liebe. Die kennen wir nicht. Die müssen wir erst lernen.

Was wir kennen ist Verlangen. Und Begehren. Und ‚Haben’ wollen. Vielleicht treffen wir sogar unseren Seelenpartner – unser Dual - und begehren diesen dann in einer solchen Intensität, wie wir noch niemals zuvor einen anderen Menschen begehrt haben. Weil dieser Mensch imstande ist Gefühle in uns zu wecken, wie es kein anderer Mensch vorher konnte. Und diese Gefühle möchten wir natürlich wieder und wieder spüren. Und nicht wieder verlieren. Aber alles ist eben nur eine Illusion. Das ist (noch) nicht die wahre ‚Seins-Liebe’. Die müssen wir lernen. Durch unseren Seelenpartner „gezwungenermaßen“. Da er uns ja immer wieder von sich weist. Weil er selber von einer solchen Sehnsucht, Begierde und Angst erfüllt ist, dass ihm gar nichts anderes übrig bleibt als erst einmal davonzulaufen. Und sich vor seinen eigenen Gefühlen vermeintlich zu verstecken. Was natürlich faktisch gesehen unmöglich ist. Denn auch wenn er ans Ende der Welt flüchten würde, wäre doch die Angst, Begierde und die Sehnsucht immer bei ihm. Und auch er muss erst einen Weg für sich finden, genau damit umzugehen. Weil auch er dies niemals gelernt hat. Und uns das so schmerzhaft spiegelt wie es kein anderer Mensch auf dieser Erde kann. Auch unser Dual muss erst lernen Liebe einfach nur zuzulassen. Liebe wirklich zu fühlen. Sie anzunehmen und auszuhalten. Und diese Geduld sollten wir einfach aufbringen für den wichtigsten Menschen (nach uns selbst) in unserem Leben.

Die Tränen die durch all die gefühlte und unerfüllte Sehnsucht von uns Menschen geweint wurden, würden ganze Ozeane füllen. Was würden wir tun, so ganz ohne Sehnsucht? Wenn wir auf einmal doch in der Normalität landen und gelernt haben wirklich zu lieben? „Langweilen“ wir uns dann? Vermissen wir die Sehnsucht? Trauern wir ihr nach?

Suchen wir uns ‚Ersatz’ für die Sehnsucht? Was wäre ein adäquater ‚Ersatz’? Die Illusion? Schwelgen wir dann in irgendwelchen utopischen Phantasien und malen uns aus wie unser Leben sein könnte, wenn wir nicht ein Leben in Liebe und ‚Normalität’ und somit echtem Bestand gewählt hätten? Flüchten wir uns dann in Tagträume? Und leben so wieder an der Realität vorbei? Weil unser Partner uns wieder nicht gerecht werden kann? Und er das ja ganz genau spürt? Und sich deshalb vielleicht von Anfang an distanziert uns gegenüber verhält? Und keine echte Nähe zulässt? Weil er unsere innere Unsicherheit wahrnimmt? Und ihm genau dies noch mehr Angst macht als er sowieso schon hat?

Und wie ist das mit uns? Halten wir die Nähe zu unserem Partner dann aus? Halten wir es aus, wenn doch nicht alles nur harmonisch verläuft? Oder provozieren wir Streit, Konflikte, Diskussionen? „Stören“ und sabotieren wir aus dieser inneren Unsicherheit heraus permanent den Frieden und die Harmonie und somit die Normalität der Beziehung? Oder laufen wir gar selber wieder weg?

Keine Beziehung der Welt kann nur harmonisch verlaufen. Wenn das tatsächlich der Fall ist, dann wird eine Menge Frust unter den Teppich gekehrt. Und sich ganz schön für den anderen verbogen. Für vermeintlichen Frieden in der Beziehung. Und auch wieder aus Angst. Dieser Frieden ist aber trügerisch. Und vielleicht reicht irgendwann ein winziges Tröpfchen Unzufriedenheit bei irgendetwas aus, und das Fass der Geduld läuft über. Und die ganze Beziehung fliegt einem gewaltig um die Ohren.

Normalität wäre eigentlich die Erfüllung all unserer Sehnsüchte. Unserer Träume und Wünsche. Aber dies tun wir eben oft nicht aus Angst was danach kommt. Was kommt nach der Erfüllung...

Wir haben Angst uns zu „langweilen“. Obwohl das Leben ständig aus Herausforderungen besteht. Die wir zu lösen haben. Normalität ist sowieso relativ zu sehen. Jeder versteht etwas anderes darunter. Aufgrund unserer unterschiedlichen Wahrnehmung.

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Das was wir kennen, tun wir auch. Was wir nicht kennen, löst oft Angst und Unsicherheit aus. Deshalb tun wir uns auch so immens schwer mit Veränderungen im Leben. Und bleiben oft lieber im alten Trott stecken. Obwohl wir nicht glücklich damit sind.

Liebe – Leid - Sehnsucht, das ist der Kreislauf der Angst. Und den haben wir selber gewählt. Weil wir es nicht anders kennen. Weil wir das ganz einfach so gewohnt sind. Niemand hat uns je gezeigt wie es funktioniert Liebe einfach nur auszuhalten. Und einfach nur zu empfinden. Nichts dafür und nichts dagegen zu tun. Einfach in unserer eigenen Mitte zu sein. Und aus dieser Mitte heraus vertrauensvoll zu agieren. Nicht, auf den anderen zu reagieren. Sondern bei UNS zu bleiben. Die Liebe einfach anzunehmen. Sie zu ‚empfangen’. Und sie einfach nur zu genießen. Erst dann ist ein wahres gegenseitiges ‚geben und nehmen’ möglich.

Das ist hart. Das ist schwer. Das ist sogar ganz verdammt schwer. Dazu braucht es Geduld, Geduld und nochmal Geduld. Und zwar Geduld mit uns selbst. Und ein bisschen Verständnis, wenn wir nicht immer alles schaffen was wir uns vorgenommen haben. Selbst wenn wir unser bestes tun, gibt es immer Schwankungen. Mal entfernen wir uns wieder von uns, mal nähern wir uns wieder an. Aber auch das ist Normalität. Wir dürfen es uns gönnen nicht perfekt zu sein. Weil das einfach menschlich ist.

Es ist auch ein gewaltiger Unterschied ob wir Sehnsucht aus einer emotionalen Bedürftigkeit heraus empfinden, oder weil wir unseren Partner einfach aus reiner Liebe vermissen, wenn er aus welchen Gründen auch immer, nicht ständig bei uns sein kann. Weil er uns einfach als Mensch fehlt. Weil wir seine Stimme so gerne hören. Weil wir uns so gerne in seinen Augen verlieren. Weil wir ihn so gerne lächeln sehen. Weil wir so gerne unendliche Gespräche mit ihm führen. Das ist wahre Liebe und keine emotionale Bedürftigkeit.

Meiner Meinung nach ist es ein wegschieben der Verantwortung, wenn gesagt wird dass wir – wenn wir uns vollkommen in der wahren Selbstliebe, also der reinen ‚Seins-Liebe’ befinden – keine Sehnsucht und keine Begierde mehr nach unserem Partner – auch unserem Seelenpartner – empfinden. Und dass wir diesen dann nicht mehr ‚haben’ wollen. Natürlich haben wir Sehnsucht. Und natürlich ‚wollen’ wir den Menschen den wir so sehr lieben. Und natürlich begehren wir diesen Menschen. Ist es nicht ein unbeschreiblich wundervolles Gefühl, wenn dieser Mensch in der Lage ist dass wir uns bei ihm so männlich als Mann, oder so weiblich als Frau fühlen, wie wir das noch niemals zuvor bei einem anderen Menschen empfunden haben? Natürlich ‚wollen’ wir uns diesen Menschen bewahren. Und mit diesem Menschen zusammensein. Das hat meiner Ansicht nach nicht zwangsweise etwas mit ‚Bedürftigkeit’ zu tun. Vielleicht ein bisschen mit gesundem Egoismus. Aber das ist ja nur menschlich ;)

Es ist einfach meiner Ansicht nach esoterischer Unsinn, wenn behauptet wird dass wir – wenn wir uns in reiner ‚Seins-Liebe’ befinden, überhaupt keinen anderen Menschen mehr „brauchen“ oder ‚haben’ wollen. Dass wir uns stattdessen immer selber genügen. Oder wir keinen Partner mehr „brauchen“, sondern lieber alleine sind.

Wir Menschen sind nicht dazu geboren worden um alleine zu sein. Natürlich brauchen wir eine gesunde Portion Eigenverantwortung. Natürlich sollen wir erst einmal bei uns selber bleiben und unseren emotionalen Mangel selber ausgleichen. Das Glück und die Liebe in erster Linie aus uns selber beziehen. Was aber NICHT heißt, dass wir niemand anders mehr um uns herum oder in unserem Leben „brauchen“.

Genauso ist es purer Unsinn, dass sich die Liebe in uns auf alle Menschen ausbreitet. Es wird immer Menschen geben die uns weniger sympatisch sind. Und mit denen wir einfach nicht klar kommen. Wie sollen wir diese Menschen lieben? Was nicht heißen soll dass wir uns dann wie die Axt im Walde diesen Menschen gegenüber aufführen. Akzeptanz und Toleranz für die Individualität dieser Menschen werden wir trotzdem zeigen. Was einfach etwas mit Respekt und Anstand zu tun hat. Aber nicht unbedingt mit Liebe.

Auch können wir nicht einen Menschen den wir wahrhaftig und bedingungslos lieben, einfach gegen einen anderen „austauschen“. Nur weil uns dieser Mensch vielleicht nicht will. Oder Angst hat sich auf uns einzulassen. Denn DAS wiederum wäre überhaupt KEINE wahre Liebe. Die reine ‚Seins-Liebe’ als „Ausrede“ dafür herhalten zu lassen die Partner zu wechseln wie unsere Kleidung, ist anmaßend finde ich. Wer das natürlich für sich als richtig empfindet, soll dies ruhig tun. Schließlich darf und soll jeder Mensch das tun was er möchte. Was aber meiner Meinung nach dann nichts mit wahrer Liebe zu tun hat. 

Wenn wir den Menschen den wir doch so sehr lieben, tatsächlich einmal NICHT mehr ‚haben’ wollen, dann meiner Erfahrung nach deshalb, weil dann irgendetwas vorgefallen ist, woraufhin wir entschieden haben dass wir lieber ohne diesen Menschen leben wollen. Dann empfinden wir aber auch wirklich keine Sehnsucht mehr nach diesem Menschen. Und dann verliert sich auch die Liebe zu ihm irgendwann. Weil wir nicht mehr bereit sind uns für diesen Menschen immer wieder zu verbiegen. Denn dieser Mensche verbiegt sich ja auch nicht für uns. Abgesehen davon, sollte sich kein Mensch für den anderen verbiegen müssen. Das wäre dann auch wieder keine wahre und bedingungslose Liebe. Das wäre dann emotionale ‚Bedürftigkeit’ und wieder das ‚haben’ wollen. Aus einem inneren emotionalen Mangel heraus. Und auch die Sehnsucht die wir in diesen Momenten empfinden wäre keine Sehnsucht aus Liebe, sondern aus einem „weil wir den anderen brauchen“ um diesen emotionalen Mangel in uns zu stillen, heraus.

Wenn wir also aus diesem Kreislauf der Angst vor der Einkehr der Normalität in Beziehungen – der Unsicherheit und Erhaltung der Sehnsucht - und der Verhinderung deren Erfüllung aussteigen wollen, sollten wir lernen wahrhaftig zu lieben. Die Liebe in uns einfach zu spüren. Die Liebe zuzulassen, sie anzunehmen und sie auszuhalten. Nicht mehr dagegen anzukämpfen. Oder auch nichts mehr DAFÜR zu tun und uns so wieder zu verbiegen.

Weil wir – wenn wir dann wahrhaftig lieben können – trotzdem noch Sehnsucht in uns spüren werden. Aber nicht mehr die Sehnsucht aus ‚Bedürftigkeit’. Sondern die Sehnsucht aus reiner und bedingungsloser Liebe unserem Partner gegenüber.

Sehnsucht wird es immer in uns geben. Der Unterschied besteht nur in dem „wie“ und „warum“ wir diese empfinden. Und wie wir dann mit dieser süßen bis unerträglich quälenden und manchmal kaum auszuhaltenden Sehnsucht in uns umgehen.


                                                                    © Iris Fischer – sensible-seele.net


Warum wir die Liebe nicht aufschieben sollten

Warum wir die Liebe nicht aufschieben sollten

Wir Menschen haben die leidige Angewohnheit, Dinge die uns „eigentlich“ wichtig sind, aufzuschieben. Wir sind wahre Meister darin, gedanklich und emotional aus der Gegenwart und dem Hier und Jetzt zu flüchten. Gefühle, die wir JETZT fühlen, von uns abzuspalten, sie zu verdrängen und uns abzulenken. Uns von uns selbst, von unserem Herzen und der Sehnsucht unserer Seele wegzubewegen. Wir schieben die Dinge vor uns her und bringen uns so um das Glück, die Liebe im Hier und Jetzt genießen zu dürfen. Wir bringen uns um das Glück, uns wirklich lebendig zu fühlen. Das Leben zu spüren. In diesem Augenblick. Die Liebe zu fühlen. In diesem Moment. Den Menschen, den wir wahrhaft lieben, bei uns zu haben. In seine Augen zu sehen, seine Stimme zu hören, ihn lächeln zu sehen, ihn ganz nah bei uns zu spüren...in diesem einen unwiederbringlichen, unendlich kostbaren Augenblick unseres Lebens...JETZT...  

Aber wir verschieben lieber. Auf später. Denn, wir sind der Meinung, dann können wir immer noch...

Später können wir immer noch...genießen...dann können wir immer noch...leben...dann können wir immer noch...lieben...dann können wir immer noch...mit diesem Menschen zusammenSEIN, den wir lieben...denn es läuft ja nichts weg...dieser Mensch läuft ja nicht weg...

Aber ist das tatsächlich so? Oder unterliegen wir hier einer ganz gewaltigen Selbsttäuschung.

Permanent brennt die tiefe Sehnsucht nach Erfüllung in uns. Aber anstatt dem Ruf unserer Seele zu folgen und die Stimme unseres Herzens zu erhören, schieben wir die Dinge lieber auf. Denn...es hat ja noch Zeit...später eventuell...heute Abend vielleicht...oder morgen...dann ist ja auch noch ein Tag...oder übermorgen...oder nächste Woche...nächsten Monat...oder vielleicht irgendwann...wenn es denn gerade mal besser passt. Denn JETZT gerade haben wir ja etwas anderes...wichtigeres zu tun....

