Mit Leichtigkeit leben
Beratung bei Hochsensibilität - das besondere Geschenk der Natur
Seelenpartner & Dualseelen


"In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare" Aristoteles 

Sensible Seele Blog - Texte über Liebe & Beziehung


Selbstliebe & Egoismus – warum dazwischen Welten liegen


Oder - Warum Selbstliebe so wichtig ist...

Über die Selbstliebe existieren viele Mythen und falsche Vorstellungen. Für viele Menschen bedeutet sich selbst zu lieben, egoistisch, egozentrisch oder gar narzisstisch zu sein. Genau das ist aber falsch! Denn sich selbst wirklich zu lieben, hat rein überhaupt gar nichts mit Egoismus, Egozentrik oder gar Narzissmus zu tun.

Selbstliebe bedeutet ganz einfach, ein liebevolles, achtsames und fürsorgliches hinwenden zu seinem eigenen sensiblen Selbst. Selbstliebe bedeutet, in seiner ureigenen Mitte ganz gelassen und entspannt zu ruhen. Und aus seiner eigenen Mitte heraus einfach nur zu SEIN. Zu agieren und zu reagieren, ohne sich von seinem eigenen Selbst wegzubewegen. Sich nicht für andere zu verbiegen. Die ureigenen sensiblen Bedürfnisse nicht für andere zurückzustellen, wenn einen das unglücklich und unzufrieden machen würde.

Wahre (Selbst-)Liebe kommt aus den Tiefen unseres authentischen Seins. Nur wer sich selbst wirklich liebt, kann auch einen anderen Menschen tief, rein und wahrhaftig lieben.

Wahre Liebe heißt: Bedingungslos lieben. Sich selbst und andere.

Wahre Liebe kennt keine Begrenzungen.

Keine emotionalen, geistigen und seelischen ‚Beschneidungen’. Keine Einschränkungen. Keine Bewertungen, Keine Forderungen, keine ‚bedürftigen’ Erwartungen und keine Machtspielchen.

Wahre Liebe kennt kein:

 

  • Du musst aber...
  • Ich will aber...
  • Wenn du mich wirklich liebst, dann würdest du...
  • Du liebst mich nur, wenn...
  • Du liebst mich ja gar nicht, weil du nicht...
  • usw...

 

 Wahre Liebe IST einfach nur. Sie ist grenzenlos, frei und ‚loslassend’.

Nur wer sich selbst wirklich und wahrhaftig liebt, kann einen anderen Menschen auf diese Weise lieben.

Sich selbst wirklich und wahrhaftig zu lieben, bedeutet ganz einfach, SICH SELBST genauso ANZUNEHMEN und zu akzeptieren, wie man ist. Mit all seinen Fehlern, Schwächen und Defiziten. Nur wenn man genau das schafft, kann man auch andere Menschen genauso annehmen und akzeptieren wie sie nun einmal sind.

Und gerade hochsensiblen Menschen fällt genau das oft immens schwer. Denn sie bekommen ja von außen permanent ihr Leben lang suggeriert, dass sie eben nicht in Ordnung sind, so wie sie MIT ihrer Sensibilität sind. OBWOHL sie es sehr wohl sind!

Allerdings tragen sehr viele Menschen innere Widerstände, Ängste und Blockaden mit sich herum. Die sie daran hindern, sich auf die Selbstliebe und die wahre Liebe einem anderen Menschen gegenüber wirklich einzulassen. Und ohne dass man sich auf die Liebe zu sich selbst vollkommen einlässt, die Liebe an sich in allen Facetten überhaupt erst einmal zulässt, funktioniert das eben leider nun mal nicht. Mit verschlossenem Herzen kann man nun einmal nicht lieben. Also ist es unerlässlich, sein Herz der wahren und bedingungslosen Liebe wirklich zu öffnen.  

Wobei bedingungslos zu lieben, nicht unbedingt bedeutet, überhaupt keine Bedingungen zu stellen. Sondern sich selbst und den anderen TROTZDEM zu lieben. Auch wenn einem die Bedingungen oder Wünsche die man hat, aus den unterschiedlichsten Gründen nicht erfüllt werden. Weil man selbst oder der andere dies manchmal einfach nicht kann.

Bedingungslos zu lieben, bedeutet auch, die eigenen Fehler und Schwächen anzunehmen. Zu sich selbst zu stehen. Nicht perfekt sein zu wollen. Sondern sich in seiner „Unperfektheit“ anzunehmen und zu akzeptieren. Sich eben so zu lieben, wie man ist. Auch wenn man sein eigenes Selbst an manchen Tagen überhaupt nicht ausstehen kann. Über sich selbst lachen zu können. Zu sich selbst „großmütig“ zu sein. Sich selbst nicht permanent zu bewerten. Und schon gar nicht seine subjektiv empfundenen negativen Seiten zu bewerten. Und noch dazu, sie zu beurteilen.

Sehr oft beschränkt, begrenzt und beschneidet man sich selbst vieler Dinge und beraubt sich so echter und bedingungsloser (Selbst-) und Seins-Liebe und wirklicher Lebensqualität.

Ein großes Thema, warum man sich selbst oftmals nicht wirklich und wahrhaftig lieben kann, ist die Verlustangst. Meistens geht man automatisch davon aus, dass Verlustangst lediglich damit zusammenhängt, dass man eben Angst hat, den Menschen zu verlieren, den man so sehr liebt. Eigentlich kommt die Verlustangst aber tief aus dem eigenen Selbst. Denn wenn man Teile von sich selbst verloren hat oder sich von vornherein (aus den unterschiedlichsten Gründen) nie als vollständig angesehen hat, KANN man sich nicht selbst wirklich und wahrhaftig lieben. Das geht beim besten Willen nicht. Nur wenn man sich selbst als vollständigen Menschen – als ein Ganzes wahrnimmt - kommt die wahre, und bedingungslose (Selbst- ) Liebe wirklich zum Tragen und bei einem an. Und somit auch die Liebe zum anderen. Nur so kann die Verlustangst im Außen besiegt und aufgelöst werden.

Irrtümlicherweise ist es ja meistens so, dass man davon ausgeht, dass man selber nur eine Hälfte ist und ein (potenzieller) Partner ist die andere Hälfte. Und zusammen als Paar ist man dann ein Ganzes. Das ist die Macht der Konditionierungen und negativen Glaubenssätze, in der so viele Menschen stecken.

Jeder Mensch ist für sich aber bereits ein Ganzes. Kein Mensch auf der ganzen Welt ist alleine nur die Hälfte. Wir sind alle – jeder für sich – ein Ganzes. Und somit ein unabhängiges Individuum. Aber sehr oft fühlt man sich erst zusammen als Paar vollständig und „Ganz“. Man macht sich abhängig von der Liebe und Anerkennung anderer. Womit man aber einen fatalen Negativ-Kreislauf in seinem Inneren in Gang setzt. Genau das hängt aber mit der fehlenden Selbstliebe zusammen. Erst wenn man sich selbst genauso annimmt, akzeptiert, anerkennt und liebt wie man nun einmal ist, KANN man sich auch alleine als vollständig ansehen. Erst wenn man sich aus alten und unpassenden Konditionierungen und negativen Glaubenssätzen herauslöst, kann man grenzenlose, wahrhaftige, bedingungslose Seins-Liebe entwickeln.

In einer Beziehung und Partnerschaft ‚verschmelzen’ dann zwei vollständige individuelle Hälften zu einem „großen“ Ganzen. Und auch diese „Einheit“ ist wiederum sehr individuell.  

Wenn man sich selbst nicht vollkommen annehmen, akzeptieren und lieben kann, sollte man sich zuallererst einmal fragen, WARUM das so und nicht anders ist. Was genau HINDERT einen an der wahrhaftigen Selbstliebe…?!

Um genau dies herauszufinden, heißt es zuallererst sich auf Spurensuche zu begeben…sozusagen Ursachenforschung zu betreiben…

Nur wer sich selbst wirklich und wahrhaftig liebt, kann ein glückliches und erfülltes Leben leben. Nur unter dieser „Bedingung“ ist man fähig, das Glück aus seinem ureigenen sensiblen Selbst zu schöpfen. Und sich zu genügen. Man „braucht“ dann nicht mehr den anderen aus emotionaler ‚Bedürftigkeit’, um sich selbst glücklich zu sehen. Da man sich ja selber – aus seinem Inneren heraus - glücklich machen kann.

Der Partner ist dann genau das, was er auch sein sollte: Nämlich eine wundervolle, zusätzliche und ergänzende BEREICHERUNG für das eigene ohnehin schon von (Selbst-) Liebe erfüllte Leben.

Ein Partner ist nicht dafür da, um einen glücklich zu machen. Genau diese Erwartungshaltung lässt viele Beziehungen und Partnerschaften scheitern. Ein Partner sollte dafür da sein, um das eigene Leben (zusätzlich) zu bereichern und zu inspirieren! Diese Einstellung kann man aber nur dann leben, wenn man sich selbst wirklich und wahrhaftig liebt. Und mit sich selber ganz und gar im Reinen ist.

Wenn man sich (noch) nicht selbst lieben kann, lässt sich das aber jederzeit lernen! Das ist ein innerer Prozess, der in einem stattfindet. Und der natürlich auch seine Zeit braucht. Allerdings muss man sich gewisser Dinge schon bewusst sein. Ansonsten funktioniert genau das nicht. Man braucht in diesem Fall sehr viel Geduld mit sich selber.

Da aber die wahre und bedingungslose Liebe zu fühlen ein unendlich kostbares Geschenk vom Leben ist, lohnt sich diese – zugegebenermaßen nicht immer einfache - innere Arbeit in jedem Falle.

Oft ist es ja so, dass man sich um alles mögliche in seinem Leben kümmert und bemüht. Man kümmert sich um Äußerlichkeiten, aber man kümmert sich nicht um sich selbst – um sein Inneres. Man gönnt sich nicht den Luxus, sich um sein Herz und um sein Seelenleben zu kümmern und zu bemühen. Obwohl man innerlich oft leidet und mit Konflikten und Krisen zu kämpfen hat.

Die Seele (und oft auch das Herz) VERKÜMMERT dann mit der Zeit regelrecht.

Sich selbst zu lieben, bedeutet nicht, egoistisch „sein Ding durchzuziehen“ - ohne Rücksicht auf Verluste.

Sich selbst zu lieben, bedeutet auch nicht, dass man hundert Mal am Tag in den Spiegel sieht und sich selbst bewundert.

Sich selbst zu lieben bedeutet ganz einfach, zu sich selbst zu stehen. Zu sich selbst JA zu sagen. Sich selbst anzunehmen, wie man ist. Auf sich selbst Rücksicht zu nehmen. Sich mit sich und in sich selbst wohl zu fühlen. In seiner Mitte zu stehen. Ganz bei sich selbst anzukommen.

Leider wird einem heutzutage von außen noch viel zu oft suggeriert, sich eben NICHT selbst zu lieben, sondern sich stattdessen SELBSTLOS zu verhalten. Und sich lieber um andere zu kümmern. Weil hier fälschlicherweise Selbstliebe mit Egoismus verwechselt bzw. gleichgestellt wird. Und genau das ist fatal und einfach falsch! Denn, wenn man sich selbst nicht wirklich liebt, kann man das auch nicht nach außen transportieren. So kann die Liebe nicht frei fließen. Und somit kann auch nicht wirkliche und wahrhaftige Liebe bei einem selbst ankommen. Womit wir wieder bei der gegenseitigen Anziehung – der Resonanz – wären. Denn, nur was man nach außen hin ausstrahlt, kann auch wieder zu einem zurück kommen.

Mit anderen Worten: Nur das, was man aussendet, kommt beim (passenden) Empfänger an und wird von ihm wieder zurückgespiegelt.

Wenn man sich selbst also wirklich und wahrhaftig liebt – und damit ist auch nicht gemeint, dass man „eingebildet“ oder „arrogant“ sein soll – dann spüren das andere Menschen. Weil man diese Selbstliebe ausstrahlt. Dann kommt auch genau diese (wahrhaftige) Liebe zu einem zurück.

Gerade hochsensible Menschen sollten unbedingt lernen, sich selbst zu lieben, genauso wie sie sind. Denn genau diese innere Stärke, das Selbstwertgefühl, das innere (Selbst-) Vertrauen und die innere (Selbst-) Sicherheit ist es dann, die einen vollkommen unabhängig macht von der Meinung, der Bewertung oder der Anerkennung anderer. Man ist dann nicht mehr emotional abhängig davon, von einem anderen Menschen geliebt zu werden. Weil man fähig ist, aus seinem eigenen inneren Selbst das Glück zu schöpfen.

Wenn dann noch ZUSÄTZLICH die wahrhaftige und tiefe Liebe eines Partners dazu kommt, dann empfindet man diese Liebe als eine wundervolle BEREICHERUNG für das eigene Leben.

Sehr oft ist es ja so, dass man lieber einen anderen Menschen liebt, als sich selber. Man stellt sozusagen den anderen „über sich“. Man verzichtet auf seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Man verbiegt sich und gibt sich selber auf. Für andere. Aber was bekommt man eigentlich von diesen Menschen wirklich zurück…? 

Sich selbst aufzugeben und für andere aufzuopfern, hat ebenfalls nichts mit wahrhaftiger (Selbst-) Liebe zu tun.

Verbiegt der andere sich denn ganz genauso wie man selbst…? Oder nimmt der andere nur, während man selber immer nur und immer mehr von sich gibt…?

Ist es nicht so, dass man – solange man sich nicht selbst liebt – irgendwie das diffuse Gefühl oder eine innere Zerrissenheit in sich spürt, das einem irgendetwas fehlt im Leben?

Man kann nur nicht definieren und benennen was genau es ist? Meist ist genau das die wahre (Selbst-) Liebe, die man so sehr vermisst. Das Gefühl, genauso akzeptiert und angenommen zu werden, wie man ist. Einfach nur (sensibel) vollkommen authentisch SEIN zu dürfen.

Hat man das starke Gefühl, dass man vom Partner nicht genügend geliebt wird, oder wünscht man sich verbissen, dass man bedingungslos geliebt wird, dann sollte man in sich hineinspüren und herausfinden, ob man denn selbst eigentlich in der Lage ist, einen anderen Menschen wahrhaftig und bedingungslos zu lieben. Denn genau das kann man nur, wenn man sich selbst wirklich und wahrhaftig liebt.

Bevor man also endlos darauf wartet, von einem anderen Menschen glücklich gemacht und wirklich und (wahrhaftig) geliebt zu werden, sollte man erst einmal bei sich selbst ankommen und sich selbst lieben lernen. Dann kommt auch die wahre Liebe automatisch zu einem.

Erst wenn die seelischen Defizite - innere Widerstände, Ängste und Blockaden - gelöst und geheilt sind, kann man sich selbst wirklich und wahrhaftig lieben. Und dann folgt alles andere…

Erst wenn man gelassen und entspannt und vollkommen erfüllt von der wahrhaftigen und bedingungslosen Seins-Liebe in seiner Mitte – im eigenen sensiblen Sein - ruht, kann man vertrauensvoll alles andere geschehen lassen. Und das Leben und die Liebe ganz bewusst ‚empfangen’.

Dann kann man bedingungslose Liebe geben. Ohne ‚bedürftige’ Erwartung, dass etwas zurückkommt.

Die Liebe ist wie ein zartes Pflänzchen, das ganz viel Pflege und Zuwendung braucht, um zu wachsen und sich vollkommen zu ihrer wahren Schönheit und Größe zu entfalten.

Sobald Liebe in einen Käfig gesperrt wird, fängt sie an einzugehen und zu verkümmern. Die Liebe muss frei sein und braucht Luft, um zu atmen. Sie verträgt keinen Zwang, Kontrolle oder Druck.

Egoismus dagegen ist von Grund auf zerstörend und rücksichtslos. Und hat mit wahrer Liebe absolut nichts zu tun. Jemand anderem vorzuwerfen, er sei egoistisch – ist Egoismus pur!

Denn, man braucht den anderen dann nur, um Vorteile aus der Verbindung mit diesem Menschen und dessen Gutmütigkeit zu ziehen. Wirft man diesem Menschen dann vor, wenn er deutliche Grenzen setzt, weil er vielleicht (endlich) beschlossen hat, sich mehr um sich selbst und seine ureigenen Bedürfnisse zu kümmern und Selbstliebe zu entwickeln – dass er egoistisch sei, fühlt derjenige sich zu Unrecht kritisiert. Nur weil er endlich einmal an sich selbst und nicht nur an andere denkt. Und er deshalb noch lange nicht egoistisch ist. Der andere fühlt sich in diesem Falle dann nur deshalb urplötzlich vernachlässigt, weil er mit sich selbst zu wenig anzufangen weiß. Und sich selbst zu wenig darum kümmert, sich seine ureigenen Bedürfnisse, Träume, Wünsche, Sehnsüchte usw. zu erfüllen. Die innere Unzufriedenheit wird dann auf den anderen abgewälzt und die Selbstverantwortung nicht wahrgenommen. Da es ja viel einfacher ist, in tiefem Selbstmitleid zu baden und dem anderen die Schuld für die eigenen Unzulänglichkeiten zu geben, als die Ursache seiner eigenen Unzufriedenheit in sich selbst zu suchen. Und endlich einmal wahre Selbstliebe zu entwickeln.

Diese Menschen spüren sich selber nicht mehr. Sie wissen oftmals gar nicht, wer sie in Wahrheit wirklich sind. Und was sie wirklich wollen in ihrem Leben. Sie erkennen nicht ihren Lebens-Sinn und wahre Bestimmung. Sie haben ihren Lebensmittelpunkt an die falsche Stelle oder auf den falschen Menschen gesetzt und sind sich ihrer Lebensaufgabe nicht bewusst. Sie haben eine solche Angst, Gefühle zu zeigen und eine ebensolche Angst davor, wahrhaftig geliebt und angenommen zu werden, wie sie sind. Weil sie selbst bis zum „gehtnichtmehr“ überangepasst und nicht sie selbst sind.

Viele Menschen verwenden den Begriff „gesunder“ Egoismus.  Dabei bedeutet dieser Begriff nach meiner Definition nichts anderes als Selbstliebe.

Gesunder“ Egoismus = Selbstliebe.

Egoismus ist dabei immer eigennützig. Wahre Liebe dagegen ist grundsätzlich uneigenützig.

Egoismus ist immer selbstbezogen. Selbstsüchtig. Man ist süchtig danach, sich ohne Rücksicht auf Verluste nur um die eigenen Belange und Vorteile zu kümmern. Man geht dann sprichwörtlich über Leichen. Um auf Biegen und Brechen nur ja das zu bekommen, was man unbedingt haben möchte.

Das hat mit wahrer (Selbst-) Liebe überhaupt gar nichts zu tun. Denn wahre (Selbst-) Liebe ist immer selbstlos.

Die Motivation, um egoistisch seine (vermeintlichen) Rechte durchzusetzen, besitzt vielfältige Ursachen und Gründe. Einer davon ist der klassische Minderwertigkeitskomplex und massive Ängste, zu kurz zu kommen. Nicht wichtig genug zu sein. Wertlos zu sein. Pure Egoisten besitzen kein Einfühlungsvermögen und verfügen auch über mangelnde Empathie. Sie denken lediglich an die Erfüllung Ihrer eigenen Bedürfnisse. Das, was andere Menschen wollen, selbst wenn das der eigene Partner/die eigene Partnerin oder die eigenen Kinder sind, ist solchen Menschen herzlich egal. Das einzige was zählt, sind sie selbst. Das hat so rein gar nichts mit wahrer (Selbst-) Liebe zu tun.Denn wahre (Selbst-) Liebe ist immer achtsam, liebevoll und fürsorglich. Im Umgang mit sich selbst und mit anderen. Wer wahrhaftig liebt, will grundsätzlich das Beste für die Menschen, die er liebt. Ein wahrhaft egoistischer Mensch liebt nicht wirklich. Pure Egoisten haben Angst, das Beste zu verpassen. Sie haben Angst, überhaupt Dinge zu verpassen. Sie verlangen von anderen per se, sich ihnen anzupassen. Sich ihnen schlimmstenfalls unterzuordnen und die eigenen Bedürfnisse nur ja hinten anzustellen. Was wiederum mit wahrer Liebe überhaupt nichts zu tun hat. 

Andererseits gibt es aber auch die Menschen, die die Selbstliebe verunglimpfen. Weil sie dieses Wort mit Egoismus gleichsetzen. Was aber nicht den Tatsachen entspricht. 

Und die Grenze zum Egozentriker ist hier sowieso fließend...was mit wahrer (Selbst-) Liebe dann wiederum überhaupt nichts zu tun hat. 

Wahre Selbstliebe ist also die Grundlage und Basis, um auch andere Menschen vollkommen erwartungsfrei, bewertungsfrei und bedingungslos zu lieben. 

                                                                                                     © Iris Fischer – sensible-seele.net


Die Macht der Berührung

 

Die Macht der Berührung

Wann sind Sie das letzte Mal so richtig berührt worden? Auf allen vorhandenen Ebenen? Seelisch, körperlich und emotional?

Berührungen geben uns Kraft. Berührungen geben uns neue Energie. Berührungen machen uns glücklich. Sie sind etwas fast magisches.

Für ein gesundes und ausgeglichenes Seelenleben brauchen wir Berührungen wie die Luft zum Atmen. Berührungen beruhigen und entspannen uns ungemein. Sie sind Ausdruck von Liebe und Zärtlichkeit. Wenn wir längere Zeit von niemandem berührt werden, macht uns das unzufrieden und unglücklich. Ja es kann sogar regelrecht depressiv machen. Auch wenn uns vielleicht gar nicht bewusst ist, dass es der Mangel an Berührung, ein Mangel an Zärtlichkeit ist, der uns so negativ fühlen lässt.

Bei hochsensiblen Menschen sind Berührungen umso wichtiger. Allerdings können Berührungen auch schmerzen. Oder als unangenehm empfunden werden. Je nachdem welcher Art die Berührungen sind.

Die Haut hochsensibler Menschen reagiert äußerst empfindsam auf jegliche Art von Berührung.

Schon die Schwere des Stoffes eines Kleidungsstückes kann als äußerst unangenehm auf der Haut empfunden werden. Oder die Schwere der Bettdecke auf dem Körper wird nicht ertragen. Weil wir uns dann eingeengt und gefangen fühlen.

Wenn die Person die wir lieben, mit den Fingerspitzen zart über unsere Haut streichelt, halten wir still und genießen dieses endlos.

Kuscheln und körperliche Nähe ist extrem wichtig für unser seelisches Wohlbefinden.

Unser Tastsinn kommt eigentlich oft gar nicht mehr wo wirklich zum Zuge. Denn unsere Welt wird immer visueller. Und so verlernen wir langsam aber sicher uns gegenseitig zu berühren. Wir verlernen es, Berührungen zu geben und auch sie zu empfangen. Wir verlernen es, Berührungen zuzulassen, sie auszuhalten und sie zu genießen. Wir wissen oft gar nicht mehr wie es sich eigentlich anfühlt, von einem geliebten Menschen sanft und zärtlich berührt zu werden. Dabei besteht die Gefahr dass wir seelisch und auch emotional regelrecht verhungern. Sich gegenseitig bewusste Berührungen zu schenken, das wird in unserer heutigen Zeit langsam Mangelware. Auch Kinder werden leider oft viel zu wenig berührt. 

Auch die Stimme eines Menschen kann uns übrigens unbeschreiblich berühren. Alleine die Stimme eines Menschen kann uns sanft und zart streicheln. Und in uns ein unendlich wundervolles Gefühl des Glücks hervorrufen. So dass wir uns unbeschreiblich wohl in unserer Haut fühlen. Und unsere Seele und unser Herz Freudensprünge veranstaltet wenn wir den geliebten Menschen hören. Wenn er mit uns spricht. Wenn Sie genau das erleben dürfen, ist das ein sehr besonderes Geschenk.

Kennen Sie DIE Geste, die absolut wahre Liebe kennzeichnet?

Es ist die Berührung des Gesichtes, des Menschen den wir lieben. Wenn wir das Gesicht unseres absoluten „Lieblingsmenschen“ sanft in unsere Hände nehmen und zart mit unseren Fingern das geliebte Gesicht streicheln, ist das die intimste, innigste, vertrauteste Geste überhaupt zwischen zwei Liebenden. Derjenige dessen Gesicht in dieser Form liebkost wird, darf sich wirklich geehrt und aus tiefstem Herzen geliebt fühlen!

Oder würden Sie irgendjemandem „einfach so“ das Gesicht streicheln? Oder sich Ihr Gesicht von „irgendjemandem“ anfassen lassen? Eben...!

Denn unser Gesicht ist eine sehr persönliche und intime Zone. Und deshalb ist genau dieses Berühren des Gesichtes DIE Geste absoluter Zärtlichkeit und Liebe von demjenigen der dies tut.

Natürlich müssen wir auch in der Lage sein, diese Geste wahrer Liebe anzunehmen, zuzulassen und auszuhalten. Wenn wir das aus unserem bisherigen Leben nämlich nicht gewöhnt sind, wenn wir es einfach nicht kennen dass uns „einfach so“ aus wirklicher Liebe Zärtlichkeit entgegengebracht wird, kann es passieren dass wir unwissentlich den Menschen den wir ja eigentlich lieben abweisen, und unser Gesicht angstvoll abwenden. Weil uns diese Geste der Zärtlichkeit „unangenehm“ und vielleicht sogar peinlich ist. Weil wir uns vielleicht sogar schämen weil wir so intensiv auf diese Berührung – diese Liebesbekundung – reagieren. Sie geht uns dann seelisch einfach zu nah. Und manchmal sind wir nicht imstande eine solche Nähe zuzulassen. Selbst wenn wir den Menschen zutiefst lieben. Und ihn mit dieser „Abweisung“ wiederum sehr verletzen können. Weil dieser Mensch vielleicht nicht weiß dass wir uns nur aus Angst abwenden. Nicht weil wir diesen Menschen nicht lieben.

Ich betone das deshalb so stark, weil Angst und echte Nähe zuzulassen ein ganz großes Thema ist heutzutage. Wir Menschen fügen uns unwissentlich sehr viel Kummer und Leid zu, wenn wir aus reiner Angst vor Nähe, den Menschen den wir eigentlich zutiefst lieben, immer wieder abweisen und ihn nicht wirklich an uns heranlassen können. So dass sich echte Nähe entwickelt.

Natürlich hat das auch etwas mit Berührungen zu tun. Denn Nähe zuzulassen und auszuhalten bedeutet ja eben auch, zu kuscheln, Händchen zu halten, sich im Arm zu halten – die Nähe des anderen auch körperlich auszuhalten. Nicht nur seelische Nähe zuzulassen, sondern auch körperliche.

Es gibt Menschen denen es unangenehm ist Arm in Arm spazieren zu laufen oder Hand in Hand durch die Stadt zu gehen. Nicht weil sie den Menschen an ihrer Seite nicht lieben, sondern weil sie die Nähe an sich nicht ertragen und aushalten können. Gerade die „kleinen“ Gesten der Liebe werden dann weggestossen und weggeschoben. Nicht absichtlich, sondern unbewusst. Auch wenn das den anderen zutiefst verletzt in diesen Momenten.

Derweil bedeuten Berührungen auch Heilung. Heilung seelischer und emotionaler Schmerzen. Denn Berührungen beruhigen uns, sie entspannen uns vollkommen wenn wir uns darauf einlassen und sie genießen können. Wir können dadurch gesunden und uns gegenseitig heilen. Je mehr wir dem Menschen der uns berührt vertrauen, desto intimer und inniger sind natürlich die Gesten der Berührungen. Und die Rede ist jetzt nicht von Sex!

Berühren kann uns ein Mensch aber auch rein seelisch. Ein Mensch berührt unser tiefstes Innerstes - unser Herz - weil wir sensibel und emotional sind. Weil wir mitfühlend sind. Weil wir empathisch sind. Weil wir empfänglich sind für Berührungen aller Art. Vielleicht sind wir sogar „süchtig“ nach Berührungen. Weil sie uns einfach so gut tun. Und sie auch ein Zeichen von Liebe sind.

