Mit Leichtigkeit leben
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"In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare" Aristoteles 

Sensible Seele Blog - Texte zu Hochsensibilität & Lebensqualität


Was Harmonie wirklich für uns bedeutet


Was Harmonie wirklich für uns bedeutet

(Leseprobe aus meinem Buch "Mit Leichtigkeit leben - wie Sie sich zentrieren und in Ihre Mitte finden)

Jeder kennt dieses Wort. Jeder liebt es. Und jeder will es haben. Harmonie ist neben der wahren Liebe der vielleicht meist gewünschte „Zustand“ unter den Menschen. Gerade hochsensible Menschen sind sehr auf Harmonie in all ihren zwischenmenschlichen Beziehungen und ihrem gesamten Lebensumfeld bedacht. Viele kämpfen darum, Harmonie in ihrem Leben zu bekommen. Weil sie gar nicht wissen wie es ist, IN Harmonie zu sein.

Es ist in Wahrheit viel einfacher als wir denken. Denn – Harmonie ist ein natürlicher Seins-Zustand. Und somit IMMER vorhanden. Wir sehen diese Tatsache nur leider allzu oft nicht. Da wir damit beschäftigt sind uns anderen Dingen zu widmen. Wir legen unseren Fokus ganz automatisch auf den Mangel in unserem Leben. Und konzentrieren uns permanent auf die Dinge, die wir NICHT haben. Wir sind ständig damit beschäftigt, Dinge die abwesend sind, ‚haben’ zu wollen. Und sehen währenddessen nicht, was schon die ganze Zeit anwesend ist in unserem Leben.

Es sind NICHT die äußeren Umstände, die die Harmonie stören. Sondern WIR sind es, die nicht in Harmonie mit UNS SELBST sind. Das ist ganz einfach das Prinzip von Ursache und Wirkung. Nur wenn wir selbst IN Harmonie – also ganz in unserer eigenen Mitte sind – können wir diese natürliche Harmonie nach außen hin aussenden. Damit so diese Harmonie wieder zu uns zurückkommt. Nur indem wir also SELBST in Harmonie sind, können wir Harmonie in unser Leben ziehen.

Das gesamte Leben ist von Natur aus harmonisch. Alles fließt. Alles befindet sich im ständigen Fluss. Alles ist lebendige Energie. Alles lebendige ist mit allem verbunden. Alles schwingt. Alles ist in Bewegung. Wie ein Pendel. Unaufhörlich. Nach allen Seiten. Nach rechts und links, nach oben und unten. Vor und zurück. Nach innen und außen. Jeder Pol braucht einen Gegenpol. Jedes Gewicht braucht ein Gegengewicht. Alles Unbewusste braucht auch Bewusstes. Nur so kann Gleichklang entstehen. Und alles ist ausbalanciert. Eben in Harmonie.

Wir brauchen Dunkelheit, um Licht sehen zu können. Da wo die Anwesenheit von Licht ist, gibt es keine Dunkelheit. Erst die Abwesenheit von Licht zeigt uns die Dunkelheit. Aber nur in der Dunkelheit können wir die Sterne betrachten. Wir brauchen also auch die Dunkelheit, um den Sonnenaufgang – das Licht, den Tagesanbruch – sehen zu können. Ohne Nacht gäbe es keine Sterne für uns. Und ohne Tag gäbe es kein Licht, also keine Sonne. Alles bedingt einander. Alles strebt natürlicherweise danach, vereinigt zu werden. Ordnung und Chaos, Gut und böse, männlich und weiblich.

Das Licht einer brennenden Kerze wirft keinen Schatten. Da es sich vollkommen in seiner Mitte befindet. Es ist von Natur aus IN Harmonie.

Licht ist Liebe. Und Liebe ist ein Seins-Zustand. Alles was NICHT Liebe ist, ist künstlich herbeigeführt. Und somit auch NICHT in Harmonie.