Nur...ist das, was wir JETZT gerade tun, wirklich besser und wertvoller und vor allem wirklich wichtiger, als mit dem Menschen, den wir wahrhaft lieben, in diesem Moment zusammen und IN Liebe zu SEIN...? 

Diesem Menschen vielleicht nur eine winzig kleine Aufmerksamkeit in Form eines Anrufes von fünf Minuten „einfach nur so“ zu schenken oder ein paar Worte zu schreiben und ihn damit unendlich glücklich zu machen? Weil wir ihm damit gezeigt haben, dass wir an ihn denken? Uns selbst damit glücklich zu machen?

 

Was tun SIE gerade in diesem Moment?

 

  • Wo befindet sich der Mensch, den Sie am meisten lieben auf dieser Welt, in diesem Augenblick?
  • Was ist mit der Liebe in Ihnen?
  • Was TUN Sie mit dieser Liebe?
  • Leben Sie die Liebe oder schieben Sie den Moment, diese Liebe dem anderen zu zeigen, immer wieder auf...vor sich her...und schieben es auf...wirklich zu lieben?
  • Folgen Sie tatsächlich der Stimme Ihres Herzens und Ihrer Seele, was die Liebe betrifft?

 

Immer wieder fallen wir unserem Verstand zum Opfer. Und kommen aus der Illusionsfalle des Denkens nicht wirklich heraus.

Nicht, ehe wir uns die Wahrheit bewusst machen. Uns auch mit den unbequemen Dingen befassen und auseinandersetzen. Und uns bewusst machen, dass die Zeit niemals still stehen wird. Das Karussell des Lebens sich immer weiterdreht. Die Zeiger der Uhr sich immerfort bewegen. Der Sand in der Sanduhr immer weiter nach unten rieselt, bis nichts mehr davon übrig ist.

Viele Menschen befinden sich permanent mit ihren Gedanken in ihrer Vergangenheit. Und beißen sich an alten (positiven wie negativen) Erinnerungen, Ex-Partnern und den dazugehörigen Gefühlen fest, wie ein Hund, der sich in die Hose des Postboten verbissen hat. Vergessen dabei aber nur allzu leicht, dass sie so innerlich niemals präsent in der Gegenwart sind. Im Hier und Jetzt nicht wirklich ankommen. Den aktuellen Menschen in ihrem Leben nicht wirklich SEHEN, als die wundervolle Person, die dieser Mensch IST. 

Stattdessen trauern sie ihrer Vergangenheit nach, und hängen an den Dingen fest, die sie verloren haben. Die sowieso nicht mehr änderbar sind. Und die nun einmal geschehen sind. Konzentrieren sich aber nicht auf das in der Liebe, was sie JETZT gerade HABEN. Auf den Menschen, der JETZT in ihrem Leben und an ihrer Seite IST. 

Auch Zeiten des vollkommenen AlleineSeins nicht wirklich annehmen, akzeptieren und in vollen Zügen genießen können. Den Sinn darin nicht erkennen und sehen. 

Auch springen viele mit ihrem Verstand nur allzu oft in die Zukunft und machen sich Gedanken, was wohl irgendwann einmal eventuell und vielleicht schlimmes passieren KÖNNTE...

"Hätte...was wäre, wenn ...aber...eigentlich...könnte" - sind ganz typische Sprüche, die uns vom Hier und Jetzt wegbringen. Mit denen wir uns aus unserer ureigenen Mitte wegbewegen. Weil wir dann nicht mehr gelassen in uns ruhen und das Leben und die Liebe nicht einfach fließen und geschehen lassen können. 

Nein, wir wollen permanent alles mit unseren bewertenden Gedanken und unserem Verstand kontrollieren. Mit unserem Ego wollen wir die Dinge unbedingt HABEN. Vergessen dabei aber leicht, dass gewisse Dinge einfach nicht für uns bestimmt sind. Oder nur für eine gewisse Zeit unseres Lebens bei uns sein sollen. 

Was vorbei ist, ist nun einmal vorbei. Unwiederbringlich geschehen. Es ist nicht mehr zu ändern. Aber genau das wollen wir oft nicht akzeptieren. Weil wir es nicht annehmen können. Weil uns nicht gefällt, was wir sehen. Und wie unser Leben jetzt nun einmal IST. 

Wir beißen uns an destruktiven Gedanken fest wie: "Warum ist es gerade so und nicht anders...". Nutzen bringt uns das allerdings nicht. Weil wir Antworten meist nicht finden. Und die Liebe sich mit dem Verstand nun einmal nicht kontrollieren lässt. 

Was die Zukunft für jeden einzelnen Menschen bringt, weiß niemand von uns. 

Genau das aber einfach geschehen zu lassen, dass das Leben und die wahrhaftige Liebe uns genau DEN Menschen an unsere Seite schickt, WENN wir nur absolut bedingungslos dem Leben und der Liebe vertrauen, fällt vielen Menschen ganz immens schwer. 

Oft genug IST dieser Mensch bereits an unserer Seite und in unserem Leben und wir SEHEN und ERKENNEN den wahren Wert dieses Menschen, die tiefe Liebe, die wir für diesen Menschen empfinden und die dieser Mensch ebenfalls für uns empfindet, nur nicht. Eben WEIL wir uns mit all unseren Sinnen und unserem gesamten Sein permanent aus dem Hier und Jetzt wegbewegen. Also gar nicht präsent sein KÖNNEN, mit dem, was gerade ist. 

Alles hat seinen Sinn, so wie es passiert. Genau dagegen kämpfen wir aber permanent an. Wir glauben unserer eigenen Wahrnehmung nicht und vertrauen nicht unserer ureigenen Intuition. Wir machen uns Vorwürfe, baden in (Selbst-) Zweifeln und Selbstmitleid und laden uns Schuldgefühle auf, die vollkommen unangebracht sind. Weil wir nichts für das können, was andere Menschen tun und wofür sie sich entscheiden. 

Das Resultat aus den Konsequenzen, wenn wir uns gedanklich permanent in der Vergangenheit oder in der Zukunft aufhalten, sieht dann oft so aus, dass wir uns unserem eigenen Selbst viel zu wenig zuwenden. Und uns UNS SELBST zu wenig widmen. Uns nicht auf UNS SELBST vollkommen einlassen. Überhaupt nicht präsent sind für unsere eigene Person. Die Person, die wir in diesem Moment im Hier und Jetzt nun einmal SIND. Mit all dem, was unser wahres Sein ausmacht. 

Uns dem aktuellen Menschen in unserem Leben und an unserer Seite nicht so widmen, wie wir es "eigentlich" tun könnten. Sondern wir schieben alles immer nur auf. Weil wir uns weder auf diesen Menschen, noch auf unsere wahren Gefühle, noch auf die Gegenwart und das Hier und Jetzt vollkommen einlassen können. 

Weshalb auch Seelenpartner und Dualseelen permanent voreinander flüchten. Und sich immer nur häppchenweise - aber niemals vollkommen, mit allen Fasern ihres gesamten Seins - aufeinander einlassen. Weil sich keiner von beiden auf das Hier und Jetzt, die wahrhaftige Liebe, auf sich selbst und auf das was IST, wirklich einlässt. Weil sie oft genug nicht mit ihrem gesamten Sein vollkommen im Hier und Jetzt präsent SIND. 

Die Liebe wird also ständig nur aufgeschoben. Aber niemals wirklich absolut und bedingungslos im Hier und Jetzt miteinander gelebt. 

 

Sicherlich kennen Sie folgende und ähnliche Sprüche:

 

  • Ich wollte ihn/sie ja „eigentlich“ anrufen
  • Ich wollte ihn/sie ja „eigentlich“ sehen
  • Ich wollte ja „eigentlich“ den Urlaub gemeinsam verbringen
  • Ich will ja „eigentlich“ mit diesem Menschen zusammenleben
  • Ich will ja „eigentlich“ mit diesem Menschen eine gemeinsame Zukunft aufbauen
  • Ich will mich ja „eigentlich“ vollkommen auf diesen Menschen einlassen
  • Ich will mich ja „eigentlich“ auf die wahre Liebe wirklich einlassen
  • „Eigentlich“ will ich ja...

 

Aber Sie TUN es nicht. Und mit dem Wort „eigentlich“ relativieren Sie schon Ihre eigenen Aussagen.

 

  • Warum tun Sie es nicht?
  • Warum hören Sie nicht auf Ihr Herz und auf Ihre Seele?
  • Warum schieben Sie DIE Entscheidung Ihres Lebens vor sich her?
  • Warum bleiben Sie in der Komfortzone Ihres bisherigen Lebens?
  • Warum machen Ihnen Veränderungen und ein gemeinsames „Wir“ mit diesem Menschen eine solch massive Angst?
  • Warum erwarten Sie vom anderen, dass er als erstes auf Sie zukommt, wenn Sie nicht bereit dazu sind?

 

Stellen Sie sich vor, Sie sind uralt geworden, haben Ihr Leben aber ohne den Menschen gelebt, den Sie doch in Wahrheit so tief lieben.

Würden Sie es in der Rückschau gesehen, nicht bitterlich bereuen, sich nicht auf diesen Menschen und die grenzenlose Liebe zu ihm im Hier und Jetzt wirklich eingelassen zu haben?  

Wären Sie nicht unendlich traurig darüber, dass Sie Ihr Leben nicht gemeinsam mit diesem Menschen verbracht haben? Sondern in Ihren Ängsten verharrt und in Ihrer Bequemlichkeit der alten Muster geblieben sind?

Eine Entscheidung rückgängig machen, können wir nicht mehr. Bereuen, was wir unterlassen haben zu tun, ebenfalls nicht. Ein schlechtes Gewissen zu haben. Bringt nichts. Denn es ist bereits, wie es IST. Es ist geschehen und wir haben die Zeit ungenutzt verstreichen lassen. Den einen unermesslich kostbaren Moment, den Menschen, den wir lieben zu hören. Zu sehen. Zu spüren. Zu berühren. Mit ihm zu lachen. Ihn mit allen Sinnen zu genießen. Die gemeinsamen Momente bestmöglichst zu gestalten.

Jede Sekunde mit all unseren Sinnen und jeder Faser unseres gesamten Seins präsent zu sein. MIT dem Menschen zu SEIN, den wir so sehr lieben.

 

  • Jeder Moment, der ungenutzt verstreicht, ist ein verlorener Moment
  • Jeder Kuss, der nicht geküsst wurde, ist ein verlorener Moment
  • Jede Zärtlichkeit, die nicht ausgetauscht wurde, ist ein verlorener Moment
  • Jede Umarmung, die nicht umarmt wurde, ist ein verlorener Moment
  • Jeder liebevolle Blick, der nicht geschenkt wurde, ist ein verlorener Moment
  • Jedes liebevolle Wort, das nicht gesprochen wurde, ist ein verlorener Moment
  • Jegliche Liebe, die nicht gelebt wurde, ist ein verlorener Moment
  • Jedes intensive Gespräch, das nicht geführt wurde, ist ein verlorener Moment
  • Jede Liebeserklärung, die niemals mitgeteilt wurde, ist ein verlorener Moment
  • Jedes Lächeln, das nicht ausgetauscht wurde, ist ein verlorener Moment

 

Liebe IST Liebe. Sie will gelebt werden. Sie will aufblühen und sich vervielfältigen. Sie will einfach nur SEIN. In diesem Moment. JETZT.

Stattdessen wird sie von unserem Verstand blockiert und von Ausreden und Angst überlagert. Sie wird kontrolliert, ihr wird permanent widerstanden und es wird für die Liebe oder gegen die Liebe gekämpft. Sie wird unterdrückt, auf Eis gelegt und von uns geschoben.

Aber die Liebe darf niemals einfach nur SEIN.

So verpassen wir dann den wichtigsten Moment unseres Lebens. Und bringen uns um das wahre Glück in der Liebe. Um die magischen Momente im Leben.

Stellen Sie sich nur einmal vor...

Sie schieben das wichtigste im Leben, nämlich die gemeinsame Zeit mit dem Menschen, den Sie lieben, immer wieder aufs Neue vor sich her. Weil Sie DENKEN, das hat ja noch Zeit...und Ihre wahren Gefühle und Ihr Herz dabei ignorieren.

Was, wenn es - rein hypothetisch - urplötzlich zu spät wäre? Und dieser Mensch wäre für Sie für immer verloren? Sie könnten ihn niemals wieder erreichen? Er wäre einfach nicht mehr hier?

Ja, ich weiß, das sind harte Gedanken. Passiert aber immer wieder auf dieser Welt.

Würden Sie es nicht zutiefst bedauern, dass Sie nicht auf Ihr Herz und auf Ihre Seele gehört und die Zeit im Hier und Jetzt bestmöglichst gemeinsam wirklich genutzt hätten? Ihre Angst überwunden, über Ihren Schatten gesprungen und die Liebe tatsächlich aktiv miteinander GELEBT hätten?

WAS hält Sie in Wahrheit davon ab, die Liebe mit Ihrem geliebten Menschen tatsächlich im Hier und Jetzt gemeinsam zu leben?

Diesen Moment in diesem kostbaren und unwiederbringlichen Augenblick gemeinsam zu zweit IN Liebe zu SEIN?

 

  • Was hält Sie tatsächlich davon ab, dem Menschen, den Sie in Wahrheit tief lieben, Ihre Liebe wirklich zu gestehen und zwar JETZT?
  • Was hält Sie als Mann davon ab, wirklich zu TUN, was Sie „eigentlich“ für die Frau, die Sie lieben, die ganze Zeit tun WOLLEN und zwar JETZT?
  • Was hält Sie davon ab, Liebe aktiv zu GEBEN – JETZT?
  • Was hält Sie davon ab, die wahre Liebe wirklich zuzulassen, anzunehmen und zu empfangen – JETZT?
  • Was hält Sie wirklich davon ab, sich auf die wahre Liebe und auf den Menschen, den Ihr Herz und Ihre Seele so sehr begehrt, wirklich einzulassen und wahre Nähe zuzulassen – JETZT?
  • Was hält Sie wirklich von einem gemeinsamen „Wir“ ab in diesem Moment – JETZT?

 

Das einzige, was Menschen davon abhält, das zu TUN, was sie wirklich tun wollen, ist Angst.

Wahre Liebe kann sich aber nur vollkommen entfalten, wenn die Angst davor, sich in diesen unendlichen Tiefen dieses Gefühls zu verlieren, überwunden wird. Wenn man mitten durchs Feuer dieser heiß lodernden Flammen geht. Am besten gemeinsam Hand in Hand, mit dem Menschen, den man so sehr liebt.