Auch ein Text den wir irgendwo lesen, ein Musikstück dass wir hören, ein Film den wir sehen, eine Szene aus dem Leben, ein von Herzen kommendes Kompliment oder ein Lob dass wir bekommen...all dies kann unser tiefstes Innerstes berühren. Es kann uns zu Tränen rühren. Und sofort fühlen wir uns glücklich und entspannt.

Babys und Kleinkinder schreien sich oft die Seele aus dem Leib und alle Welt wundert sich dann über das Geschrei. Niemand kommt aber auf die Idee dass diese Kinder unerkannt hochsensibel sein können und deshalb schreien. Um auf sich aufmerksam zu machen. Weil sie sich (noch) nicht anders artikulieren können. Sie wollen dabei nur eines erreichen: Dass sie hochgenommen und getröstet werden. Sie wollen nichts anderes als Nähe, Liebe und Zuwendung. Und hochsensible Babys und Kleinkinder brauchen dringend eine besondere Form der Zuwendung. Gerade sie brauchen es überlebensnotwendig für eine gesunde Entwicklung ihres Seelenlebens, dass sie genügend Liebe, Zärtlichkeit, Nähe und Berührungen bekommen. Es ist aber auffällig, dass manche Eltern ihre Kinder einfach schreien lassen und überhaupt nicht darauf reagieren. Oder sie schimpfen dann noch ihr Kind für das Geschrei. Ohne zu hinterfragen warum es das tut. Die Antwort ist eigentlich einfach: Es braucht Wärme, Geborgenheit und emotionale Sicherheit von den Eltern. Ein Gefühl der Liebe und Zuwendung. Es braucht Berührung!

Genau solche Szenen können wir immer wieder im Alltag beobachten. Die Eltern zeigen sich scheinbar „kalt“ über das Schreien ihres eigenen Kindes, anstatt es einfach in den Arm zu nehmen und zu trösten. Natürlich gibt es auch jene Eltern die genau das tun! Die es eben im Gespür haben was ihr Kind gerade braucht. Es ist nicht so, dass Eltern ihre Kinder absichtlich schreien lassen. Nein! Sondern die Unwissenheit und eigene Hilflosigkeit ist es, die sie so agieren lassen.

Vielleicht kennen Sie das grausige Experiment an Babys aus dem Jahr 1285 von Kaiser Friedrich dem II, der herausfinden wollte, welche Sprache Kinder einmal sprechen würden wenn niemand ihnen das sprechen beibringt und auch ansonsten niemand mit ihnen spricht. Diese Babys durften lediglich von den Ammen gefüttert, gewickelt und gebadet werden, aber es durfte nicht mit ihnen gesprochen werden. Und sie erhielten keine Liebe und Zuwendung. Und somit auch keine Berührungen. Was glauben Sie was mit diesen Babys passiert ist? Keines dieser Babys überlebte!

Wenn ein Baby nicht genügend Berührungen und körperliche Nähe bekommt, ist es später im Leben auch nicht imstande Zärtlichkeit, Liebe, Wärme und emotionale Geborgenheit an andere Menschen weiterzugeben. Genauso kann sich dann Gefühlsblindheit oder Emotionsstörungen entwickeln.

Wenn wir traurig sind, wollen wir getröstet werden. Und was hilft uns da besser als eine Umarmung von einem Menschen den wir lieben und mögen und dem wir voll und ganz vertrauen? Berührungen sind immens wichtig für unser Wohlbefinden.

Auch Küssen gehört übrigens hierzu. Beim Küssen sowie bei zärtlichen und sanften Berührungen allgemein, wird beispielsweise das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet und es bildet sich das Bindungshormon Oxytocin. Auch Serotonin ist ein Glückshormon.

Wir genießen Berührungen mit allen Sinnen. Der vertraute Duft des Menschen den wir lieben macht uns ebenfalls glücklich.

Wenn wir barfuß am Strand entlanglaufen und den Sand unter unseren nackten Füßen spüren, ist das ebenfalls eine ganz besonders angenehme Form der Berührung. Oder wenn wir barfuß über eine Wiese laufen. Das ist eine Wohltat für unsere Füße.

Wenn wir unsere Lieblingskleidung tragen und auf unserer Haut spüren, fühlen wir uns einfach wohl. Wenn wir empfindliche Haut haben und sie regelmässig mit Bodylotion eincremen, ist das ebenfalls eine Wohltat für unsere Haut und für unser Wohlbefinden.

Auch Massagen am ganzen Körper sind eine besondere Form der Berührung und entspannen uns ungemein. Besonders wenn wir von unserem „Lieblingsmenschen“ sanft und zärtlich gestreichelt und massiert werden. Oder wenn wir einfach nur sanft in den Armen gehalten werden.

Eines ist auf jeden Fall auffällig. In der heutigen Zeit berühren wir uns gegenseitig viel zu wenig. Wir sind ständig mit anderen „wichtigen“ Dingen beschäftigt. Schauen wir uns doch nur mal an wie die Menschheit heute miteinander umgeht. Überall sehen wir die Menschen nur noch auf ihre Smartphones und I-Phones starren und sich mit ihnen zu beschäftigen. Niemals werden sie ausgemacht. Permanent liegt die Beachtung bei diesen Geräten. Weder beachten wir die Natur und die Umgebung um uns herum, noch achten wir auf den Straßenverkehr und schon gar nicht BEACHTEN wir die Menschen um uns herum und die uns nahe stehen.

Wir schaffen es nicht mehr uns gegenseitig zu berühren. Weil wir genau dies verlernen.

Das zwischenmenschliche geht total verloren. Derweil ist nichts wichtiger als gegenseitige Beachtung und Berührungen. Vor allem wenn man sich liebt.

Berührung ist Kommunikation!

Manchmal ist es auch einfach so, dass wir uns aufgrund von Stress überreizt fühlen und dann Berührungen des Menschen an unserer Seite als unangenehm empfinden. Und sie nicht ertragen können. Und somit davor flüchten.

Achtsame zarte Berührungen helfen sogar bei akuten Muskelverspannungen.

Und sie sind vor allem eines: Absolut altersunabhängig. Denn ein Mensch jeden Alters braucht Berührungen für ein gesundes Seelenleben. 

Vom Leben berührt zu werden. Sich berühren zu lassen. Das ist das wichtige.

SEHEN Sie den Menschen an Ihrer Seite doch mal ganz bewusst. Nehmen Sie sich ganz bewusst Zeit füreinander! Seien Sie füreinander da und berühren Sie sich. Auch ganz bewusst. Auf allen vorhandenen Ebenen. Und Sie werden sehen, wie bereichernd und erfüllend für Sie beide genau dieses ist!

Gegenseitiges sanftes Berühren will bewusst ERLEBT sein...! Außerdem stärkt dies die gegenseitige Bindung zueinander. Und somit auch die Partnerschaft und Beziehung!

Gehören Sie vielleicht sogar zu den Menschen die Angst vor Berührungen haben? Angst vor den eigenen Gefühlen die sich dann in Ihnen bilden? Angst die eigenen Gefühle zuzulassen und auszuhalten? Weil Sie vielleicht so intensiv und stark sind, dass Sie davon regelrecht überwältigt und überrollt werden? Oder auch Angst Ihre eigenen Gefühle zu spüren und sie dem Menschen den Sie eigentlich lieben auch zu zeigen? Angst Ihre eigenen Gefühle zu leben?

                                                                                © Iris Fischer – sensible-seele.net 

Die Angst, geliebt zu werden


Die Angst, geliebt zu werden

Dieser Satz hört sich erst einmal seltsam an. Trifft aber auf viel mehr Menschen zu, als man allgemein glauben würde. Denn die Angst davor, die wahre Liebe zu finden und bedingungslos geliebt zu werden, erkennt man meist über eine sehr lange Zeit seines Lebens überhaupt nicht.

Die Angst bedingungslos geliebt zu werden, hat nichts damit zu tun, dass man Angst hätte, eine verbindliche Beziehung und Partnerschaft zu führen. Nein – denn man hat ja sehr wohl Beziehungen und Partnerschaften. Nur der Haken dabei ist, es erfüllt einen dann nicht. Es plätschert alles nur an der Oberfläche dahin. Selbst wenn man meint, selbst tief und wahrhaftig zu lieben. Die Fähigkeit, tief und intensiv zu lieben ist sehr wohl vorhanden. Nur verwechselt man dann seine vermeintliche Liebe oft mit dem Wunsch, vom anderen zutiefst und innig geliebt zu WERDEN. Denn man „braucht“ diese Liebe von außen dann für sich. Nämlich, um einen emotionalen und seelischen Mangel in sich zu erfüllen.

Die Angst geliebt zu werden, äußerst sich auch sehr oft darin, dass man lediglich On-Off Beziehungen, Wochenendbeziehungen oder auch ausschließlich Fernbeziehungen führt. Oder man beharrt auch in länger bestehenden Beziehungen auf getrennte Wohnungen beider Partner.

So KANN der andere einem seelisch und emotional überhaupt nicht zu nahe kommen. Man hat immer einen gebührenden Abstand zwischen sich. Obwohl man sehr oft auch damit nicht wirklich glücklich ist.

Oder die Beziehung befindet sich in einem ständigen „Schwebezustand“. Weil einer der beiden oder sogar beide, sich nicht verbindlich auf den anderen einlassen können. Obwohl sie es sehr wohl wollen.

Auch gibt es etliche, die sich auf Affären mit bereits gebundenen Menschen einlassen. Und sich dann wundern, dass diese Menschen ihre festen Partner / Partnerinnen nicht verlassen wollen. Auch das ist Angst vor Nähe. Denn derjenige der sich in einer festen Bindung befindet, ist ja für den der sich außerhalb dieser Partnerschaft befindet nicht wirklich greifbar und erreichbar. Dazu kommt, das derjenige der sich IN einer bestehenden Beziehung befindet und zusätzlich eine „Affäre“ eingeht – die „Ausrede“ vor sich selber hat, DASS er ja in einer festen Bindung ist. Und sich aus diversen Gründen eben nicht von seinem Partner / Partnerin wirklich trennen kann. Wahre Liebe ist das dann aber dennoch nicht. Denn sonst würde man sich nicht auf einen Menschen außerhalb seiner eigenen Beziehung und Partnerschaft einlassen. Wenn es sich IN dieser Beziehung bzw. Partnerschaft aber nur um „oberflächliche“ Gefühle handelt die nicht wirklich in die Tiefe gehen - und die tiefen und intensiven Gefühle bilden sich außerhalb in der „Affäre“ - ist die bestehende Beziehung bzw. Partnerschaft sozusagen der „Puffer“ zwischen sich selbst, seinen eigenen tiefen Gefühlen und den tiefen Gefühlen die einem von der Person von außen entgegengebracht werden. Da diese tiefen und wahren Gefühle gravierende Ängste in einem auslösen (können).

Es treffen immer genau DIE Menschen aufeinander, die aus irgendwelchen Gründen haargenau zusammenpassen. Und sich in ihrem emotionalen und seelischen Mangel dann ergänzen. Solange man diesen inneren Mangel aber nicht bewusst erkennt, wird man niemals etwas daran ändern. Auch kommt es auf die individuelle Leidensfähigkeit eines Menschen an. Wie lange er eine solche Situation ertragen und aushalten kann.

Angst vor Nähe ist ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass man eigentlich die Angst in sich trägt, wirklich und wahrhaftig bedingungslos geliebt zu werden. Weil man Angst hat, nicht gut genug zu sein. Es dem anderen nicht recht machen zu können. Weil man es nicht kennt, bedingungslos geliebt zu werden. Man kennt es nicht, von seinem Partner / seiner Partnerin einfach so angenommen zu werden wie man ist. Man kennt es nicht, dass man einfach sein darf wie man ist. Ohne Kritik oder Vorwürfe zu ernten. Ohne sich für den anderen ändern zu sollen. Und ohne Ansprüche und Erwartungen des Partners / der Partnerin erfüllen zu müssen.

Weil man schon als Kind nicht so sein durfte wie man ist. Bereits da war man gezwungen, die Forderungen, Bedingungen und Erwartungen der eigenen Eltern zu erfüllen. Ob man wollte oder nicht. Man musste sich also von Kindheit an verbiegen. Und so verbiegt man sich natürlich auch für seine Partner / seine Partnerinnen. Weil man es überhaupt nicht anders kennt. Automatisch erwartet man, dass die anderen von außen einem den inneren Mangel erfüllen. Und wundert sich, dass das nicht funktioniert.

Man lebt oft über lange Zeit nur „oberflächliche“ Beziehungen. Die einen in der Tiefe nicht erreichen. Die das Herz und die eigene Seele nicht wirklich berühren. Obwohl man sich unglaublich genau danach sehnt.

Wenn man Angst hat wahrhaftig und bedingungslos geliebt zu werden, bedeutet das dass man der Liebe nicht vertraut. Dass man sich selbst – seiner eigenen Wahrnehmung, seinem eigenen Urteilsvermögen oder seiner eigenen Entscheidungsfähigkeit - nicht vertraut. Oder dass man gar der irrigen Meinung ist, dass man selber gar nicht lieben kann. Da man in seiner Vergangenheit Dinge erlebt hat, die einen an der wahren Liebe zweifeln lassen. Weil man sich vielleicht im Stich gelassen fühlt.

Die Angst vor Nähe und somit die Angst geliebt zu werden, hat IMMER die Ursachen und Gründe in negativen Erfahrungen in der Liebe.

Angst vor Nähe bzw. die Angst geliebt zu werden, äußerst sich oft darin, dass man seine bestehende Beziehung unbewusst immer wieder sabotiert. Man „testet“ sozusagen den Partner / die Partnerin aus, wo deren Grenzen sind. Wieviel er oder sie sich gefallen lässt. Und wie lange er oder sie das mitmacht bis aktive Gegenwehr kommt.

Oft erkennt man zwar bei anderen Menschen – auch bei eigenen Partnern / Partnerinnen sehr genau - wenn bei diesen Menschen die Angst vor Nähe oder auch Bindungsangst vorhanden ist. Aber bei sich selbst ist einem das meist nicht bewusst. Man sieht oder spürt nur, dass der Mensch den man da an seiner Seite hat, emotional nicht wirklich erreichbar für einen ist. Dass man nicht das von diesem Menschen bekommt, was man sich so sehnlichst wünscht. Nämlich wahrhaftig und bedingungslos geliebt und angenommen zu werden. Einfach sein zu dürfen wie man ist.

Dass man selbst für den anderen aber ebenfalls nicht emotional erreichbar ist, bleibt erst einmal lange Zeit im Dunkeln verborgen. Das sind dann sozusagen die „blinden Flecke“ des eigenen Seelen- und Gefühlslebens. Die man nur dann erkennt, wenn ein anderer Mensch sie einem spiegelt.

Wenn zwei Menschen aufeinandertreffen die beide auf ihre eigene Art Angst haben geliebt zu werden, wird es erst einmal schwierig.

Deutliche Anzeichen dass man unter der Angst geliebt zu werden leidet, sind unter anderem:

  • permanente innere Unzufriedenheit
  • sobald einem ein anderer Mensch emotional und seelisch zu nahe kommt, geht man sofort auf Abwehr, was sich auch in ständiger Gereiztheit und Genervtheit äußern kann
  • man glaubt man wäre vermeintlich nicht gut genug um wirklich und wahrhaftig bedingungslos geliebt zu werden
  • man zieht sich immer wieder von anderen Menschen zurück oder man meidet von vornherein die Nähe, bleibt also immer auf einem gewissen ‚Sicherheitsabstand’
  • man führt nur „oberflächliche“ Beziehungen die einen emotional und seelisch in der Tiefe nicht erreichen – bekommt aber dann auch keine wahre Liebe zurück
  • per Resonanzgesetz zieht man immer die Menschen an, die ebenfalls Angst vor Nähe haben und sich deshalb ebenso „abwehrend“ verhalten. Da diese Menschen ebenfalls nicht wirklich Liebe geben können. Aber sie ja dennoch geliebt werden WOLLEN
  • das permanente undefinierbare Gefühl, dass einem etwas elementares fehlt im Leben
  • man befindet sich in ständiger emotionaler Abhängigkeit, WEIL man ja geliebt werden will, auch wenn einem das nicht bewusst ist
  • hinzukommende Verlustangst bei Menschen die einem wichtig sind
  • wenn etwas zwischenmenschlich nicht so funktioniert wie man es gerne hätte, zieht man sich beleidigt, wütend oder frustriert zurück - bis hin zum Kontaktabbruch aus Enttäuschung, weil man nicht das bekommt, was man vom anderen erwartet
  • die Sucht danach, geliebt zu werden
  • man ist selber nicht in der Lage, Liebe die man von anderen bekommt zu empfangen, anzunehmen und zuzulassen
  • man schafft es nicht, sich wirklich auf die wahre Liebe einzulassen weil einem die Intensität und Tiefe dieser Gefühle massive Angst einjagt
  • auch kann es sein dass man körperliche Nähe meidet - wie Umarmungen, Hand in Hand spazieren zu gehen usw.
  • man scheut eventuell ‚Berührungen’ jeglicher Art
  • man ist eventuell jahrelang „unfreiwillig“ Single

Angst vor Nähe und die Angst von der wahren Liebe wirklich tief berührt zu werden, lässt einen immer dann flüchten, wenn es emotional „gefährlich“ für einen selbst wird. Geht dann der andere dem Flüchtenden hinterher, wird das ganze noch schlimmer. Da der „Flüchter“ dann noch mehr Angst bekommt. Und noch weiter weg rennt. Sich in Schweigen hüllt, nicht auf Kontaktversuche reagiert. Schlimmstenfalls zeitenweise den Kontakt vollkommen verweigert und sich „tot“ stellt.

Wenn zwei Menschen Angst vor Nähe und Angst davor haben von der Liebe wirklich und wahrhaftig tief berührt zu werden, wird es immer Nähe-Distanz-Spielchen zwischen beiden geben. Wenn dann noch die Verlustangst mitmischt, wird das ganze noch komplizierter. Da der, der darunter leidet den Flüchtenden zu verlieren, ihm immer hinterher rennen wird. Oder ihn gar ständig kontrollieren will. Vertrauen (Selbstvertrauen) ist hier nicht vorhanden. Obwohl eine tiefe Liebesfähigkeit andererseits in beiden wiederum sehr wohl besteht.

Oft jagt man einem inneren „Phantom“ hinterher. Und zwar seinem inneren Bild von einem vermeintlichen „Traumpartner / Traumpartnerin“. Und deshalb sieht man den wahren Menschen nicht. Man sieht nur die äußere Fassade. Was auch der Grund ist, warum beginnende Beziehungen nach kurzer Zeit wieder scheitern. Weil das innere Bild von dem „Traummenschen“ nicht mit der Realität übereinstimmt. Und beide Menschen in Wahrheit nicht zusammenpassen. Bleibt man trotzdem mit einem solchen Menschen zusammen, fühlt die ganze Beziehung und Partnerschaft sich nicht „stimmig“ an. Immer hat man das Gefühl dass irgendetwas „falsch“ läuft. Dass etwas elementares fehlt. Dass ein Mangel vorherrscht. Dass man etwas will, es aber vom anderen nicht bekommt. Ja gar nicht bekommen kann. Und so laufen leider sehr viele Beziehungen und Partnerschaften ab. Mit vermeintlicher Liebe – die in Wahrheit nur die „Sucht“ danach ist, wahrhaftig und bedingungslos geliebt zu werden.

Auch kann es sein, dass man dermaßen Schutzmauern um sein Herz herum gebaut hat, dass man nicht in der Lage ist sich auf die Liebe vollkommen einzulassen. Man kontrolliert sich selber über alle Maßen. Um nur ja nicht wieder verletzt und enttäuscht zu werden. Derweil sabotiert man sich so die ganze Zeit selber. Und das oft über viele Jahre. Und merkt es nicht einmal. Ist aber die ganze Zeit über nicht glücklich. Oder macht sich schlimmstenfalls selber vor, glücklich zu sein. Derweil man wahres Glück überhaupt nicht kennt.

Jeder Mensch hat seinen individuellen Punkt, bis zu dem er Nähe zulassen kann. Seelisch, emotional und auch körperlich. Wird dieser Punkt dann irgendwann „berührt“ und überschritten, fängt man an sich zurückzuziehen, zu flüchten und sich emotional abzugrenzen. Je gravierender also die Angst vor Nähe bzw. die Angst geliebt zu werden ist, desto mehr blockt man innerlich die Nähe des anderen ab. Und schiebt ihn weg. Trotzdem man ja geliebt werden will. Und trotzdem man sich sehnlichst Innigkeit und wahre Intimität zwischen sich und dem Menschen an seiner Seite wünscht.

Manche Menschen scheuen auch den Blick in die Augen des Menschen den sie eigentlich über alles lieben. Weil auch dieser Blick voller Liebe sie innerlich sehr tief berührt. Und genau diese ‚Berührung’ macht immense Angst. Weil sie verletzbar und „angreifbar“ macht. Weil man sich öffnet. Und sich auf innige Nähe einlässt. Weil – sobald man sich öffnet, keine Kontrolle mehr da ist. Nicht die Liebe an sich ist es also die die Angst auslöst, sondern der Verlust der Kontrolle. Die Angst sich selbst zu verlieren. Sich seinen Gefühlen einfach nur hinzugeben. Sich vertrauensvoll in das Gefühl geliebt zu werden hineinfallen zu lassen. Und diese Liebe einfach nur zu spüren und anzunehmen. Sich darauf einzulassen, wahrhaftig und bedingungslos geliebt zu werden.

Oft kennt man es schon aus der eigenen Familie nicht, dass wirkliche innige Nähe besteht. Sondern dass zwischen Eltern und Kindern – auch erwachsenen „Kindern“ – immer ein gewisser „Sicherheitsabstand“ eingehalten wird. Es gibt keine Umarmungen, keine Liebesbekundungen, keine wirkliche Ehrlichkeit, weil alles immer nur unter den Teppich gekehrt wird (weil ja auch die Wahrheit oft weh tut und man sich mit diesen emotionalen Schmerzen nicht auseinandersetzen will) und immer nur Pseudo-Harmonie. Statt bedingungsloser Liebe und ‚angenommen zu werden’ gibt es nicht erfüllbare Erwartungen, Vorhaltungen, Forderungen, Bedingungen, emotionale Erpressungen, emotionale Abhängigkeiten, nicht gerechtfertigte Kritik von Seiten der Eltern (was diese meist aus Unwissenheit, Intoleranz = Angst vor Unbekanntem, oder aus Hilflosigkeit tun), scheinbar unlösbare Konflikte zwischen erwachsenen Geschwistern usw.

Das alles ist ABWESENHEIT von wahrer Liebe. Denn niemand nimmt den anderen einfach so an wie er ist. Permanent wird erwartet dass man sich ändern und so verhalten soll wie die ANDEREN es für „richtig“ halten.

Derweil können nicht einmal Eltern wirklich wissen was für ihre (erwachsenen) Kinder „richtig“ oder vermeintlich „falsch“ ist. Denn jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich. Jeder Mensch kann, darf und soll mit seinem freien Willen selbst entscheiden in welche Richtung er geht und in welche nicht. Was andere davon halten, ist dabei vollkommen irrelevant.

Selbst Kinder – und vor allem hochsensible – spüren bereits sehr deutlich, was sich „richtig“ und „stimmig“ für sie anfühlt. Weil Kinder noch unbedarft sind. Sie bewerten noch nicht. Auch lieben Kinder normalerweise erst einmal bedingungslos. Erst wenn sie von anderen Menschen mitbekommen dass alles mögliche – Verhalten von anderen oder auch bestimmte Situationen - automatisch bewertet wird und permanent irgendwelche Dinge erwartet und gefordert werden, fangen auch die kindlichen Bewertungen und „bedürftigen“ Erwartungen an. Wenn Kinder allerdings deutlich spüren dass irgendetwas in der Familie „falsch“ läuft und nicht stimmig ist, fangen sie häufig an zu rebellieren. Um genau da gegenzusteuern. Und werden dann von den unwissenden Eltern noch bestraft. Oft auch mit direktem Liebesentzug. Viele Kinder bekommen auch nur dann Liebe von den Eltern wenn sie Leistung zeigen. Wenn sie ständig nur funktionieren. Wenn sie die (bedürftigen oder utopischen) Erwartungen erfüllen. Was oft gar nicht möglich ist. Aber weil die Kinder ja geliebt werden WOLLEN, versuchen sie, immer möglichst alles perfekt zu machen. Gut genug zu sein. Wenn sie dann die Erwartungen der Eltern nicht erfüllen können und auch keine Liebe als „Belohnung“ bekommen, entwickeln sie natürlich Angst davor bedingungslos geliebt zu werden. Weil sie ja von Grund auf gar nicht GLAUBEN können dass sie es überhaupt WERT sind wirklich und wahrhaftig einfach nur geliebt und angenommen zu werden. Dieses Szenario kann sich über mehrere Generationen hinweg zurückziehen. Und auch nach vorne immer weitergegeben werden. Wenn dieser fatale Negativ-Kreislauf nicht ganz bewusst angehalten und durchbrochen wird.

Diese Menschen können überhaupt nicht so sein wie sie eigentlich sind. Da sie sich per se ja immer verbiegen (müssen). Weil sie ja vermeintliche Erwartungen erfüllen und es vermeintlich allen recht machen müssen. Was ja faktisch gesehen absolut unmöglich ist.

So ist es aber kein Wunder, dass es so viele Menschen gibt die Angst davor haben sich wirklich und wahrhaftig auf die wahre Liebe einzulassen. Tiefe Liebe einfach nur geschehen zu lassen. Sich in die wahre Liebe absolut bedingungslos hineinfallen zu lassen. Sich hingebungsvoll in seinen Liebesgefühlen einfach nur treiben zu lassen. Mit vollstem Vertrauen zu sich selbst und zu dem Menschen an ihrer Seite.

Jeder Mensch hat es verdient, wahrhaftig und bedingungslos geliebt zu werden. Jeder Mensch hat das Recht, genauso sein zu dürfen wie er nun mal ist. Jeder Mensch hat das Recht absolut und vollkommen authentisch zu sein.

Niemand muss sich für einen anderen verbiegen. Und sich emotional abhängig machen. Und absolut niemand sollte Angst davor haben bedingungslos geliebt zu werden.

Denn wenn man von dem Menschen der einen wirklich und wahrhaftig absolut bedingungslos liebt, einfach nur angenommen wird wie man nun mal ist, ist dass das schönste Gefühl überhaupt.

„Bei dir kann ich ganz ich sein“ – ist das schönste Kompliment dass ein Mensch von einem anderen hören kann.

Solange man aber ein bestimmtes inneres Traum-Bild – eine Phantasiegestalt - vor Augen hat, wird man niemals den wahren Menschen hinter der Fassade sehen. Solange man in seinen emotional ‚bedürftigen’ Erwartungen und Ängsten gefangen ist, wird man nicht bedingungslos lieben können.

Solange wird man immer wieder die „falschen“ Menschen für sich in sein Leben ziehen. Und solange wird man sich immer wieder verbiegen. Für sich selbst und auch für andere.

Die Angst geliebt zu werden ist das Resultat aus gravierenden Verletzungen und Enttäuschungen. Auch Selbsttäuschungen! Und oft projiziert man Dinge aus seiner Vergangenheit auf den Menschen in seinem Leben, der absolut überhaupt nichts damit zu tun hat und auch überhaupt nichts dafür kann. Was fatale Auswirkungen zur Folge haben kann. Da man genau diesen Menschen dann unbewusst immer wieder von sich schiebt. Und sich nicht auf diesen Menschen einlassen kann. Selbst wenn dieser Mensch der wundervollste Mensch der Welt ist. Und absolut perfekt zu einem selbst passt.

Die Angst geliebt zu werden, macht einem in vielen Dingen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Und hält einem von dem Leben ab, dass man eigentlich leben möchte.

Nämlich ein Leben voller gegenseitiger wahrer, tiefer und bedingungsloser Liebe.

Ein Leben voller inniger Nähe, Erfüllung, Hingabe, Vertrauen und wahrer Intimität. Das sich wiederum alles nur bilden kann MIT gegenseitiger wahrer, tiefer und bedingungsloser Liebe.        