Womit nun wir Menschen sehr oft beschäftigt sind ist, uns mit genau den Dingen zu befassen, die wir überhaupt nicht brauchen können in unserem Leben. Da sie den natürlich angelegten Lebensfluss blockieren. Die Energie kann so nicht mehr fließen und und schwingen. Wir drehen uns nur noch im Kreis. Und es herrscht Stillstand in unserem Leben. Und wir wundern uns dann, wenn wir nicht mehr weiterkommen mit gewissen Dingen. Vergessen dabei aber meist, dass ausschließlich WIR SELBST es sind, die diesen natürlichen Lebenszyklus blockieren. Weil wir uns auf unsere Blockaden konzentrieren. Anstatt uns vertrauensvoll im Fluss des Lebens treiben zu lassen.

Körper, Geist und Seele sind eine untrennbare Einheit. Solange alles ausbalanciert und im Gleichgewicht ist, ist alles in bester Ordnung. Sobald aber eine innere Blockade in uns auftaucht, aus welchem Grund auch immer sie sich in uns manifestiert, ist dieses natürliche Gleichgewicht – die Harmonie in uns – gestört. Und wir werden krank. Krankheit ist eine Manifestation dessen, dass wir nicht wir selber sind. Sondern uns permanent verbiegen. Für uns selbst und für andere. Wir verbiegen uns, um Dinge von anderen zu bekommen, weil wir das so ERWARTEN. Derweil wissen wir aber oft nicht, dass andere uns überhaupt nicht geben KÖNNEN was wir so dringend von ihnen ‚haben’ wollen. Dass ausschließlich WIR SELBST es sind, die uns diese Dinge erfüllen können. Und wir so auch ganz schnell wieder in unserer Mitte und somit in innerer Harmonie wären. Da wir aber permanent darauf WARTEN dass andere uns unsere Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte erfüllen, leben wir im Ungleichgewicht mit uns selbst. Wir befinden uns in einem inneren Mangel, den wir selbst aufrecht erhalten. Bis wir lernen, uns diese Dinge selbst zu erfüllen. Und die anderen einfach SEIN lassen.

Andersherum ist es dasselbe. Wir verbiegen uns WEIL andere von uns ebenfalls Dinge ERWARTEN die wir ihnen wiederum NICHT erfüllen können. Weil das DEREN Erwartungen, Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte sind. Auch sie WARTEN wiederum darauf, dass ANDERE ihnen ihren inneren Mangel ausgleichen. Und kommen gar nicht auf die Idee, sich selbst darum zu kümmern sich zu ERFÜLLEN. Und sich so selbst wieder in Harmonie – in den natürlichen Seins-Zustand - zu versetzen. Und weil wir es oft nicht schaffen, den anderen ihre Bedürfnisse bzw. ihren inneren Mangel zu erfüllen, bekommen wir die Quittung. Denn permanent bekommen wir dann suggeriert dass wir nicht gut genug sind wie wir sind. Also verbiegen wir uns noch mehr. Um gut genug zu werden. Was aber nicht funktioniert. Da wir uns immer noch mehr von uns selbst und von unserer inneren Mitte wegbewegen. Weil wir eigentlich die ganze Zeit schon gut genug sind. Diejenigen die von uns ständig verlangen uns zu verbiegen, SEHEN nur unseren wahren Wesenskern nicht. Und wir WISSEN nicht dass wir wundervoll sind genauso wie wir sind. Weil uns das nie von irgendjemand gesagt wurde.

Die natürliche Seins-Liebe kennt keine Schmerzen. Alles was weh tut und schmerzt, ist KEINE Liebe. Es ist die Abwesenheit von Liebe die uns so sehr leiden lässt. Und wir halten uns selbst in diesem Leid gefangen. Und zwar aus einem einzigen Grund. Aus reiner und purer Angst!

Angst schließt Liebe nicht aus, aber sie blockiert sie. Wir selbst blockieren uns. Und zwar mit unseren Gedanken. Denn unsere Gedanken sind es, die Angst in uns entstehen lassen. Weil wir unsere Gedanken BEWERTEN. Es ist niemals eine Situation die uns Angst macht. Es ist niemals ein Mensch der uns Angst macht. Es sind unsere Gedanken und Bewertungen, die den natürlichen Lebensfluss blockieren. Die die wahre Seins-Liebe blockieren. Die die vollkommen normale und natürliche Harmonie blockieren. Weil sich aus den bewerteten Gedanken die entsprechenden Gefühle in uns bilden. Und diese Gefühle sind es, die Angst in uns erzeugen. Nichts anderes. Unser angsterfülltes Sein ist es, das verhindert dass die Liebe fließt.