Ist die wahre Liebe mit diesem Menschen es nicht wert, sich aus all den  (Selbst-) Begrenzungen, Widerständen, Ängsten und Blockaden zu befreien, um die Liebe absolut frei fließen zu lassen?

Denn nur dann, wenn die wahre Liebe absolut frei fließen darf, kann das geschehen, was auch tatsächlich geschehen soll. Geschehen kann nur, wenn wir die Kontrolle abgeben. Erwartungen loslassen. Und die Liebe in uns bedingungslos freisetzen. Unser wahres und authentisches Sein im wahrsten Sinne des Wortes befreien. 

Zwei geheilte und befreite Seelen können wirklich wahrhaft glücklich miteinander sein.

Nur, wenn wir uns bewusst im Hier und Jetzt befinden, kann die wahre Liebe wirklich aufblühen. Und sich in all ihren schillernden Facetten vollkommen bedingungslos entfalten...

Denn, unser Leben findet JETZT statt...jetzt in diesem Moment. Die wahre Liebe will JETZT gelebt werden... jetzt in diesem Moment...


                                                                  © Iris Fischer – sensible-seele.net  


Wie die Liebesenergie uns verändert

Wie die Liebesenergie uns verändert

„Alles in der Welt ist Liebe. Liebe ist das sanfte, göttliche, von Asche verdeckte, aber unauslöschliche Wesen der Welt.“ - Zitat von Robert Musil

Wenn wir sensiblen Menschen wirklich lieben, dann sehr tief und intensiv. Liebe ist für uns essentiell. Wir brauchen die Liebe wie die Luft zum atmen. Denn die Liebe lässt uns im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen. Die wahre Liebe motiviert und inspiriert uns. Sie spendet uns Kraft – unbändige Lebenskraft. Wenn wir wirklich und wahrhaftig lieben, dann bleibt kein Stein unseres sensiblen Gefühlslebens mehr auf dem anderen.

Sensible Menschen „ertrinken“ fast in ihren intensiven Liebes-Gefühlen. Wahre Liebe gibt uns Halt und emotionale Sicherheit. Und gemeint ist jetzt nicht die emotional „bedürftige“ Liebe.

Sondern die pure, bedingungslose und reine Seins-Liebe. Diese Liebe bringt uns in unser Herz. Und in unsere Seele. Da sie uns energetisch höher schwingen lässt. Und unser sensibles Bewusstsein erweitert. Auch unsere Wahrnehmung wird dadurch verfeinert.

Alles ist Schwingung. Positive Gefühle und positive Emotionen erhöhen unsere Schwingungsfrequenz.

Während negative Gefühle unsere Schwingung nach unten leiten. Unsere Energie und Lebenskraft wird dadurch geschwächt.

Je größer und stärker unsere gefühlte Liebe ist, desto höher schwingen wir energetisch. Und desto höher ist auch unsere Bewusstseins-Ebene.

Wahrhaftige Liebe ist lebendige Energie. Wir leben in einem beständigen Meer aus unendlicher lebendiger Energie. Die Energie fließt permanent in alle Richtungen. Sie umhüllt uns mit ihrer gesamten Präsenz. Und genau diese Energie verändert unser gesamtes sensibles Sein vollkommen. Denn wir sind nicht getrennt von all diesen lebendigen Energien. Sondern wir sind durch unsere eigene Lebens- und Liebesenergie mit allen anderen existierenden Energien verbunden.

Trotzdem ist es meistens so, dass wir uns aufgrund unseres Egos sehr wohl als getrennt von allem anderen wahrnehmen. Daher auch das ICH und das DU. Beim gemeinsamen WIR sehen wir uns allerdings wieder verbunden. Und auch hochsensitive Menschen sehen sich von Grund auf mit allem verbunden. Deshalb ist es auch so schwer für sie, sich abzugrenzen. Weil die Energien ja permanent und überall spürbar für sie sind. Das wäre ja dasselbe, als wenn ein Fisch versuchen würde ohne Wasser zu leben. Er würde elendig daran zugrunde gehen. Weil das Wasser dass ihn trägt, seine Lebensspendende Energie ist. Genauso können wir nicht ohne Energie – ohne Lebens- und Liebes-Energie leben.

Unser innerster Kern IST Liebe. Wir haben genau das meist nur vergessen. Und müssen es deshalb wieder lernen.

Eine „bloße“ Verliebtheit ist von daher KEINE wahre Liebe! Sie berührt weder unseren innersten Wesens- noch unseren sensiblen Seins-Kern.

Verliebtheit kann sich ganz schnell wieder auflösen. Nämlich genau dann, wenn unsere Erwartungen, Träume, Wünsche, Sehnsüchte, Phantasien und inneren Bilder die wir uns von einem anderen Menschen machen, von ihm nicht wirklich berührt und somit dann auch nicht erfüllt werden. Weil sie im Außen überhaupt nicht erfüllt werden können. Und weil dieser Mensch am Ende überhaupt nicht zu uns passt.

„Bloße“ Verliebtheit verändert uns einfach insoweit, als dass wir regelrecht „süchtig“ nach dem Menschen sind, den wir äußerlich so sehr begehren. Durch den intensiven Rausch unserer Gefühle fangen wir an uns zu verbiegen. Nur um zu erreichen dass dieser Mensch uns wahrnimmt. Und wir diesen Menschen auch „bekommen“.

Verliebt zu sein bedeutet, diesen einen bestimmten Menschen zu „brauchen“. Um einen inneren Mangel in uns zu erfüllen. Was der andere aber gar nicht kann.

Deshalb kommen wir auch nicht wirklich in unser Herz. Und auch nicht ins Innere unserer Seele. Unsere Schwingungsfrequenz erhöht sich so nicht. Und auch unser Bewusstsein wird nicht erweitert.

Und genau das ist auch der Grund, warum so viele Beziehungen und Partnerschaften nicht auf Dauer funktionieren. Weil es eben sehr oft keine wahre Liebe ist. Sondern nur rein körperliche Anziehung. Die dann auch noch mit Liebe verwechselt wird. Also ein „brauchen“ aus vollkommen falschen Beweggründen.

Wahre Liebe dagegen kann sich nicht auflösen. Sie ist die mächtigste und stärkste Kraft im Universum. Wahrhaftige Liebe überstrahlt alles andere.

Wenn wir einen Menschen wirklich lieben wie er IST – ohne ihn in irgendeiner Art und Weise verändern zu wollen – dann erst können wir von wahrhaftiger und reiner Liebe sprechen. Dann erst können wir uns ganz in unserem Herzen und in unserer Seele befinden.

Erst recht, wenn wir unserem Seelenpartner/unserer Dualseele begegnen. Denn diese tiefe und intensive Liebe ist von Anfang an einfach da. Bei der wahren Seelenliebe gibt es niemals eine „bloße“ Verliebtheit.

Wahre Liebe bedeutet, den anderen genauso anzunehmen und zu lieben wie er ist. Ihn nicht verändern zu wollen, so wie wir ihn gerne hätten. Was ja früher oder später in ganz vielen Beziehungen und Partnerschaften passiert. Und das ist keine wahre Liebe! Das ist nur ein nachjagen unserer innersten Phantasien und Traumbilder. Aber nicht die Realität.

Denn wahre Liebe ist bedingungslos. Sie IST einfach nur.

Was nun nicht heißt, sich vom anderen alles gefallen lassen zu müssen. Und alles in falsch verstandener Weise „hinnehmen“ zu müssen. Natürlich dürfen, sollen und müssen wir auch da gesunde Grenzen setzen wenn uns etwas nicht gefällt. Denn auch wenn wir einen Menschen bedingungslos und wahrhaftig lieben, bedeutet das noch lange nicht, dass es nicht auch zu Meinungsverschiedenheiten, irgendwelchen Konflikten oder Missverständnissen kommen kann.

Viele Menschen verwechseln auch sexuelle Lust und Begierde mit Liebe. Sexuelle Gefühle haben aber erst einmal rein überhaupt nichts mit wahrer Liebe zu tun. Denn das bedeutet nur, dass wir einen anderen bestimmten Menschen „haben“ wollen. Dass wir ihn rein körperlich begehren. Dass wir im wahrsten Sinne des Wortes ‚Lust’ auf diesen Menschen haben. Das ist aber noch lange keine wahre Liebe. Da wir hier nur auf Äußerlichkeiten fixiert sind. Was noch lange nicht heißt, dass wir den Menschen den wir körperlich begehren, auch wirklich und wahrhaftig als Mensch der er ist, lieben. Denn vielleicht passt dieser Mensch ja überhaupt nicht zu uns. Trotzdem wollen wir ihn „haben“. Weil er rein äußerlich gesehen, unserem inneren Bild eines vermeintlichen „Traumpartners“ entspricht. Oder damit wir nicht alleine sind.

Wenn allerdings zu diesem sexuellen Begehren dann noch die bedingungslose, reine und wahrhaftige Liebe dazukommt, verändert das unser gesamtes Sein. Wir transformieren uns innerlich. Und unsere inneren Schatten verschwinden. Da wir absolut in unser Herz und in unsere Seele finden. Denn Liebe ist Licht. Und da wo Licht ist, lösen sich alle Schatten auf.

Licht und Liebe sind untrennbar miteinander verbunden. Genauso wie männlich und weiblich untrennbar miteinander verbunden sind. Weil in uns allen sowohl weibliche, als auch männliche Anteile zu finden sind. Diese befinden sich oft nur nicht im Gleichgewicht. Sondern in einer künstlich erzeugten Disharmonie.

Wahre Liebe bringt all unsere positiven Seiten zum Vorschein. Und lässt uns von innen heraus leuchten und strahlen. Sie macht uns glücklich. Weil diese Liebe unserem wahren SELBST entspringt. Sie kommt also aus uns selbst. Und erneuert sich auch entsprechend immer wieder aus uns selbst.

Vor allem die weibliche Liebes-Energie sprudelt unerschöpflich. Wie aus einer nicht enden wollenden Quelle. Sie läuft über und vervielfältigt sich. Weil sie eine schöpferische Kraft ist. „Mutter Erde“ ist ja auch weiblich, fruchtbar und schenkt immer wieder neues Leben.

Das männliche kann ohne das weibliche nicht existieren. Genauso wie das weibliche nicht ohne das männliche sein kann.

Der wahrhaft liebende Mann holt sich die Liebes-Energie der urweiblichen Frau. Und nimmt ihr diese Energien aus tiefer und wahrer Liebe ab. Weil er diese Liebes-Energie „haben“ möchte. Weil er sie braucht, damit er sich durch sie transformiert. Damit er vollkommen in sein Herz findet. Und weil die wahre Liebe nur dann frei fließen und sich aus sich selbst heraus erneuern kann.

Viele Männer haben aber gravierende Angst vor genau dieser inneren Transformation, die diese wahrhaftige Liebes-Energie in ihnen auslöst. Denn sie wollen nicht verändert werden. Weil sie sich ein vollkommen falsches Bild dieser inneren Transformation machen. Und weil ihnen dieses Gefühl des „in Watte gepackt seins“ wenn sie diese Energie in sich aufgenommen haben, unheimlich und fremd ist. Sie haben Angst sich dieser puren und reinen Liebes-Energie vertrauensvoll hinzugeben. Und sich ihr vermeintlich „auszuliefern“. Sie haben Angst sich fallen zu lassen. Und in dieses grenzenlos weite und tiefe Meer aus bewegter und lebendiger Liebes-Energie einzutauchen. Die ihr gesamtes Sein flutet und bis in die letzte Faser durchdringt. Sie haben Angst, in dieser machtvollen sexuellen Energie unterzugehen und zu „ertrinken“. Die Kontrolle vollkommen über sich zu verlieren. Nicht mehr „Herr über sich selbst“, ihre Gefühle, ihr Denken und über ihr Handeln zu sein.

Deshalb ist auch der sexuelle Akt an sich so unbefriedigend für viele Menschen. Vor allem für die Frauen. Weil sie in ihrem innersten Kern nicht berührt werden. Weil die wahre Liebe in ihnen dabei nicht berührt wird. Die urweibliche Energie wird ihnen vom Mann dann nicht abgenommen. Und sie weiß dann nicht wohin sie damit soll. So entstehen dann Blockaden. Die Liebes-Energie kann nicht frei fließen. Obwohl sie ständig überquillt.

Die Energie fließt dann ins „Leere“. Und die Frau fühlt sich nicht zufrieden und nicht befriedigt. Sie kann dieses diffuse Gefühl aber nicht einmal in Worte fassen. Weil sie meist nicht einmal weiß, was da mit ihr passiert. Es sei denn sie lernt bewusst, mit dieser unerschöpflichen Liebes-Energie in sich umzugehen. Und sie einfach nur bei sich zu behalten. Sie auszuhalten.

Deshalb „betteln“ automatisch viele Frauen darum und bieten sich dem Mann „verzweifelt“ an, DAMIT er ihnen ihre kostbare urweibliche Liebes-Energie abnimmt. Was so aber nicht funktioniert. Denn solange ein Mann genau diese Energie nicht freiwillig „haben“ möchte und die Frau davon ‚befreit’, fließt die Liebes-Energie in die komplett falsche Richtung. Und die jeweilige Frau wird immer unbefriedigt bleiben. Außerdem befindet sie sich dann nicht in ihrer wahren Urweiblichkeit.

Was bedeutet es aber nun, wenn der wahrhaft liebende Mann der Frau seines Herzens die urweiblichen Liebes-Energien abnimmt?

Der sexuelle Akt an sich ist dann kein „mechanischer“ und rein körperlicher Akt mehr. Der Mann ist weder darauf aus sich nur in der Frau „zu entladen“ und seinen Stress bei ihr abzuladen, noch will er einfach nur seine Begierde befriedigen. Denn das wäre dann eine energetische „Verschmutzung“ der Frau. Aber keine wirkliche Liebe. Was die Frau auch daran merkt, dass sie sich dann energetisch unsauber, unwohl und irgendwie falsch fühlt. Auch bleibt sie letztendlich unbefriedigt zurück. Selbst wenn sie einen kurzen „oberflächlichen“ Höhepunkt erreicht hat.

Der wahrhaft liebende Mann nimmt sich selber stark zurück. Bei der sexuellen Vereinigung verschmelzen beide dann regelrecht miteinander. Sie werden sprichwörtlich Eins. Langsamkeit, immer wieder bewusstes hinauszögern und so die beiderseitige Lust immer weiter zu steigern bis hin zur vollkommenen Ekstase, ganz bewusst gelebte Zärtlichkeit, echte Intimität entstehen zu lassen – ohne bewusstes herbeiführen einer schnellen rein körperlichen Befriedigung - steht dabei an allererster Stelle.