                                                                                       © Iris Fischer – sensible-seele.net        


Emotionale Bedürftigkeit - das ‚Bettelgewand’ sensibler Liebe

    

Emotionale Bedürftigkeit

Viele sensible Menschen wundern sich oder sind gar frustriert darüber, warum sie wie in einer Endlosschleife immer wieder Kummer und Leid ertragen müssen. Während andere scheinbar mühelos das Leben in all seiner Vielfalt genießen. Und immer nur Glück in ihrem Leben und in der Liebe haben.

Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung. Diese Menschen haben all ihre inneren Antennen auf ‚Empfang’ und Fülle gerichtet. Sie leben ihr Leben mit Hingabe und lassen sich mitten in das was IST hineinfallen. Sie lassen sich im Strom des Lebens treiben. Sie vertrauen darauf, dass sie genau das vom Leben erhalten, was sie wirklich für sich brauchen. Was sie wirklich aus tiefstem Herzen und aus tiefster Seele „haben“ wollen. Und was ihnen wirklich wichtig ist.

Wer für etwas oder für jemanden kämpft bzw. „bettelt“, ist auf Mangel und Bedürftigkeit eingestellt. Erst wenn man es schafft aus seiner Bedürftigkeit herauszukommen, versetzt man sich selbst in die Lage, seine gesamten sensiblen Sinne auf ‚Empfang’ zu stellen.

Jeder hat etwas das ihn antreibt. Vor allem die hochsensiblen und emotional sensiblen Menschen. Für den einen ist es die Liebe, für den anderen aufgrund seiner Abenteuerlust das Reisen. Für den nächsten ist es die Leidenschaft den Traumberuf ausüben zu dürfen, oder auch als Künstler(in) seiner Kreativität freien Lauf lassen zu können.

Unsere sensible Seele möchte Erfahrungen sammeln. Um zu wachsen und sich weiterentwickeln zu können. Deshalb ist es so enorm wichtig, sich nicht selber im Weg zu stehen. Sondern bewusst stehen zu bleiben und die vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen. Auch wenn das Mut zum Risiko bedeutet.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie sind irgendwann am Ende Ihres Weges angekommen und blicken auf Ihr Leben zurück. Welche Dinge die Ihnen wirklich wichtig gewesen wären haben Sie NICHT gemacht? Auf was haben Sie in Ihrem Leben verzichtet? Nur weil Sie nicht auf „Empfang“ gestellt waren, um die Möglichkeiten die das Leben Ihnen geboten hat anzunehmen? Und diese so gut wie möglich auszuschöpfen? Würden Sie dies nicht aus tiefstem Herzen und aus tiefster Seele bedauern?

Sehr oft liegt es einzig und allein daran dass wir unsere sensiblen Gefühle nicht beachten. Sondern sie einfach auf die Seite schieben und sie ignorieren. Und genau das rächt sich irgendwann. Oft sind gerade wir sensiblen Menschen aus reinem Selbstschutz auf innere Abwehr eingestellt. Und ziehen genau so automatisch den Mangel in unser Leben. Eigentlich ist das ein Paradoxon. Denn obwohl wir das Leben und die Liebe ‚empfangen’ möchten und die Fülle und das Glück anstreben, hindern wir uns selber daran. Indem wir nämlich gleichzeitig dafür kämpfen. Und so die Energie blockieren. Die dann nicht mehr frei fließen kann. Wir wollen zwar die Liebe und das Glück, tun aber gleichzeitig alles dafür dass genau das nicht wirklich bei uns ankommen kann.

Erst wenn wir es schaffen das Gewand des bedürftigen „Bettlers“ abzustreifen und wieder auf unser höheres Selbst und unsere Intuition hören, können wir unser sensibles Sein genießen. Dann sind wir im „Haben“ angekommen. Dann sind wir auf „Empfang“ und somit auf Fülle eingestellt.

Und wir können uns selber unsere seelischen Verletzungen heilen. Was ja gerade bei hochsensiblen und emotional sensiblen Menschen ganz enorm wichtig ist.

Wer wahre Liebe zurückhält fühlt Schmerz. Denn die Liebe möchte gelebt und gefühlt werden. Oft nehmen wir wahre Liebe nicht an, sondern kämpfen dagegen. Obwohl wir die Liebe wollen. Und obwohl wir den anderen ebenso sehr lieben wie er uns. Es kann sein, dass die Intensität und Tiefe dieser Liebe uns Angst macht. Wenn wir es nicht gewöhnt sind in dieser Art und Weise zu lieben. Und einen anderen Menschen so sehr zu begehren. Dann ziehen wir uns lieber zurück und verweigern uns diesen Gefühlen. Weil wir nicht damit umgehen können. Weil wir uns nicht vertrauensvoll hingeben und uns einfach hineinfallen lassen können. Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dass wir nicht auf inneren ‚Empfang’ eingestellt sind.

Auch kann es sein dass wir uns in das bedürftige Gewand des „Bettlers“ hüllen und Liebe geben...und geben...und geben...und geben so viel, dass wir überhaupt nicht merken dass wir die ganze Zeit schon Liebe zurückbekommen. Wir werfen dem anderen vor dass er uns nicht genügend gibt und dass er sich unserer Liebe verweigert. Nur weil wir damit beschäftigt sind um Liebe zu kämpfen. Somit fordern wir eigentlich nur ein. Derweil sind wir selbst es, die die Liebe des anderen nicht annehmen! Weil wir so sehr auf ‚geben’ und „betteln“ eingestellt und fixiert sind anstatt zu ‚empfangen’, dass wir überhaupt nicht SEHEN wie sehr wir eigentlich vom anderen geliebt werden. Denn in unserem ‚Bettelgewand’ wollen wir die Liebe „kontrollieren“ anstatt sie einfach frei fließen zu lassen! Wir sind nicht in der Lage einfach gar NICHTS zu tun. Außer die Liebe die uns zufließt anzunehmen.

Oder wir machen andersherum den Fehler und verweigern uns selbst auch dieser Liebe. Wir nehmen zwar wahr, dass der andere permanent um uns kämpft und um unsere Liebe „bettelt“, aber wir nehmen es hin. Wir schauen dem anderen dabei zu und beobachten. Weil wir selbst auch nicht auf ‚Empfang’ eingestellt sind.

Und das gilt sowohl für sensible Frauen als auch für sensible Männer. Denn es sind nicht immer nur Frauen die um Liebe „betteln“. Auch wenn das gerne so dargestellt wird. Es gibt sehr wohl auch Männer die darum „betteln“ geliebt und gewollt zu werden. Die die Frau ihres Herzens nicht gelassen in sich ruhend, sanft, liebevoll, zärtlich und subtil umwerben und erobern, wie es normalerweise der Fall sein sollte, sondern die verzweifelt um eine bestimmte Frau „kämpfen“ wenn sie deutlich spüren dass sie nicht zurückgeliebt werden. Was aber auch nicht Sinn der Sache ist. Denn ein verzweifelt kämpfender Mann im ‚Bettelgewand’ wirkt alles andere als männlich und stark. Und wenn dieser Mann sensibel – gleich welcher Form – ist, verstärkt das diesen Eindruck dann noch.

Wenn der Mann sich in der weiblichen ‚empfangenden’ Rolle befindet und die Frau sich in der ‚gebenden’ und kämpfenden männlichen, dann sind ganz gewaltig die Rollen vertauscht. Dann KANN man in der Liebe nicht glücklich sein. Weil man immer etwas vermisst. Man weiß zwar nicht was genau einem fehlt, aber man spürt es sehr deutlich.

Wenn wir nicht auf inneren ‚Empfang’ gestellt sind, haben wir permanent das Gefühl, geben und geben und geben zu müssen. Wir „kämpfen“ und sind ständig in unser ‚Bettelgewand’ eingehüllt. Somit zeigt sich sehr deutlich ein inneres Mangel-Denken und eine tiefe Sehnsucht nach bedingungsloser und wahrer Liebe.

Wir kämpfen ständig vermeintlich FÜR etwas und merken dabei gar nicht, dass wir eigentlich gleichzeitig GEGEN etwas kämpfen. Wir kämpfen in unserem ‚Bettelgewand’ eigentlich für die Liebe. Gleichzeitig verhindern wir mit unserem „Kampf“ dass die Liebe wirklich bei uns ankommt. Wir halten uns selber davon ab dass die Liebe frei fließen kann. Um sie somit in vollen Zügen genießen zu können.

Sensible Menschen sind ja voller Träume, Visionen, Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen. Woran überhaupt nichts falsches ist. Wenn man aus den „richtigen“ Beweggründen denkt, fühlt und handelt.

Typische Fallen wenn man mit seinen sensiblen Sinnen NICHT auf Empfang eingestellt ist, sind:    

1. Frustriertes abwenden

Wenn beispielsweise davon die Rede ist einen Menschen „loszulassen“, bedeutet das einzig und alleine ein EMOTIONALES “loslassen“. Quasi ein „loslassen“ all seiner Ansprüche, Erwartungen und Bedingungen die man an diesen Menschen hat. Es bedeutet, sich nicht emotional abhängig von diesem Menschen zu machen. Es bedeutet, dass man diesen Menschen nicht zum alleinigen Mittelpunkt und Glückspfeiler seines Lebens erkoren hat, sondern sein Glück in erster Linie aus sich selbst bezieht. Gerade in Bezug auf das ‚loslassen’ gibt es immer wieder sehr grobe Missverständnisse. Weil viele der Meinung sind dass „loslassen“ bedeutet sich abzuwenden oder sich gar zu trennen. Und das ist ein fataler Denkfehler!

Viele Menschen machen den Fehler und suchen ihr Glück im Außen, statt in ihrem eigenen Inneren. Sie bürden den Menschen an ihrer Seite und in ihrem Leben die Verantwortung auf, für ihr Glück verantwortlich zu sein. Anstatt selbst dafür zu sorgen dass sie glücklich sind. Und sensible Menschen zerreissen sich oft sprichwörtlich dafür, um sich ihr Quentchen Glück zu erobern. Bis zur Erschöpfung kämpfen sie dann dafür.

„Loslassen“ bedeutet für sensible Menschen auch, sich nach einer Trennung nicht jahrelang von seinen eigenen Emotionen in der Vergangenheit festhalten zu lassen. Sondern seine Gefühle bezüglich des Menschen der nicht mehr im eigenen Leben ist, zu klären und sie „loszulassen“. Weil man diese Gefühle der Traurigkeit, Hilflosigkeit, Wut, Enttäuschung und Wehmut einfach nicht auf Dauer braucht in seinem Leben. Denn so hindert man sich selber daran ganz im Hier und Jetzt anzukommen. Und sich auf den aktuellen Menschen in seinem Leben zu konzentrieren. Und somit wirklich glücklich zu sein. Eine Phase des Trauerns ist völlig normal. Aber wenn man Jahre später immer noch in diesen Gefühlen schwelgt, heißt das dass man nicht „loslässt.“ Man hält sich so selbst im Muster des Mangels gefangen.

Und wenn man sich von dem aktuellen Menschen in seinem Leben einfach nur frustriert abwendet oder sich gar von ihm trennt, nur weil er vielleicht nicht immer so tickt wie man es selbst gerne hätte, hat man das „loslassen“ gründlich missverstanden. Denn wahre Liebe bedeutet, den anderen TROTZDEM zu lieben. Auch wenn er einem die eigenen Erwartungen, Bedürfnisse, Sehnsüchte, Wünsche oder Ansprüche die man an ihn hat nicht immer erfüllen will oder es ganz einfach aus irgendwelchen Gründen nicht immer kann. Was bei sensiblen Menschen besonders sorgsam und achtsam beachtet werden sollte.

Allerdings spreche ich hier NICHT von den ‚giftigen’ Beziehungen, die einem einfach nur schaden. Von Beziehungen in denen man seelisch und emotional einfach nur „missbraucht“ wird. Und die einem alles andere als gut tun. Denn aus einer solchen Beziehung oder Partnerschaft sollte man sich natürlich lösen und nicht aus den falschen Beweggründen darin verharren. Eine solche ‚giftige’ Beziehung kann einen hochsensiblen und emotional sensiblen Menschen seelisch vollkommen zugrunde richten, wenn dieser nicht gut auf sich selbst achtet.

Indem man sich einfach nur frustriert abwendet, macht man eigentlich alles noch schlimmer.       

2. In Wartestellung verharren und hoffen

Während man sein ‚Bettelgewand’ der Bedürftigkeit immer noch trägt, sitzt man oft in der tiefen Falle des Wartens. Man wartet und wartet und wartet und das oft vergeblich. Man wartet darauf dass ein bestimmter Mensch sich meldet oder man wartet darauf dass dieser Mensch zu einem kommt. Auch wartet man oft darauf dass der andere sich ändern möge.

Man verbraucht dabei seine überaus wertvolle Lebenszeit, indem man (oft vergeblich) auf irgendetwas bestimmtes wartet. Und somit ist man nicht wirklich frei innerlich. Denn man macht sich abhängig von der Hoffnung.

Vor lauter Warten vergißt man auch, dass das Leben immer weitergeht. Die Zeit bleibt nicht stehen.

Viele Menschen warten vergeblich auf ihr „großes“ Glück, während sie übersehen dass das wahre Glück schon längst da ist und sich direkt vor ihren Augen befindet. Sie haben Ansprüche, Erwartungen und Wünsche. Sie wollen haben und haben und haben und kämpfen auch permanent dafür. Gleichzeitig erfahren sie aber immer wieder Kummer und Leid. Und finden aus alten seelischen Verletzungen nicht mehr heraus. Und zwar deshalb nicht, weil sie sich komplett auf das falsche fixieren und konzentrieren. Sie konzentrieren sich so sehr auf ihre seelischen Verletzungen und Enttäuschungen ihrer Vergangenheit und das Leid dass sie damit verbindet, und SEHEN dabei nicht, dass sie eigentlich schon längst mit einem anderen Menschen überglücklich sein könnten. Sie sind in eine weitere Falle – nämlich die „Unglücklichkeits- und Leidensfalle“ getappt, aus der sie aus eigenem Antrieb oft jahrelang nicht mehr herausfinden. Und somit bis zum Hals im eigenen Unglück waten. Was besonders bei emotional sensiblen Männern zu beobachten ist die gravierende seelische Verletzungen erlitten haben.

Wer immer nur wartet und hofft, versäumt das wahre Leben und das wahre (Liebes-) Glück. Weil er so immer auf Mangel eingestellt ist. Die Energie ist blockiert und kann nicht frei fließen. Es kann sich absolut keine Fülle und somit Erfüllung einstellen.

Auch das Warten darauf dass eine Situation sich von selber ändert, dass ein Gefühl massiver Angst sich von selbst auflöst oder dass Kummer wie aus dem Nichts verschwindet, kann verheerend für das Erleben und Empfinden von wirklichem Glück sein.        

3. Kämpfen und „betteln“

Wir sind beispielsweise in einer Beziehung oder Partnerschaft „gefangen“ in der wir emotional am ausgestreckten Arm des Partners oder der Partnerin verhungern. Und aus irgendwelchen Gründen können wir uns daraus nicht befreien. Oder wir schaffen es aus den falschen Beweggründen nicht, uns endgültig zu trennen. Meist passiert das aus einer gravierenden Angst heraus. Entweder es packt einen die Angst vor einem eventuellen „alleine sein“ oder man hat Angst vor einer Veränderung seines Lebens. Leider sind sensible Menschen die noch das ‚Bettelgewand’ der Bedürftigkeit übergestreift haben, oft sehr dafür prädestiniert, sich von einem Partner emotional abhängig zu machen. Weil hochsensible und emotional sensible Menschen sehr darauf „angewiesen“ sind, sich geliebt, gewollt und gebraucht zu fühlen. Vor allem wenn sie ihre sensiblen Sinne noch nicht auf ‚Empfang’ gestellt haben.

Um uns nicht mit dieser Angst in einer unglücklichen Beziehung oder Partnerschaft beschäftigen und auseinandersetzen zu müssen, kämpfen und „betteln“ wir lieber immer weiter darum, vom anderen wahre Liebe, Verständnis und Geduld zu bekommen. Es wird aber nicht passieren dass der andere uns deswegen mehr liebt. Oder gar liebevoller und geduldiger zu uns ist!

Weil wir selbst uns in diese Falle des ‚emotionalen verhungerns’ manövriert haben. Weil wir aufgrund unserer Ausstrahlung eines Mangels  – dem ‚Bettelgewand’ der Liebe - genau diesen Menschen in unser Leben „gelockt“ haben. Es ist unsere eigene Verantwortung! Auch wenn wir das bewusst gar nicht sehen. Wir können noch so sehr für diese Liebe kämpfen. Es wird sich nichts ändern.

Bei den sensiblen Männern bzw. Vätern kommt dazu noch sehr oft eine massive Angst, dass sie ihre Kinder im Stich lassen würden oder dass sie sie nicht mehr sehen dürfen. Lieber harren sie dann in unglücklichen Beziehungen aus. Anstatt sich für den Menschen zu entscheiden der sie wirklich aus tiefstem Herzen liebt. Und mit dem sie wirklich glücklich sein könnten. Sie schaffen es oft aus einer massiven Angst und aufgrund gravierender Schuldgefühle ihren eigenen Kindern gegenüber nicht, sich auf eine neue Partnerin wirklich einzulassen. Und sich zu ihr offen zu bekennen. Oft trauern sie nach einer Trennung auch ihrem alten Leben oder einem bestimmten Menschen jahrelang hinterher. Obwohl sie mit diesem Menschen unglücklich waren. Und schaffen es aus diesem Grunde nicht, sich wirklich auf eine neue Partnerin voll und ganz einzulassen. Obwohl wahre Liebe vorhanden ist. Diese Liebe wird aber verweigert und auf die Seite geschoben. Weil diese emotional zerrissenen Männer nicht in der Lage sind, alte Gefühle – das Leid und den damit verbundenen Kummer - loszulassen. Auch fühlen sie sich ihren Kindern gegenüber zu sehr verantwortlich. Und vergessen dabei leicht, dass auch Kinder von getrennten Eltern einen glücklichen und zufriedenen Vater sehen wollen. Keinen der unglücklich durch sein Leben rennt. Weil er sich einer neuen Liebe nicht öffnen kann. Denn wie soll ein unglücklicher und still vor sich hin leidender Vater ein wirklich ‚guter’ Vater sein? Obwohl sensible Männer die wundervollsten Väter sein können. Oft tragen sie auch Schuldgefühle schwer auf ihren Schultern durchs Leben und hindern sich so ebenfalls an ihrem eigenen Glück.

Erst wenn wir auf einen Menschen in unserem Leben treffen den wir bedingungslos und wahr lieben...dürfen. Und der uns absolut wahr und bedingungslos liebt. Und dem wir grenzenlos vertrauen können. Bei dem wir uns geborgen, sicher und zu Hause fühlen. Der uns jederzeit emotional auffängt, hält und trägt und uns genauso sein lässt wie wir sind. Bei dem wir ganz in unserer ursprünglichen Rolle sein DÜRFEN. Der uns dabei unterstützt dass wir uns weiterentwickeln. Der uns Raum lässt zum atmen. Der uns inspiriert. Erst dann kommen wir in die Lage vertrauensvoll zu ‚empfangen’ und das wahre Glück und die wahre Liebe in unser Leben zu lassen. Wenn wir es schaffen mit genau diesem Menschen unsere Rollen wieder umzukehren. Weil wir bei diesem Menschen ganz wir selber sein DÜRFEN. Erst dann kommen wir vom Mangel in die Fülle. Und können unser ‚Bettelgewand’ der Bedürftigkeit ablegen. Wenn wir wirklich VERSTANDEN haben, dass wir für unser Glück selber verantwortlich sind. Dass der andere eine Bereicherung für uns und unser Leben darstellt. Aber nicht der Ursprungsquell unseres Glücks ist. Um diesen Menschen müssen wir nicht mehr kämpfen und um seine Liebe „betteln“. Weil uns dieser Mensch längst bedingungslos und tief liebt. Er ist die ganze Zeit schon für uns da. Nur SEHEN wir das leider allzu oft nicht.

Nur wenn man es schafft sein ‚Bettelgewand’ der Bedürftigkeit und seiner unerfüllten Sehnsüchte abzustreifen, kann man das Leben in all seiner Vielfalt und Schönheit ‚empfangen’ und genießen. Und die Liebe und das Glück kann ohne jegliche Blockade frei fließen. Sobald die Energie fließen kann, zieht man nur Fülle in sein Leben. Der Mangel und die innere Bedürftigkeit verschwinden so auf Nimmer-Wiedersehen. Und man tappt auch in keine der obigen Fallen mehr.

In diese Fallen tappt man übrigens nicht nur wenn es um die Liebe geht, sondern auch bei vielen anderen Dingen und Situationen des Lebens.

Eine sensible und intuitive Liebe kann die wundervollste Liebe der Welt sein. Denn sensible Menschen können in einer solchen Tiefe und Intensität lieben, dass sich der Mensch der in diese Liebe eingehüllt ist, als wahrhaft glücklich bezeichnen kann. Vorausgesetzt er ist in der Lage sich dieser Liebe zu öffnen und diese Liebe wirklich zu ‚empfangen’.    

                                                                                                       © Iris Fischer – sensible-seele.net  


Eine kleine Geschichte um Beweise wahrhaftiger Liebe


Weisheitsgschichte "Liebesbeweise"

Es war einmal ein Mann. Der war auf der Suche nach der Frau seines Lebens. Fand diese aus unerfindlichen Gründen aber nicht. Viele Frauen interessierten sich für ihn und mit der einen oder anderen versuchte er sich mit einer Beziehung. Was aber niemals auf Dauer funktionierte. Um einfürallemal herauszufinden, welche Frau denn nun tatsächlich dauerhaft zu ihm passte und welche ihn wirklich und wahrhaftig liebte, forderte er sämtliche Frauen auf, ihm ihre Liebe zu beweisen.

Die eine Frau tat alles, um ihm zu gefallen. Sie putzte ihm sein Haus, wusch und bügelte ihm seine Wäsche und erledigte sonst diverse Dinge für ihn. Sie verhielt sich wie eine Mutter zu ihm. Die nächste tat alles, was er ihr auftrug. Sie begleitete ihn überall hin. Vollkommen egal, wie sie sich dabei fühlte. Ob sie sich für all diese Dinge überhaupt interessierte. Und ob sie diese Dinge überhaupt tun wollte. Sie passte sich ihm an, ohne jemals zu protestieren. Die dritte zog sich verführerische Kleidung, Wäsche und High-Heels an, trug sich Make up auf, ging ständig zum Friseur, um ihm die perfekte Frisur zu präsentieren und tat alles, damit er sie und ihren Körper begehrte. Sie meinte, ihn mit ihrem Aussehen betören zu können. Die vierte kämpfte und bettelte permanent darum, dass er sie zur Frau nehmen und mit ihr sein zukünftiges Leben teilen solle. Weil sie ihn doch so sehr liebte. Wenn er nicht so funktionierte, wie sie das wollte, fing sie an zu streiten, zu lamentieren und ihn ungerechtfertigter Weise zu kritisieren. Niemals durfte er  bei ihr wirklich Mann sein. 

Nur eine Frau, nämlich die fünfte, verhielt sich vollkommen anders, als die anderen Frauen. Sie tat nämlich gar nichts für ihn. Außer einfach zu SEIN. Dabei liebte sie ihn mehr als alles andere auf dieser Welt. Obwohl er ihr seine Gefühle niemals zeigen konnte. Denn er hatte sein Herz vor der wahren Liebe verschlossen. Als er von ihr immer wieder forderte, ihm ihre Liebe zu beweisen, ging sie einfach nur weg. Ohne ein Wort zu sagen, verschwand sie. Und niemand wusste, wohin. Für ihn war sie nicht mehr zu erreichen. 

Irgendwann fing der Mann an, gerade diese Frau schmerzlich zu vermissen. Mit all den anderen Frauen hatte es immer nur Probleme gegeben. Und er langweilte sich schrecklich. Er konnte nichts mit ihnen anfangen und sich auch nicht vernünftig mit ihnen unterhalten. Da sie überhaupt keine eigenen Interessen und kein eigenes Leben besaßen. Aber diese Frau – weil sie so anders war - beeindruckte ihn zutiefst. Und er entdeckte Gefühle in sich, die er niemals für möglich gehalten hatte. Also ging er los, um die verschwundene Frau nach Hause zu holen. Denn er wollte sie für immer um sich haben. Er wollte sie lächeln sehen. Er wollte ihre Stimme hören. Ihm fehlten die tiefgründigen und stundenlangen Gespräche mit ihr. Es fehlte ihm, dass sie ihn einfach so annahm und akzeptierte, wie er war. Auch wenn er sich nicht immer perfekt verhielt. Auch wenn er einmal Fehler machte. Sie ließ ihn einfach nur SEIN. 

Lange Zeit suchte er nach ihr, konnte sie aber nirgendwo finden. Bis ihm siedendheiß einfiel, dass sie immer wieder von ihrem Lieblingsort gesprochen hatte. So schnell er konnte, fuhr er zu diesem Ort. Und fand sie auch tatsächlich. 

Sie befand sich am Meer, an ihrem Lieblingsstrand. Ihr Blick war wehmütig in die Ferne zum unendlich weiten Horizont gerichtet. Als er sie erreichte und in ihre Augen sah, erkannte er die tiefe Sehnsucht, die sie in sich trug. 

Vollkommen erstaunt sah er sie an. Und es fiel ihm wie Schuppen von seinen Augen. Dies war der größte Liebesbeweis überhaupt! 

Sie war lieber weggelaufen und hatte auf ihn verzichtet, als um ihn zu kämpfen. Und um seine Liebe zu betteln. Und ihm so ihre Liebe zu zeigen. Da wusste er, dass sie die richtige Frau für ihn war. Er fiel vor ihr auf die Knie und bat sie unter Tränen: „Bitte werde meine Frau. Mit dir gemeinsam möchte ich alt werden. Und nur mit dir möchte ich mein Leben teilen.“ 

Sie aber sah ihn nur an und dicke Tränen liefen ihr über ihre Wangen. Dann schüttelte sie den Kopf, wandte sich von ihm ab und ging erneut von ihm weg. 

Fassungslos lief er ihr nach und hielt sie auf. Mit brüchiger Stimme fragte er sie: Warum willst du mich plötzlich nicht mehr? Ich weiß doch, wie sehr du mich liebst“. 

Sie sah ihn mit einem solch traurigen Blick an, dass es ihn innerlich fast zerriss. So sehr schmerzte ihn dieser wehe Blick in seiner Seele. 

„Weil DU mich nicht wahrhaftig liebst“, sagte sie. „Sonst hättest du niemals von mir verlangt, dass ich dir meine Liebe beweise...“. Dann ging sie weinend weg und ließ ihn vollkommen schockiert und fassungslos und überaus nachdenklich alleine...

                                                                      © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Die Geschichte von der Liebe und dem Wahnsinn


Man erzählt sich, dass alle Eigenschaften und Gefühle 
des Menschen eines Tages ein Treffen hatten.
Lange Zeit jedoch saßen sie nur schweigend herum und langweilten sich, denn nichts passierte. 
Als die Langeweile schon zum dritten Mal gegähnt hatte,    schlug der Wahnsinn - gewitzt und risikofreudig wie immer - vor:

"Lasst uns doch Verstecken spielen!"
Alle horchten auf.
Die Intrige hob interessiert die Augenbrauen
und die Neugierde konnte sich kaum zurückhalten.
Aufgeregt fragte sie: "Verstecken, was ist das?!"

Der Wahnsinn erklärte allen das Spiel
und die Begeisterung und die Euphorie jauchzten vor Vergnügen,
denn ihnen gefiel, was sie da hörten.
Die Freude machte so viele Luftsprünge,
dass sie auch den Zweifel überzeugte
und sogar die Gleichgültigkeit -
die sonst bekanntlich nichts hinterm Ofen hervorlocken kann -
wollte ausnahmsweise einmal mitmachen.