Wir selbst sind die Gestalter und Schöpfer unseres eigenen Lebens. So wie wir denken, fühlen und handeln, leben wir auch unser Leben. Und alles geht entsprechend mit uns in Resonanz.

Wenn wir also IN Liebe und somit IN Balance und IN Harmonie mit uns selber sind, strahlen wir das IMMER nach außen hin aus. Und bekommen somit IMMER genau das zurück.

Wenn wir immer nur schlechte Laune haben und genervt sind, bekommen wir genau das als Spiegel vor unsere Nase gesetzt.

Wir gehen immer ganz automatisch mit dem in Resonanz, was wir gerade für unsere seelische Weiterentwicklung brauchen. Denn unsere Seele will sich immer entwickeln. Sie will Erfahrungen machen. Und an diesen Erfahrungen reifen. Und wenn wir entsprechende Konditionierungen in uns tragen, machen wir diese entsprechenden Erfahrungen solange und immer wieder, bis wir daraus gelernt und unser Denken, Fühlen und Handeln entsprechend geändert haben.

Wenn wir also unbewusst bestimmte Verhaltens- und Beziehungsmuster in uns tragen, wiederholt sich alles solange wie in einer Endlosschleife, bis wir uns diese Muster bewusst machen. Und ganz bewusst etwas ändern. Es werden sich immer genau die Dinge in unserem Leben manifestieren, die mit uns in entsprechende Resonanz gehen. Und wir daran wachsen können. Wir müssen nur genau hinsehen.

Oft kennen wir Harmonie aber von Grund auf überhaupt nicht. Oder wir kennen lediglich eine Pseudo-Harmonie. Das bedeutet, viele Menschen sind in einer vermeintlich harmonischen familiären Umgebung aufgewachsen. Wenn wir aber hinter die Fassade und ganz genau hinsehen, erkennen wir, dass eigentlich überhaupt keine natürliche Harmonie geherrscht hat. Sondern lediglich eine künstlich erzeugte Harmonie vorhanden war. Nämlich – weil in sehr vielen Familien die Probleme niemals wirklich gelöst, sondern lediglich unter den Teppich gekehrt werden. Weil sich niemand damit beschäftigen will. Weil niemand die Verantwortung für sein eigenes Denken, Fühlen und Handeln übernehmen will. Und für die Auswirkungen die für das Umfeld daraus entstehen. Weil das auch viel zu „anstrengend“ ist, sich mit der Wahrheit zu befassen. Sie wird dann nur weggeschoben.

Wie oft werden Dinge der Einfachheit halber auf andere abgewälzt und wir selbst wähnen uns keiner „Schuld“. Dabei vergessen wir leider aber meist, dass jede Ursache auch eine entsprechende Wirkung hat.

Wenn eine Narzisse – die ja von Natur aus giftig ist – mit anderen Blumen zusammen in einer Vase steht – vergiftet sie diese anderen Blumen ganz automatisch. Weil sie gar nicht anders kann. Die eigentlich gesunden Blumen welken und verderben. Genauso ist es mit Menschen. Die Menschen die NICHT in Harmonie mit ihrem eigenen Selbst sind, „vergiften“ somit ganz automatisch alle anderen Menschen in ihrem Umfeld mit ihrem entsprechenden Verhalten. Deshalb spricht man auch von „giftigen“ Beziehungen. Da die Wirkung der in Disharmonie lebenden Personen IMMER entsprechend auf deren Umfeld zurückfällt. Natürlich läuft all dies meist vollkommen in unserem Unterbewusstsein ab. Die Spitze eines Eisberges ist auch nur der minimalste Teil, der sichtbar ist. Der größte Teil liegt in den Untiefen des eiskalten Meeres verborgen. Genauso liegt der größte Teil unseres Denkens, Fühlens und Handelns in den Tiefen unseres unbewussten Seins. Sehr oft spüren wir Dinge zwar, können diese aber nicht benennen.