Berührung auf jeglicher Ebene ist hier das „Ziel“. Diese Begegnung findet auf einem sehr viel höheren Level statt als vollkommen „normaler“ Sex. Da hier Körper, Geist und Seele als untrennbare Einheit eingebunden sind.

Der wahrhaft liebende Mann ist der aktive Part. Auch wenn die Frau „vermeintlich“ die Führung übernimmt. Die Frau bleibt immer passiv. Nur so kann die urweibliche Liebes-Energie „richtig“ herum fließen. Indem die Frau sehr bewusst mit allen Sinnen genießt. Und es vor allem zulässt dass der Mann aktiv urmännlich sein darf. Indem sie sich ihm absolut vertrauensvoll hingibt. Sich hineinfallen lässt in ihre Lust. Sich treiben lässt im Meer ihrer ureigenen urweiblichen Gefühle. Im unendlichen Ozean ihrer natürlichen Liebes-Energien.

Indem der Mann sie „trägt und hält“ in ihren urweiblichen Emotionen. Nicht die Frau „hält und trägt“ den Mann! Sondern sie lässt sich vertrauensvoll fallen. Und gibt sich ihren weiblichen Emotionen hin. Gibt sich IHM hin. Gibt sich der wahren Liebe zu ihm hin.

Nur auf diese Weise können jegliche sensiblen Sinne und jede Faser unseres sensiblen Seins wirklich und wahrhaftig berührt, und unser ganzes sensibles Sein vollkommen aus uns selbst heraus gesättigt und genährt werden. Nur indem sich beide einander unkontrolliert hingeben. Und keiner der beiden irgendetwas von sich zurückbehält und sich begrenzt. Nur indem der wahrhaft liebende Mann sich sehr bewusst zurückhält, und so beiden ganz bewusst den Raum gibt, ihre sinnlichen Empfindungen zu leben, nimmt er ihr die überfließenden Energien ab. Und „schöpft“ die Liebes-Energie mit bewusster Achtsamkeit und lustvoll gelebter Sinnlichkeit aus ihr heraus. Auch die multiorgasmischen Fähigkeiten können so bewusst trainiert werden. Außerdem kennt der wahrhaft liebende Mann die drei unterschiedlichen Arten des weiblichen Orgasmus. Nämlich der äußere Orgasmus, der G-Punkt Orgasmus und der tiefe innere und sehr intensive und absolut erfüllende Orgasmus. So kann er der Frau seines Herzens ungeahnte ekstatische Höhenflüge bescheren. Die sie ihm niemals vergessen wird. Da er sie so vollkommen von ihrer urweiblichen Energie befreit. Und sie sich so genährt und gesättigt auf allen Ebenen fühlt, wie bei keinem anderen Mann vorher.

Dieses „Eins-Sein“ – dieses gemeinsame und ganz bewusst achtsame Verschmelzen auf allen Ebenen von Körper, Geist und Seele ist es – das zu einer Veränderung des gesamten sensiblen Seins führt. Wir FÜHLEN uns vollkommen anders. Weil sämtliche Sehnsüchte in uns in diesem Augenblick gestillt sind. Und wir uns vollkommen gesättigt fühlen. Wir fühlen uns sprichwörtlich „in Watte gepackt“. Die Ego bedingte Trennung und Abspaltung von allem anderen ist aufgehoben.

Deshalb fühlen wir uns mit dem anderen „Eins“. Wir SIND in diesem Moment „Eins“.

Nur indem wir uns vollkommen hingeben und den fließenden Bewegungen der Liebes-Energien anpassen, weil wir uns hineinfallen lassen in das unendliche Meer dieser Energien, können unsere Sehnsüchte genährt, gestillt und vollkommen gesättigt werden. Auch wenn beide sich im Akt in enger, liebevoller Umarmung eine zeitlang ganz bewusst nur spüren, ganz bewusst die Nähe des anderen genießen, ohne auch nur eine Bewegung auszuführen – oder zumindestens nur minimal – können beide sich in allerhöchste Verzückung und lustvolle Ekstase versetzen. Raum und Zeit lösen sich so auf. Und spielen überhaupt keine Rolle mehr. Weil sie nicht mehr wahrgenommen werden. Denn nur noch das was gefühlt wird, zählt.

Absolut nichts wird zurückgehalten. Jegliche Kontrolle wird fallengelassen.

Das ist eine vollkommen neue Art sich gegenseitig zu spüren. Sich SELBST ganz bewusst zu spüren. Den Menschen den man wahrhaftig liebt, ganz bewusst zu entdecken und zu spüren.

Der wahrhaft liebende Mann wird zum Gefäß, in das die Frau ihre Liebes-Energie ergießen darf. Weil er diese Energie aus tiefer Liebe zu ihr aus ihr „herausschöpft“.

Wenn wir diese Erfahrung einmal gemacht haben, verändert uns dies für immer. Vollkommen „normaler“ Sex wird dann nur noch schwer möglich sein. Und Sex ohne Liebe geht gar nicht mehr. Da wir uns immer daran erinnern werden wie sehr wir auf diese Weise und von genau diesem zutiefst geliebten Menschen auf allen unseren Ebenen des Seins genährt und gesättigt werden.

Die Liebes-Energie verändert uns aber nicht nur durch eine solche sexuelle Begegnung. Sondern auch auf andere Art und Weise. Denn wahre Liebe bedeutet ja nicht automatisch auch Sex mit dem Menschen zu haben den wir bedingungslos lieben.

Es kann sein, dass wir mit einem Mal merken, wie Dinge uns unwichtig werden, die wir vorher immer für so wichtig gehalten haben. Und die wir jetzt nicht mehr in unserem Leben brauchen. Also sortieren wir alles aus, was uns nicht mehr gut tut und entsorgen all diese Dinge. Das können auch Personen sein, von denen wir uns trennen „müssen“. Weil uns nun endlich bewusst ist, wie sehr uns diese Menschen eigentlich schaden. Emotional schaden, oder auch seelisch, geistig und schlimmstenfalls sogar körperlich.

Es kann sein, dass wir durch die wahre und bedingungslose Seins-Liebe unser gesamtes Leben umkrempeln und neu sortieren. Uns selbst neu sortieren. Dinge hinterfragen. Unser Leben rückwärts gesehen endlich verstehen. Dass alles tatsächlich seinen Sinn hat genauso wie es passiert ist. Dass wir es überhaupt nicht anders hätten machen können. Da wir es zu diesen Zeitpunkten nicht besser wussten. Also stellen wir fest, dass alles genau richtig war so wie es war. Und mit dem Wissen was wir heute haben, würden wir natürlich alles anders machen. Dann würde es aber auch anders sein sollen. Und nicht mehr so wie es damals war.

Bedingungslos zu lieben und bedingungslos geliebt zu werden, verleiht uns im wahrsten Sinne des Wortes Flügel. Sie hebt uns in viel höhere energetische „Sphären“.

Wir haben das Gefühl alles schaffen zu können was wir wollen. Wir können uns lösen von allem was wir nicht mehr brauchen. Von allem was uns schon lange nicht mehr gut tut. Von allem was uns negativ beeinflusst. Und was uns in unserem Leben ausbremst. Wir können endlich unsere ureigene „Lebensgeschwindigkeit“ leben. Und unser wahres sensibles Sein spüren. Wir können das Leben ganz bewusst spüren. Die Liebe ganz bewusst auskosten. Und sie genießen. Wir wissen dass wir nicht mehr emotional abhängig sind. Denn durch die wahre Liebe haben wir es geschafft uns emotional absolut unabhängig zu machen. Wir haben es geschafft, jegliches „falsche“ Pflicht- und Verantwortungsgefühl für Menschen abzulegen, für die wir nicht verantwortlich sein können. Weil diese Menschen für sich selbst Verantwortung übernehmen und tragen müssen.

Wir können nicht ein Leben lang andere Menschen – nur weil sie emotional und seelisch ‚schwächer’ sind als wir – „halten und tragen“ und uns um sie kümmern. Wenn uns das in unserem Leben permanent nur ausbremst.

Wir spüren die Liebe durch uns fließen. Wir spüren wie die Liebe zu uns zurückkommt. Denn wir strahlen pure und reine Liebes-Energie aus.

Sogar unsere Katze oder unser Hund spürt die Liebes-Energie in uns. Und sucht nun noch mehr unsere Nähe. Weil selbst die Tiere sich an unserer Seite unendlich wohl fühlen. Auch unsere Kinder verändern sich durch unsere wahre und bedingungslos gefühlte Liebe.

Wir ziehen nur noch Partner/Partnerinnen in unser Leben, die sich ebenfalls auf dieser hohen Schwingungsfrequenz der reinen Seins-Liebe und des erweiterten Bewusstseins befinden. Als positiv denkende Menschen ziehen wir positiv denkende Menschen an. Wenn wir von innen heraus leuchten und strahlen, ziehen wir genau diese Menschen auch an. Wenn wir selbst herzlich, sanft und liebevoll sind, ziehen wir eben solche Menschen an.

Wenn wir uns stattdessen auf einem niederen Energieniveau und einer niederschwingenden Frequenz befinden, ziehen wir genau dieses an. Soll heißen – wenn wir beispielsweise sehr in unserer Angst verhaftet sind, ziehen wir genau solche Menschen in unser Leben. Wenn wir Pessimisten sind, ziehen genau auch dieses zu uns. Wenn wir abhängig und emotional „bedürftig“ sind, kommt auch das zu uns zurück.

Gleiches zieht Gleiches an. So funktioniert das Resonanzgesetz. Unsere hohe Liebes-Energie zieht Kreise. Die nun immer weiter und größer werden.

Denn wahre Liebe nährt uns. Sie erfüllt uns. Und sie lässt unser inneres Feuer dauerhaft brennen.

Unser Denken ist ganz anders. Wir bewerten nicht mehr so schnell. Und vor allem nicht mehr negativ. Wir nehmen an. Und akzeptieren, was wir sowieso nicht ändern können. Wir verzeihen auch einmal großmütig. Und schauen vor allem hinter die Fassade bei anderen Menschen. Wir sind gelassen und entspannt. Wir befinden uns komplett in Harmonie und in unserer ureigenen Mitte. Auch bewegen wir uns nicht mehr weg davon. Wir ‚empfangen’ das Leben nun. Und nehmen das an, was zu uns will. Weil es genau richtig ist so wie es ist.

WIR alleine haben unser Schicksal in der Hand. Wir bestimmen die Richtung in die wir auf unserem Lebensweg gehen. Wir entscheiden wer mit uns diesen unseren ureigenen Weg gehen soll und gehen darf.

Wir FÜHLEN nun bewusst das Leben. Wir FÜHLEN ganz bewusst die Liebe. Und wir FÜHLEN ganz bewusst unsere Sensibilität. Wir sind uns unseres Seins bewusst. Unser wahrer Wesenskern ist freigelegt.

Durch die wahre und bedingungslose Seins-Liebe können wir uns nun auf unsere Lebensaufgabe fokussieren. Und uns darauf konzentrieren.

Die Energie der wahren und bedingungslosen Liebe hat einen komplett neuen Menschen aus uns gemacht. Und dennoch sind wir ganz wir selbst. Wir sind mehr wir selbst, als wir jemals zuvor wir selbst waren. Unser ureigenes Selbst hat sich endlich entfaltet. Und wir fühlen uns so wohl wie nie zuvor. Weil wir uns komplett der Liebe geöffnet haben. Und uns in unserem Herzen und in unserer Seele befinden.

Wir haben keine Angst mehr zu lieben. Und wir haben vor allem auch keine Angst mehr wahrhaftig geliebt zu werden.

Zu all diesen Dingen ist nur die wahrhaftige Liebe fähig. Da WIR SELBST Liebe sind. Genau dies müssen wir aber in unserem Leben erst einmal erkennen. Und diese Liebe in uns freilegen.

Was gerade durch die Seelenpartner und Dualseelenbegegnungen passiert.

Wenn alle Menschen sich in wahrhaftiger bedingungsloser Liebe – in ihrem Herzen und in ihrer Seele - befinden würden, gäbe es ausschließlich Frieden und Harmonie auf unserer Erde.

Alleine daran sieht man, wie mächtig und unendlich kraftvoll die wahrhaftige Liebes-Energie ist. Wie sehr die Schwingungsfrequenz erhöht und unser Bewusstseinszustand erweitert wird.

Wenn wir uns nicht in unserem Herzen befinden, sind wir für die komplett falschen Dinge verführbar und manipulierbar. Das ist dann die Abwesenheit von wahrer Liebe. Wir wissen dann nicht mehr von der immensen Kraft unseres Herzens. Und von der Kraft unserer Seele. Und auch nicht von der positiven „Macht“ unserer Sensibilität als natürliche Gabe. Als kostbares Geschenk der Natur.

Wahrhaftige Liebe verändert uns. Für immer. Denn die Liebes-Energie wirkt heilend auf unser gesamtes sensibles Sein.

Die wahre Liebe bringt uns wahrhaftig in unser Herz. Ins pure, intensive und tiefe FÜHLEN. Wir FÜHLEN bewusst unser ureigenes sensibles Sein. Und wir fühlen bewusst das Leben an sich...

Denn wir SIND Gefühl. Wir SIND Liebe.                                  

                                       

                                                                                        © Iris Fischer – sensible-seele.net 

 

Die Hingabe an die Liebe

Die Hingabe an die Liebe

Wahre Liebe ist radikal. Wahre Liebe ist bedingungslos. Wahre Liebe ist absolut. Wenn wir auch nur ein einziges Mal für einen winzigen Augenblick die wahrhaftige Liebe in unserem Herzen, unserer Seele und unserem ganzen Sein spüren, für einen kleinen Moment den leisen Hauch der Verführung wahrnehmen und intensiv fühlen, was es wirklich bedeutet, wahrhaftig und tief geliebt zu werden, ist es an uns, zu entscheiden. Uns ganz bewusst zu entscheiden, ob wir uns dieser Liebe mit unserem gesamten Sein vollkommen hingeben. Oder ob wir weiterhin lediglich an der Oberfläche vermeintlicher Liebe herumkratzen. Und andere Gefühle, die wir empfinden, mit wahrhaftiger Liebe verwechseln. Ohne uns mit weit geöffnetem Herzen tatsächlich auf die wahre Liebe einzulassen. Uns von dem urgewaltigen Sog, den diese Liebe bildet, einfach mitziehen zu lassen. In diese bodenlos tiefe Liebe vertrauensvoll hineinsinken zu lassen. Und zwar zu einhundert Prozent. Denn, wahre Liebe ist nichts, was uns ‚einfach so’ passiert...