Aber nicht allen gefiel die Idee:
Die Wahrheit zum Beispiel bevorzugte es, sich nicht zu verstecken.
"Was bringt das?", fragte sie, am Ende würde man sie sowieso entdecken.
Der Stolz meinte herablassend, es sei ein dummes Spiel
(Er ärgerte sich aber nur, dass er nicht selbst auf diese Idee gekommen war),
und die Feigheit zog es vor, nichts zu riskieren.
Es könnte ja was schiefgehen!

Nachdem alle die Spielregeln verstanden hatten,
rief der Wahnsinn laut: "Ich will zählen, ich will zählen!"
und da niemand verrückt genug war, den Wahnsinn später suchen zu wollen
(Wer weiß, wo der sich versteckt hätte?!),
war niemand dagegen.
"Eins, zwei, drei .....", begann der Wahnsinn
und die Eigenschaften und Gefühle suchten sich ihre Verstecke.

Das erste fand die Faulheit,
die sich wie immer keine große Mühe gab:
Sie ließ sich gleich hinter dem ersten Stein fallen.
Der Glaube stieg zum Himmel empor, wo er sich am besten aufgehoben fühlte,
und der Neid versteckte sich im Schatten des Triumphes
der es geschafft hatte, bis zur höchsten Baumspitze hinaufzuklettern.
Der Selbstlosigkeit hingegen gelang es kaum, sich zu verstecken,
da sie bei jedem Versteck, das sie fand, immer meinte,
es eigne sich besser für einen ihrer vielen Freunde:
Ein kristallklarer See - ein wunderbares Versteck für die Schönheit;
eine dunkle Höhle - das perfekte Versteck für die Angst;
die Flügel des Schmetterlings - das Beste für das Glück;
ein Windstoß - hervorragend geeignet für die Freiheit ...
sie selbst versteckte sich schließlich auf einem Sonnenstrahl.

Der Egoismus hingegen fand rasch einen passenden Ort,
luftig, gemütlich und bequem - aber nur für ihn!
Die Lüge erzählte allen, sie verstecke sich auf dem Meeresgrund,
aber in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen!
Die Leidenschaft und das Verlangen versteckten sich im Innern der Vulkane
und die Vergesslichkeit - ?
(Ach, herrje, ich habe vergessen, wo sie sich versteckte,
aber das ist auch nicht so wichtig!


Als der Wahnsinn fast zu Ende gezählt hatte,
hatten alle, die mitspielten, ein Versteck gefunden,
nur die Liebe nicht.
(Das muss uns nicht verwundern, wissen wir doch,
wie schwer es ist, die
 Liebe zu verbergen!)
Alle Plätze schienen bereits besetzt zu sein,
bis sie schließlich den Rosenstrauch entdeckte
und beschloss, in eine seiner Blüten hineinzukriechen.

"Ich komme!", rief in diesem Augenblick der Wahnsinn
und er begann, die anderen zu suchen.
Die erste, die entdeckt wurde, war die Faulheit -
gleich hinter dem ersten Stein!
Danach ward der Glaube gefunden:
Er diskutierte im Himmel lauthals mit Gott über theologische Fragen.
Das Verlangen und die Leidenschaft wiederum hörte man in den Vulkanen vibrieren. 

In einem unachtsamen Moment fand der Wahnsinn den Neid
und so natürlich auch den Triumph.
Den Egoismus brauchte er gar nicht zu suchen,
denn der kam von ganz allein aus seinem Versteck hervor.
Es hatte sich als Wespennest entpuppt!
Vom vielen Herumlaufen bekam der Wahnsinn Durst
und als er sich dem See näherte, fand er die Schönheit.
Mit dem Zweifel hatte er es noch einfacher,
ihn entdeckte er auf einem Zaun sitzend,
weil der sich immer noch nicht entschieden hatte,
auf welcher Seite er sich verstecken sollte.

Nach und nach fand der Wahnsinn alle seine Mitspieler,
die Hoffnung im grünen Gras
und die Angst in der dunklen Höhle;
die Lüge hinter dem Regenbogen
(Nein, stimmt nicht, sie kam unter einem Stein hervor gekrochen,
der ihr das Genick zu brechen drohte
).
Auch die Vergesslichkeit fand der Wahnsinn mühelos,
denn die hatte schon wieder vergessen,
dass sie Verstecken spielen und war unbekümmert spazieren gegangen.

Alle wurden gefunden, nur die Liebe tauchte nirgendwo auf.
Wo mochte sie bloß stecken?
Der Wahnsinn suchte sie überall!
Auf jedem Baum, auf jedem Berg, in jedem Bach dieses Planeten schaute er nach
und wollte schon aufgeben, da half ihm der Verrat!
Der nämlich flüsterte ihm zu, er solle doch mal im Rosenbusch nachsehen.

Langsam fing der Wahnsinn an,
die Zweige des Strauches auseinander zu schieben,
als plötzlich ein greller Schrei ertönte.
Die Dornen der Rosen hatten der Liebe die Augen zerstochen!!!

Ach, was für ein Jammern und Wehklagen war nun zu vernehmen?!
Der Wahnsinn war ratlos und wusste weder ein noch aus.
Er fing bitterlich an zu weinen und unter Tränen gelobte er,
er wolle die Liebe nie mehr verlassen und immer an ihrer Seite sein.
Und so ist es auch geschehen!

Seit dieser Zeit,
seit das erste Mal auf Erden Verstecken gespielt wurde,
ist die Liebe blind
und der Wahnsinn ihr Begleiter!

                                                              (Verfasser: unbekannt)


Warum es Zeit wird, sensible Herzen aufblühen zu lassen...


Das aufblühen sensibler Herzen

...und diese aus der Erstarrung der Angst zu lösen...

Reine Seins-Liebe ist absolut grenzenlos. Diese Liebe fängt an keinem bestimmten Ort oder an keiner bestimmten Stelle an und hört auch nirgendwo auf. Da es kein Ende der wahren Liebe gibt. Stattdessen fließt sie in den tiefen und weiten Raum der Unendlichkeit. Sie ergießt sich in sich selbst, vervielfältigt sich im bedingungslosen „Geben“ und erneuert sich immer wieder aus sich selbst heraus. Wie eine Quelle aus absolut reinem, kristallklaren und Leben spendendem Gebirgswasser, die niemals aufhört zu sprudeln.

Genau diese Liebe ist es aber, die vielen sensiblen Menschen gravierende Angst macht. Weil sie diese Art von Liebe überhaupt nicht kennen. Sie haben eine immense Angst davor, in die tiefen Schichten dieser einzigartigen und kostbaren Liebe einzutauchen. Und diese überaus wundervolle Liebe auch vollständig zuzulassen. Und sich kompromisslos auf die wahrhaftige Liebe einzulassen.

Meist kennen sie es nur, dass sie ununterbrochen Bedingungen, Erwartungen und Forderungen erfüllen sollen.

Oft sind sie viel zu gutmütig und anständig um „nein“ zu sagen und sich zu wehren. Wollen sie es im Gegenteil immer allen Recht machen. Viele sensible und eigentlich äußerst gefühlvolle Männer flüchten sich sogar lieber in ihren Kopf und „vergessen“ vor lauter „funktionieren müssen“ und permanent Leistung zu zeigen, dass sie sehr tief und intensiv lieben können. Stattdessen vergraben sie ihre Sensibilität, ihre Gefühle und oft auch ihre wahre Männlichkeit in den Tiefen ihres eigentlich sensiblen Seins und fügen sich den weiblichen Anforderungen. Oft machen sie sich auch von der Liebe der Frauen emotional abhängig. Und wundern sich dann irgendwann, dass die Beziehung so nicht funktioniert. Dass sie nicht erfüllt sind. Dass sie überhaupt nicht wirklich glücklich sind. Dass ihnen immer irgendetwas fehlt in ihrem Leben. Dass sie ständig eine unstillbare Sehnsucht in sich tragen. Einen undefinierbaren und nagenden emotionalen Hunger in ihrem gesamten sensiblen Sein spüren.

Solche sensiblen Männer warten immer wieder aufs neue voller Hoffnung darauf, dass die Frau an ihrer Seite sich irgendwann ändert. Sie verharren in der eigentlich weiblichen Passivität. Und warten darauf, dass die Frau sie endlich einmal ganz Mann sein lässt. Und sie annimmt wie sie sind. Ohne permanent etwas zu erwarten oder zu fordern. Womit sie sich aber selber etwas vormachen. Denn dies wird im Normalfall nicht passieren. Da diejenigen Frauen sich genauso im emotionalen Mangel befinden wie die Männer.

Oft entsteht dann gegenseitige emotionale Abhängigkeit. Aus der beide Partner nicht mehr herausfinden. Da sie sich immer weiter auf ihre Mängel konzentrieren. Und gegen diese Mängel kämpfen. Da sie es nicht kennen, einfach nur in sich selbst zu ruhen. Und sie es daher auch nicht kennen, bedingungslos zu sein.

Bedingungslos kann aber nur sein  – wer sich vollkommen in seinem Herzen befindet. Wer die Türe seines Herzens komplett der wahren Liebe öffnet. Wer es zulässt, dass sein Herz ohne jedes „wenn und aber“ aufblüht und die Liebe sich in den Raum der Unendlichkeit ergießen kann. Wer die Dornenhecke der Eigenbegrenzung von innen heraus niederreißt und aus seinem jahrelangen „Dornröschenschlaf“ aufwacht.

Viele sensible Männer haben eine immense Angst davor, ihr Herz weit zu öffnen und die wahrhaftige und pure Seins-Liebe in ihr Leben zu lassen. Derweil können sie sehr tief und intensiv lieben. Und tun dies auch. Nur geben sie es oft nicht zu. Lieber drücken sie die Liebe weg und verleugnen sie, bevor sie das Risiko eingehen, vielleicht ja irgendwann noch einmal verletzt und enttäuscht zu werden. Sie verzichten auf die wahrhaftige Liebe, weil sie es nicht glauben können, tatsächlich so wertvoll zu sein. Sie machen sich selber mit negativen Worten klein, sind viel zu bescheiden und es ist ihnen fast peinlich, wenn sie ehrlich gemeinte Komplimente von der Frau die sie wirklich liebt, bekommen. Diese sensiblen Männer haben leider ein absolut mangelndes Selbstwertgefühl. Und es ist ihnen überhaupt nicht bewusst welch wundervolle Menschen sie eigentlich sind. Diese Männer wurden ihrer natürlich angelegten Ur-Männlichkeit beraubt. Sei es in ihrer Kindheit, in der sie von ihrem Vater dazu erzogen wurden immer nur Leistung zu zeigen und von der Mutter dermaßen mit vermeintlicher Liebe, Erwartungen und utopischen Forderungen zugeschüttet wurden, dass sie überhaupt niemals gelernt haben aktiv Liebe zu geben. Diese Männer nehmen immer nur Liebe und ziehen damit automatisch Frauen zu sich, die um einen Mann kämpfen. Die sich ihrer wahren Ur-Weiblichkeit überhaupt nicht bewusst sind. Die vielleicht sogar Angst davor entwickelt haben, wirklich Frau zu sein. Und vielleicht sogar viel zu dominant in ihrem Verhalten sind. Weil sie ebenfalls ihrer natürlichen Ur-Weiblichkeit beraubt wurden. Sie haben nicht die Liebe bekommen die sie gebraucht hätten und mussten sich deshalb in männlich aktive Verhaltensweisen flüchten.

Die eigentliche Aufgabe eines wahrhaft männlichen, liebenden und sensiblen Mannes wäre es aber, gelassen in sich selbst zu ruhen und einen Raum zu schaffen, in den die Frau sich vertrauensvoll hinein entspannen kann.

Die Aufgabe der Frau in ihrer natürlichen Weiblichkeit wäre es wiederum, sich passiv in diese Liebe hineinfallen zu lassen. Sich dem Mann den sie wahrhaftig liebt vollkommen hinzugeben. Ihre Emotionen intuitiv zu leben. Auf ihren natürlichen, weiblichen Instinkt und ihre ureigene Urteilskraft zu vertrauen.

Sensible Männer müssen sich emotional unabhängig machen, um wirklich aktiv Liebe geben zu können!

Sie müssen lernen, ihr Herz weit zu öffnen und die wahre Liebe zuzulassen. Denn nur so kann die Liebe – die ja sowieso schon da ist – ungehindert fließen und sich zu ihrer vollen Schönheit und Kraft entfalten. Nur so kann überhaupt eine wirklich erwachsene und reife Beziehung entstehen und auch gelebt werden.

Sie müssen lernen, die Verantwortung für ihr Handeln selbst zu übernehmen. Und nicht jegliche Verantwortung ihren Frauen zu übertragen. Da sehr viele sensible Frauen absolut damit überfordert sind. Sie wollen sich überhaupt nicht männlich verhalten, werden aber aus purer Unwissenheit unbewusst von ihren eigenen Männern dazu „gezwungen“. Weil diese Männer nicht erwachsen handeln. Sondern wie ein Kind in einem erwachsenen Männerkörper feststecken. Viele sensible Frauen fühlen sich an der Seite ihres Mannes nicht wirklich weiblich, sondern haben die Funktion einer Mutter übernommen. Viele Frauen „flüchten“ sich auch in dieses mütterliche Verhalten, um wenigstens auf diese Art Bestätigung von ihrem Mann zu bekommen. Denn auch eine destruktive Beachtung ist eine Beachtung.

Sensible Frauen brauchen erwachsene Männer, um ihre wahre Ur-Weiblichkeit wieder in sich zu entdecken, entfalten und leben zu können.

Und sensible Frauen müssen wieder lernen sich fallen zu lassen. Und sich bedingungslos ihrer weiblichen Natur und dem Mann den sie wahrhaftig lieben hinzugeben. Ihm quasi vertrauensvoll die Führung zu überlassen. Das bedeutet, all das was der Mann aktiv der Frau die er liebt gibt, zu empfangen und anzunehmen. Selbst bedingungslos zu geben, ohne in der Erwartungshaltung zu sein, dass etwas zurückkommt. Denn wahrhaftige Liebe kann sich nur vervielfältigen wenn man bedingungslos gibt. Dann fließt die wahre Seins-Liebe auch. Und ergießt sich in sich selbst. Um sich daraus dann immer wieder zu erneuern.

Die Welt ist heutzutage vollkommen aus den Fugen geraten. Überall wird um alles gekämpft, es herrscht Krieg, Hass und Gewalt. Machtspiele, Manipulationen und Betrug sind an der Tagesordnung. Es herrscht Neid, Missgunst und sehr oft der Spruch: „Wie du mir, so ich dir“. Nur machen wir so alles nur noch schlimmer.

Das alles hat absolut überhaupt gar nichts mit wahrhaftiger Liebe zu tun. All dies ist die Abwesenheit von wahrer Liebe. Die Liebe ist blockiert, weil so viele Menschen nicht in innerer Harmonie mit sich sind. Sie sind seelisch und emotional aus dem Gleichgewicht geraten. Und genau das äußert sich dann mit destruktiven Handlungen im Außen.

Es ist überdeutlich sichtbar, dass eine massive Angst auf unserer Erde vorherrscht. Nicht die wahre Liebe.

Obwohl die Liebe sehr wohl in vielen Herzen vorhanden ist. Sie wird aber genau von dieser Angst blockiert. Da die Angst immer noch mehr und immer noch weiter geschürt wird.

Angst fängt aber mit Gedanken an. Aus denen sich wiederum die entsprechenden Gefühle bilden. Die sich dann in „passenden“ Handlungen äußern. Und diese destruktiven Handlungen spiegeln sich im Verhalten der Menschheit auf der ganzen Welt wider.

Die Herzen sind verschlossen, die Liebe wird zurückgehalten. Die Polaritäten haben sich verschoben. Von dem einen gibt es zuviel, von dem anderen zuwenig. Vieles ist nicht mehr in Balance. Es ist kein Ausgleich mehr vorhanden. Die eine Waagschale schleift schon fast am Boden, weil sie viel zu weit nach unten driftet, während die andere dadurch in utopische Höhen schwingt und dort viel zu weit oben festhängt.

Von daher ist es dringend notwendig, dass die Angst bewusst verscheucht und aus den Herzen der Menschen vertrieben wird. Damit die sensiblen Herzen sich weit öffnen und aufblühen und die wahrhaftige Liebe wieder frei fließen kann.

Und was passiert, wenn all die Liebe dann endlich wieder frei fließt?

Die wahre Seins-Liebe überstrahlt alles andere!

Sie ist unendlich kraftvoll! Wenn immer mehr Menschen wieder in emotionale und seelische Balance und innere Harmonie finden, harmonisiert sich auch das Leben auf unserem Planeten. Und zwischen den Geschlechtern.

Denn alles wofür wir kämpfen, schieben wir gleichzeitig von uns weg. Und blockieren es.

Es wird permanent um Frieden gekämpft. Wieso kämpft man um Frieden?? Frieden ist ein natürlicher Seins-Zustand!

Frieden ist immer vorhanden. Genauso wie Liebe und Harmonie. Die Menschen sind es, die ganz bewusst diesen Frieden stören. Die Menschen sind es, die ihre innere Unzufriedenheit nach außen transportieren. Und auf andere projizieren. Sie stiften im Außen Streit, Unsicherheit und Unfrieden, nur um ihre seelische und emotionale Disharmonie von sich abspalten zu können. Und irgendwie damit fertig zu werden. Und schieben die Verantwortung dann auf andere. Diese Menschen "bekriegen" sich damit im Außen eigentlich selbst! 

Unser Verstand sitzt permanent Illusionen auf. Durch die Bewertungen die wir jedem einzelnen unserer Gedanken geben.

In der Natur fließt alles. Nur der Mensch setzt permanent irgendwo künstliche Blockaden und sorgt dafür, dass so vieles außer Balance gerät. Der Mensch ist selbst dafür verantwortlich, dass die wahre Liebe nicht fließt.

Wir Menschen kämpfen permanent für die Liebe. Und halten sie genau dadurch von uns fern.

Denn für die wahre Liebe müssen wir nichts tun. Für die Liebe müssen wir nicht kämpfen. Da die wahre Liebe – genauso wie die Harmonie und Frieden – immer vorhanden ist. Aufgrund unserer Konditionierungen und falschen Glaubenssätzen sind wir aber fest davon überzeugt für die Liebe kämpfen zu müssen. Und genau das ist komplett falsch! Denn genau das hindert die Liebe, den Frieden und die Harmonie daran, zu uns in unser Leben und in unser Herz zu kommen.

Wenn wir krank werden, bedeutet das nichts anderes, als dass unser Körper uns sagt dass wir in innerer Disharmonie sind. Dass wir außer Balance geraten sind. Die Krankheit ist nur das Symptom. Niemals die Ursache! Die Ursache liegt immer darin, dass wir innerlich nicht ausgeglichen sind. Dass unserem Körper irgendetwas fehlt. Und anstatt uns ganzheitlich zu versorgen und unsere innere Harmonie wieder herzustellen, kämpfen wir gegen die Krankheit an. Anstatt genau hinzusehen und es anzunehmen und zu akzeptieren dass wir nicht genügend auf unser sensibles Selbst geachtet haben. Dass wir nicht achtsam, fürsorglich und genügend liebevoll mit uns umgegangen sind. Wir kämpfen - oft mit sehr viel Chemie - gegen eine Krankheit an und fügen uns so noch viel mehr Schaden zu. Als dass wir uns nach der Natur richten, die für alles die passende Lösung parat hat.

Wir hinterfragen nicht die Umstände die zu dieser Krankheit geführt haben, sondern vertrauen oftmals „nur“ auf die Schulmedizin. Die meist überhaupt nicht ganzheitlich arbeitet. Was aber für eine vollständige Gesundung und die natürliche Harmonisierung von Körper, Geist und Seele oftmals notwendig ist.

Auch da wo ernsthafte Krankheiten sind, sind oftmals die Herzen verschlossen. Aus Angst vor den Konsequenzen werden dicke Schutzmauern um die eigenen Gefühle errichtet. Und es gibt oft keine wahre Liebe. Gibt es keine Akzeptanz.

Oft kämpfen wir auch gegen unsere Sensibilität. Die doch ebenfalls ein natürlicher Seins-Zustand ist!

Anstatt sie einfach nur anzunehmen. Und das beste aus unserem wahren sensiblen Selbst – mit all den vielfältigen Möglichkeiten die wir genau dadurch haben - herauszuholen.

In einer Zeit wie es heute der Fall ist – wo wir in einer Wegwerfgesellschaft leben – in der wir lieber Dinge und auch Menschen wegwerfen und aus unserem Leben entsorgen, als uns an dem zu erfreuen was wir haben, wollen wir immer noch mehr. Wir sind niemals zufrieden mit dem was wir haben. Mit dem was IST. Und wollen immer genau das was uns vermeintlich fehlt. Wir sehen oft überhaupt nicht, dass wir eigentlich den wundervollsten und besten Menschen für uns an unserer Seite haben. Wir sehen nur was andere haben und wollen dann genau dies auch. Anstatt wir uns auf uns konzentrieren und das beste aus den Möglichkeiten herausholen, die uns in unserem individuellen Leben gegeben sind. Die für uns bestimmt sind. Wir weisen die wahre Liebe ab, weil wir überhaupt nicht erkennen dass sie längst in unserem Leben IST. Nämlich dass wir selbst tief und intensiv lieben. Nur die pure Angst hält uns davon ab, die Liebe vertrauensvoll fließen zu lassen.

Wir verschließen aus purer und tiefer Angst unsere Herzen der wahren Liebe. Und suhlen uns lieber im Leid, als dass wir uns vertrauensvoll der Liebe hingeben. Und uns in dieses unfassbar kostbare Gefühl einfach hineinfallen lassen. Uns von dem unendlichen und niemals abreißenden Strom der Liebe mitreißen lassen. Uns führen und leiten lassen.

Aus Angst bleiben wir lieber im Schatten der Liebe und widmen uns dem Kampf gegen jeglichen Mangel. Sehen dabei aber nicht, dass wir genau das Gegenteil erreichen von dem was wir wollen.

Solange wir für die Liebe kämpfen, kann sie nicht unser Leben erhellen.

Kann sie nicht unsere Herzen öffnen. Die einzigartige und unfassbar kostbare Blüte der reinen Seins-Liebe bleibt so verschlossen. Und kann ihre wahre Kraft nicht entfalten. Kann sich niemals vervielfältigen. Kann sich so nicht auf unserer Erde ausbreiten. Kann nicht das Feuer in uns nach außen tragen.

Nur indem wir aufhören zu kämpfen und annehmen was IST – kann alles im Leben fließen. Kann Liebe, Harmonie und Frieden natürlicherweise zurückkehren in unser aller Leben. Nur indem wir aufhören uns permanent selber zu blockieren, kann all dies zu uns kommen was auch zu uns kommen soll. Was für jeden Einzelnen für uns bestimmt ist. Nur wenn wir absolut vertrauen, kann die Fülle unser gesamtes sensibles Sein fluten. Und der Mangel aus unserem Leben verschwinden.

Nur indem die sensiblen Männer Verantwortung übernehmen und sich aus ihrer emotionalen Abhängigkeit und ihrer weiblich anmutenden Passivität herausschälen, können sie wahrhaftig Mann sein. 

Sind sie in der Lage, ihre natürliche Männlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Und ihre Herzen können in wahrer Liebe erblühen. Nur indem die sensiblen Männer mutig sind und sich der wahren Liebe stellen - sie zulassen, annehmen und sich in die Tiefe ihrer Gefühle hineinfallen lassen – kann die Liebe sich wirklich entfalten. 

Und wir Frauen dürfen endlich einmal ganz Frau sein.    

Denn wahre Liebe bedeutet Zusammenhalt. Wahrhaftige Liebe bedeutet „EinsSein“ und doch emotional unabhängig zu sein. Wahrhaftige Liebe bedeutet, ein lebendiges "miteinander" - nicht gegeneinander. Für den, den wir lieben da zu sein, diesen Menschen zu halten und zu (be-) schützen und gleichzeitig unser ureigenes sensibles Selbst nicht aus den Augen zu verlieren. 

Gemeinsam, aber auch alleine einfach zu SEIN...

                                                                 © Iris Fischer – sensible-seele.net       


Warum wir die Sehnsucht lieben

     

Warum wir die Sehnsucht lieben

...und ihre Erfüllung fürchten...

„Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann.“ Jean-Paul Sartre

Wir konstruieren uns eine künstliche Wirklichkeit, die in uns die Sehnsucht brennen lässt.

Und halten den Kreislauf der Sehnsucht so aufrecht. Und scheuen die Erlösung und Erfüllung daraus. Wir fürchten uns vor dem Nichts, dass sich dann vermeintlich in unserem Inneren bildet. Wir misstrauen ihm. Aber welches Nichts denn überhaupt? Was genau ist dieses Nichts?

Dieses Nichts ist nichts weiter als die Normalität. Wir fürchten uns aber vor dieser Normalität. Vor der Sicherheit die die wahre Liebe uns gibt. Obwohl wir nichts mehr wollen als das. Wir wollen zwar Normalität und Harmonie in der Liebe, aber wir haben auch Angst davor. Weil wir dann vermeintlich nicht mehr spüren dass wir leben. Dass wir fühlen. Dass wir ‚leiden’. Dieses süße, nicht enden wollende qualvolle Gefühl der unendlichen und unbeschreiblichen Sehnsucht, die wir oft viele Jahre lang in uns tragen. Wir fürchten seine Erfüllung. Und suhlen uns stattdessen im Leid. Wir vermeiden die Erfüllung der Sehnsucht, wie der Teufel das Weihwasser meidet. Wir vermeiden es glücklich zu sein, weil wir der Illusion verfallen sind dass Glück bedeutet, Sehnsucht zu empfinden. Somit halten wir uns selber in diesem Kreislauf gefangen.

Leid lässt uns spüren dass wir imstande sind wahrhaftig zu lieben. Aber wenn wir einfach nur lieben ist uns das „unheimlich“. Wir haben immense Angst davor einfach zu lieben. Weil wir meist gar nicht wissen wie das eigentlich geht. Einfach nur zu lieben. Ohne Erwartungen, ohne Ansprüche, ohne ständig Bedingungen zu stellen und Forderungen zu haben.

Liebe einfach nur zuzulassen. Liebe einfach nur auszuhalten. Liebe einfach nur zu empfinden. Aus unserer Vergangenheit sind wir es oft „gewöhnt“ um die Liebe zu kämpfen. Liebe ‚haben’ zu wollen. Wir haben niemals gelernt wie es ist, die Liebe eines anderen Menschen einfach nur anzunehmen. Und gar nichts zu tun. Nichts zu tun. Nichts dafür zu tun, aber auch nichts dagegen zu tun. Liebe einfach nur auszuhalten.

Stattdessen wenden wir uns lieber dem Leid zu. Denn das kennen wir zur Genüge. Das ist uns bekannt. Damit wissen wir umzugehen. Das ist nichts neues für uns. Weil Leid uns unser ganzes Leben begleitet hat.

Wenn wir uns im Leid suhlen, können wir ausgiebig in unserer Sehnsucht baden. Wir können in unseren süßesten Träumen schwelgen. Was wäre aber...wenn...? Wenn sich die Sehnsucht erfüllt...?

Erfüllt sie sich tatsächlich, stehen wir da wie der ‚Ochs vorm Berg’. Und wissen erst einmal nicht weiter. Und dann fangen wir vor lauter Angst und Unsicherheit an, die Liebe und unsere Beziehungen zu sabotieren...

Wahres Glück ist etwas vollkommen anderes. Wahres Glück ist, in der inneren Stille unseres Herzens und unserer Seele angekommen zu sein. Im Einklang mit dem Menschen zu leben den wir doch ‚eigentlich’ so sehr lieben. Die Türe zu unserem Herzen zu öffnen und die Liebe willkommen zu heißen.

Die Türe zu unserem Herzen und somit zur wahren Liebe zu öffnen, kostet aber unglaublich viel Mut. Und sie kostet uns unglaublich viel Kraft. Diese Türe dient uns als Schutz. Als Schutz vor unseren eigenen Gefühlen. Die Türe unseres Herzens aufzuschließen und gleichzeitig die Kontrolle abzugeben über das, was dann passiert wenn die Türe weit offen ist, ist ein Gang ins Ungewisse.