Worum es bei dem ganzen geht, ist eigentlich ganz einfach. Das natürlich angelegte Gleichgewicht muss wiederhergestellt werden. Damit die Harmonie wieder sichtbar wird. Das bedeutet, immer wenn wir selbst uns nicht im inneren Gleichgewicht befinden, regiert das Chaos in unserem Leben. Und die Ordnung ist ist ad acta gelegt. Und genau dies manifestiert sich dann im Außen. Unser Wohnumfeld wird chaotisch und unsere gesamten Lebensverhältnisse strahlen diese innere Disharmonie aus. Auch die Beziehungen die wir führen, die Menschen mit denen wir uns umgeben, zeigen uns deutlich unseren wahren Seelenzustand. Wenn wir uns nur mit Menschen umgeben die uns nicht gut tun, zeigt sich das in einem Ungleichgewicht unseres gesamten Seins. Wenn wir uns von anderen beeinflussen lassen, manifestiert sich auch das entsprechend in uns. Wenn wir nicht wir selber sind, strahlen wir das immer aus und ziehen genau diese Disharmonie an. Nämlich ebenfalls Menschen die nicht sie selbst sind. Also nicht in innerer Harmonie mit sich. Wenn wir uns von den Bewertungen und Meinungen von anderen emotional abhängig machen, können wir nicht wir selbst sein. Es liegt also in unserer eigenen Verantwortung, unseren Körper, Geist und Seele – unsere Gefühle und Emotionen – und somit unser ganzes Sein, in Balance zu halten. Und somit die natürliche Harmonie in uns zu leben.

Das ist es, was wirklich wichtig ist im Leben. Das natürlich angelegte Gleichgewicht wiederherzustellen. Harmonie zuzulassen. Alles in gesunder Balance zu halten.

Sobald von gewissen Dingen zu viel oder zu wenig vorhanden ist, herrscht Disharmonie. Ist beispielsweise das Wasser in der Badewanne zu heiß, ist das schädlich für unsere empfindliche Haut. Ist das Wasser zu kalt, frieren wir. Bringen wir dagegen heiß und kalt zusammen, können wir es so regulieren, dass es in Balance und somit genau passend für uns ist. Und wir uns wohlfühlen können.

Ist bei uns zu viel Liebe vorhanden bzw. wir ZEIGEN zu viel Liebe und unser Gegenpol zeigt uns zu wenig von seiner Liebe – kann die Liebe ebenfalls nicht fließen. Sie ist ganz einfach künstlich von uns selbst blockiert.

Wenn in der Natur ausschließlich die Sonne über längere Zeit zu heiß vom Himmel brennt, ver-brennt sie den wertvollen Erdboden. Er trocknet aus, wenn es nicht regnet und es kühler wird. Und somit ein harmonisierender Ausgleich zustande kommt. Auch hier bildet sich dann Disharmonie. Es hat aber immer eine Ursache WARUM es nicht kühler wird. Und warum es nicht regnet. Aber vielleicht ist selbst das die natürliche Ordnung. Und hat seinen Sinn. Den wir als Menschen nur nicht erkennen. Da wir niemals alles wissen und verstehen werden. Und dies auch nicht brauchen. Der Mensch will immer alles verstehen. Er will immer ganz genau wissen warum etwas wie funktioniert. Derweil ist das doch vollkommen egal. Hauptsache es funktioniert überhaupt. Oder nicht?