Das Universum lässt uns diese tiefe Liebe ausschließlich dann aufs heftigste spüren, wenn wir mit unserer Seele tatsächlich bereit dazu sind. Denn dann senden wir genau die passenden Energien und Schwingungen aus, mit denen die wahre Liebe uns punktgenau findet. Vollkommen egal, wo auf dieser Erde wir gerade sind.

Wenn wir dieses unermesslich wertvolle Geschenk vom Leben erhalten, ist es an uns, uns zu entscheiden. 

Nehmen wir dieses Geschenk an und lassen uns mutig mit sämtlichen Konsequenzen komplett darauf ein oder weisen wir es voller Angst vor dem Neuen und Unbekannten zurück. 

Grundsätzlich gibt es immer zwei Wege, eine Entscheidung für uns zu treffen. Für etwas oder gegen etwas zu sein und für jemanden oder gegen jemanden zu sein. Unverbindlich an der Oberfläche zu bleiben oder verbindlich zu sein und wirklich in die Tiefe zu gehen. Entweder wir lassen unseren Kopf für uns entscheiden oder wir hören auf die Stimme unseres Herzens. Und folgen dem Ruf unserer Seele. Denn es gibt für uns nur ein sehr eindeutiges „Ja“ oder ein sehr eindeutiges „Nein“.

Halbherzigkeiten – ein bisschen Kopf oder ein bisschen Herz – nur ein bisschen Liebe - funktionieren nicht. Genauso wenig, wie es funktioniert, „nur ein bisschen schwanger“ zu sein.

Hier machen sich viele Menschen etwas vor. Da sie die Liebe immer nur punktuell in ihr Leben und ihr wahres Sein nicht wirklich durchdringen und vollständig fluten lassen. Nicht bereit dazu sind, sich in diese Liebe auch vollkommen hineinfallen zu lassen. 

Sie dosieren stattdessen die Liebe und denken, so wird es schon gehen. Nein, das ist ein urgewaltiger Trugschluss. So „funktioniert“ wahre Liebe nicht.

Passiv zu bleiben und lediglich zu denken, dass wir etwas tun wollen oder tatsächlich aktiv zu werden und zu handeln, sind per se zwei gegensätzliche Dinge. Die weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. Mit denen wir dann umgehen und leben müssen. Weil wir dies ausschließlich selbst zu verantworten haben. Nicht jemand anders. Niemand im Außen. Auch nicht unser Seelenpartner oder Dual. Wir können jederzeit weiter im unendlichen Ozean unserer tiefsten Ängste und Sehnsüchte baden und unzufrieden an unserem wahren Glück vorbeirudern oder wir können bewusst etwas ändern.

Jederzeit können wir uns unseren tiefsten Wunsch erfüllen. Und bewusst dazu stehen, verbindlich zu sein. Eine bewusste Entscheidung zu treffen, für das essentielle Gefühl, in uns selbst „ganz“ zu sein. Uns nicht mehr als nur „halb“ wahrzunehmen. Und uns permanent unvollkommen und „falsch“ zu fühlen.

Dies können wir nur, indem wir uns bewusst FÜR unser wahres Selbst entscheiden. Uns ganz bewusst FÜR die wahre Liebe entscheiden. Und uns somit auch bewusst FÜR unseren Seelenpartner oder unser Dual entscheiden. Und uns ohne jeden faulen Kompromiss auf diese bewusste Entscheidung einzulassen. Und zwar absolut, bedingungslos und konsequent. Zu einhundert Prozent. Indem wir uns ganz bewusst abnabeln von Abhängigkeiten im Außen. Uns nicht mehr beeinflussen lassen von Ansichten, Bewertungen und Meinungen anderer.

Sondern uns ganz bewusst uns selbst und der Liebe zuwenden. Der tiefen Liebe, die bereits die ganze Zeit IN uns ist, unsere Aufmerksamkeit schenken. Weil wir selbst von Natur aus Liebe sind. Wir hatten genau dies nur vergessen. Vergessen aufgrund all unserer Konditionierungen, negativen Erfahrungen und destruktiven Muster.

Unser Dual erinnert uns wieder daran, dass wir selbst Liebe sind.

Es ist eine reine Entscheidung des Herzens. Für die wahre Liebe, für unser wahres Sein und für unseren Seelenpartner oder unser Dual.

Etliche bleiben dabei lieber in der bequemen Hängematte ihrer Komfortzone und alten Muster liegen. Denn das wahre Glück innerer Befreiung und wirkliche Zufriedenheit macht ihnen viel zu viel Angst.

Sie können (oder wollen) die wirkliche Tragweite, die die wahre Liebe mit sich bringt, nicht fassen.

Denn, wahre Liebe erfordert es, ganz bewusst Opfer zu bringen. NICHT die Liebe selbst fordert Opfer (!!) sondern die ganz bewusste Entscheidung erfordert es, für die Liebe etwas zu opfern.

Nämlich die alten, destruktiven Konditionierungen und Muster, aufgesetzten Rollen, Masken und Fassaden abzulegen. Und sich auf die daraus resultierende Veränderung mit allen Konsequenzen vollständig einzulassen. Und nicht länger den Illusionen des eigenen Verstandes nachzujagen. Dem zu glauben, was einen in Wahrheit sowieso nur in die Irre führt. Sondern seinem Herzen zu glauben. Und seiner ureigenen Wahrnehmung zu vertrauen.

Viele sind nicht bereit, die Opfer zu bringen, die eine bewusste Entscheidung für die wahre Liebe erfordert. Sie sind nicht bereit, sich aus ihren alten Mustern und ihrem alten Leben zu befreien. Sich eventuell aus noch bestehenden und nicht mehr funktionierenden Beziehungen herauszulösen. Sie sind nicht bereit, sich wirklich zu verändern. Und vollständig zu transformieren. Sie denken (!), dass es auch anders geht. Dass es ausreicht, sich nur zu einem kleinen Teil zu verändern. Sich nur auf ein "bisschen" wahre Liebe einzulassen. Und sitzen genauso wieder gewaltig den Illusionen ihres Verstandes auf. Weil sie sich in Wahrheit wieder selbst täuschen. Sich selber etwas vormachen. Sich selbst belügen und betrügen. Wieder nur faule Kompromisse eingehen. 

Und das gilt genauso für Herzensmenschen, wie für die Kopfmenschen. 

Stattdessen erwarten sie von ihrem Seelenpartner oder Dual, dass er sich zuerst bewegt. Und er als erstes handeln muss. Man wartet im wahrsten Sinne des Wortes darauf, dass das Dual sich verändert und sich entwickelt und merkt dabei die ganze Zeit nicht, dass man selbst sich wieder zurück in den Dornröschenschlaf begibt. Während man hofft und weiter darauf wartet, dass der Seelenpartner oder das Dual kommt und einen aus den eigenen Begrenzungen herausreißt und befreit. Auch dies ist eine versteckte Erwartung. Was einem aber erst einmal bewusst werden muss.

Man gibt sich so nicht der wahrhaftigen Liebe hin. Man gibt sich so nicht sich selber hin. Man gibt sich so auch nicht seinem Seelenpartner oder Dual hin. Denn man erwartet ja immer vom anderen. Während man selber bequem ist und nichts tut.

Es ist also absolut notwendig, sich zu entscheiden.

Auch, sich dafür zu entscheiden, alleine zu sein, solange das Dual noch stur in seiner Selbstverweigerung verharrt. Sich absolut und ohne jeden Kompromiss sich selbst in seinem wahren Sein zuzuwenden. Sich seinem wahren Selbst ganz bewusst zu stellen. Und sich vollkommen sich selbst hinzugeben. Erst einmal sich selbst gegenüber beziehungsfähig zu werden. Die Beziehung zu sich selbst ganz bewusst zu kultivieren. Da man ausschließlich so auch wirklich fähig und in der Lage ist, im Außen eine ECHTE Partnerschaft verbindlich und tatsächlich auf Augenhöhe zu führen.

Wir können uns nicht unserem Seelenpartner oder Dual vollkommen hingeben, wenn wir nicht in der Lage sind, uns uns selbst vollständig hinzugeben. Bei uns selbst zu bleiben und uns selbst gegenüber vollständig verbindlich zu sein

Erst wenn wir gelernt haben, was es heißt, die Liebe vollständig zuzulassen, uns dieser Liebe mit unserem ganzen Sein tatsächlich hinzugeben, nicht mehr nur tröpfchenweise dosiert, sondern mit der gesamten und urgewaltigen Kraft, mit der die wahre Liebe fließt, können wir WIRKLICH beziehungsfähig werden.

Erst wenn wir in der Lage sind, es vollständig zuzulassen, von unserem Seelenpartner oder Dual wahrhaftig und tief geliebt zu WERDEN und die gesamte Kraft seiner Liebe von ihm aktiv zu ERHALTEN - wie urgewaltige Wassermassen, die uns fluten und jede einzelne Faser unseres gesamten Seins vollständig durchdringen – und nicht mehr so wohldosiert, wie es über den langen Zeitraum, während dem er sich uns scheinbar verweigert, der Fall war – dann kann auch ER sich uns vollständig öffnen. Und sich WIRKLICH vollkommen auf uns einlassen. Sich sowohl sich selbst, als auch der Liebe an sich öffnen. Sich uns und dieser Liebe vollständig hingeben.

 

  • Indem wir uns UNS SELBST öffnen, kann auch er sich sich selbst öffnen
  • Indem wir uns der Liebe an sich öffnen, kann auch er sich der Liebe an sich öffnen
  • Indem wir uns IHM vollständig öffnen, kann auch er sich uns vollständig öffnen

 

Erst dann, wenn wir es geschafft haben, nicht mehr zu flüchten, sondern zu bleiben, wenn uns die Wucht der Liebe in all ihrer urgewaltigen Kraft trifft – gelassen in unserer ureigenen Mitte zu ruhen - uns vollständig für uns zu entscheiden und sowohl die Liebe im Außen, als auch diverse Abhängigkeiten im Außen vollständig loszulassen, uns vollständig darauf einlassen, mit uns selbst alleine zu sein, haben wir es in unserem Herzen begriffen, was es wirklich bedeutet, absolut und bedingungslos IN Liebe zu sein.

Solange sich noch Gedanken bilden, wie:

 

  • Ich will aber nicht alleine sein
  • Ich will aber nicht so lange auf ihn warten
  • Ich will aber unbedingt eine Beziehung haben
  • Ich will aber, dass ER sich zuerst entscheidet
  • Ich will aber, dass ER zuerst aktiv wird und handelt
  • Ich will dies, das und jenes...

 

Solange sind wir nicht wirklich in der Lage, uns der Bedingungslosigkeit, Tiefe und Intensität der wahrhaftigen Liebe wirklich zu stellen. Uns ihr vollständig hinzugeben. Und solange sind wir auch nicht in der Lage, die Liebe in all ihrer urgewaltigen Kraft wahrhaftig auszuhalten, die wir von unsem Seelenpartner oder Dual aktiv ERHALTEN. Genau deshalb hält er sich auch noch zurück. Weil er unbewusst unsere teils immense Abwehr spürt, die wir in Wahrheit uns selbst gegenüber oft an den Tag legen.

Solange wir nicht bereit dazu sind, mit allen notwendigen Konsequenzen die Opfer zu bringen, die es erfordert, uns ganz für die wahrhaftige Liebe zu entscheiden, sind wir noch nicht tief genug in unserem Herzen und unserem wahren authentischen Sein verankert.

Und genauso lange halten wir unser Dual unbewusst von uns fern. Entschieden hat ER sich in Wahrheit schon längst. Wir sehen dies oft nur genau deshalb solange nicht, weil wir viel zu sehr damit beschäftigt sind, uns Gedanken über Gedanken darüber zu machen, was denn mit ihm eigentlich los ist, dass er sich uns so offensichtlich verweigert. Wir werden innerlich wütend, frustriert und verunsichert, weil wir der Meinung sind, dass er doch jetzt endlich einmal anfangen müsste, sich aus seinen ureigenen Ängsten, Konditionierungen und Mustern zu befreien. Sich aus seinem alten Leben zu lösen und die umfassenden Veränderungen zuzulassen, die zwangsläufig eintreten, wenn er sich uns und der wahrhaftigen Liebe zuwendet und sich uns und dieser Liebe erst einmal vollständig hingibt.

Wir sind der irrtümlichen Ansicht, schon bereit und somit bereits viel weiter zu sein, als unser Seelenpartner oder Dual.

Dabei sehen wir tragischerweise nicht, dass wir uns in Wahrheit genauso verhalten, wie der Hase sich in der Fabel mit dem Rennen zwischen sich und der Schildkröte verhält...

„Es waren einmal eine Schildkröte und ein Hase. Der Hase machte sich Tag für Tag über die Langsamkeit der Schildkröte lustig und verhöhnte sie. Eines Tages hatte es die Schildkröte satt und schlug ein Rennen vor. Der Hase warf sich lachend vor der Schildkröte auf den Boden. Die Schildkröte aber bestand auf dem Rennen und der Hase schlug ein. Als der Startschuss fiel, sprang der Hase große Haken schlagend und mit vielen Umwegen los. Die ganze Zeit über lachte er über die Dummheit der Schildkröte. Und um ihre Niederlage besonders auszukosten, legte er sich kurz vor dem Ziel ins weiche Gras, um dort auf sie zu warten. Die Schildkröte kroch unermüdlich voran. Als sie sich dem Ziel näherte, sah sie den Hasen im Gras, doch sie ließ sich nicht beirren. Sie kroch weiter und tatsächlich ging sie als Erste über die Ziellinie! Als die anderen Tiere jubelten, schreckte der Hase hoch und erkannte, dass er verloren hatte. Er war nämlich vor Erschöpfung eingeschlafen.“

Ganz genauso verhalten wir uns in Wahrheit sehr oft. Immer wieder beschweren wir uns darüber, dass sich unser Dual vermeintlich überhaupt nicht bewegt. Dass er vermeintlich nichts tut, um sich zu verändern. Um die Situation an sich zu verändern. Dass er vermeintlich nicht fähig ist, sich für uns zu entscheiden. Übersehen dabei aber geflissentlich, dass WIR es ja sind, die sich die ganze Zeit dieser Liebe verweigern. Und es nicht schaffen, verbindlich uns selbst gegenüber zu werden. Dass wir es sind, die es nicht schaffen, aktiv zu werden und endlich zu handeln. Und endgültig zu entscheiden, uns der Liebe an sich vollständig hinzugeben. Stattdessen wehren wir uns permanent und befinden uns im inneren Widerstand. Immer wieder wollen wir flüchten. Oft auch nur in Gedanken. Aber selbst dann fließt die Energie in die vollkommen falsche Richtung. Was er natürlich ebenso wahrnimmt und spürt.