Wir fragen uns ernsthaft, was versteckt sich hinter dieser Türe? Was passiert wenn wir die Türe ein Stück weit öffnen? Und die Kontrolle immer mehr loslassen? Und einfach vertrauen? Und annehmen was dann passiert? Was entdecken wir dort hinter der Tür? Springt uns vielleicht sofort die Normalität entgegen? Überfällt sie uns regelrecht mit ihrer Anwesenheit? Oder jagt uns gar die ‚Langeweile’ einen Heidenschreck ein, weil sie plötzlich und unerwartet vor uns auftaucht? Weil wir gar nicht wissen was wir mit dieser Normalität und vermeintlichen Langeweile in der Liebe eigentlich machen sollen? Oder zieht die Normalität sich erst einmal misstrauisch zurück und harrt der Dinge die da kommen wollen? Wartet vielleicht die Normalität dahinter schon lange ‚sehnsüchtig’ darauf, endlich befreit und gelebt zu werden?

Ja, auch die Normalität kann Sehnsucht empfinden. Sehnsucht danach, endlich einmal beachtet zu werden. Und endlich einmal zum Zuge zu kommen. Nicht immer nur hintenanstehen zu müssen. Und der „Langeweile“ Gesellschaft zu leisten.

Die Sehnsucht in uns kann viele Gesichter haben.

Die Sehnsucht nach Frieden

Die Sehnsucht nach Freiheit

Die Sehnsucht nach Gelassenheit

Die Sehnsucht nach Weite

Die Sehnsucht nach Stille

Die Sehnsucht nach Unendlichkeit

Die Sehnsucht nach Erfüllung

Die Sehnsucht nach Ferne

Die Sehnsucht nach Liebe

Die Sehnsucht nach Geborgenheit

Die Sehnsucht nach Sicherheit

Die Sehnsucht danach, endlich ‚angekommen’ und zuhause zu sein

Was kommt dann auf uns zu wenn wir tatsächlich die Kontrolle über unser Herz vollständig abgeben? Und uns in unseren eigenen Gefühlen verlieren? Uns in der Liebe verlieren? Uns in der ‚Normalität’ zu lieben und geliebt zu werden verlieren?

Dann kriecht sie leise, zögernd aber deutlich spürbar, wieder in uns hoch. Die Sehnsucht nach der Sehnsucht. Wir sehnen uns danach, die Sehnsucht in uns wieder zu spüren. Wir sehnen uns danach wieder zu leiden. Dieses süße, unerträgliche und qualvolle Leid zu empfinden. Weil wir denken, es ist eben NICHT normal KEINE Sehnsucht zu fühlen. Eben weil wir Erfüllung nicht kennen. Und somit ist es uns auch fremd, Liebe einfach nur zu empfinden. Die Liebe an sich zu ‚empfangen’. Es ist uns fremd, einfach nur Normalität zu spüren. Gleichklang mit dem Menschen an unserer Seite zu spüren.

Wahre Liebe, echte Nähe und Normalität macht uns eine Wahnsinnsangst. Und deshalb sabotieren wir diese Liebe. Immer und immer wieder. Wir flüchten vor dieser Liebe. Wir laufen weg, verstecken und verkriechen uns, verweigern uns der Liebe, weisen sie von uns, leugnen sie ab, kämpfen dagegen an, schweigen uns aus, wollen nichts davon wissen...

Aber warum?

Weil wir die wahre Liebe einfach nicht aushalten können. Weil wir mit einer solchen Intensität, Stärke und Konstanz der Liebe nicht umgehen können. Wir haben genau das ja niemals gelernt. Stattdessen haben wir immer Partner ‚gefunden’ die uns unbewusst auf Distanz halten. Und uns gar nicht erst zu nahe kommen. Und so unser Inneres nicht wirklich berühren können. Weil sie ebenfalls mit der Liebe nicht umgehen können. Und uns genau dieses dann spiegeln. Aber erst wenn wir bewusst darauf achten, erkennen wir diesen Spiegel an unserer Seite erst richtig. Und erst ab dann können wir ganz bewusst handeln.

Wir können ganz bewusst lernen zu lieben. Wir können lernen die Liebe einfach nur auszuhalten. Und gar nichts damit zu tun. Wir können lernen die Liebe einfach nur wahrzunehmen. Und sie zu spüren. Sie anzunehmen. Sie zuzulassen. Ohne eine „Gegenleistung“ vom anderen zu erwarten. Oder gar einzufordern. Und zu verlangen. Wir können lernen einfach zu lieben.

Aber was hindert uns daran genau dieses zu tun?

Genau. Eine massive Angst. Angst vor der Liebe an sich. Angst den anderen zu verlieren. Angst UNS im anderen zu verlieren. Angst die Kontrolle über unsere Gefühle zu verlieren. Angst uns verletzlich zu zeigen. Seelisch nackt vor dem anderen zu sein. Und Angst wieder enttäuscht zu werden. Angst zu versagen. Angst nicht zu genügen. Angst unsere „Freiheit“ zu verlieren. Angst uns emotional abhängig zu machen. Angst...Angst...Angst...

So funktioniert Liebe nicht. Denn Liebe lässt sich nicht kontrollieren. Liebe IST einfach nur. Sie IST. Liebe ist in uns, Liebe ist im anderen. Liebe vervielfältigt sich wenn sie nicht kontrolliert wird. Wenn sie erwidert wird. Wenn sie dagegen keine Resonanz vom anderen bekommt, erlischt sie irgendwann.

Die Angst halten wir selbst aufrecht. Die Angst vor Nähe und somit die Angst vor der Liebe.

All das sind Zeichen dass wir überhaupt nicht wirklich lieben können. Wir meinen zwar dass wir es können, in Wahrheit können wir es aber nicht. Auch wenn wir glauben Liebe zu empfinden. Natürlich ist es Liebe dass wir fühlen. Nach unserer eigenen Definition. Eben nach unserem Gefühl. Nach dem was wir unser Leben lang kennen. Und unter Liebe verstehen. Aber es nicht die reine ‚Seins-Liebe’ - nicht die absolut wahre und bedingungslose Liebe. Die kennen wir nicht. Die müssen wir erst lernen.

Was wir kennen ist Verlangen. Und Begehren. Und ‚Haben’ wollen. Vielleicht treffen wir sogar unseren Seelenpartner – unser Dual - und begehren diesen dann in einer solchen Intensität, wie wir noch niemals zuvor einen anderen Menschen begehrt haben. Weil dieser Mensch imstande ist Gefühle in uns zu wecken, wie es kein anderer Mensch vorher konnte. Und diese Gefühle möchten wir natürlich wieder und wieder spüren. Und nicht wieder verlieren. Aber alles ist eben nur eine Illusion. Das ist (noch) nicht die wahre ‚Seins-Liebe’. Die müssen wir lernen. Durch unseren Seelenpartner „gezwungenermaßen“. Da er uns ja immer wieder von sich weist. Weil er selber von einer solchen Sehnsucht, Begierde und Angst erfüllt ist, dass ihm gar nichts anderes übrig bleibt als erst einmal davonzulaufen. Und sich vor seinen eigenen Gefühlen vermeintlich zu verstecken. Was natürlich faktisch gesehen unmöglich ist. Denn auch wenn er ans Ende der Welt flüchten würde, wäre doch die Angst, Begierde und die Sehnsucht immer bei ihm. Und auch er muss erst einen Weg für sich finden, genau damit umzugehen. Weil auch er dies niemals gelernt hat. Und uns das so schmerzhaft spiegelt wie es kein anderer Mensch auf dieser Erde kann. Auch unser Dual muss erst lernen Liebe einfach nur zuzulassen. Liebe wirklich zu fühlen. Sie anzunehmen und auszuhalten. Und diese Geduld sollten wir einfach aufbringen für den wichtigsten Menschen (nach uns selbst) in unserem Leben.

Die Tränen die durch all die gefühlte und unerfüllte Sehnsucht von uns Menschen geweint wurden, würden ganze Ozeane füllen. Was würden wir tun, so ganz ohne Sehnsucht? Wenn wir auf einmal doch in der Normalität landen und gelernt haben wirklich zu lieben? „Langweilen“ wir uns dann? Vermissen wir die Sehnsucht? Trauern wir ihr nach?

Suchen wir uns ‚Ersatz’ für die Sehnsucht? Was wäre ein adäquater ‚Ersatz’? Die Illusion? Schwelgen wir dann in irgendwelchen utopischen Phantasien und malen uns aus wie unser Leben sein könnte, wenn wir nicht ein Leben in Liebe und ‚Normalität’ und somit echtem Bestand gewählt hätten? Flüchten wir uns dann in Tagträume? Und leben so wieder an der Realität vorbei? Weil unser Partner uns wieder nicht gerecht werden kann? Und er das ja ganz genau spürt? Und sich deshalb vielleicht von Anfang an distanziert uns gegenüber verhält? Und keine echte Nähe zulässt? Weil er unsere innere Unsicherheit wahrnimmt? Und ihm genau dies noch mehr Angst macht als er sowieso schon hat?

Und wie ist das mit uns? Halten wir die Nähe zu unserem Partner dann aus? Halten wir es aus, wenn doch nicht alles nur harmonisch verläuft? Oder provozieren wir Streit, Konflikte, Diskussionen? „Stören“ und sabotieren wir aus dieser inneren Unsicherheit heraus permanent den Frieden und die Harmonie und somit die Normalität der Beziehung? Oder laufen wir gar selber wieder weg?

Keine Beziehung der Welt kann nur harmonisch verlaufen. Wenn das tatsächlich der Fall ist, dann wird eine Menge Frust unter den Teppich gekehrt. Und sich ganz schön für den anderen verbogen. Für vermeintlichen Frieden in der Beziehung. Und auch wieder aus Angst. Dieser Frieden ist aber trügerisch. Und vielleicht reicht irgendwann ein winziges Tröpfchen Unzufriedenheit bei irgendetwas aus, und das Fass der Geduld läuft über. Und die ganze Beziehung fliegt einem gewaltig um die Ohren.

Normalität wäre eigentlich die Erfüllung all unserer Sehnsüchte. Unserer Träume und Wünsche. Aber dies tun wir eben oft nicht aus Angst was danach kommt. Was kommt nach der Erfüllung...

Wir haben Angst uns zu „langweilen“. Obwohl das Leben ständig aus Herausforderungen besteht. Die wir zu lösen haben. Normalität ist sowieso relativ zu sehen. Jeder versteht etwas anderes darunter. Aufgrund unserer unterschiedlichen Wahrnehmung.

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Das was wir kennen, tun wir auch. Was wir nicht kennen, löst oft Angst und Unsicherheit aus. Deshalb tun wir uns auch so immens schwer mit Veränderungen im Leben. Und bleiben oft lieber im alten Trott stecken. Obwohl wir nicht glücklich damit sind.

Liebe – Leid - Sehnsucht, das ist der Kreislauf der Angst. Und den haben wir selber gewählt. Weil wir es nicht anders kennen. Weil wir das ganz einfach so gewohnt sind. Niemand hat uns je gezeigt wie es funktioniert Liebe einfach nur auszuhalten. Und einfach nur zu empfinden. Nichts dafür und nichts dagegen zu tun. Einfach in unserer eigenen Mitte zu sein. Und aus dieser Mitte heraus vertrauensvoll zu agieren. Nicht, auf den anderen zu reagieren. Sondern bei UNS zu bleiben. Die Liebe einfach anzunehmen. Sie zu ‚empfangen’. Und sie einfach nur zu genießen. Erst dann ist ein wahres gegenseitiges ‚geben und nehmen’ möglich.

Das ist hart. Das ist schwer. Das ist sogar ganz verdammt schwer. Dazu braucht es Geduld, Geduld und nochmal Geduld. Und zwar Geduld mit uns selbst. Und ein bisschen Verständnis, wenn wir nicht immer alles schaffen was wir uns vorgenommen haben. Selbst wenn wir unser bestes tun, gibt es immer Schwankungen. Mal entfernen wir uns wieder von uns, mal nähern wir uns wieder an. Aber auch das ist Normalität. Wir dürfen es uns gönnen nicht perfekt zu sein. Weil das einfach menschlich ist.

Es ist auch ein gewaltiger Unterschied ob wir Sehnsucht aus einer emotionalen Bedürftigkeit heraus empfinden, oder weil wir unseren Partner einfach aus reiner Liebe vermissen, wenn er aus welchen Gründen auch immer, nicht ständig bei uns sein kann. Weil er uns einfach als Mensch fehlt. Weil wir seine Stimme so gerne hören. Weil wir uns so gerne in seinen Augen verlieren. Weil wir ihn so gerne lächeln sehen. Weil wir so gerne unendliche Gespräche mit ihm führen. Das ist wahre Liebe und keine emotionale Bedürftigkeit.

Meiner Meinung nach ist es ein wegschieben der Verantwortung, wenn gesagt wird dass wir – wenn wir uns vollkommen in der wahren Selbstliebe, also der reinen ‚Seins-Liebe’ befinden – keine Sehnsucht und keine Begierde mehr nach unserem Partner – auch unserem Seelenpartner – empfinden. Und dass wir diesen dann nicht mehr ‚haben’ wollen. Natürlich haben wir Sehnsucht. Und natürlich ‚wollen’ wir den Menschen den wir so sehr lieben. Und natürlich begehren wir diesen Menschen. Ist es nicht ein unbeschreiblich wundervolles Gefühl, wenn dieser Mensch in der Lage ist dass wir uns bei ihm so männlich als Mann, oder so weiblich als Frau fühlen, wie wir das noch niemals zuvor bei einem anderen Menschen empfunden haben? Natürlich ‚wollen’ wir uns diesen Menschen bewahren. Und mit diesem Menschen zusammensein. Das hat meiner Ansicht nach nicht zwangsweise etwas mit ‚Bedürftigkeit’ zu tun. Vielleicht ein bisschen mit gesundem Egoismus. Aber das ist ja nur menschlich ;)

Es ist einfach meiner Ansicht nach esoterischer Unsinn, wenn behauptet wird dass wir – wenn wir uns in reiner ‚Seins-Liebe’ befinden, überhaupt keinen anderen Menschen mehr „brauchen“ oder ‚haben’ wollen. Dass wir uns stattdessen immer selber genügen. Oder wir keinen Partner mehr „brauchen“, sondern lieber alleine sind.

Wir Menschen sind nicht dazu geboren worden um alleine zu sein. Natürlich brauchen wir eine gesunde Portion Eigenverantwortung. Natürlich sollen wir erst einmal bei uns selber bleiben und unseren emotionalen Mangel selber ausgleichen. Das Glück und die Liebe in erster Linie aus uns selber beziehen. Was aber NICHT heißt, dass wir niemand anders mehr um uns herum oder in unserem Leben „brauchen“.

Genauso ist es purer Unsinn, dass sich die Liebe in uns auf alle Menschen ausbreitet. Es wird immer Menschen geben die uns weniger sympatisch sind. Und mit denen wir einfach nicht klar kommen. Wie sollen wir diese Menschen lieben? Was nicht heißen soll dass wir uns dann wie die Axt im Walde diesen Menschen gegenüber aufführen. Akzeptanz und Toleranz für die Individualität dieser Menschen werden wir trotzdem zeigen. Was einfach etwas mit Respekt und Anstand zu tun hat. Aber nicht unbedingt mit Liebe.

Auch können wir nicht einen Menschen den wir wahrhaftig und bedingungslos lieben, einfach gegen einen anderen „austauschen“. Nur weil uns dieser Mensch vielleicht nicht will. Oder Angst hat sich auf uns einzulassen. Denn DAS wiederum wäre überhaupt KEINE wahre Liebe. Die reine ‚Seins-Liebe’ als „Ausrede“ dafür herhalten zu lassen die Partner zu wechseln wie unsere Kleidung, ist anmaßend finde ich. Wer das natürlich für sich als richtig empfindet, soll dies ruhig tun. Schließlich darf und soll jeder Mensch das tun was er möchte. Was aber meiner Meinung nach dann nichts mit wahrer Liebe zu tun hat. 

Wenn wir den Menschen den wir doch so sehr lieben, tatsächlich einmal NICHT mehr ‚haben’ wollen, dann meiner Erfahrung nach deshalb, weil dann irgendetwas vorgefallen ist, woraufhin wir entschieden haben dass wir lieber ohne diesen Menschen leben wollen. Dann empfinden wir aber auch wirklich keine Sehnsucht mehr nach diesem Menschen. Und dann verliert sich auch die Liebe zu ihm irgendwann. Weil wir nicht mehr bereit sind uns für diesen Menschen immer wieder zu verbiegen. Denn dieser Mensche verbiegt sich ja auch nicht für uns. Abgesehen davon, sollte sich kein Mensch für den anderen verbiegen müssen. Das wäre dann auch wieder keine wahre und bedingungslose Liebe. Das wäre dann emotionale ‚Bedürftigkeit’ und wieder das ‚haben’ wollen. Aus einem inneren emotionalen Mangel heraus. Und auch die Sehnsucht die wir in diesen Momenten empfinden wäre keine Sehnsucht aus Liebe, sondern aus einem „weil wir den anderen brauchen“ um diesen emotionalen Mangel in uns zu stillen, heraus.

Wenn wir also aus diesem Kreislauf der Angst vor der Einkehr der Normalität in Beziehungen – der Unsicherheit und Erhaltung der Sehnsucht - und der Verhinderung deren Erfüllung aussteigen wollen, sollten wir lernen wahrhaftig zu lieben. Die Liebe in uns einfach zu spüren. Die Liebe zuzulassen, sie anzunehmen und sie auszuhalten. Nicht mehr dagegen anzukämpfen. Oder auch nichts mehr DAFÜR zu tun und uns so wieder zu verbiegen.

Weil wir – wenn wir dann wahrhaftig lieben können – trotzdem noch Sehnsucht in uns spüren werden. Aber nicht mehr die Sehnsucht aus ‚Bedürftigkeit’. Sondern die Sehnsucht aus reiner und bedingungsloser Liebe unserem Partner gegenüber.

Sehnsucht wird es immer in uns geben. Der Unterschied besteht nur in dem „wie“ und „warum“ wir diese empfinden. Und wie wir dann mit dieser süßen bis unerträglich quälenden und manchmal kaum auszuhaltenden Sehnsucht in uns umgehen.

                                                                           © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Wie die Liebesenergie uns verändert


Wie die Liebesenergie uns verändert

„Alles in der Welt ist Liebe. Liebe ist das sanfte, göttliche, von Asche verdeckte, aber unauslöschliche Wesen der Welt.“ - Zitat von Robert Musil

Wenn wir sensiblen Menschen wirklich lieben, dann sehr tief und intensiv. Liebe ist für uns essentiell. Wir brauchen die Liebe wie die Luft zum atmen. Denn die Liebe lässt uns im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzen. Die wahre Liebe motiviert und inspiriert uns. Sie spendet uns Kraft – unbändige Lebenskraft. Wenn wir wirklich und wahrhaftig lieben, dann bleibt kein Stein unseres sensiblen Gefühlslebens mehr auf dem anderen.

Sensible Menschen „ertrinken“ fast in ihren intensiven Liebes-Gefühlen. Wahre Liebe gibt uns Halt und emotionale Sicherheit. Und gemeint ist jetzt nicht die emotional „bedürftige“ Liebe.

Sondern die pure, bedingungslose und reine Seins-Liebe. Diese Liebe bringt uns in unser Herz. Und in unsere Seele. Da sie uns höher schwingen lässt. Und unser sensibles Bewusstsein erweitert. Auch unsere Wahrnehmung wird dadurch verfeinert.

Alles ist Schwingung. Positive Gefühle und positive Emotionen erhöhen unsere Schwingungsfrequenz.

Während negative Gefühle unsere Schwingung nach unten leiten. Unsere Energie und Lebenskraft wird dadurch geschwächt.

Je größer unsere gefühlte Liebe ist, desto höher schwingen wir. Und desto höher ist auch unsere Bewusstseinsebene.

Wahrhaftige Liebe ist lebendige Energie. Wir leben in einem beständigen Meer aus unendlicher lebendiger Energie. Die Energie fließt permanent in alle Richtungen. Sie umhüllt uns mit ihrer gesamten Präsenz. Und genau diese Energie verändert unser gesamtes sensibles Sein vollkommen. Denn wir sind nicht getrennt von all diesen lebendigen Energien. Sondern wir sind durch unsere eigene Lebens- und Liebesenergie mit allen anderen existierenden Energien verbunden.

Trotzdem ist es meistens so, dass wir uns aufgrund unseres Egos sehr wohl als getrennt von allem anderen wahrnehmen. Daher auch das ICH und das DU. Beim gemeinsamen WIR sehen wir uns allerdings wieder verbunden. Und auch hochsensitive Menschen sehen sich von Grund auf mit allem verbunden. Deshalb ist es auch so schwer für sie, sich abzugrenzen. Weil die Energien ja permanent und überall spürbar für sie sind. Das wäre ja dasselbe, als wenn ein Fisch versuchen würde ohne Wasser zu leben. Er würde elendig daran zugrunde gehen. Weil das Wasser dass ihn trägt, seine Lebensspendende Energie ist. Genauso können wir nicht ohne Energie – ohne Lebens- und Liebes-Energie leben.

Unser innerster Kern IST Liebe. Wir haben genau das meist nur vergessen. Und müssen es deshalb wieder lernen.

Eine „bloße“ Verliebtheit ist von daher KEINE wahre Liebe! Sie berührt weder unseren innersten Wesens- noch unseren sensiblen Seins-Kern.

Verliebtheit kann sich ganz schnell wieder auflösen. Nämlich genau dann, wenn unsere Erwartungen, Träume, Wünsche, Sehnsüchte, Phantasien und inneren Bilder die wir uns von einem anderen Menschen machen, von ihm nicht wirklich berührt und somit dann auch nicht erfüllt werden. Weil sie im Außen überhaupt nicht erfüllt werden können. Und weil dieser Mensch am Ende überhaupt nicht zu uns passt.

„Bloße“ Verliebtheit verändert uns einfach insoweit, als dass wir regelrecht „süchtig“ nach dem Menschen sind, den wir äußerlich so sehr begehren. Durch den intensiven Rausch unserer Gefühle fangen wir an uns zu verbiegen. Nur um zu erreichen dass dieser Mensch uns wahrnimmt. Und wir diesen Menschen auch „bekommen“.

Verliebt zu sein bedeutet, diesen einen bestimmten Menschen zu „brauchen“. Um einen inneren Mangel in uns zu erfüllen. Was der andere aber gar nicht kann.

Deshalb kommen wir auch nicht wirklich in unser Herz. Und auch nicht ins Innere unserer Seele. Unsere Schwingungsfrequenz erhöht sich so nicht. Und auch unser Bewusstsein wird nicht erweitert.

Und genau das ist auch der Grund, warum so viele Beziehungen und Partnerschaften nicht auf Dauer funktionieren. Weil es eben sehr oft keine wahre Liebe ist. Sondern nur rein körperliche Anziehung. Die dann auch noch mit Liebe verwechselt wird. Also ein „brauchen“ aus vollkommen falschen Beweggründen.

Wahre Liebe dagegen kann sich nicht auflösen. Sie ist die mächtigste und stärkste Kraft im Universum. Wahrhaftige Liebe überstrahlt alles andere.

Wenn wir einen Menschen wirklich lieben wie er IST – ohne ihn in irgendeiner Art und Weise verändern zu wollen – dann erst können wir von wahrhaftiger und reiner Liebe sprechen. Dann erst können wir uns ganz in unserem Herzen und in unserer Seele befinden.

Erst recht, wenn wir unserem Seelenpartner / unserer Dualseele begegnen. Denn diese tiefe und intensive Liebe ist von Anfang an einfach da. Bei der wahren Seelenliebe gibt es niemals eine „bloße“ Verliebtheit.

Wahre Liebe bedeutet, den anderen genauso anzunehmen und zu lieben wie er ist. Ihn nicht verändern zu wollen, so wie wir ihn gerne hätten. Was ja früher oder später in ganz vielen Beziehungen und Partnerschaften passiert. Und das ist keine wahre Liebe! Das ist nur ein nachjagen unserer innersten Phantasien und Traumbilder. Aber nicht die Realität.

Denn wahre Liebe ist bedingungslos. Sie IST einfach nur.

Was nun nicht heißt, sich vom anderen alles gefallen lassen zu müssen. Und alles in falsch verstandener Weise „hinnehmen“ zu müssen. Natürlich dürfen, sollen und müssen wir auch da gesunde Grenzen setzen wenn uns etwas nicht gefällt. Denn auch wenn wir einen Menschen bedingungslos und wahrhaftig lieben, bedeutet das noch lange nicht, dass es nicht auch zu Meinungsverschiedenheiten, irgendwelchen Konflikten oder Missverständnissen kommen kann.

Viele Menschen verwechseln auch sexuelle Lust und Begierde mit Liebe. Sexuelle Gefühle haben aber erst einmal rein überhaupt nichts mit wahrer Liebe zu tun. Denn das bedeutet nur, dass wir einen anderen bestimmten Menschen „haben“ wollen. Dass wir ihn rein körperlich begehren. Dass wir im wahrsten Sinne des Wortes ‚Lust’ auf diesen Menschen haben. Das ist aber noch lange keine wahre Liebe. Da wir hier nur auf Äußerlichkeiten fixiert sind. Was noch lange nicht heißt, dass wir den Menschen den wir körperlich begehren, auch wirklich und wahrhaftig als Mensch der er ist, lieben. Denn vielleicht passt dieser Mensch ja überhaupt nicht zu uns. Trotzdem wollen wir ihn „haben“. Weil er rein äußerlich gesehen, unserem inneren Bild eines vermeintlichen „Traumpartners“ entspricht. Oder damit wir nicht alleine sind.

Wenn allerdings zu diesem sexuellen Begehren dann noch die bedingungslose, reine und wahrhaftige Liebe dazukommt, verändert das unser gesamtes Sein. Wir transformieren uns innerlich. Und unsere inneren Schatten verschwinden. Da wir absolut in unser Herz und in unsere Seele finden. Denn Liebe ist Licht. Und da wo Licht ist, lösen sich alle Schatten auf.

Licht und Liebe sind untrennbar miteinander verbunden. Genauso wie männlich und weiblich untrennbar miteinander verbunden sind. Weil in uns allen sowohl weibliche, als auch männliche Anteile zu finden sind. Diese befinden sich oft nur nicht im Gleichgewicht. Sondern in einer künstlich erzeugten Disharmonie.

Wahre Liebe bringt all unsere positiven Seiten zum Vorschein. Und lässt uns von innen heraus leuchten und strahlen. Sie macht uns glücklich. Weil diese Liebe unserem wahren SELBST entspringt. Sie kommt also aus uns selbst. Und erneuert sich auch entsprechend immer wieder aus uns selbst.

Vor allem die weibliche Liebes-Energie sprudelt unerschöpflich. Wie aus einer nicht enden wollenden Quelle. Sie läuft über und vervielfältigt sich. Weil sie eine schöpferische Kraft ist. „Mutter Erde“ ist ja auch weiblich, fruchtbar und schenkt immer wieder neues Leben.

Das männliche kann ohne das weibliche nicht existieren. Genauso wie das weibliche nicht ohne das männliche sein kann.

Der wahrhaft liebende Mann holt sich die Liebes-Energie der urweiblichen Frau. Und nimmt ihr diese Energien aus tiefer und wahrer Liebe ab. Weil er diese Liebes-Energie „haben“ möchte. Weil er sie braucht, damit er sich durch sie transformiert. Damit er vollkommen in sein Herz findet. Und weil die wahre Liebe nur dann frei fließen und sich aus sich selbst heraus erneuern kann.