Das ist auch der Grund, warum innerhalb von Beziehungen ständig daran „herumgedoktert“ wird. Denn WENN dann tatsächlich einmal Harmonie eingekehrt ist, wird uns das unheimlich. Oder uns wird langweilig. Weil uns diese Normalität suspekt ist. Dann brauchen wir wieder eine „Beschäftigung“. Und anstatt uns auf die wirklich wichtigen Dinge in unserem Leben zu konzentrieren – nämlich die Anwesenheit von wahrer Liebe - legen wir unseren Fokus darauf, die Beziehung auseinanderzunehmen. Um herauszufinden was denn NOCH besser gemacht werden könnte. Es wird niemals so angenommen und gelassen wie es ist. Immer wollen wir noch mehr. Dabei bemerken wir es nicht, dass ausschließlich WIR es sind, die die empfindliche Harmonie in der Beziehung stören. Indem wir sie gewaltig sabotieren. Und dann noch Gründe dafür suchen, um diese dem anderen zuschieben zu können. Nämlich indem wir nach Dingen suchen die nicht da – eben abwesend – sind. Und unseren Fokus nicht darauf lassen was anwesend ist. Nämlich, vielleicht der beste Mensch der uns jemals passiert ist!

Der beste Mensch der Welt hält es irgendwann nicht mehr aus, wenn er niemals er selber sein darf. Wenn er ständig nur kritisiert und negativ bewertet wird. Wenn ihm permanent impliziert wird wie „unvollkommen“ er doch angeblich ist. Derweil sind genau diese Menschen es, die ihre eigene Unvollkommenheit nach außen hin auf andere projizieren. Und eigentlich die ganze Zeit gegen sich selbst kämpfen. Gegen ihre eigene innere Disharmonie. Gegen ihren eigenen inneren Mangel. Sie treiben mit diesem Verhalten den wundervollsten und besten Menschen der Welt irgendwann von sich weg. Weil dieser Mensch es irgendwann nicht mehr ertragen kann, niemals er selbst sein zu dürfen.

Wenn wir uns allgemein ausschließlich mit Dingen umgeben die uns gut tun und mit denen wir uns wohl fühlen, befinden wir uns vollkommen automatisch im natürlichen harmonischen Seins-Zustand. Alles kann fließen und schwingen. So wie es genau richtig und passend für uns ist. Und wie es sein soll.

Eigentlich ist aber IMMER alles genauso wie es sein soll.

Deshalb gibt es auch keine Zufälle im Leben. Und der Spruch „Alles ist sowieso vorherbestimmt“ bekommt eine völlig neue Bedeutung. Ja – es ist tatsächlich alles vorherbestimmt. Aber NUR, weil WIR es selbst in der Hand haben alles entsprechend in unser Leben zu ziehen. Unser „Schicksal“ bestimmen ausschließlich WIR selbst.

Wenn wir an einer Wegkreuzung stehen, sind wir ganz alleine dafür verantwortlich in welche Richtung wir uns bewegen. Welchen Weg für unser Leben wir einschlagen. Wir selbst tragen die Verantwortung für unser Handeln.

Wenn wir entsprechend handeln und wir deshalb negative Erfahrungen machen, liegt das NICHT an anderen. Sondern nur an UNS. Wenn wir positive Erfahrungen machen, umso besser.

Wenn wir darauf hören was ANDERE uns sagen, bewegen wir uns somit weg von uns selbst. Wir bewegen uns WEG aus unserer natürlich angelegten Harmonie. Hinein IN eine künstlich erzeugte Disharmonie. Und wundern uns dann, wenn wir falsche Entscheidungen für uns treffen. Die uns nicht gut tun und die sich vollkommen falsch, unpassend und nicht stimmig anfühlen.

Viele Menschen haben aber von Kindheit an gelernt, sich für andere zu verbiegen. Sie kennen es gar nicht anders. Für sie ist dieser Zustand dann vollkommen „normal“. Normal ist immer das was wir kennen. Das was wir nicht kennen, bezeichnen wir gerne als „unnormal“. Ganz automatisch bewerten wir die Dinge. Und stecken sie in Schubladen die uns bekannt sind. Weil wir uns dann sicher fühlen.

Wir Menschen begeben uns ungern auf unbekanntes Terrain. Nicht umsonst gibt es den schönen Spruch: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht.“

Wir alle sind aber genau das. Wir sind was wir essen. Ernähren wir uns permanent nur ungesund, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir krank werden. Da sich dies in uns irgendwann manifestiert. Die Krankheit ist dann nur das Symptom. Eine Warnung an uns, dass wir uns im Ungleichgewicht – in Disharmonie – befinden. Wenn wir darauf nicht hören, wird sich nichts ändern. Kann es im Gegenteil sein, dass wir immer noch kränker werden.