Er MUSS dann von uns wegbleiben, sich vor uns verstecken und bewusst sein Herz vor uns schützen. Da SEINE Schutzmauer um sein Herz jedes Mal komplett in sich zusammenstürzt, wenn er uns wieder sieht oder uns auch nur am Telefon hört. Deshalb vermeiden die Kopfmenschen auch immer wieder den persönlichen Kontakt und stellen sich regelrecht „tot“. Weil sie jedes Mal einen kompletten Kontrollverlust erleiden. Von dem sie sich immer wieder erholen müssen. Was immense Kraft und Energie von ihnen fordert. Die sie eben irgendwann nicht mehr haben, wenn die Gefühle immer mehr an die Oberfläche kommen und sie nicht mehr in der Lage sind, sich auf Dauer zu kontrollieren. Sie stattdessen in einem Burnout oder in tiefen Depressionen landen. Es ihnen in jedem Fall immer schlechter und schlechter geht.

Und zwar solange, bis WIR die vollständige Wahrheit der Wahrheit hinter der Wahrheit in unserem Herzen FÜHLEN. 

Und endlich WIR bewusst aktiv werden und handeln. Eine ganz bewusste Entscheidung für uns selbst treffen.

Unser Seelenpartner oder Dual kennt die Wahrheit schon lange Zeit vor uns. Nur schweigt er natürlich und zieht sich still, leise und ohne Worte von uns zurück. Weil wir selbst es sind, die die Wahrheit hinter der Wahrheit der Wahrheit verstehen und wirklich begreifen müssen.

Wir sind es, die uns zuerst der Liebe in uns vollständig hingeben und es zulassen und aushalten müssen, dass unser Seelenpartner oder Dual uns mit all seiner Kraft innig und zutiefst wahrhaftig liebt.

Die Wahrheit der Wahrheit hinter der Wahrheit ist ganz einfach, dass BEIDE vom jeweils anderen denken, dass er noch nicht soweit ist. Es sind also immer beide sowohl der Hase als auch die Schildkröte :)

Wir Herzensmenschen sind andauernd der irrtümlichen Ansicht, dass unser Dual ja vermeintlich noch nicht soweit ist. Und der Kopfmensch bleibt solange von uns fern, solange er auch nur ansatzweise vermutet (!), dass wir noch nicht soweit sind. Da er genauso lange (irrtümlicherweise) denkt, dass er uns sowieso nicht auf Dauer bei sich halten kann. Und wir denken dann wiederum, dass er uns nicht gut genug für sich befindet, um sich verbindlich auf uns einzulassen. Uns endlich wirklich in sein Leben und an seine Seite zu lassen. Aber er denkt ganz genauso über uns, solange wir immer wieder offensichtlich in den Rückzug gehen. Und es nicht bedingungslos geschehen lassen und aushalten können, was da zwischen ihm und uns passiert.

Womit er auch tatsächlich recht hat, solange wir noch nicht vollständig gelassen in uns selbst und unserer ureigenen Mitte ruhen. Und uns einfach nur absichtslos von ihm wahrhaftig lieben lassen (können)...

Wirklich bereit sind wir ausschließlich dann, wenn wir tatsächlich bedingungslos fähig sind, mit uns selbst alleine zu sein. Wenn wir überdeutlich in uns spüren, dass die dicke Schutzmauer um unser Herz komplett eingestürzt und zusammengebrochen ist. Wenn wir uns durch die hohe und dichte Dornenhecke unserer Eigenbegrenzungen von innen heraus vollständig befreit haben. Wenn wir uns auch wirklich emotional und seelisch befreit FÜHLEN. Darin gefestigt sind, Grenzen zu setzen, wo es notwendig für uns persönlich ist. Wenn uns im Außen nichts mehr so schnell aus der Ruhe bringt. Sondern wir gelassen bei uns selbst bleiben können.

Wenn wir in der Lage sind, wirklich absichtslos zu lieben und zu geben. Es WIRKLICH aushalten, von unserem Dual zutiefst geliebt zu WERDEN...


                                                                                                    © Iris Fischer – sensible-seele.net


Warum wir unser Herz in der Liebe nicht austricksen können

Warum wir die Liebe nicht austricksen können

Unser Herz hat nur einen einzigen Wunsch. Es will lieben. Und die Liebe hat nur den einzigen Wunsch, sich zu erfüllen. Da dies das Ur-Bedürfnis unseres Herzens und der Liebe an sich ist. Das einzige, was unser Herz daran hindert, die Liebe in all ihrer Schönheit und Kraft entfalten und fließen zu lassen, ist die Vernunft. Die immer wieder mit allen möglichen Mitteln und Tricks versucht, die Liebe an ihrer wahren Bestimmung zu hindern. Die unser Herz austricksen und ihm weismachen will, dass es auch ohne wahrhaftige Liebe geht. Das das Leben auch ohne wahrhaftige Liebe oder mit nur ein bisschen davon funktioniert. Dabei befindet sich die Vernunft auf dem Holzweg. Denn unser Herz lässt sich nicht in die Irre führen. Es lässt sich nicht austricksen. So oft die Vernunft dies auch will. Da die Liebe sich in unserem und im Herzen unseres Seelenpartners oder unserer Dualseele längst häuslich eingerichtet hat...

Unsere Ur-Bedürfnisse zu beachten, ist elementar wichtig in unserem Leben. Da wir sie zum Leben brauchen, wie die Luft zum atmen. Genauso wie wir ohne Liebe nicht leben, lediglich irgendwie existieren können. Bedürfnisse die aus unserem Verstand kommen, brauchen wir nicht, um zu überleben. Sie sind lediglich ein Konstrukt unseres Egos, dass sich seine künstlich erschaffene Traumwelt erfüllen will. Die Sehnsüchte, Bedürfnisse und Wünsche, die tief aus unserem Herzen und aus unserer Seele kommen, brauchen wir in unserem Leben. Diese können wir nicht ignorieren, verleugnen, unterdrücken und verdrängen. Denn dies sind unsere echten Ur-Bedürfnisse, die nach Erfüllung lechzen, damit wir innere Ruhe, Frieden und wahrhaftiges (Liebes-) Glück mit unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele finden können.

Unsere Ur-Bedürfnisse sind Schlaf, Wasser, Nahrung, Luft, Wärme, Liebe, Licht, Sicherheit, Schutz, Erfüllung...

Und unsere von der Natur geschenkten natürlichen Fähigkeiten, Talente, Begabungen,  Leidenschaften, Visionen und Ziele besitzen ihren Ursprung im innersten Kern unserer Seele. Auch dies sind Ur-Bedürfnisse, die erfüllt, gelebt und entfaltet werden wollen, um uns selbst ganzheitlich zu leben.

Unsere Ur-Bedürfnisse können wir nicht austricksen. Da wir sie zum (über-) leben brauchen.

Wenn wir unseren Gefühlen, unserer Intuition und unserem Ur-Instinkt natürlicherweise vertrauen und achtsam auf unser Körpergefühl hören, können wir uns all unsere Ur-Bedürfnisse erfüllen. Denn wir brauchen sie, um unser gesamtes Sein gesund zu halten und bewusst zu nähren und zu sättigen.

Das Ur-Bedürfnis unserer Seele ist es, Erfahrungen zu machen. An diesen zu wachsen und immer weiter zu reifen. Das Ur-Bedürfnis unseres Körpers ist es, für unser gesamtes Sein gesund zu bleiben und zu funktionieren. Das Ur-Bedürfnis unseres Geistes ist es, sich zu bilden, weil er von Natur aus neugierig ist und lernen und sich beschäftigen will. Das Ur-Bedürfnis unseres Herzens ist zu lieben. Denn das ist seine wahre Bestimmung.

Körper, Geist und Seele sind untrennbar miteinander verbunden. Bekommt auch nur eines davon seine Ur-Bedürfnisse nicht erfüllt, bekommen wir das zu spüren, mit (psychosomatischen) Symptomen und Zeichen im Außen. Und werden schlimmstenfalls krank.

Dabei steht jedes einzelne Symptom für ein Ur-Bedürfnis dass wir nicht wahrnehmen. Für ein Gefühl oder eine Emotion, die wir wegschieben, verdrängen und ignorieren. Für eine Fähigkeit oder ein Talent, das wir nicht ausleben.

Unser Herz ist die Verbindung die all das - unser ureigenes Sein - zusammenhält. Was uns immer wieder dazwischen funkt, in unserem Herzen verankert zu sein, ist die Vernunft und unser Ego. Die uns immer wieder davon abbringen wollen, zu fühlen. Und die von der Natur gegebene Aufgabe unseres Herzens blockieren.

In unserem Herzen sind wir absolut sicher und wirklich zuhause. Unser Verstand gaukelt uns mit all seinen künstlich erschaffenen Phantasien, Illusionen und Traumbildern lediglich vor, dass wir in unseren bewertenden Gedanken den Halt und die Sicherheit finden, nach der unser bedürftiges Ego sich sehnt.

Wirklichen Halt finden wir in der Liebe und in unserem Herzen. Denn Liebe beflügelt uns. Sie inspiriert und motiviert uns. Sie lässt uns über uns selbst hinauswachsen und alles erreichen, was wir wirklich aus unserem Herzen heraus und aus wahrer Liebe wollen.

Liebe macht uns innerlich stark und Liebe macht uns innerlich schwach. 

Die Liebe in uns ist ständig präsent. Und verlangt all unsere Aufmerksamkeit. Sie verlangt eine kristallklare Entscheidung. Eine sehr klare Positionierung und eindeutige Ausrichtung in unserem Herzen. Sie verlangt Taten und unseren Willen, mit all den sich daraus ergebenden Konsequenzen IN wahrhaftiger Liebe zu leben.

Denn die Liebe verlangt nach nichts anderem, als nach SICH SELBST.

Die geballte Energie und Kraft der wahrhaftigen Liebe ist die Belohnung für all unsere Mühen. Für all die „Opfer“ die wir für diese Liebe erbracht haben. Für all das, was wir zurücklassen mussten, um diese Liebe zu leben. Denn die wahrhaftige Liebe ist die stärkste Kraft unseres Universums.

Die Liebe erwartet nichts. Die Liebe fordert nichts. Und die Liebe kontrolliert nichts. Sie besitzt nichts und sie nimmt nichts, außer sich selbst. Die Liebe will einfach nur SEIN.

Die Liebe will nichts als nur Liebe.

Dadurch, dass wir mit und durch unsere Dualseele „Ganz“ in uns geworden sind, können wir uns selbst wieder spüren. Können wir die Liebe spüren. Wir können all unsere Ur-Bedürfnisse (wieder) bewusst wahrnehmen, erkennen und sehen. Wir können unsere wahre Bestimmung bewusst entdecken, ausgraben und leben. Auf allen Ebenen und in sämtlichen Bereichen. Und können uns endlich bewusst ganzheitlich erfüllen. Aus unserem Herzen heraus aus tiefer, wahrer Liebe.

Wenn es als hochsensibler Mensch unser Ur-Bedürfnis ist, weil es tief aus unserem Herzen und aus unserer Seele kommt, mit unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele in einer verbindlichen Partnerschaft zusammenzusein und ein gemeinsames Leben als richtiges Paar zu führen, können wir ohne diese Erfüllung unseres Herzens und ohne diesen einen bestimmten Menschen nicht glücklich sein. Weil unser Herz seine wahre Bestimmung nicht leben und seinen Lebens-Sinn – nämlich zu zweit gemeinsam IN tiefer Liebe zu sein – nicht vollständig entfalten kann.

Denn unser Herz verlangt nach seinem Herzen. Unsere Seele verlangt nach seiner Seele. Unser Körper verlangt nach seinem Körper. Unser Geist verlangt nach seinem Geist.

Die Liebe verlangt nach Liebe...im innen, wie im Außen...in der Nähe, wie in der Ferne...

An dieser Stelle nützt es auch nichts, sich auf die Selbstliebe zu fokussieren. Und sich selbst die Liebe zu geben, die man von außen nicht erhält, solange unser Lieblingsmensch sich so vehement verweigert. Denn Selbstliebe alleine genügt hochsensiblen Menschen niemals, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.

Wir brauchen Berührung auf jeglichen Ebenen unseres Seins, um wirklich zufrieden und glücklich zu sein. Wir brauchen das kraftvolle Gefühl von einem anderen Menschen geliebt zu werden und diese Liebe von ihm auch vollständig zu erhalten. Zärtlichkeit von genau diesem einen Menschen (unserem Lieblingsmenschen) zu empfangen (und nicht von irgendjemand, den unser Herz und unser Körper oder unsere Seele gar nicht will) und von ihm aus wirklicher Liebe heraus begehrt und gewollt zu werden, um uns vollständig erfüllt zu fühlen, uns wahrhaftig emotional fallen zu lassen und auch einmal schwach zeigen zu dürfen.

Wir brauchen es, die geliebte Stimme zu hören, sein Lächeln zu sehen und einfach zu spüren, dass er bei uns ist. Und auch aus seinem Herzen heraus bei uns sein will. Weil es auch SEIN Ur-Bedürfnis ist, mit uns verbindlich zusammenzusein.

Hochsensible Menschen können trotz tiefer Selbstliebe vereinsamen, wenn der zu ihnen gehörende Mensch nicht in der Lage ist, sich eindeutig für sie zu entscheiden. Und sich offen zu ihnen zu bekennen. Sie können zutiefst unglücklich werden, wenn sie von ihrem geliebten Menschen alleine gelassen werden. Denn sie verkraften es nicht, dermaßen abgelehnt, abgewiesen und vielleicht noch vollständig verleugnet zu werden. Weil sie genau wissen, dass dieser Mensch SICH SELBST und die tiefe Liebe in seinem Herzen in Wahrheit verleugnet.

Was mit vermeintlich zu wenig Selbstliebe überhaupt gar nichts zu tun hat. Denn sie können sich noch so sehr selbst zutiefst lieben und mit sich selber alleine sein, sie können noch so viel Lebensfreude und Lebenslust empfinden, in der Tiefe des Herzens und in der Seele sind sie nicht glücklich. Sie können noch so viel Liebe nach außen tragen und der Welt schenken, sie werden (alleine) nicht glücklich.

Wenn der Mensch, den sie am meisten auf dieser Welt lieben und mit dem sie am engsten verbunden sind, sich ihnen scheinbar grundlos entzieht, kann das sehr tiefen seelischen Kummer in hochsensiblen Menschen auslösen. Sie leiden weiter – auch wenn sie schon lange in ihrer ureigenen Mitte angekommen sind - und die Seelenschmerzen und Tränen nehmen kein Ende. Sie werden zwar schwächer und zeigen sich seltener, sind aber dennoch immer  – zumindest unterschwellig - präsent.