Viele Männer haben aber gravierende Angst vor genau dieser inneren Transformation, die diese wahrhaftige Liebes-Energie in ihnen auslöst. Denn sie wollen nicht verändert werden. Weil sie sich ein vollkommen falsches Bild dieser inneren Transformation machen. Und weil ihnen dieses Gefühl des „in Watte gepackt seins“ wenn sie diese Energie in sich aufgenommen haben, unheimlich und fremd ist. Sie haben Angst sich dieser puren und reinen Liebes-Energie vertrauensvoll hinzugeben. Und sich ihr vermeintlich „auszuliefern“. Sie haben Angst sich fallen zu lassen. Und in dieses grenzenlos weite und tiefe Meer aus bewegter und lebendiger Liebes-Energie einzutauchen. Die ihr gesamtes Sein flutet und bis in die letzte Faser durchdringt. Sie haben Angst, in dieser machtvollen sexuellen Energie unterzugehen und zu „ertrinken“. Die Kontrolle vollkommen über sich zu verlieren. Nicht mehr „Herr über sich selbst“, ihre Gefühle, ihr Denken und über ihr Handeln zu sein.

Deshalb ist auch der sexuelle Akt an sich so unbefriedigend für viele Menschen. Vor allem für die Frauen. Weil sie in ihrem innersten Kern nicht berührt werden. Weil die wahre Liebe in ihnen dabei nicht berührt wird. Die urweibliche Energie wird ihnen vom Mann dann nicht abgenommen. Und sie weiß dann nicht wohin sie damit soll. So entstehen dann Blockaden. Die Liebes-Energie kann nicht frei fließen. Obwohl sie ständig überquillt.

Die Energie fließt dann ins „Leere“. Und die Frau fühlt sich nicht zufrieden und nicht befriedigt. Sie kann dieses diffuse Gefühl aber nicht einmal in Worte fassen. Weil sie meist nicht einmal weiß, was da mit ihr passiert. Es sei denn sie lernt bewusst, mit dieser unerschöpflichen Liebes-Energie in sich umzugehen. Und sie einfach nur bei sich zu behalten. Sie auszuhalten.

Deshalb „betteln“ automatisch viele Frauen darum und bieten sich dem Mann „verzweifelt“ an, DAMIT er ihnen ihre kostbare urweibliche Liebes-Energie abnimmt. Was so aber nicht funktioniert. Denn solange ein Mann genau diese Energie nicht freiwillig „haben“ möchte und die Frau davon ‚befreit’, fließt die Liebes-Energie in die komplett falsche Richtung. Und die jeweilige Frau wird immer unbefriedigt bleiben. Außerdem befindet sie sich dann nicht in ihrer wahren Urweiblichkeit.

Was bedeutet es aber nun, wenn der wahrhaft liebende Mann der Frau seines Herzens die urweiblichen Liebes-Energien abnimmt?

Der sexuelle Akt an sich ist dann kein „mechanischer“ und rein körperlicher Akt mehr. Der Mann ist weder darauf aus sich nur in der Frau „zu entladen“ und seinen Stress bei ihr abzuladen, noch will er einfach nur seine Begierde befriedigen. Denn das wäre dann eine energetische „Verschmutzung“ der Frau. Aber keine wirkliche Liebe. Was die Frau auch daran merkt, dass sie sich dann energetisch unsauber, unwohl und irgendwie falsch fühlt. Auch bleibt sie letztendlich unbefriedigt zurück. Selbst wenn sie einen kurzen „oberflächlichen“ Höhepunkt erreicht hat.

Der wahrhaft liebende Mann nimmt sich selber stark zurück. Bei der sexuellen Vereinigung verschmelzen beide dann regelrecht miteinander. Sie werden sprichwörtlich Eins. Langsamkeit, immer wieder bewusstes hinauszögern und so die beiderseitige Lust immer weiter zu steigern bis hin zur vollkommenen Ekstase, ganz bewusst gelebte Zärtlichkeit, echte Intimität entstehen zu lassen – ohne bewusstes herbeiführen einer schnellen rein körperlichen Befriedigung - steht dabei an allererster Stelle.

Berührung auf jeglicher Ebene ist hier das „Ziel“. Diese Begegnung findet auf einem sehr viel höheren Level statt als vollkommen „normaler“ Sex. Da hier Körper, Geist und Seele als untrennbare Einheit eingebunden sind.

Der wahrhaft liebende Mann ist der aktive Part. Auch wenn die Frau „vermeintlich“ die Führung übernimmt. Die Frau bleibt immer passiv. Nur so kann die urweibliche Liebes-Energie „richtig“ herum fließen. Indem die Frau sehr bewusst mit allen Sinnen genießt. Und es vor allem zulässt dass der Mann aktiv urmännlich sein darf. Indem sie sich ihm absolut vertrauensvoll hingibt. Sich hineinfallen lässt in ihre Lust. Sich treiben lässt im Meer ihrer ureigenen urweiblichen Gefühle. Im unendlichen Ozean ihrer natürlichen Liebes-Energien.

Indem der Mann sie „trägt und hält“ in ihren urweiblichen Emotionen. Nicht die Frau „hält und trägt“ den Mann! Sondern sie lässt sich vertrauensvoll fallen. Und gibt sich ihren weiblichen Emotionen hin. Gibt sich IHM hin. Gibt sich der wahren Liebe zu ihm hin.

Nur auf diese Weise können jegliche sensiblen Sinne und jede Faser unseres sensiblen Seins wirklich und wahrhaftig berührt, und unser ganzes sensibles Sein vollkommen aus uns selbst heraus gesättigt und genährt werden. Nur indem sich beide einander unkontrolliert hingeben. Und keiner der beiden irgendetwas von sich zurückbehält und sich begrenzt. Nur indem der wahrhaft liebende Mann sich sehr bewusst zurückhält, und so beiden ganz bewusst den Raum gibt, ihre sinnlichen Empfindungen zu leben, nimmt er ihr die überfließenden Energien ab. Und „schöpft“ die Liebes-Energie mit bewusster Achtsamkeit und lustvoll gelebter Sinnlichkeit aus ihr heraus. Auch die multiorgasmischen Fähigkeiten können so bewusst trainiert werden. Außerdem kennt der wahrhaft liebende Mann die drei unterschiedlichen Arten des weiblichen Orgasmus. Nämlich der äußere Orgasmus, der G-Punkt Orgasmus und der tiefe innere und sehr intensive und absolut erfüllende Orgasmus. So kann er der Frau seines Herzens ungeahnte ekstatische Höhenflüge bescheren. Die sie ihm niemals vergessen wird. Da er sie so vollkommen von ihrer urweiblichen Energie befreit. Und sie sich so genährt und gesättigt auf allen Ebenen fühlt, wie bei keinem anderen Mann vorher.

Dieses „Eins-Sein“ – dieses gemeinsame und ganz bewusst achtsame Verschmelzen auf allen Ebenen von Körper, Geist und Seele ist es – das zu einer Veränderung des gesamten sensiblen Seins führt. Wir FÜHLEN uns vollkommen anders. Weil sämtliche Sehnsüchte in uns in diesem Augenblick gestillt sind. Und wir uns vollkommen gesättigt fühlen. Wir fühlen uns sprichwörtlich „in Watte gepackt“. Die Ego bedingte Trennung und Abspaltung von allem anderen ist aufgehoben.

Deshalb fühlen wir uns mit dem anderen „Eins“. Wir SIND in diesem Moment „Eins“.

Nur indem wir uns vollkommen hingeben und den fließenden Bewegungen der Liebes-Energien anpassen, weil wir uns hineinfallen lassen in das unendliche Meer dieser Energien, können unsere Sehnsüchte genährt, gestillt und vollkommen gesättigt werden. Auch wenn beide sich im Akt in enger, liebevoller Umarmung eine zeitlang ganz bewusst nur spüren, ganz bewusst die Nähe des anderen genießen, ohne auch nur eine Bewegung auszuführen – oder zumindestens nur minimal – können beide sich in allerhöchste Verzückung und lustvolle Ekstase versetzen. Raum und Zeit lösen sich so auf. Und spielen überhaupt keine Rolle mehr. Weil sie nicht mehr wahrgenommen werden. Denn nur noch das was gefühlt wird, zählt.

Absolut nichts wird zurückgehalten. Jegliche Kontrolle wird fallengelassen.

Das ist eine vollkommen neue Art sich gegenseitig zu spüren. Sich SELBST ganz bewusst zu spüren. Den Menschen den man wahrhaftig liebt, ganz bewusst zu entdecken und zu spüren.

Der wahrhaft liebende Mann wird zum Gefäß, in das die Frau ihre Liebes-Energie ergießen darf. Weil er diese Energie aus tiefer Liebe zu ihr aus ihr „herausschöpft“.

Wenn wir diese Erfahrung einmal gemacht haben, verändert uns dies für immer. Vollkommen „normaler“ Sex wird dann nur noch schwer möglich sein. Und Sex ohne Liebe geht gar nicht mehr. Da wir uns immer daran erinnern werden wie sehr wir auf diese Weise und von genau diesem zutiefst geliebten Menschen auf allen unseren Ebenen des Seins genährt und gesättigt werden.

Die Liebes-Energie verändert uns aber nicht nur durch eine solche sexuelle Begegnung. Sondern auch auf andere Art und Weise. Denn wahre Liebe bedeutet ja nicht automatisch auch Sex mit dem Menschen zu haben den wir bedingungslos lieben.

Es kann sein, dass wir mit einem Mal merken, wie Dinge uns unwichtig werden, die wir vorher immer für so wichtig gehalten haben. Und die wir jetzt nicht mehr in unserem Leben brauchen. Also sortieren wir alles aus, was uns nicht mehr gut tut und entsorgen all diese Dinge. Das können auch Personen sein, von denen wir uns trennen „müssen“. Weil uns nun endlich bewusst ist, wie sehr uns diese Menschen eigentlich schaden. Emotional schaden, oder auch seelisch, geistig und schlimmstenfalls sogar körperlich.

Es kann sein, dass wir durch die wahre und bedingungslose Seins-Liebe unser gesamtes Leben umkrempeln und neu sortieren. Uns selbst neu sortieren. Dinge hinterfragen. Unser Leben rückwärts gesehen endlich verstehen. Dass alles tatsächlich seinen Sinn hat genauso wie es passiert ist. Dass wir es überhaupt nicht anders hätten machen können. Da wir es zu diesen Zeitpunkten nicht besser wussten. Also stellen wir fest, dass alles genau richtig war so wie es war. Und mit dem Wissen was wir heute haben, würden wir natürlich alles anders machen. Dann würde es aber auch anders sein sollen. Und nicht mehr so wie es damals war.

Bedingungslos zu lieben und bedingungslos geliebt zu werden, verleiht uns im wahrsten Sinne des Wortes Flügel. Sie hebt uns in viel höhere energetische „Sphären“.

Wir haben das Gefühl alles schaffen zu können was wir wollen. Wir können uns lösen von allem was wir nicht mehr brauchen. Von allem was uns schon lange nicht mehr gut tut. Von allem was uns negativ beeinflusst. Und was uns in unserem Leben ausbremst. Wir können endlich unsere ureigene „Lebensgeschwindigkeit“ leben. Und unser wahres sensibles Sein spüren. Wir können das Leben ganz bewusst spüren. Die Liebe ganz bewusst auskosten. Und sie genießen. Wir wissen dass wir nicht mehr emotional abhängig sind. Denn durch die wahre Liebe haben wir es geschafft uns emotional absolut unabhängig zu machen. Wir haben es geschafft, jegliches „falsche“ Pflicht- und Verantwortungsgefühl für Menschen abzulegen, für die wir nicht verantwortlich sein können. Weil diese Menschen für sich selbst Verantwortung übernehmen und tragen müssen.

Wir können nicht ein Leben lang andere Menschen – nur weil sie emotional und seelisch ‚schwächer’ sind als wir – „halten und tragen“ und uns um sie kümmern. Wenn uns das in unserem Leben permanent nur ausbremst.

Wir spüren die Liebe durch uns fließen. Wir spüren wie die Liebe zu uns zurückkommt. Denn wir strahlen pure und reine Liebes-Energie aus.

Sogar unsere Katze oder unser Hund spürt die Liebes-Energie in uns. Und sucht nun noch mehr unsere Nähe. Weil selbst die Tiere sich an unserer Seite unendlich wohl fühlen. Auch unsere Kinder verändern sich durch unsere wahre und bedingungslos gefühlte Liebe.

Wir ziehen nur noch Partner / Partnerinnen in unser Leben, die sich ebenfalls auf dieser hohen Schwingungsfrequenz der reinen Seins-Liebe und des erweiterten Bewusstseins befinden. Als positiv denkende Menschen ziehen wir positiv denkende Menschen an. Wenn wir von innen heraus leuchten und strahlen, ziehen wir genau diese Menschen auch an. Wenn wir selbst herzlich, sanft und liebevoll sind, ziehen wir ebensolche Menschen an.

Wenn wir uns stattdessen auf einem niederen Energieniveau und einer niederschwingenden Frequenz befinden, ziehen wir genau dieses an. Soll heißen – wenn wir beispielsweise sehr in unserer Angst verhaftet sind, ziehen wir genau solche Menschen in unser Leben. Wenn wir Pessimisten sind, ziehen genau auch dieses zu uns. Wenn wir abhängig und emotional „bedürftig“ sind, kommt auch das zu uns zurück.

Gleiches zieht Gleiches an. So funktioniert das Resonanzgesetz. Unsere hohe Liebes-Energie zieht Kreise. Die nun immer weiter und größer werden.

Denn wahre Liebe nährt uns. Sie erfüllt uns. Und sie lässt unser inneres Feuer dauerhaft brennen.

Unser Denken ist ganz anders. Wir bewerten nicht mehr so schnell. Und vor allem nicht mehr negativ. Wir nehmen an. Und akzeptieren, was wir sowieso nicht ändern können. Wir verzeihen auch einmal großmütig. Und schauen vor allem hinter die Fassade bei anderen Menschen. Wir sind gelassen und entspannt. Wir befinden uns komplett in Harmonie und in unserer ureigenen Mitte. Auch bewegen wir uns nicht mehr weg davon. Wir ‚empfangen’ das Leben nun. Und nehmen das an, was zu uns will. Weil es genau richtig ist so wie es ist.

WIR alleine haben unser Schicksal in der Hand. Wir bestimmen die Richtung in die wir auf unserem Lebensweg gehen. Wir entscheiden wer mit uns diesen unseren ureigenen Weg gehen soll und gehen darf.

Wir FÜHLEN nun bewusst das Leben. Wir FÜHLEN ganz bewusst die Liebe. Und wir FÜHLEN ganz bewusst unsere Sensibilität. Wir sind uns unseres Seins bewusst. Unser wahrer Wesenskern ist freigelegt.

Durch die wahre und bedingungslose Seins-Liebe können wir uns nun auf unsere Lebensaufgabe fokussieren. Und uns darauf konzentrieren.

Die Energie der wahren und bedingungslosen Liebe hat einen komplett neuen Menschen aus uns gemacht. Und dennoch sind wir ganz wir selbst. Wir sind mehr wir selbst, als wir jemals zuvor wir selbst waren.

Unser ureigenes Selbst hat sich endlich entfaltet. Und wir fühlen uns so wohl wie nie zuvor. Weil wir uns komplett der Liebe geöffnet haben. Und uns in unserem Herzen und in unserer Seele befinden.

Wir haben keine Angst mehr zu lieben. Und wir haben vor allem auch keine Angst mehr wahrhaftig geliebt zu werden.

Zu all diesen Dingen ist nur die wahrhaftige Liebe fähig. Da WIR SELBST Liebe sind. Genau dies müssen wir aber in unserem Leben erst einmal erkennen. Und diese Liebe in uns freilegen.

Was gerade durch die Seelenpartner und Dualseelenbegegnungen passiert.

Wenn alle Menschen sich in wahrhaftiger bedingungsloser Liebe – in ihrem Herzen und in ihrer Seele - befinden würden, gäbe es ausschließlich Frieden und Harmonie auf unserer Erde.

Alleine daran sieht man, wie mächtig und unendlich kraftvoll die wahrhaftige Liebes-Energie ist. Wie sehr die Schwingungsfrequenz erhöht und unser Bewusstseinszustand erweitert wird.

Wenn wir uns nicht in unserem Herzen befinden, sind wir für die komplett falschen Dinge verführbar und manipulierbar. Das ist dann die Abwesenheit von wahrer Liebe. Wir wissen dann nicht mehr von der immensen Kraft unseres Herzens. Und von der Kraft unserer Seele. Und auch nicht von der positiven „Macht“ unserer Sensibilität als natürliche Gabe. Als kostbares Geschenk der Natur.

Wahrhaftige Liebe verändert uns. Für immer. Denn die Liebes-Energie wirkt heilend auf unser gesamtes sensibles Sein.

Die wahre Liebe bringt uns wahrhaftig in unser Herz. Ins pure, intensive und tiefe FÜHLEN. Wir FÜHLEN bewusst unser ureigenes sensibles Sein. Und wir fühlen bewusst das Leben an sich...

Denn wir SIND Gefühl. Wir SIND Liebe.                                                                        

                                                                                         © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Was passiert eigentlich nach dem „Happy End“?


Was passiert nach dem Happy End

Echte Liebesgeschichten gehen nie zu Ende. Stimmt das?

Sämtliche Liebesgeschichten in Büchern – und natürlich auch in Filmen - hören immer genau dann auf, wenn die Paare sich gefunden haben. Und das wird dann typischerweise als „Happy End“ bezeichnet. Aber ist es das wirklich? Fakt ist doch eigentlich, dass dann ja die Beziehung zwischen den jeweiligen Personen erst einmal BEGINNT. Also anfängt! Sie ist ja nicht zu Ende. Also ist die Bezeichnung „Happy End“ eigentlich irreführend. Denn die NORMALITÄT beginnt ja jetzt erst. Lediglich die Sehnsucht nach dem anderen hat ein Ende. Denn man hat das ‚Objekt seiner Begierde’ ja nun bekommen.

Was also passiert nach dem oft langen Kampf um die Liebe? Nach dem ‚haben wollen’ und ‚sehnen’ und ‚warten’ und ‚hoffen’ und ‚bangen’ und des ‚flüchtens’ und ‚wiederannäherns’? Wenn sämtliche Komplikationen beseitigt sind und die Liebenden wirklich zueinander gefunden haben?

Kehrt jetzt die Langeweile zwischen den beiden ein? Funktioniert eine Partnerschaft und ein gemeinsames Leben überhaupt? Passt man wirklich zusammen? Und BLEIBEN die beiden auch wirklich DAUERHAFT zusammen? Das alles sind Fragen die in solchen Situationen niemals beantwortet werden. Und über die man sich oft überhaupt keine Gedanken macht. Weil man das ‚Objekt seiner Begierde’ ja die ganze Zeit erst einmal für sich gewinnen wollte.

Was ja nicht nur in Büchern und Filmen passiert. Sondern allgegenwärtig in der Realität stattfindet. Tagtäglich überall auf der ganzen Welt.

Der Zauber des Anfangs bleibt oft nicht wirklich bestehen, wenn die Normalität einkehrt.

Es ist ja nicht so, dass man nach der letzten gelesenen Seite das Buch zuklappt, oder der Vorhang im Kino geht zu und das Paar das sich bekommen hat, „verabschiedet“ sich mit einem innigen Kuss und alles ist gut und für den Rest ihres Lebens nur Freude und Sonnenschein!

Meist ist es so, dass Liebe - oder das was wir unter Liebe verstehen - einfach nur romantisch verklärt und überhaupt nicht realistisch gesehen wird.

Was bei der Begegnung mit unserem Seelenpartner – und insbesondere mit unserer Dualseele – schnell festgestellt wird. Da hier einfach alles vollkommen anders und auf den Kopf gestellt ist. Denn es gibt nicht die typische Verliebtheit in den anderen, wie es bei der normalen „Herz-Liebe“ der Fall ist. Da Seelenliebe einfach von Grund auf existiert. Sie ist einfach da. Als reine ‚Seins-Liebe’. Und da diese Liebe dermaßen tief, intensiv und stark ist, muss man dies für sich erst einmal verarbeiten. Und lernen mit dieser immensen Energie die zwischen den Seelenpartnern fließt, umzugehen. Sie auszuhalten.

Verliebtheit wird oft mit Liebe verwechselt. Das Verliebtheitsgefühl einer normalen „Herz-Liebe“ kann sich genauso schnell wieder verflüchtigen, wie es sich in einem gebildet hat. Das wird bei der wahrhaftigen Seelenliebe niemals passieren. Denn egal was der Seelenpartner auch tut, BLEIBT die Liebe trotzdem in einem bestehen. Da der Seelenpartner ein Teil von einem selbst ist.

Wenn Menschen ineinander verliebt sind, verbiegen sie sich oft „auf Teufel komm raus“ füreinander. Sie geben sich selbst auf und verzichten auf ihre eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte, Träume, Visionen und Ziele. Während bei wahrhaftiger Liebe der Partner dies niemals zulassen würde.

Bei wahrhaftiger Liebe unterstützt man sich gegenseitig in allem, was man selbst und auch der andere für sich will und braucht. Weil es selbstverständlich ist, den Partner genauso anzunehmen und zu akzeptieren wie er ist. MIT all seinen Fehlern und Schwächen und Macken und vielleicht „schlechten“ Angewohnheiten die man am Anfang ja noch GAAANZ süß findet, die aber mit der Zeit nur noch nervig sind und immer öfter Streit zwischen den Partnern verursachen.

Warum regen sich beispielsweise so viele Menschen über nicht zugeschraubte Zahnpasta-Tuben auf? Was ist so schlimm daran wenn die Zahnpasta-Tube offen herumliegt? Dann nimmt man eben gelassen und entspannt den Deckel der Tube und schraubt sie ohne ein Wort darüber zu verlieren wieder zu. Ist so eine nichtige Kleinigkeit es wirklich WERT zu streiten? Und sich genervt anzukeifen? Derlei Beispiele gibt es unendlich viele. Und doch ist diese eine Kleinigkeit nur ein Symbol für viele, viele unnötige Streitpunkte in unzähligen Beziehungen. Dann liegen die Klamotten des Partners eben verstreut herum. Oder er lässt alle Schranktüren offen. Und im Bad stehen eben unzählige Tigelchen, Fläschchen und Döschen von irgendwelchen Cremes und Pflegeprodukten herum. Oder der Partner braucht halt nun mal ewig lange bis er die Spülmaschine ein- oder ausgeräumt hat. Na und? Genau DAS ist der Alltag. Die Normalität, die nach der Erfüllung der Sehnsucht zwischen den Partnern einkehrt. Ist es das WERT den Frieden in der Beziehung zu sabotieren? Indem man sich über solche nichtigen Dinge aufregt?

Bei „bloßer“ Verliebtheit nimmt man den anderen zwar als Partner, geht eine Beziehung oder offizielle Verbindung mit ihm ein, fängt aber nach einer gewissen Zeit an, ihn verändern zu wollen. Beziehungen einer normalen „Herz-Liebe“ gleichen oft einem Kriegsschauplatz. Permanent gibt es Machtspielchen, unschöne Szenen, Streit und Dramen.

Natürlich ist auch eine Seelenbeziehung nicht nur Friede, Freude und Harmonie. Sondern sie ist genauso geprägt von Diskussionen, Meinungsverschiedenheiten und manchmal auch Missverständnissen. Weil man immer wieder einmal Worte oder Sätze formuliert, die dann beim anderen vollkommen anders ankommen, als man sie eigentlich wirklich gemeint hat. Allerdings gibt es bei der Seelenliebe keine Machtspielchen mehr. Keiner will „über dem anderen stehen“, sondern beide begegnen sich auf Augenhöhe. Mit liebevollem Respekt, Achtsamkeit, Verständnis und Rücksichtnahme füreinander.

Gehen wir doch mal fünf Jahre weiter. Was ist denn meistens Fakt fünf Jahre nach dem „Happy End? 

Ist es nicht sehr oft so, dass man sich nach einigen Jahren nicht mehr viel zu sagen hat als Paar? Dass man nur noch nebeneinanderher existiert anstatt wirklich miteinander zu leben? Wenn man überhaupt nach dieser Zeit noch zusammen und ein wirkliches Paar ist?

Man braucht sich ja nur mal umzusehen wenn man „draußen“ unterwegs ist. Viele Paare schweigen sich nur an, oder gehen absolut respektlos miteinander um. Keiner nimmt mehr Rücksicht auf den anderen, sondern zieht aus purem Egoismus „sein Ding“ durch. Ohne auch nur ein bisschen die Konsequenzen für die Beziehung und Partnerschaft zu beachten. Man schweigt sich an, keift und zickt sich an, jammert und klagt, kritisiert und meckert, keiner kann es dem anderen mehr recht machen. Jeder wirft dem anderen permanent seine Fehler vor, ohne aber auch die eigenen zu sehen.

Geschweige denn, wie oft einer der beiden oder beide die Beziehung an sich in Frage stellen. Oder sich immer wieder kurzzeitig trennen. Oder sich gar in irgendwelche „Affären“ oder „Abenteuer“ stürzen nur um sich selbst wieder spüren zu können! Nichts anderes ist der Grund für außerpartnerschaftliche Affären. Weil man sich selbst wieder spüren will. Man will wieder die Sehnsucht fühlen. Man will wieder das Begehren und begehrt werden und das ‚haben wollen’ in sich spüren. Dass der eigene Partner oder die Partnerin ja überhaupt nicht mehr geben KANN, da man diesen Menschen ja bereits BEKOMMEN hat! Also übt man sich schön in „Beziehungs-Sabotage“. Anstatt an der Beziehung gemeinsam zu arbeiten, damit sie dauerhaft funktioniert.

Soll DAS die ‚Normalität’ sein die nach der Erfüllung der Sehnsucht zutage kommt? Ist das die wahre Liebe?

NEIN!

Das ist oder war lediglich einmal VERLIEBTHEIT – aber keine tiefe und wahre ‚Seins-Liebe’. Sobald sich ein Partner für den anderen ständig nur verbiegt, sich zurücknimmt, seine eigenen Bedürfnisse zurückstellt und nicht mehr beachtet, permanent nur das macht was der andere Partner will, das ist KEINE wahre Liebe! Von keiner Seite. Das ist lediglich emotionale Bedürftigkeit. Ein innerer Mangel. Der schnellstens beseitigt und aufgelöst werden sollte. Innerer Mangel muss gefüllt und ERFÜLLT werden. Das kann aber nicht permanent der Partner für einen übernehmen. Dafür ist man SELBST verantwortlich.

Anfangs - zu BEGINN der Erfüllung der Sehnsucht, hat man sich noch begehrt und konnte nicht genug voneinander bekommen. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes übereinander „hergefallen“ um die Lust und die Begierde nacheinander zu stillen. Mit der Zeit lässt das aber nach. Weil auch das irgendwann zur „Gewohnheit“ wird. Weil man anfängt, seinen Partner als selbstverständlich anzusehen. Man gibt sich somit keine Mühe mehr. Man ZEIGT dem Partner nicht mehr wie sehr man ihn liebt, begehrt und schätzt. Und genau das ist ein ganz fataler Fehler, der immer wieder in sehr vielen Beziehungen und Partnerschaften gemacht wird. Man nimmt seinen Partner als selbstverständlich an.

Derweil ist NICHTS selbstverständlich bei wahrer Liebe! Es ist eine absolut freiwillige und ganz bewusste Entscheidung, mit einem bestimmten Menschen eine beständige und dauerhafte Beziehung und Partnerschaft einzugehen. Diese ganz bewusste Entscheidung FÜR einen bestimmten Menschen sollte NIEMALS als selbstverständlich angesehen werden! Denn das entbehrt jeglichem Respekt und Achtung vor genau dieser bewussten Entscheidung des Partners oder der Partnerin. Denn eigentlich ist es ein überaus kostbares Kompliment der eigenen Person, wenn der Partner sich ganz bewusst FÜR einen entscheidet! Denn immerhin will er ja nicht „irgendjemanden“!

Wie oft wird hingerissen und absolut verblendet in der Liebe geseufzt: „Ich würde ALLES für meinen Partner oder für meine Partnerin tun.“

Wirklich? ALLES?? Warum?