Hochsensible Menschen können noch so sehr daran arbeiten ihren Seelenpartner oder ihre Dualseele „loszulassen“ und alles genauso anzunehmen und zu akzeptieren, wie es ist, es macht sie dennoch irgendwie schwach. Eben WEIL es ein tiefes Ur-Bedürfnis ihres Herzens ist zu lieben und geliebt zu werden und die Liebe sich so nicht selbst vollständig erfüllen kann.

Denn man will ja nicht irgendjemanden, sondern diesen einen einzigen Menschen. Da er einfach zu einem gehört.

Es entspricht nicht der Realität, dass wir immer nur stark sein müssen. Da wir das gar nicht können. Da wir genauso Schwäche wie Stärke spüren. Sei es körperlich, seelisch, geistig oder emotional. Da wir aufgrund der gegensätzlichen Pole in uns genauso Schwäche wie Stärke sind.

Nun können wir uns mit allerlei Ablenkungen unseres Verstandes im Außen vormachen, dass wir vermeintlich keine Liebe oder keine Beziehung und Partnerschaft im Außen brauchen. Dass wir auch ohne unseren geliebten Menschen in unserem Leben zurechtkommen. Und dass wir uns selbst alleine vollkommen genügen. Wir können unseren tiefsten Herzenswunsch von uns wegschieben, ignorieren und unterdrüccken. Was uns aber nichts bringt. Da unser Herz und unsere Seele vollkommen automatisch mit Schmerzen und Kummer reagiert. Und so seine Stimme erhebt und um seine Erfüllung ruft, weil wir unser Ur-Bedürfnis des Herzens nicht erhören (können).

Denn unser Herz ist an allem beteiligt, was wir denken, was wir tun oder auch was wir nicht tun. Es ist nur die elementare Frage, ob wir auf unser Herz, unsere Gefühle und unsere innere Stimme hören. Oder ob wir all das ignorieren.

Wenn unser Herz etwas will aber wir hören lieber auf die Vernunft, hindern wir jedes einzelne Mal aufs Neue unser Herz daran, seiner wahren Bestimmung zu folgen, zutiefst zu lieben und wahrhaftig zu fühlen. Wir hindern die Liebe daran, sich mit sich selbst zu erfüllen.

Und das gilt genauso für unseren Seelenpartner oder für unser Dual.

Auch wenn wir uns (immer oder zumindest zeitweise) der Liebe verweigern und uns im inneren Widerstand gegen die Liebe befinden - die Liebe wohnt längst im innersten Raum unseres Herzens und auch im Herzen unseres Seelenpartners oder Duals und hat sich dort häuslich eingenistet.

Unser Verstand stellt seine schärfsten Wächter – nämlich unser bedürftiges Ego und unsere bewertenden Gedanken - vor unsere Herzenstüre und hält sie immer wieder dazu an, nur ja absolut zuverlässig die Türe zu unserem Herzen zu bewachen. Und es in keinem Fall zuzulassen, dass irgendwann –  womöglich zu einem Zeitpunkt, an dem wir es überhaupt nicht brauchen können oder dies gar erwarten - irgendjemand heimlich die Türe öffnen und sich hineinschleichen kann in unser Herz.

Derweil unser Verstand derart beschäftigt ist mit seinen Wächtern gegen die Liebe, hat die Liebe sich ihren ureigenen Weg gebahnt und sich an unseren Wächtern vorbei vollkommen unbemerkt durch einen winzig kleinen offenen Spalt durch die Hintertüre unseres Herzens hinein geschlichen. Dort hat sie sich eingenistet und wartet voll tiefer Sehnsucht darauf, von uns endlich entdeckt, bewusst wahrgenommen, erkannt und vor allem bewusst gefühlt zu werden.

WENN wir die Liebe dann vollkommen unerwartet doch in unserem Herzen entdecken, sind wir völlig geschockt. Da wir das mit unserem Verstand so gar nicht geplant, gewollt und erwartet haben. Wir sind so dermaßen geschockt, dass wir nicht wissen, was wir jetzt tun sollen. Also machen wir uns schnell selbst etwas vor und verleugnen einfach, dass es die wahrhaftige Liebe gibt und diese Liebe es tatsächlich geschafft hat, den Raum unseres Herzens durch die Hintertüre, die wir total vergessen haben abzuschließen und von unseren Wächtern bewachen zu lassen, so klammheimlich zu erobern. Und unseren Verstand und unser Ego so einfach auszutricksen.

Wir wehren uns gegen die wahre Liebe solange, bis uns vollständig die Kraft ausgeht. Und wir erkennen, wie sinnlos der Kampf und unser innerer Widerstand gegen die Liebe ist.

Erst dann schaffen wir es, die Liebe bedingungslos anzunehmen und zuzulassen. Und unser Herz darf seine natürliche Bestimmung erfüllen. Es darf endlich mit all seiner Kraft lieben. Und die wahrhaftige Liebe in all ihrer Intensität in die Welt tragen. Denjenigen Menschen zukommen lassen, die diese Liebe auch tatsächlich wollen. Weil sie die Liebe vollständig annehmen, zulassen und aushalten können.

Deshalb fechten auch unser Kopf und unser Herz oft über viele Jahre lang erbitterte Kämpfe miteinander aus. Da unser Herz gehört und die Liebe gefühlt werden und unser Verstand die Macht an sich reißen will. Was ihm mit vielerlei selbst erschaffener Illusionen, gedanklichen Luftschlössern und schillernden Fata Morganas auch sehr oft gelingt. Aber eben nicht dauerhaft. Denn unser Herz wehrt sich nach Kräften, damit wir es ebenfalls spüren. Damit wir unsere Gefühle beachten und achten und bewusst darauf hören, was jedes einzelne unserer Gefühle und vor allem die wahrhaftige Liebe uns denn so elementar wichtiges sagen will.

Denn die wahrhaftige Liebe siegt immer. Es ist nur eine Frage der Zeit...

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich auch unser Seelenpartner oder unsere Dualseele in der Tiefe seines eigenen Herzens bewusst wird, dass er vor der wahrhaftigen Liebe, vor sich selbst und auch vor uns und einem gemeinsamen Glück nicht dauerhaft flüchten und weglaufen kann. Da die Liebe sich längst in seinem Herzen befindet.

Und auch sein Herz lässt sich nicht ewig von seinem Verstand und der Vernunft austricksen...

 

                                                            © Iris Fischer – sensible-seele.net


Die Lebendigkeit der wahrhaftigen Liebe

Die Lebendigkeit der wahrhaftigen Liebe

Gerade vor der Lebendigkeit der wahrhaftigen Liebe haben die meisten Menschen unbewusst Angst. Da diese Lebendigkeit nicht unserem anerlernten Verhaltensmuster und unseren Konditionierungen entspricht. Denn wir haben gelernt, die Lebendigkeit des Fühlens zu unterdrücken, zu verdrängen und zu kontrollieren. Sie zu beherrschen und in einen goldenen Käfig zu sperren. Wobei der goldene Käfig den Todesstoß für jede Lebendigkeit und der Liebe an sich bedeutet. Denn man kann wahrhaftige Liebe nicht einfangen, festhalten, unterdrücken und kontrollieren. Und man kann sie auch nicht ausschalten. Weshalb wir mit unserem Seelenpartner und unserer Dualseele lernen dürfen, die Lebendigkeit der wahren Liebe wieder bewusst wahrzunehmen und intensiv zu spüren...

Wahre Liebe ist genauso wie Licht, Wasser und Luft das natürliche Elexier unseres Lebens. Dabei hat jedes einzelne Elexier dieselbe Bedeutung. Wir brauchen es, um uns wirklich lebendig zu fühlen. Um wirklich lebendig zu SEIN. Das Elexier der wahrhaftigen Liebe besteht aus unbändiger Kraft und Energie und ist somit überbordende Lebendigkeit pur.

Die unbändige Kraft, Energie und Lebendigkeit der wahrhaftigen Liebe muss allerdings frei sein, um sich in ihrer ganzen Schönheit und schöpferischen Kraft vollends entfalten und ausbreiten zu können.

Sobald wir wahrhaftige Liebe in einen Käfig sperren, der aus aus einem engmaschigen Gitter aus Angst, Unterdrückung, Kontrolle, Erwartungen, Ansprüchen und Bedingungen besteht, blockieren wir die Liebe und schlimmstenfalls stirbt sie uns ab. Weshalb es absolut notwendig ist, die wahrhaftige, tiefe und einzigartige Liebe zu unserem Seelenpartner und unserer Dualseele vollkommen frei fließen zu lassen. Die Lebendigkeit dieser Liebe voller Vertrauen einfach geschehen zu lassen. Die Lebendigkeit zuzulassen, anzunehmen und auszuhalten. Und nicht mehr davor zu flüchten, um sie zu vermeiden.

Denn nur dann leben wir WIRKLICH bedingungslos die wahrhaftige Liebe. Alles andere wäre gewaltige (Selbst-) Täuschung und bunt schillernde Illusionen unseres Egos.

Was wir ja über sehr lange Strecken unseres Lebens genauso gelebt haben.

Wenn wir an diesem Punkt unserer Weiterentwicklung angelangt sind, dass uns bewusst wird, dass wir die Lebendigkeit der wahren, bedingungslosen Liebe nicht wirklich gelebt haben - selbst wenn wir es vielleicht versucht oder ansatzweise umgesetzt haben - sondern dass wir uns in unserem Selbstschutzmechanismus die ganze Zeit in einem funktionalen Überlebensmodus befunden haben, ruhen wir bereits lange in unserer Mitte. Und all unsere vielen und dicken Selbstschutzmauern um unser Herz sind längst zu unzähligen Staubkörnern zerbröselt.

Durch sämtliche unserer Konditionierungen haben wir meist vergessen, wie Lebendigkeit sich tatsächlich anfühlt. Wie das „richtige“ Leben funktioniert. Wir haben vergessen, dass es  Lebendigkeit in der wahren Liebe überhaupt gibt.

Stattdessen sind wir oft unflexibel, steril und starr geworden in unseren Handlungen. Wir sind unflexibel, steril und starr geworden in unserem Denken und wir sind unflexibel, steril und starr geworden in unseren Gefühlen. Und haben über viele Jahre lang permanent nur funktioniert. Sind einem Schein-Perfektionismus zum Opfer gefallen. Die Lebendigkeit in der Liebe hatte so gar keine Chance, sich im Raum unseres Herzens konstant einzunisten und sich tief in unserem wahren authentischen Sein zu verankern.

Als Ersatz für die gelebte Lebendigkeit der wahrhaftigen Liebe haben wir unser Ego immer mehr aufgebläht, künstlich genährt und immer weiter gefüttert. Und zwar solange, bis unser Ego aus all seinen bedürftigen Nähten geplatzt ist. Und deshalb früher oder später nicht mehr funktioniert. Alles in unserem Leben hat sich darum gedreht, immer noch mehr haben zu wollen. Niemals tatsächlich zufrieden zu sein. Und im wahrsten Sinne des Wortes inneren Frieden zu finden.

Die wahre Liebe hat unser Verstand als Gefahr eingestuft. Auch bei uns Herzensmenschen. Nicht nur wie irrtümlich angenommen, nur bei den Kopfmenschen. Denn auch wir Herzensmenschen haben ja eine immense Angst genau davor entwickelt, von einem anderen Menschen wahrhaftig gesehen, angenommen und wirklich geliebt zu WERDEN.

Das was wir als Liebe für uns definiert haben, war in Wahrheit keine wirkliche Liebe. Es war stattdessen ein Trip unseres Egos, den wir gelebt haben. Der uns nicht wirklich glücklich gemacht hat. Selbst wenn wir die einen oder anderen Glücksmomente erlebt haben. Die allerdings immer nur nach dem Gießkannenprinzip erfolgt sind, nach dem Motto, dass schon irgendetwas oder irgendjemand dabei sein wird, dass oder der uns so richtig glücklich macht. Aber die wahrhaftige Liebe konnte dennoch nicht fließen. Weil wir genau das nicht zulassen konnten. Genauso wie wir die Lebendigkeit in der Liebe nicht zulassen konnten.

Jetzt mag vielleicht manch einer denken, dass Diskussionen, Kampf und Streit in einer Beziehung doch Zeichen von Lebendigkeit sind. Schon. Aber diese Lebendigkeit ist nicht konstruktiv. Sie ist nicht erfüllend. Sie ist nicht bereichernd. Sie ist nicht förderlich für eine verbindliche Beziehung und Partnerschaft, die tatsächlich auf Augenhöhe gelebt werden will. Stattdessen ist sie destruktiv, belastend und schadend. Was nichts mit der echten Lebendigkeit wahrhaftiger Liebe zu tun hat. Zudem würden ansonsten nicht so viele Menschen die echte Lebendigkeit in der Liebe vermeiden. Weil sie sonst Farbe bekennen und ihre wahren Gefühle zeigen und zugeben müssten.

Wahrhaftige Liebe und deren Lebendigkeit macht so vielen Menschen gravierende Angst, dass sie sie lieber vermeiden, aber insgeheim sehnsuchtsvoll genau danach schmachten.

Die Angst wahrhaftig geliebt zu WERDEN, zeigt sich unter anderem darin, dass man – selbst wenn man ein verbindliches Paar ist – auf getrennte Wohnungen beharrt. Und so wirkliche emotionale und seelische Nähe vermeidet. Diese Angst zeigt sich darin, dass man permanent On-Off Beziehungen, Wochenendbeziehungen oder Fernbeziehungen führt und sich nicht wirklich auf die räumliche Nähe zum anderen einlässt. Die ja zwangsläufig entsteht, wenn man sich eine gemeinsame Wohnung teilt. Oder man lässt sich nur auf Affären mit gebundenen Menschen ein. 

Genauso wird die Lebendigkeit der wahrhaftigen Liebe ständig gedeckelt. Und darf sich nicht zeigen.

Sowohl die Liebe an sich, als auch die Lebendigkeit dieser Liebe muss so zwangsläufig in ihrem goldenen Käfig verkümmern. Da sie von beiden Seiten vernachlässigt, nicht beachtet, sehr oft mit Füßen getreten und nicht bewusst genährt und gepflegt wird. Obwohl man nach außen gesehen all das hat, was man für sich braucht, herrscht doch eine emotionale Sand-, Stein-, oder Eiswüste in einem. Wobei eine Wüste ja dennoch eine gewisse - wenn auch versteckte - Lebendigkeit in sich trägt. Und es berührt einen weder im Herzen, noch in der Tiefe der Seele. Was man mit Flucht in sein immer größer werdendes Ego und der ‚immer noch mehr haben wollen und immer noch besser sein’ Mentalität versucht, zu kompensieren. Was aber nicht dauerhaft gelingt. Denn man wird dabei immer unglücklicher und fühlt sich so gar nicht lebendig. Man lebt schon lange nicht mehr, sondern man überlebt im wahrsten Sinne des Wortes nur noch. 

Entscheidungen aus dem Herzen heraus zu treffen, fällt gerade den Kopfmenschen ganz immens schwer. Da sie besonders tief im Überlebensmodus feststecken. Und die Lebendigkeit des Fühlens und die Lebendigkeit der Liebe nicht kennen. Weil sie sie gar nicht gelernt haben.

Sie vermeiden die wahre Liebe mit einer solchen Vehemenz, dass sie lieber emotional und seelisch aushungern, anstatt die Lebendigkeit dieser Liebe zu spüren. Wobei der wahre Grund immer in der jeweiligen Vergangenheit liegt. Und einen sehr traurigen und tragischen Hintergrund hat. Denn nicht wenige haben in ihrer Kindheit die Erfahrung gemacht, dass ihnen immer wieder eingetrichtert wurde, wenn sie nicht so funktionieren, wie die Eltern das vorgeben, werden sie einen Elternteil für immer verlieren. Was diese Menschen als Kinder natürlich nicht wollten. Und ihnen eine unglaubliche Angst eingejagt hat. Weil sie nicht wussten, dass sie von den Eltern emotional erpresst und seelisch missbraucht wurden. Und sie sich deshalb vollkommen unpassend an die Vorgaben der Eltern angepasst haben. Die wahren Gefühle haben sie von sich abgespalten, unterdrückt und verdrängt. Und diese als absolute Gefahr abgespeichert. So hat sich der Überlebensmodus in den Kopfmenschen festgesetzt und vollständig in einem Sicherheits-Denken etabliert.

Die von der Natur gegebene Lebendigkeit ist so einer inneren künstlich errichteten Starre gewichen. Die aus Angst, Flucht und Vermeidungstaktiken besteht.

Sie vermeiden die Liebe und deren Lebendigkeit, weil sie zu große Angst haben, diesen Menschen nicht halten zu können. Weil die Angst sie blockiert, dass sie nicht gut genug sind. Sie haben immense Angst, dass dem anderen etwas schlimmes passiert, wenn sie sich auf ihn einlassen. Wenn sie ihn zu nah an sich heranlassen. Weshalb sie die wahre Liebe und echte Lebendigkeit aus reinem Selbstschutz und aus Schutz des geliebten Menschen tunlichst vermeiden. Lieber flüchten sie sich in ihren Verstand. Der ihnen mit seinen illusorischen Gedanken die einzige vermeintliche Sicherheit bietet.

Einigen Kopfmenschen ist dies durchaus bewusst, anderen muss dies erst bewusst werden. Sie leiden in Wahrheit genau wie die Herzensmenschen. Nur auf vollkommen andere Weise. Sie wollen genauso mit ihrem geliebten Menschen zusammensein. Nur ihr Verstand trichtert ihnen immer wieder ein: „Nein, pass auf dich auf und lass dich nicht verbindlich ein, sonst begibst du dich oder den anderen in zu große Gefahr. Und einem von uns oder uns beiden passiert etwas schlimmes“.

Diese unmenschliche Angst ist sehr gravierend und tragisch. Und die zugehörigen Herzensmenschen begreifen natürlich nicht, warum ihr geliebter Kopfmensch sie, diese Liebe und die Verbindlichkeit meidet.

Die wahre Liebe mit unserem Seelenpartner und unserer Dualseele tatsächlich gemeinsam zu leben, bedeutet sowohl für den Kopfmenschen, als auch für uns Herzensmenschen eine ganz bewusste Entscheidung. Nämlich die sehr bewusste Entscheidung FÜR die wahrhaftige Liebe und FÜR echte Verbindlichkeit mit dem geliebten Menschen. Aber auch die Entscheidung FÜR die kompromisslos vorhandene Lebendigkeit, die mit dem gemeinsamen Leben der wahrhaftigen Liebe automatisch verbunden ist.

Wahre Liebe ist die stärkste (positive) Kraft im Universum. Weshalb sie uns auch eine riesengroße Angst einjagt, wenn wir unserem Seelenpartner oder unserer Dualseele zum ersten Mal begegnen. Und das erste Mal in unserem Leben intensiv erfahren dürfen, was es tatsächlich bedeutet, wahrhaftig und tief zu lieben. Wirklich echt zu lieben. Bedingungslos zu lieben. Die Lebendigkeit, die lange Zeit tief in unserem Inneren vergraben war, wieder zum Vorschein und an die Oberfläche unseres Bewusstseins kommt. Und wir wieder spüren, wie es ist, wahrhaftig zu FÜHLEN.

Und nicht tiefe Gefühle, die wir in unserem Herzen spüren, mit Pseudo-Liebe, die aus unserem Ego kommt, verwechseln. Denn es sind die Seelen, die sich zutiefst lieben und sich gegenseitig ehrlich begehren. Nicht das Ego. Nicht die Vernunft. Und auch nicht der Sicherheit suchende Verstand.

Wahre Lebendigkeit bedeutet Unvorhersehbarkeit. Unbeherrschbarkeit. Unkontrollierbarkeit.

Lebendigkeit lässt sich nicht einordnen. Denn sie folgt ihrer eigenen Ordnung. Sie enthält ihre ureigenen Regeln.

Lebendigkeit ist niemals nur Hülle. Sondern enthält eine überbordende Fülle.

Lebendigkeit (ver-) heißt Temperament. Begeisterungsfähigkeit. Enthusiasmus. Tatendrang. Handeln. Leidenschaft. Unterschiedlichkeit. Andersartigkeit. Gegensätzlichkeit. Vielfalt. Buntheit. Ganzheit. Beständigkeit. Aber auch ganz natürliche Schwankungen. Sowohl durch Stärke als auch als Schwäche.

Lebendigkeit pulsiert. Sie ist Bewegung. Ist Strömung. Ist Tanz.

Bedeutet Risiko. Bedeutet Mut. Bedeutet, sein Herz vollständig zu öffnen. Ohne ein Hintertürchen offen zu lassen um daraus im Notfall wieder flüchten zu können. Nein, es bedeutet, sich mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen festzulegen. Und vollständig einzulassen. Sich emotional und seelisch komplett verletzlich zu zeigen.

Ein wahrhaft bedingungslos liebender Mensch wird das offen liegende liebende Herz des anderen immer mit sehr großer Achtsamkeit und absolutem Respekt behandeln. Und er wird diesem liebenden und so lebendigen Herzen niemals bewusst irgendwelchen Schaden zufügen. Oder es schlimmstenfalls gar missachten. 

Wird er im Gegenteil, dieses liebende und so lebendige Herz (be)hüten und (be)schützen, wie seinen wertvollsten Schatz.

Lebendigkeit ist nicht vorhersehbar. Denn sie zeigt sich immer dann, wenn wir nicht damit rechnen. Weshalb sich das Leben und die bedingungslose Liebe auch nicht planen lässt. Wahre Liebe geschieht einfach. Lebendigkeit IST einfach. Und überfällt uns wie ein urplötzlich auftretender und tosender Orkan, der uns mit all seiner Kraft fast umbläst.

Dabei verhalten sich wahre Dualseelen immer vollkommen anders, als man in Tausenderlei Gedanken vom anderen denkt. Denn völlig egal, was wir auch denken, unser Dual tut mit absoluter Sicherheit das Gegenteil von unseren jeweiligen Gedanken. Genauso wie wir grundsätzlich immer das genaue Gegenteil von dem tun, was unser Dual von uns denkt. Was einfach am energetischen Prinzip der Gegensätzlichkeit zwischen beiden liegt.

Dualseelen verhalten sich grundsätzlich immer konträr zueinander. Und ergänzen sich genau deshalb perfekt. Sie gleichen sich per se immer gegenseitig aus.

Nicht wenige sind dabei ernsthaft der Meinung, dass ihr Seelenpartner oder Dual so überhaupt nicht zu ihnen passt. Was NICHT sein KANN. Denn dann sind es keine wahren Dualseelen. Und mit bedingungsloser, lebendiger Liebe hat diese Einstellung auch nichts zu tun.

Die Lebendigkeit von wahrhaft gelebter Liebe gleicht dem wechselnden, perfekt aufeinander abgestimmten Zyklus von Mutter Natur. Sie gleicht Wind und Wasser, die abwechselnd Stille und Ruhe verheißen, wobei es unter der trügerisch glatten Oberfläche trotzdem gewaltig brodelt und dann wieder aufleben und sich in wahren Stürmen des Lebens ergießen.

Es bedeutet das ständige Wechselbad von Gefühlen. Gelebte Emotion pur. 

Bedeutet mal Stillstand, mal laue Lüftchen und mal Orkan. Das heißt lebendig sein. Das heißt, authentisch und echt sein. Das heißt, einfach natürlich sein.

Lebendigkeit heißt Fruchtbarkeit, Vitalität und Natürlichkeit. Entwicklung, Veränderung, Chaos. Wandlung, Flexibilität, vollkommene Toleranz und Akzeptanz. Und absolute Bedingungslosigkeit. Bedeutet Neugier, Kreativität und Phantasie.

Und gleichzeitig bedeutet es permanente Konstanz. Variablen existieren in der wahrhaftigen Liebe nicht. Denn wahre Liebe ist immer vorhanden. Und es gibt keinen Ersatz für sie.

In der Lebendigkeit des wahrhaftigen Lebens allerdings gibt es keine Konstante. Hier gibt es vielfältige und vollkommen unterschiedliche Variablen. Und keinerlei Starrheit.

Die elementare Konstante zwischen Seelenpartnern und Dualseelen ist einzig die Logik des Herzens. Und die tiefe Verbundenheit beider Seelen. Alles andere spielt überhaupt keine Rolle. Auch Zeit nicht. Auch der Bindungswunsch nicht. Denn wahre Liebe bahnt sich grundsätzlich ihren ganz eigenen Weg. Egal, wie kompliziert und schwierig unser Weg der Entwicklung erscheint und wie scheinbar unmöglich die Situation zwischen beiden Seelenpartnern oder Dualseelen auch sein mag. Wie sehr dicke Schichten aus Angst diese Liebe auch zugedeckt halten und das Ego und der Verstand gegen das Herz intrigieren.

Wenn wir uns wenig lebendig fühlen, fühlen wir keinerlei Vitalität. Keine Lebensfreude und keinerlei Lebenslust. Wir sind deshalb nicht lebensmüde, sind aber nicht bindungsfähig und ebenfalls lebensuntüchtig. Eben nicht mehr emotional und seelisch lebendig. 

Denn wir pflegen unseren Überlebensmodus, anstatt die Lebendigkeit zu kultivieren.

Was sich äußert in ständiger Müdigkeit, Unlust bis hin zur permanenten Erschöpfung. Wir lenken uns mit allen Mitteln von der Wahrheit ab und flüchten vor unseren wahren Gefühlen.

Was IMMER ein mehr als deutliches Zeichen unserer Seele ist, endlich die wahre Lebendigkeit in uns zu befreien.

Um die Lebendigkeit der wahrhaftigen Liebe und unseres wahren, authentischen Seins wieder zu befreien, ist es allerdings unabdingbar, Risiken einzugehen. Und wahrhaft mutig zu sein.

In diesem Zusammenhang bekommt das Wort „wahrhaftig“ eine elementare Bedeutung. Denn im Zuge unserer ganzheitlichen Transformation und seelischen Weiterentwicklung werden wir auf allen Ebenen unseres Seins wieder wahrhaftig lebendig.

Alles in uns wird endlich (wieder) wahrhaftig. ECHT eben :)

Wir fühlen und leben ALLE unsere wahren Gefühle, auch wenn wir gelassen in unserer ureigenen und natürlichen Mitte ruhen. Denn sämtliche unserer wahren Gefühle zu zeigen, bedeutet wirklich zu LEBEN. 

Bedeutet lebendiges und pures SEIN.

Wahre, bedingungslose Liebe kann nur lebendig sein, wenn wir sie vollkommen FREI SEIN und ohne jegliche Blockade fließen lassen.

Bedingungslose, wahrhaftige Liebe hat absolut nichts mit verbindlicher Beziehung und Partnerschaft zu tun. Sie kann lebendig sein, auch wenn wir alleine sind. Wenn unser Seelenpartner oder unser Dual nicht bei uns ist. Wenn eben noch keine verbindliche geheilte Partnerschaft zusammen gelebt werden kann.

Wenn wir uns wahrhaft lebendig fühlen, blühen wir zusehends auf. Und unsere ganze Ausstrahlung ändert sich. Was auch anderen Menschen auffällt, die dann entsprechend darauf reagieren. Gerade dann, wenn wir überhaupt gar nichts dafür tun, um gemocht oder geliebt zu werden. Sondern indem wir einfach gelassen in unserer ureigenen Mitte ruhen. Und einfach nur SIND...

Indem wir annehmen und empfangen, was uns geschenkt wird.

Lebendigkeit entsteht dann, wenn wir uns mit etwas oder jemandem wirklich verbunden fühlen. Wenn unser Herz und unsere Seele davon (zutiefst) berührt wird. Wenn wir in emotionalem und seelischen Kontakt mit etwas oder jemandem stehen. Wenn wir vollständig im inneren Modus des absichtslosen Schenkens und Empfangens angekommen sind.

Die überberstende Fülle, die wir vom Leben und in der wahren Liebe erhalten, schenkt uns wahre innere Freiheit. Schenkt uns Beständigkeit. Und echte Lebendigkeit.

Gelebte Lebendigkeit schenkt uns unser wahres Lebens- und Liebesglück :)


Herzlichst, Ihre Iris Fischer

 

 

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Über die Autorin

Meine Beratung für sensible Menschen

Iris Fischer ist diplomierte systemische Therapeutin, Expertin für sensible Menschen, Expertin für Seelenpartner & Dualseelen und Autorin von fünf Büchern. Selbst hochsensibel und hochsensitiv berät, unterstützt und begleitet sie hochsensible Menschen seit 2008 darin, ihren ureigenen, individuellen Weg für sich zu finden. Sie inspiriert und motiviert und gibt die passenden Impulse. Dabei bleibt sie konsequent Lösungsorientiert. Sie unterstützt Ihre Klientinnen und Klienten mit sehr viel Herz, Humor und Verstand dabei, das innere Feuer in sich zu entdecken. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und mit allen Facetten einfach authentisch zu SEIN.