Man kann NICHT alles für seinen Partner oder für seine Partnerin tun. Man kann vieles tun. Aus wahrer und reiner ‚Seins-Liebe’ – JA. Solange man gelassen und entspannt in sich ruhen kann. Und trotz allem bei SICH bleibt. Sich nicht von sich selbst wegbewegt. Aber ALLES für den anderen tun, nur weil man verliebt ist und selbst auf vieles verzichten? NEIN! Man kann NICHT sämtliche Erwartungen, Bedingungen oder Forderungen des Partners erfüllen die von IHM oder IHR aus kommen. Das geht nicht. Sonst würde man selbst sich absolut verbiegen. Was wiederum KEINE wahre und tiefe ‚Seins-Liebe’ wäre. Sondern emotionale Abhängigkeit und Bedürftigkeit. Eben Verliebtheit. Und keine echte und wahre Liebe.

Das ist leider oft Realität. Und diese Realität der Erfüllung seiner Sehnsucht nach einem bestimmten Menschen, wird leider auch meistens zur ‚Pseudo-Normalität’. Denn oft passt man eigentlich überhaupt gar nicht zusammen als Paar. Was sich aber erst mit der Zeit herauskristallisiert.

Man bewegt sich also permanent zum anderen HIN - und WEG von sich selbst. Man lässt sich selber im Stich. Man kümmert sich nicht um sich, sondern lieber um die Bedürfnisse seines Partners. Und wird mit der Zeit immer unzufriedener. Und unglücklicher. Und irgendwann fängt man dann an, dem Partner die Schuld an all dem Kummer und Leid und der inneren Leere zu geben das man selber in seinem Inneren fühlt. Den ganzen Frust, den Ärger, die verdrängte Wut – all das schiebt man dem Partner zu. Weil er es einem einfach überhaupt nicht erfüllen KANN! Und obwohl es in der EIGENEN Verantwortung liegt sich selbst glücklich zu machen. Und sich seine ur-eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.

Ist DAS tatsächlich das „Happy End“ nach dem alle Welt sich absolut verzückt so sehr verzehrt? Ist es DAS, was die Menschen sich tatsächlich in der Liebe wünschen?

NEIN!

Die Menschen wünschen sich Erfüllung PUR. Und zwar IMMER. Was aber nur dann möglich ist, wenn man auch fähig ist, wahrhaftig und tief und konstant zu lieben. Dafür muss man aber auch in der Lage sein sein eigenes Herz voll und ganz der wahren Liebe zu öffnen. Man muss die wahre  Liebe EMPFANGEN und dann vor allem ZULASSEN können.

Das wahre „Happy End“ sieht eigentlich ganz anders aus. Beim wahren „Happy End“ wird permanent an der Beziehung und Partnerschaft gearbeitet. Und zwar von beiden Partnern. Weil beide aufeinander achten. Und dafür sorgen dass sich beide innerhalb der Beziehung und Partnerschaft gut aufgehoben, sicher und geborgen fühlen. Ein emotionales Zuhause haben. Ein emotionales Zuhause das wärmt,  stützt und unterstützt, das auffängt und beschützt. Gegenseitig. Und NICHT nur einseitig. Beide sorgen in erster Linie für sich selbst, aber auch für den Partner. OHNE sich von sich wegzubewegen. Ohne sich aus seiner eigenen Mitte zu entfernen. Beide sind imstande die Liebe des anderen zu spüren. Sie zu empfangen. Sie anzunehmen. Sie zuzulassen und auszuhalten.

NICHT zu flüchten wenn es ihnen zu „eng“ wird. Oder die Seele oder das Herz zu tief berührt wird. Oder alte seelische Verletzungen an die Oberfläche kommen die einen schmerzen. Oder wenn „zuviel“ Innigkeit, echte Intimität und wahre innere Nähe existiert. Was mitunter zwar Angst machen kann, aber man darf sich dann nicht in diese Angst flüchten. Sich dieser Angst nicht hingeben. Denn Angst löst immer Vermeidungsverhalten und innere Blockaden aus. Und somit automatisch die Flucht. Vollkommen egal ob diese Flucht nur innerlich, also emotional passiert oder ob man schlimmstenfalls körperlich und räumlich vor dem Partner davonläuft. Und sich ihm verweigert. Denn die Wahrheit ist nun einmal die, dass man NIEMALS vor dem Partner oder der Partnerin als Person flüchtet. Sondern immer nur vor den Gefühlen, die vielleicht ein gewisses Verhalten des Partners oder der Partnerin in einem selbst auslöst. Diese Gefühle sind es die beachtet werden wollen. Die gesehen werden wollen. Die GEFÜHLT und angenommen werden wollen.

„Bloße“ Verliebtheit hat überhaupt gar nichts (!) mit tiefer, wahrer und reiner Seelenliebe – ‚Seins-Liebe’ zu tun.

Auch eine emotionale „Sucht“ nach einem anderen Menschen ist KEINE wirkliche Liebe. Denn auch das ist eine immense innere emotionale Bedürftigkeit. Eine Abhängigkeit. Ein innerer Mangel. Den ein anderer Mensch NICHT füllen oder er-füllen kann.

Mit einem „Happy End“ oder der wahren ‚Normalität’ nach der Erfüllung der Sehnsucht hat das ebenfalls überhaupt NICHTS zu tun.

Ist das „Happy End“ in der Liebe also ein Trugschluss? Eine „bloße“ Fata Morgana? Wunschdenken?

Nein. Es muss nur stimmig und individuell passend definiert und umgesetzt werden. So dass beide Partner innerlich gelassen und zufrieden und glücklich in der jeweiligen Beziehung und Partnerschaft leben können.

„Bloße“ Verliebtheit einer normalen „Herz-Liebe“ und wahrhaftige und tiefe allumfassende Seelen-Liebe – ‚Seins-Liebe’ - sollte immer sehr bewusst voneinander unterschieden werden. Denn diese beiden so verschiedenen Arten von Liebe sind überhaupt nicht miteinander vergleichbar. Da sie auf absolut anderen Ebenen stattfinden.

Menschen die noch niemals eine wirkliche erfüllende Seelenliebe kennengelernt und gefühlt haben, können nicht nachvollziehen und verstehen, was sich in einem Menschen innerlich abspielt der seinen Seelenpartner getroffen hat. Diese tiefgreifenden Veränderungen sind so deutlich spürbar, als ob man sich mitten durch einen verheerenden „wütenten“ Hurrikan durchkämpft. Nur zerstört einen dieser Hurrikan nicht, sondern er sorgt dafür dass erst kein emotionaler Stein mehr auf dem anderen liegt, um dann alle diese Steine total umzuschichten und absolut neu wieder aufzubauen. Das ist wie wenn man noch einmal neu geboren wird. Durch einen viel zu engen Geburtskanal gezogen, geschoben und durchgequetscht wird. Man ist nachher ein vollkommen anderer Mensch, als man vor der Begegnung mit seinem Seelenpartner – mit seiner Dualseele – war. Und doch ist man ganz sich selbst.

Und DAS ist das eigentliche „Happy End“ in der Liebe.

Dass man vollkommen gelassen und entspannt ganz in seiner eigenen Mitte ruht und fähig ist, die wahre ‚Seelen und Seins-Liebe’ einfach nur zu fühlen. Sie zu empfangen, sie zuzulassen, sie anzunehmen und sie auszuhalten. Bedingungslos. Dann kann man letztendlich auch wirklich ‚geben’ ohne gleichzeitig wieder zu ‚erwarten’ und etwas zurück ‚haben’ zu wollen.

                                                               © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Verliebtheit, Liebessucht oder wahre Liebe


Verliebtheit - Liebessucht - wahre Liebe

Da es allgemein permanent gegenwärtig ist ob wir tatsächlich bedingungslos lieben - lediglich ein Verliebtheitsgefühl in uns spüren oder gar richtig süchtig nach Liebe sind, widme ich einen weiteren Artikel der Liebe.

Oft kommt es vor, dass wir einem Phantom hinterherjagen, dass wir Liebe nennen. Obwohl es keine wirkliche und wahre Liebe ist. Sondern wir fühlen uns von einem anderen Menschen angezogen, projizieren unser inneres Bild auf diesen Menschen und meinen wir fühlen Liebe.

Was wir in Wahrheit aber fühlen, ist schlichtweg das Gefühl geliebt werden zu WOLLEN.

Wir laufen diesem Gefühl hinterher, kämpfen darum geliebt und gewollt zu werden und merken dabei überhaupt nicht dass wir einer Illusion verfallen sind. Nämlich der Illusion vermeintlicher Liebe. Dieses Gefühl ist eine Sucht. Wir suchen nach Liebe und sind eigentlich süchtig danach geliebt zu WERDEN. Liebe von einem anderen Menschen zu bekommen. Denn wir geben zwar Liebe und geben und geben und geben – bekommen aber oft nicht das zurück was wir uns sehnlichst wünschen.

Das liegt ganz einfach daran, dass wir – wenn wir uns im emotionalen Mangel befinden – einen Menschen anziehen der sich ebenfalls im Mangel befindet. Beide wollen zwar geliebt werden, aber wenn wir als Frau der Liebe eines Mannes hinterherjagen, treffen wir per Resonanzgesetz genau auf den Menschen der uns diese Liebe nicht geben kann. Da er ebenfalls süchtig danach ist geliebt zu werden. Ein solcher Mann wird zwar die Liebe einer Frau nehmen und nehmen und nehmen und ihr von seinem „Prinzessinnen-Thron“ aus zusehen wie sie sich um ihn bemüht, aber er kann ihr nicht wirklich die Liebe aktiv zurückgeben die sie sich von ihm von ganzem Herzen wünscht. Weil er es ganz einfach niemals gelernt oder aufgrund massiver Enttäuschungen und Verletzungen seiner Seele wieder verlernt hat.

Diejenigen Männer die der ernsthaften Meinung sind dass eine Frau sie erobern sollte und den aktiven Part zu übernehmen hat – die es genießen wenn eine Frau um sie kämpft und sich um sie bemüht - befinden sich in einem gravierenden emotionalen Mangel. Sie wollen nichts anderes als geliebt zu werden. Sie wollen Liebe zwar haben, wollen oder können aber nicht aktiv Liebe geben. Da sie sich nicht in ihrer wahren Männlichkeit befinden, sondern in der weiblich passiven Rolle gefangen sind. Was ihnen aber meist nicht bewusst ist.

Wahre Liebe ist immer bedingungslos. Niemals fordernd oder erwartend. Niemals durch utopische und nicht erfüllbare Ansprüche blockiert. Niemals vorwurfsvoll, verachtend und schuldzuweisend. In der wahren Liebe geht es niemals um Schuld. Sondern immer um Ursache und Wirkung. Um Aktion und Reaktion. Um männlich gebende Aktivität und weiblich empfangende Passivität.

Das was wir gemeinhin Liebe nennen, ist oft in Wahrheit überhaupt keine Liebe. Was ich ja in anderen Artikeln bereits erwähnt habe. Es ist ein immenser Unterschied ob wir lediglich ein Verliebtheitsgefühl für einen anderen Menschen empfinden auf den wir unser inneres Traumbild – unser Phantasiegebilde – projizieren und der diesem inneren Bild von uns entspricht, oder ob wir einen Menschen als den Menschen sehen und lieben der er ist. Mit allem was diesen Menschen ausmacht.

Oft lassen wir uns ohne zu zögern auf eine Beziehung mit einem Menschen ein in den wir lediglich verliebt sind oder bei dem wir süchtig danach sind von ihm geliebt zu werden. Wundern uns dann aber früher oder später, warum diese Beziehung nicht funktioniert.

Oder wir wundern uns permanent über andere Paare die vermeintlich – der äußeren Fassade nach das „Traumpaar“ schlechthin sind - sich aber urpötzlich und scheinbar wie aus dem Nichts oft nach langen Jahren trennen.

Genau das ist aber schon vorprogrammiert wenn wir einen Menschen nicht bedingungslos lieben wie er ist. Da dieser Mensch in Wahrheit gar nicht zu uns passt. Das ist auch der Grund dafür, warum es soviele „Lebensabschnittspartner“ gibt. Weil diese Paare aus den falschen Gründen zusammen sind. Das kann nicht dauerhaft funktionieren. Selbst wenn wir den wunderbaren Glaubenssatz in uns tragen dass wir nur ein einziges Mal heiraten wollen und möglichst nur mit einem Partner unser gesamtes Leben verbringen wollen. Genau das würde funktionieren, wenn wir eben NICHT unser inneres Traumbild von einem „idealen“ Partner oder Partnerin hätten, sondern ganz einfach den Menschen so sehen würden wie er ist. Wenn wir ganz einfach darauf achten würden wer WIRKLICH zu uns passt. Wer uns passgenau ergänzt und mit dem wir wirklich als Mensch der er ist dauerhaft klarkommen. Bei dem wir selbst seine „Fehler“ und Macken und Angewohnheiten annehmen und akzeptieren können. Und ihm auch seine Interessen und Hobbies lassen können. Weil wir ebenfalls unsere eigenen Interessen und Hobbies pflegen. Und uns nicht für unseren Partner verbiegen und Interesse für Dinge heucheln die uns eigentlich überhaupt nicht interessieren. Weil wir uns dann gegenseitig auch einen gewissen „Freiraum“ zugestehen können, für die eigene Weiterentwicklung im Leben. Weil wir dann keine Verlustangst in uns tragen, dass wir diesen Menschen aus irgendwelchen Gründen wieder verlieren könnten. Sondern weil wir diesem Menschen bedingungslos vertrauen. Weil dieser Mensch ganz einfach unser Vertrauen verdient hat. Und weil er uns ebenfalls voll und ganz vertraut.

Weil wir uns nicht mehr im Mangel befinden, sondern auf Fülle und Erfüllung gestellt sind. Und die Liebe dieses Menschen wirklich empfangen und annehmen können.

Auf den Menschen der uns wirklich bedingungslos liebt, lassen wir uns dagegen nicht ein. Den schieben wir permanent von uns. Schlimmstenfalls verleugnen wir sogar unsere Gefühle für ihn. Nur weil uns die wahre Liebe eine solche Angst macht.

Warum macht die wahre Liebe uns eine solche massive Angst? Warum jagt es uns soviel Angst ein, wirklich und wahrhaftig Liebe zu bekommen? Diese Liebe zu empfangen und sie auszuhalten?

Viele Menschen sind überhaupt nicht in der Lage Liebe tatsächlich auszuhalten. So viele Menschen haben Angst vor der Liebe und es ist ihnen meistens nicht einmal bewusst. Tatsache ist nur, dass sie immer wieder flüchten wenn es ihnen vermeintlich zu „eng“ wird. Wenn sie seelisch und emotional zu sehr berührt werden.

Aber sobald es weh tut ist es keine Liebe. Alles was weh tut ist die Abwesenheit von Liebe!

Wenn wir zutiefst vom anderen berührt werden innerlich, verbrennt einfach alles in uns was nicht Liebe ist. Und das ist es, was wir nicht aushalten können. Vor dem wir davonlaufen. Und meilenweit flüchten. Nicht vor der Person die uns liebt!

Es ist so immens wichtig dass wir begreifen dass wir nicht vor dem Menschen der uns so sehr liebt davonlaufen. Und dass auch dieser Mensch den wir so sehr lieben nicht vor uns davonläuft. Sondern vor was wir davonlaufen sind WIR SELBST. Unsere Gefühle können wir nicht aushalten. Wir wissen nicht wie wir damit umgehen sollen. Denn bei wahrer Liebe müssen wir nicht darum kämpfen von einem bestimmten Mann geliebt zu werden. Wir müssen überhaupt nichts dafür tun um von jemandem geliebt zu werden. Das sind alles nur die falschen Konditionierungen und negativen Glaubenssätze die uns aus unserer Vergangenheit bis jetzt verfolgt haben. In deren Netz wir die ganze Zeit gefangen waren. Und wir überhaupt nicht wussten dass wir uns überhaupt in diesem Netz befinden. Weil dieses Netz so große Löcher hat, dass uns jegliches Gefühl von Authentizität – von einfach nur Sein - und wahrhaftiger Liebe einfach davongeflossen ist. Es konnte überhaupt nicht bei uns bleiben. Da es uns gar nicht bewusst war, dass wir für eine Sache kämpfen für die wir niemals kämpfen müssen. Denn wahre Liebe ist ganz einfach da. Die müssen wir uns nicht verdienen. Auch wenn wir das vielleicht von unseren Eltern oder zumindest einem Elternteil immer wieder impliziert und suggeriert bekommen haben. Kein Mensch muss sich Liebe „verdienen“. Denn jeder Mensch hat das Recht bedingungslos geliebt zu werden.

Dass was wir als gut und böse oder richtig und falsch bezeichnen, sind in Wahrheit nichts anderes als unsere Bewertungen aus unseren angelernten Konditionierungen. Weil wir das was wir gelernt haben einfach anwenden. Ohne es zu hinterfragen. Ohne zu hinterfragen ob es überhaupt passt und stimmig ist. Ob wir uns damit identifizieren können. Ob wir uns wohl  damit fühlen. Ob wir eigentlich authentisch sind. Es gibt Menschen – vor allem die, die als Kind eine leistungsorientierte Erziehung „genossen“ haben – die nicht wissen wie es ist, authentisch zu sein. Sie wissen nicht wie es ist, einfach nur SEIN zu dürfen. Sensibel sein zu dürfen. Auch und gerade viele Männer nicht. Aber auch Frauen die sehr in ihrem Verstand verhaftet sind. Weil sie als Kinder keine Gefühle zeigen durften. Das paradoxe daran ist, dass manche dieser Frauen und vielleicht auch Männer – eigentlich Gefühlsmenschen sind. Die sich zwangsweise in ihren Verstand geflüchtet haben. Weil sie ihren Gefühlen nie vertrauen durften. Aber auch reine Gefühlsmenschen durften ihre Gefühle nicht ausdrücken und leben. Und waren gezwungen sie immer wegzuschieben.

Und so ist es kein Wunder dass wir alle regelrecht süchtig danach sind, von jemandem einfach nur geliebt zu werden.

Wir sind ständig auf der Suche unsere Sucht nach wahrhaftiger Liebe zu befriedigen. Dabei verlassen wir permanent den eigentlichen Weg unseres Lebens. Gehen Umwege ohne Ende und brauchen oft eine sehr lange Zeit, bis wir wieder auf den eigentlichen Weg zurückkommen. Wo wir dann endlich merken und es uns endlich bewusst wird wie sehr wir eigentlich über viele Jahre hinter uns selbst hergelaufen sind. Uns aber nicht einholen konnten.

Wie im Schneckentempo haben wir gelebt. Weil wir einfach nicht sein duften wie wir sind. Wir waren voller Blockaden und Ängste, haben uns in Selbstsabotage geübt und uns wie eine Spirale verbogen. Nur um vermeintlich wahrhaftig geliebt zu werden. Uns wurde nicht erlaubt einfach zu sein wie wir sind. Und jetzt erlauben wir selbst es uns nicht, einfach zu SEIN. Weil wir Angst haben wieder abgewiesen, zurückgewiesen und schlimmstenfalls für unseren vermeintlichen „Ungehorsam“ bestraft zu werden. Denn Liebesentzug kennen viele Menschen zur Genüge.

Und das ist mit das schlimmste was Menschen sich gegenseitig antun können. Sich emotional zu erpressen mit der Drohung: „Wenn du nicht so bist wie ich das möchte, bekommst du keine Liebe von mir.“ Das ist KEINE Liebe. Das ist weder Mutterliebe, das ist auch keine Vaterliebe. Das ist weit jenseits von bedingungsloser Seins-Liebe. Und wenigstens unsere Kinder sollten wir bedingungslos lieben, einfach weil sie auf der Welt sind. Wir haben sie schließlich in diese Welt gesetzt! Also sind wir auch dafür verantwortlich sie zu lieben. Bedingungslos zu lieben. Und nicht vollzustopfen und zu konditionieren mit unseren eigenen Mangelerwartungen. Die wir uns selbst erst einmal erfüllen müssen, bevor wir alles auf unsere Kinder projizieren. Die dann fatalerweise die Träume der Eltern leben sollen, die denen aus welchen Gründen auch immer nicht vergönnt waren. Und diese Kinder sich dann nicht selbst entfalten und einfach nur SEIN dürfen.

Das ist Abwesenheit von Liebe. Das sind nichts weiter als Erwartungen, Bedingungen und Forderungen. Utopische – oft nicht erfüllbare Ansprüche an die eigenen Kinder, was mit wahrer Liebe überhaupt nichts zu tun hat.

Und genau diese Kinder – was heute und in der jetzigen Zeit meistens wir, die Generation 40 plus ist – müssen diese Dinge dann ausbaden. Und kämpfen permanent dafür Liebe zu bekommen. Weil wir es gar nicht anders kennen. Und zwar tun wir das genau solange, bis wir gelernt haben dass wir überhaupt nicht kämpfen müssen.

Wenn wir unser inneres Traumbild auf einen Menschen projizieren nur weil wir sein Äußeres begehren – und doch eigentlich diesen Menschen überhaupt nicht kennen, also gar nicht wissen ob dieser Mensch denn überhaupt zu uns passt, ob das mit ihm dauerhaft harmoniert, ist das lediglich eine Wunschvorstellung die wir da leben. Das kann gar nicht die wahre Liebe sein. Das merken wir spätestens dann, wenn wir anfangen den anderen ändern zu wollen. Nach unseren Vorstellungen, Bedingungen, Wünschen, Sehnsüchten – da kommt dann unser inneres Traumbild so richtig zum tragen. Der Mangel in uns zeigt sich dann überdeutlich. Weil beide von Anfang an nicht authentisch waren. Sondern sich beide verbogen haben um Liebe vom anderen zu bekommen! Was für eine Tragik da doch eigentlich dahinter steckt!

Beide wollen Liebe haben und können weder Liebe wirklich geben, noch sie tatsächlich zulassen, annehmen und aushalten.  Stattdessen führen beide einen aussichtslosen Kampf für oder gegen die wahre und bedingungslose Liebe.

Sehr oft ist es auch so, dass viele Menschen einfach nicht alleine sein können. Oder sie lassen sich von anderen beeinflussen und manipulieren dass man doch in gewissen Jobs und „bessergestellten“ Positionen einen Partner / eine Partnerin und möglichst noch Kinder vorzuweisen hat. All dies sind aber nichts weiter als Konditionierungen und das aufleben lassen der alten aber völlig verfälschten Rollenbilder und Klischees von Mann und Frau, Liebe und Beziehung und Familienleben. Auch das hat mit wahrer und bedingungsloser Liebe nichts zu tun. Das ist im Gegenteil die Suche und die Sucht nach Perfektion und Anerkennung. Lieber geben wir dann dem Druck von außen nach und verbiegen uns für die oft nicht erfüllbaren Erwartungen anderer. Anstatt dagegen zu halten und authentisch zu sein. Und offen und konsequent zu uns selber zu stehen.

Wenn zwischen zwei Menschen die sich nicht kennen eine starke erotische Anziehungskraft entsteht, hat das erst einmal überhaupt nichts mit Liebe zu tun. Das ist nur rein körperliches Begehren. Der Wunsch nach körperlicher Erfüllung. Es kann sein dass – wenn wir diesem Trieb nachgeben - sich dann herausstellt dass man nullkommanull zusammenpasst. Dass es als tatsächliches Paar niemals funktionieren würde.

Viele Menschen halten aber gerade diese körperliche Anziehung für Liebe. Und stürzen sich Hals über Kopf in eine Bindung mit einem solchen Menschen. Und wundern sich dann, dass es nicht lange hält. Oder dass der andere sich als „Gift“ für das eigene Selbst herausstellt. Dass sie manipuliert und emotional abhängig gemacht werden. Dass sie belogen, betrogen und ganz einfach mies behandelt werden. Das klappt aber auch nur dann, wenn wir anfällig dafür sind. Wenn wir einen Mangel an Selbstwertgefühl haben. Wenn wir unserer Intuition nicht vertrauen. Die uns doch vor genau solchen Menschen und Situationen warnt. Wenn wir nur darauf hören würden. So bliebe uns einiges an Kummer und Dramen erspart. Aber da wir unser Gefühl ja als Liebe definieren, lassen wir viel zu viel zu und lassen uns viel zu viel vom anderen gefallen.

Unter dem Deckmantel vermeintlicher Liebe spielen sich die unglaublichsten Dramen, Kummer und Leid in Beziehungen ab. Und immer noch kämpfen wir für die Liebe oder gar dagegen an.

Der „Kampf der Liebe“. Das ist KEINE wahre Liebe!

Jeder der für oder gegen die Liebe kämpft, steht automatisch auf verlorenem Posten. Denn wie schon gesagt müssen wir nicht darum kämpfen wahrhaftig geliebt zu werden.

Und wenn uns ein Mensch dann tatsächlich bedingungslos liebt, wollen wir diesen Menschen nicht haben. Weil diese Liebe uns eine solche Angst macht.

Es ist einfach absolut paradox was sich in uns an alten Mustern, Konditionierungen,  Glaubenssätzen, Normen und Werten abspielt die vollkommen unpassend, völlig veraltet, falsch und einfach nur negativ sind. Dazu kommen oft noch gravierende seelische Verletzungen und emotionale Schmerzen aus oft über viele Jahre weggeschobenen und unterdrückten Gefühlen.

Emotionale Schmerzen hängen immer mit unseren gelebten Erinnerungen zusammen. Bestimmte Ereignisse unseres Lebens die uns seelische Verletzungen zugefügt haben, sind die Ursachen dafür. Emotionale Schmerzen können als äußerst massiv, intensiv und quälend von uns empfunden werden. Auch können sie sich mit körperlichen Symptomen bemerkbar machen. Allerdings sind sie nicht immer spürbar. Wenn wir diese emotionalen Schmerzen nicht auflösen, werden sie durch Schlüsselreize immer wieder in unser Bewusstsein gerufen, auf den Präsentierteller gelegt und durch vielleicht neu hinzukommende seelische Verletzungen regelrecht „aufgestockt“ und vervielfältigt. Was uns noch mehr Angst vor der wahrhaftigen Liebe macht. Weil wir sie einfach nicht aushalten können. Selbst wenn sie uns immer wieder vom anderen präsentiert und „bewiesen“ wird.

Dieses Phänomen beobachte ich sowohl in sehr vielen „normalen“ Beziehungen und Partnerschaften, als auch in den Seelenparter- und Dualseelenbeziehungen. Die weiblichen Seelenpartner und Dualseelen kämpfen permanent für oder gegen diese Liebe und kämpfen für oder gegen das EinsSein mit dem Seelenpartner. Und die Männer schweigen und stellen sich „tot“. Sie flüchten und reagieren oft überhaupt nicht. Weil sie eine so gravierende Angst haben sich zu öffnen. Sich verletzbar zu zeigen. Sich einzulassen. Zu vertrauen. Zu glauben. Sich hinzugeben. Sich in ihren Gefühlen zu verlieren. Gleichzeitig halten sie aber die Emotionen der weiblichen Seelenpartner und Duale mit einer Engelsgeduld aus. Sie saugen sie regelrecht wie ein Schwamm auf, lassen sie ins Leere laufen oder an sich abprallen. Aber sie sind immer da.

Sehr oft habe ich schon mitbekommen dass viele Menschen mit ihrem Seelenpartner oder Dual nichts mehr zu tun haben wollen nach einer gewissen Zeit. Auch das ist keine wahrhaftige und bedingungslose Liebe. Das ist kein Annehmen und keine Akzeptanz. Das ist ein wegschieben, sich umdrehen und weggehen. Ich bezweifle in solchen Fällen auch, dass es sich tatsächlich um echte Seelenpartner oder tatsächliche Dualseelen handelt. Denn wir WISSEN und spüren es doch als sensible Menschen sehr genau, ob der andere tatsächlich zu uns passt oder eben nicht. Wir spüren und sehen es doch, ob der andere unsere perfekte gegensätzliche Ergänzung ist oder nur ein Trugbild unseres Verstandes. Manches Mal könnte man auch das Gefühl haben dass es sich bei einem vermeintlichen Seelenpartner in Wahrheit einfach um einen persönlichkeitsgestörten Menschen handelt. Und er deshalb immer wieder die Flucht ergreift. Weil das bei diesen Menschen nun einmal so „üblich“ ist.

Wenn wir das Gefühl haben dass dieser Mensch uns schlecht behandelt, behandeln in Wahrheit nur wir selbst uns schlecht. Und unser Seelenpartner oder Dual spiegelt uns das dann. Natürlich wollen wir das dann nicht sehen. Und schieben „mal schnell“ die Schuld auf den anderen. Weil wir die emotionalen Schmerzen und seelischen Berührungen die er in uns auslöst nicht aushalten können. Oder es schlichtweg nicht wollen. Weil es einfach so tief geht. Weil es einfach so weh tut. Weil es einfach so schwer ist.

Dies ist aber notwendig um uns unter anderem zu zeigen wie wichtig es ist Grenzen zu setzen wenn uns etwas nicht gut tut. Oder wenn uns etwas nicht gefällt. Denn wir DÜRFEN uns abgrenzen. Die anderen tun es ja schließlich auch!

Nur so können wir in die innere Heilung kommen. Nur indem wir und unsere Seelenpartner und Duale uns permanent spiegeln, können wir uns gegenseitig die blinden Flecke unseres Seelenlebens präsentieren. Nur indem wir bewusst sehr genau hinsehen und lernen alles auszuhalten was mit diesem Prozess zusammenhängt, können wir weiterkommen. Und ebenso unser Seelenpartner und Dual.

Und vollkommen egal in welcher Art von „normaler“ Beziehung oder Seelenpartner- und Dualseelenverbindung wir uns befinden, geht es letztendlich immer darum bedingungslose Liebe zu lernen. Wahrhaftige Liebe zu geben und zu empfangen. Die Sucht danach geliebt zu werden aufzugeben. Ein Verliebtheitsgefühl nicht als wahre Liebe zu definieren. Denn zwischen wahrer Liebe und bloßer Verliebtheit liegen Welten! Zwischen innerem Traumbild und Phantasie - und Realität und dem Menschen der wirklich zu uns passt, liegen ebenfalls immense Unterschiede.

Wenn wir also einen Partner / eine Partnerin wirklich fürs Leben auf Dauer an unserer Seite haben möchten, sollten wir schleunigst aufwachen und tatsächlich ganz bewusst SEHEN wen wir da in unserem Leben und vermeintlich oder echt in unserem Herzen und in unserer Seele haben. Und wie sehr uns dieser Mensch wirklich liebt. Ob er uns tatsächlich (aus-) hält und trägt, schützt und beschützt, sich offen zu uns bekennt, zu uns steht und uns einfach so (sensibel) SEIN lässt wie wir sind. Ob wir authentisch einfach SEIN dürfen.

Wenn sich zwei Menschen von Anfang an füreinander verbiegen – oder auch nur einer für den anderen – ist immer die Sucht danach geliebt zu werden im Spiel. Dann ist es keine wahre und schon gar keine bedingungslose Liebe. Denn um WIRKLICH absolut bedingungslos lieben zu können und ebenfalls die bedingungslose Liebe des anderen WIRKLICH anzunehmen und sie dauerhaft auszuhalten ohne zu flüchten wenn es vermeintlich wieder einmal zu „eng“ und zu nah wird, dazu gehört eine ganze Menge Mut und innere Stärke.

                                                                                  © Iris Fischer – sensible-seele.net    


Das Gesetz der Resonanz - wie die Intelligenz des Herzens Ihr Leben beeinflusst


Das Gesetz der Resonanz in der Liebe

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. – Antoine de Saint-Exupéry

Seit Anbeginn der Zeit zählt unser Herz als Ankerplatz unserer Gefühle. Die Intelligenz unseres Herzens ist nicht zu unterschätzen. Denn die wahre Kraft unseres Herzens lässt uns zum Schöpfer unseres eigenen Lebens werden. Leider haben viele Menschen wieder verlernt oder es niemals lernen dürfen, ausschließlich auf ihr Herz zu hören. Und das Leben bewusst zu fühlen. Nach dem zu handeln, was das Herz ihnen mitteilt. Und so aus der vollen Kraft ihres Herzens zu schöpfen. Viele Menschen leben mehr in der Sicherheit, die ihnen ihr Verstand vorgaukelt. Als dass sie in ihrem Herzen fest verankert sind. Auch kennen Sie den wahren Weg ihrer Seele nicht. Derweil ist es die Intelligenz unseres Herzens, die unser gesamtes Leben beeinflusst. Wenn wir es nur zulassen...

Denn alles das, was sich in unserem Herzen abspielt, manifestiert sich in unserem gesamten Leben. 

Wir können emotional aufblühen wie diese Rosenblüte oder wir können emotional im wahrsten Sinne des Wortes "vor die Hunde gehen". Wenn wir nicht auf das hören, was unser Herz uns zu sagen hat. 

Wir werden immer so behandelt, wie wir uns selbst und andere behandeln. Und wir bekommen immer das zurück, was wir nach außen hin aussenden. Böse Zungen lästern, dass wir genau das bekommen, was wir auch verdient haben. 

Das sind beileibe keine haltlosen Behauptungen, sondern dahinter steckt etwas ganz einfaches:

Gegenseitige Anziehung. Unser Leben lang ziehen wir genau das an, was wir nach außen hin aussenden. Je nachdem, ob wir die Kraft unseres Herzens nutzen oder den Illusionen verfallen sind, die unser Verstand uns permanent vorgaukelt. 

Anhand folgender Beispiele sind diese Aussagen leicht nachzuvollziehen. Sie können es auch jederzeit selber ausprobieren. Und es funktioniert:

Laufen Sie mit offenem Blick und einem Lächeln auf den Lippen durch die Welt, werden Ihnen die Menschen denen Sie begegnen, freundlich gesinnt sein. Und Sie ziehen Menschen in Ihr Leben, die ebenfalls offen und freundlich sind. Sobald Sie andere Menschen anlächeln, werden Sie sich wundern, von wievielen Menschen Sie ein Lächeln zurückbekommen. Wenn Sie allerdings grießgrämig und schlecht gelaunt durch die Welt laufen und an allem irgendetwas auszusetzen haben, werden Sie genau solche Menschen auch anziehen. Denn Gleiches zieht Gleiches an. Weil Sie eben eine gewisse Ausstrahlung auf andere Menschen haben. Und nicht nur auf Menschen, sondern auch auf Situationen und materielle Dinge.

Wenn wir voller Liebe sind und uns selbst und andere Menschen mit Respekt und Wertschätzung behandeln, wird das immer zu uns zurückkommen.

Und wir werden ebenfalls mit Liebe, Respekt und Wertschätzung behandelt.

Lieben wir das was wir tun, werden wir mit Fülle und Erfüllung belohnt.

Es kommt immer darauf an, wie wir selber denken. Lassen wir unseren Verstand für uns entscheiden oder erlauben wir unserem Herzen zu sprechen. Sind wir positiv oder negativ denkend eingestellt? Oder fühlen wir lieber unser Leben? Sind wir Optimist oder Pessimist? Ist das berühmte Glas Wasser für uns halb voll oder grundsätzlich halb leer?

Wenn wir die Einstellung haben, dass das Glas Wasser nur noch halb voll ist, sind wir Pessimisten und denken negativ. So konzentrieren wir uns auf den Mangel. Wir sind der felsenfesten Überzeugung, dass wir ja „nur noch“ die Hälfte übrig haben und regen uns wahrscheinlich tierisch darüber auf.

Aber wie ist es, wenn wir die Einstellung haben, dass wir ja immer noch ein halbes Glas Wasser übrig haben? Besser „nur“ ein halbes Glas als überhaupt nichts? Das ist die Konzentration auf die Fülle. Optimismus. Positives Denken. Womit wir auf Dauer sehr viel besser fahren, als wenn wir uns auf irgendwelche Mangelzustände fokussieren.

Als hochsensibler Mensch sind wir besonders empfänglich für das Gesetz der Resonanz. 

Sehr viel schneller als ein nicht sensibler Mensch werden wir erkennen und erspüren, wenn wir Menschen, Situationen und Dinge in unser Leben ziehen, die wir vielleicht gar nicht haben möchten. Und schon überhaupt nicht brauchen. Und gerade als hochsensibler Mensch können wir aufgrund unserer Intuition, unserem Bauchgefühl, bewusst dagegensteuern. Und uns darauf konzentrieren, nur das in unser Leben zu ziehen was wir auch darin haben möchten.

Es ist immer wichtig, dass wir uns auf die Fülle in unserem Leben konzentrieren. Auf das was wir bereits haben. Denn dann ziehen wir ganz automatisch auch wieder Fülle an.

Wir sollten uns niemals auf bestehende Mängel fokussieren. Denn sonst werden sich immer mehr Mängel einstellen. Und wir werden immer unzufriedener mit uns und unserem Leben sein. Hochsensible Menschen haben ein besonders feines Gespür für solche Dinge.

Auch sollten wir uns als hochsensibler Mensch nur darauf konzentrieren, was wir wirklich für uns wollen.

Beispielsweise in einer bestehenden Beziehung. Gibt es immer wieder Punkte im gemeinsamen Leben, an denen die Kommunikation scheitert und wir anfangen zu streiten, anstatt die Konflikte konstruktiv und friedlich zu lösen? Wenn wir uns nun auf den Streit konzentrieren und keiner der Partner einlenkt und „vernünftig“ wird, schaukelt sich die Situation immer weiter hoch. Legen wir den Fokus aber stattdessen darauf eine Lösung zu finden, mit der beide Partner wirklich zufrieden sein können, dann ziehen wir das positive an. Und werden mit gegenseitiger Liebe und Wertschätzung belohnt.

Wünschen wir uns immer wieder, bestimmte Dinge NICHT zu haben, werden wir regelmässig scheitern. Und stattdessen genau das Gegenteil erreichen. Dann ziehen wir nämlich automatisch NOCH MEHR von genau den Dingen an, die wir eigentlich ja NICHT haben wollen. Denn wenn wir etwas NICHT haben möchten, warum konzentrieren wir uns dann darauf?

Stattdessen sollten wir uns lieber darauf konzentrieren, was wir UNBEDINGT in unserem Leben haben möchten.

Wenn wir uns nämlich Dinge die wir UNBEDINGT haben möchten wünschen, werden diese Wünsche sich oft schneller erfüllen, als wir es für möglich halten. Solange diese Wünsche wirklich aus dem Herzen kommen. Denn alles was wirklich aus unserem Herzen kommt, strahlen wir nach außen hin ab und es wird sich erfüllen. Das ist die Resonanz. Die gegenseitige Anziehung. Möglicherweise ziehen wir immer wieder die falschen Partner oder Partnerinnen in unser Leben. Und sind todunglücklich damit. Dann strahlen wir bestimmte Schwingungen aus, die genau diese Menschen spüren und anlocken. Haben wir beispielsweise alte Konflikte und alte Beziehungen noch nicht verarbeitet, tragen wir dies mit uns herum. Und ziehen solche Menschen an, die genau dieselben Probleme haben. Und diese ebenfalls ungelöst mit sich herumschleppen.

Gleiches zieht Gleiches an. Denn gleiche Seelen erkennen sich gegenseitig.

Deshalb scheitern auch so viele Menschen daran, einen passenden Partner für sich zu finden. Weil sie viel zu verbissen und aktiv suchen, anstatt sich einfach finden zu lassen.

Das ist ein einfacher aber wirkungsvoller „Trick“. Wenn wir uns einen ganz bestimmten Partner in unserem Leben wünschen, sollten wir das ganz einfach nach außen hin ausstrahlen. Dann wird genau dieser Mensch von dieser Energie und Ausstrahlung angezogen. Und schon haben wir ihn in unserem Leben. Das hört sich jetzt allerdings einfacher an, als es tatsächlich ist. Erst einmal müssen wir natürlich lernen umzudenken. Optimistisch zu sein. Positiv zu denken. Dem Leben zu vertrauen, dass es uns genau das schenkt, was wir für uns brauchen.

Und das auch aus tiefstem Herzen so zu FÜHLEN. Innerlich wirklich frei und offen zu sein, für diesen einen bestimmten Menschen.

Erst dann strahlen wir gewisse Dinge nach außen hin ab und ziehen genau das in unser Leben, was wir unbedingt haben möchten. Sobald wir innerlich blockieren, was uns ja meistens überhaupt nicht bewusst ist, wird es nicht funktionieren. Denn dann senden wir genau diese Blockade nach außen. Ein anderer Mensch – erst recht, wenn es sich um einen hochsensiblen Menschen handelt, spürt genau ob ein Mensch innerlich offen ist oder eher verschlossen und blockiert.

Ein weiteres Beispiel. Sind wir in irgendeiner Form mit uns selber und unserem Äußeren unzufrieden und unglücklich und konzentrieren uns – unbewusst – immer nur auf diesen Mangel und diese Unzufriedenheit, werden wir uns niemals selber lieben können. Und etwas an uns finden, mit dem wir zufrieden und glücklich leben können. Wie sollen wir dann jemanden anziehen, der fähig ist uns wirklich zu lieben und zufrieden mit uns zu sein, wenn wir genau das nicht aussenden? Womöglich projizieren wir noch unsere eigenen Unzulänglichkeiten auf den jeweiligen Partner und wundern uns dann, dass alles irgendwie völlig verkehrt läuft?

Lieben wir uns dagegen selbst und sehen unsere eigenen positiven Seiten, können wir uns selbst im Spiegel betrachten und uns selber zulächeln, dann werden wir die Zufriedenheit anziehen. Und wir werden immer mehr an uns selber finden, das attraktiv und liebenswert ist.

Das ist die Fülle die dann automatisch eintritt. Nur wenn wir uns selber wirklich genauso lieben und akzeptieren wie wir nun mal sind, können wir von einem anderen Menschen ebenfalls wirklich geliebt und akzeptiert werden. WEIL wir so sind, wie wir sind. Und ist es nicht genau das, was wir eigentlich wirklich wollen?

Das Gesetz der Resonanz funktioniert immer. Egal wie. Allerdings können wir selber die Richtung bestimmen, in die es gehen soll.

Wir können die gegenseitige Anziehung jederzeit beeinflussen und ändern. Genauso wie wir es individuell haben möchten. Natürlich müssen wir an das Gesetz der gegenseitigen Anziehung glauben. Wir müssen sogar regelrecht davon überzeugt sein. Denn wenn wir etwas NICHT glauben, kann es ja nicht funktionieren. Wir selber sind sozusagen die Ursache - und das was wir anziehen, die Wirkung darauf. Im positiven wie im negativen Sinne.

Das was wir anziehen ist allerdings immer etwas, das wir für irgendetwas in unserem Leben brauchen.

Beispielsweise für die eigene Weiterentwicklung. Oder um etwas aus der Vergangenheit verarbeiten zu können. Oder um eigene Unzulänglichkeiten kompensieren zu können. Oder um aus Fehlern die wir immer wieder gemacht haben, zu lernen. Oder einfach als Ergänzung unseres eigenen Selbst. Weil wir im Anderen irgendetwas erkennen, was wir selber zwar irgendwo in unserem Inneren besitzen, es aber aus irgendwelchen Gründen nicht leben und nicht nach außen hin zeigen können.

Alles hat seinen Sinn so wie es passiert. Alles ist in Resonanz miteinander.

Manches zieht sich gegenseitig an, manches stösst sich aber auch ab. Wenn sich etwas abstösst, dann bedeutet das ganz einfach dass wir es in unserem Leben nicht brauchen. Dann macht es keinen Sinn, sich damit zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Ansonsten würden wir es automatisch anziehen. Deswegen stimmt auch bei manchen Menschen die Wellenlänge und bei anderen wiederum nicht. Weil wir die einen für irgendetwas brauchen und die anderen nicht. Genau das erklärt auch die Abneigung gegen bestimmte Menschen, Situationen oder Dinge.

Wenn wir in uns verschlossen sind, werden wir genau das anziehen. Wenn wir allerdings offen für Neues und neugierig auf die Welt sind, ziehen wir genau die Dinge an die wir dazu brauchen.

Das ist dasselbe, wenn wir auf unsere Intuition hören und bestimmte Fragen an das Leben haben. Dann werden mit einem Mal lauter äußere Zeichen auftauchen, die uns die Antwort sozusagen in den Schoss legen. Das kann in Form von irgendwelchen thematisch passenden Artikeln sein, Musikstücke, Gesprächsfetzen die wir hören, Menschen die uns begegnen, Links die uns auf die passende Website führen, Überschriften, Buchtitel, Bilder usw.

Wir müssen nur offen genug sein, um diese Zeichen zu sehen, zu erkennen und zu deuten. Das ist fast magisch. Denn es erfüllt uns. Und beseitigt automatisch die Mängel im Leben.

Alles was wir aussenden, fällt in irgendeiner Form zu uns zurück. Also ist es ja nur logisch, dass wir – wenn wir positive Dinge in unserem Leben haben möchten, auch positives ausstrahlen sollten.

Wenn wir dafür offen sind, können wir genau das lernen. Alles ist möglich. Wir müssen es nur wirklich wollen.

Und alles was aus unserem Herzen kommt, was wir uns ohne Erwartungen wünschen, wird funktionieren. Wir ziehen genau das in unser Leben, was wir wirklich wollen. Ob das nun ein ganz bestimmter Mensch ist, eine Situation oder materielle Dinge. Also sollten wir immer darauf achten was wir denken und was wir fühlen und wie wir handeln. 

Da wir immer nur das sehen, was wir auch sehen wollen, kommt genau das zu uns zurück.

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

Es gibt nicht nur eine einzige Wirklichkeit. Es gibt unzählige Wirklichkeiten. Jeder Mensch schafft sich seine ureigene individuelle Wirklichkeit. Weil jeder Mensch seine ganz persönliche und individuelle Wahrnehmung hat.

Und manchmal ist unsere eigene Wahrnehmung leider so getrübt, dass die falschen Dinge bei uns ankommen. Weil wir dann die falschen Signale aussenden. Sobald wir das aber merken, können wir das durchbrechen und an uns arbeiten. Und zwar jederzeit. Es ist niemals zu spät etwas zu ändern. Oder andere Dinge in unser Leben zu ziehen, als wir es bisher getan haben. Weil wir es nicht besser wussten. Unser eigenes Umfeld und somit unsere eigene Umwelt ist immer ein Spiegel von uns selbst. An unserem Umfeld können wir genau erkennen, wer wir eigentlich sind und was wir nach außen hin aussenden und ausstrahlen. An unserem Äußeren erkennen wir unser Inneres. Da unser Körper und auch unsere Wohnung oder unser Haus der Spiegel unserer eigenen Seele ist.

Manchmal tricksen wir uns selber allerdings aus. Und täuschen unserem eigenen Selbst etwas vor, das nicht vorhanden ist. Indem wir nach außen hin lediglich den Schein wahren und eine schützende Fassade aufbauen. Genau dies ziehen wir dann aber wiederum an. Weil das Unbewusste IMMER mitarbeitet. Fünfundneunzig Prozent aller Entscheidungen die wir täglich treffen, werden von unserem Unterbewusstsein gesteuert. Wenn wir also eine Fassade aufsetzen, können wir nur Menschen anziehen, die ebenfalls Fassade sind. Authentisch ist somit keiner.

Wenn wir also Menschen anziehen wollen, die authentisch sind, müssen wir selbst ebenfalls authentisch sein.

Gleiches zieht Gleiches an. Alles im gesamten Universum ist in Resonanz miteinander. Und beeinflusst sich gegenseitig. Alles ist von irgendetwas anderem abhängig. Und sendet Schwingungen aus. Nichts funktioniert alleine. Alles hängt miteinander zusammen und zieht etwas anderes an. Und zwar genau das was es braucht.

Deshalb gibt es auch keine Zufälle. Unser Schicksal gestalten wir grundsätzlich immer selbst. 

Wenn wir uns unserer innersten Überzeugungen bewusst sind, sind wir der Schöpfer unserer eigenen Welt. Alles was wir tun, geht mit sofortiger Wirkung in ein kosmisches Wellenfeld über. Und alles interagiert mit uns. Wir alle werden gesteuert von einem unsichtbaren Energiefeld. Dass alles im Universum mit allem verbindet.

Resonanzfähig sind wir nur, wenn etwas auf derselben Frequenz schwingt, wie wir selbst.

Wir sind immer und überall „Sender“ und „Empfänger“. Da die Energien und Schwingungen immer mit uns verbunden sind.

Jeder Gedanke ist schwingende Energie. Egal ob dieser positiv oder negativ ist. Wenn wir uns permanent im Energiefeld unserer Gedanken aufhalten, empfinden wir uns auch von allem getrennt. Weil wir uns mit unseren Gedanken selbst trennen. Befinden wir uns aber in unserem Herzen, wirkt auch diese vorhandene Energie. Und wir fühlen uns mit allem verbunden.

Permanent senden wir Schwingungen und Energie aus. Und alles was mit dieser Energie in Resonanz geht – weil es sich um dieselben Schwingungen und Energie handelt, manifestiert sich somit in unserem Leben. Alles was nicht mit unseren Schwingungen und Energien konform geht, stossen wir automatisch ab. Weil wir es nicht brauchen.

Alles besteht aus Ursache und Wirkung. Und bestätigt uns immer in unserem Glauben.

Deshalb sind auch unsere erlernten Glaubenssätze unbeschreiblich machtvoll. Und haben eine unglaubliche Kraft und Wirkung. Denn alles was wir glauben, erfüllt sich auch.

Wenn wir also negativ denken, können nur negative Energien und Schwingungen mit uns in Resonanz gehen. Glauben wir aber an positive Dinge, ziehen wir immer nur positive Dinge an. Da wir nur positive Energie aussenden.

Wenn wir glauben, dass wir etwas niemals schaffen, wird sich genau dies erfüllen. Und wir wundern uns dann darüber. Glauben wir aber stattdessen, dass wir immer alles schaffen was wir wirklich schaffen wollen, wird das auch funktionieren.  

Unsere Gedanken haben ein vollkommen anderes Energiefeld als unser Herz. Und somit unsere Gefühle und Emotionen.  

Wir selbst können jederzeit unsere Energien und Schwingungen verändern. Ganz einfach, indem wir nicht mehr auf unsere Gedanken hören, sondern aus tiefstem Herzen und aus tiefster Seele FÜHLEN was wir in unserem Leben haben wollen. Somit haben wir IMMER unser Schicksal selber in der Hand.  

Stellen Sie sich einmal vor, Sie stehen an einer Wegkreuzung. Und von dieser Wegkreuzung gehen mehrere Wege in vollkommen verschiedene Richtungen ab. Sie drehen sich im Kreis, immer um sich selbst und wissen nicht, welchen Weg Sie einschlagen sollen. Hören Sie nun auf Ihren Verstand, der Ihnen zuflüstert, wenn Sie den einen bestimmten Weg gehen, kommen Sie genau dahin, wo Sie ankommen wollen. Sie haben aber keine Garantie dafür, wenn Sie diese Entscheidung für sich treffen. Hören Sie aber auf die Stimme Ihres Herzens und Ihrer Seele, vertrauen Ihrer Intuition und Ihrem Instinkt, werden Sie eine vollkommen andere Richtung einschlagen. Und Sie werden genau da ankommen, wo es sich eindeutig passend und stimmig für Sie anfühlt.  

Und zwar genau deshalb, weil Ihr Herz und Ihr Verstand gegeneinander arbeiten. Und nicht miteinander. Denn Ihr Verstand trickst Sie aus. Er gaukelt Ihnen Dinge vor, die nicht vorhanden sind. Wenn Sie auf Ihren Verstand hören, anstatt auf Ihr Herz und auf Ihre Intuition, geben Sie sich lediglich Illusionen hin. Nicht der Wahrheit.  

"Trennung" ist ebenfalls nur eine Illusion unserer Gedanken.

Wenn wir negative Gedanken haben, fühlen wir uns von allen anderen isoliert und getrennt. Und sind vom Lebensfluss abgeschnitten. Somit halten wir also die Illusion der Trennung von anderen selbst aufrecht.  

Wir beeinflussen also zu jeder Zeit selbst, was sich in unserem Leben manifestiert. Und zwar alleine durch unsere Gedanken. Oder durch unser Herz. Wir selbst sind die Schöpfer unserer Welt.

Wenn wir eine Absicht aussenden, ohne (gedankliche) Erwartung dass etwas zurückkommt, bewegen wir uns von der gefühlten Trennung hin zum EinsSein. Wenn wir absichtslos handeln, bekommen wir positives und Erfüllung zurück. Erst dann, wenn wir unser Herz und unser Fühlen gezielt auf die Dinge ausrichten, die wir wirklich in unserem Leben „haben“ wollen, können diese Dinge sich tatsächlich realisieren und Gestalt annehmen.  

Wenn wir NICHT das bekommen was wir uns aus tiefstem Herzen wünschen, könnte das ganz einfach daran liegen, dass unsere „Leitung“ blockiert ist.

Das können Sie sich so vorstellen, als wenn Sie einen wichtigen Telefonanruf erwarten. Der Anruf kann aber nicht zu Ihnen durchdringen und Sie wirklich erreichen, wenn Sie die ganze Zeit am Telefon hängen und sich auf ein anderes Gespräch konzentrieren. Sie müssen also „auflegen“, die Leitung freimachen und sich auf das fokussieren was Sie wirklich WOLLEN. Nämlich den wichtigen Anruf erhalten. Auch müssen Sie sich in Reichweite des Telefons aufhalten, um den wichtigen Anruf überhaupt wahrzunehmen und zu hören. Ansonsten verpufft die wichtige Nachricht und löst sich in Luft auf. Was Sie natürlich NICHT möchten, nehme ich jetzt einfach mal an. 

Wenn Sie also Fülle und somit Erfüllung in ihrem Leben haben möchten, müssen Sie sich auf die Fülle konzentrieren.

Auf das was Sie wirklich aus Ihrem tiefsten Herzen wollen!

Wenn Sie Liebe und eine erfüllte Beziehung und Partnerschaft haben möchten, sollten Sie aus tiefstem Herzen davon überzeugt sein, dass dieser Mensch in Ihr Leben tritt. Wenn Sie ehrlich daran GLAUBEN und darauf VERTRAUEN, dass Sie wahre Liebe tatsächlich verdient haben und Sie mit dem passenden Menschen eine wirklich dauerhafte Bindung eingehen werden, dann wird sich das auch in Ihrem Leben manifestieren. Und genau dieser Mensch wird Sie finden! Das gilt auch für Ihren Seelenpartner oder Ihre Dualseele. Glauben Sie immer an ein gemeinsames „Wir“ mit diesem Menschen.  

Vertrauen Sie auf die Intelligenz Ihres Herzens! Und glauben Sie grundsätzlich IMMER das, was Sie fühlen. Und was die Intuition Ihnen sagt.

Sie können die Intelligenz Ihres Herzens sogar bewusst trainieren und steigern. Ein guter Anfang ist in jedem Fall immer, wenn Sie versuchen alles mit Ruhe und Gelassenheit zu sehen. 

Und streichen Sie das Wort „Mangel“ aus Ihrem Leben. Ersetzen Sie dieses Wort durch Fülle. Und Sie werden die Belohnung sichtbar spüren. 

                                                                                            © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Online-Kurs für Liebende


                       Online-Kurs für Liebende

"Wie Sie Ihr Herz der wahren Liebe öffnen - 7 Schlüssel für eine erfüllte Liebe"

Dieser eKurs unterstützt Sie effektiv darin, sich Ihre tiefste Sehnsucht zu erfüllen. Und in der Liebe genau das zu erhalten, was Sie wirklich für sich wollen... - mehr lesen




Über die Autorin

Meine Beratung für sensible Menschen

Iris Fischer ist diplomierte systemische Therapeutin, Expertin für sensible Menschen, Expertin für Seelenpartner & Dualseelen und Autorin von fünf Büchern. Selbst hochsensibel und hochsensitiv berät, unterstützt und begleitet sie hochsensible Menschen seit 2008 darin, ihren ureigenen, individuellen Weg für sich zu finden. Sie inspiriert und motiviert und gibt die passenden Impulse. Dabei bleibt sie konsequent lösungsorientiert. Sie unterstützt Ihre Klientinnen und Klienten mit sehr viel Herz, Humor und Verstand dabei, das innere Feuer in sich zu entdecken. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und mit allen Facetten einfach authentisch zu SEIN.