Nur wenn wir selbst etwas ändern, können wir die natürlich angelegte Harmonie in uns wieder sichtbar werden lassen. Nur wenn wir uns gelassen und entspannt in unserer eigenen Mitte befinden – so wie das brennende Licht der Kerze – und uns nicht ständig von uns selbst wegbewegen, werfen wir keine Schatten. Nur wenn wir das Leben und die Liebe zulassen und ‚empfangen’, können wir Fülle und somit Erfüllung erhalten. Und dann auch wahre, bedingungslose Liebe geben.

Nur so kann gegenseitiges geben und nehmen funktionieren. Indem sich alles in Balance und somit im Gleichklang befindet. Nur so schwingt alles in jegliche Richtungen. Vor und zurück. Nach oben und unten. Nach rechts und links. Nach innen und außen. Nur so kann alles ohne Blockaden fließen.

Was uns sehr oft daran hindert uns in innerer Harmonie zu befinden ist pure Angst. Angst blockiert und hemmt uns ganz gewaltig. Und macht uns unbeschreiblich das Leben schwer. Wir selbst machen uns das Leben schwer. Denn wir haben Angst uns verletzbar zu machen. Derweil SIND wir ja schon verletzt. Sonst wüssten wir gar nicht wie sich das anfühlt. Und bräuchten somit auch keine Angst vor erneuter Verletzung zu haben.

Wahre, tiefe und bedingungslose Liebe lässt uns seelisch nackt dastehen. Indem wir Angst haben, hüllen wir uns mit dieser Angst in einen dicken Mantel. Einen Mantel, der uns vor seelischer Entblößung und „Nacktheit“ schützt. Je tiefer und intensiver unsere Angst ist, desto dicker ist unser Schutzmantel.

Wir bilden inneren Widerstand. Und kämpfen gegen alles an was uns Angst macht. So auch gegen die wahrhaftige und bedingungslose Seins-Liebe. Weil wir sie nicht kennen. Denn oft wurden wir von unseren Eltern schon nicht bedingungslos geliebt. Wir mussten funktionieren und nach DEREN Pfeife tanzen. Gerade die Kopfmenschen kennen das oft sehr gut. Da sie leistungsorientiert erzogen wurden. Sie wurden für ihre Leistung belohnt. Sie wurden nicht geliebt weil sie ganz einfach „da“ waren. Derweil waren es die Eltern ja, die das Kind in die Welt gesetzt haben.

Oder wir wurden absolut überbehütet und durften nicht selbstständig Entscheidungen treffen. Wir durften unsere Meinung nicht sagen. Auch da mussten wir jederzeit funktionieren. Anders allerdings. Wir mussten uns den Eltern unterordnen. Gehorchen. Brav sein. Keine Widerworte wagen. Gefühle unterdrücken. Uns wurde nichts zugetraut. Und es wurde uns immer wieder impliziert dass wir nicht gut genug oder an allem „schuld“ sind, was bei den Eltern schief läuft.

So wurden wir schon von Grund auf zur Disharmonie erzogen. Weil auch die Eltern die natürlich angelegte Harmonie nicht kennen.

Kein Wunder also, dass wir Harmonie zwar einerseits alle wollen, andererseits aber auch Angst davor haben. Weil sie uns  – genau wie die Stille – „unheimlich“ und fremd ist. Derweil ist auch Stille ein natürlicher Seins-Zustand. Wir Menschen sind es, die permanent künstlichen Lärm erzeugen. Und uns dann wundern, dass wir alle krank daran werden.

Lärm gibt es zig-tausendfach. Die natürlichen Geräusche der Natur und die künstlich erzeugten der Menschheit.

Stille gibt es nur eine einzige! Genauso wie Harmonie. Und die wahrhaftige Liebe.

Zurück in die natürlich angelegte Harmonie zu finden, ist also von essentieller Bedeutung für wahre innere Zufriedenheit. Die Normalität anzunehmen, sie zuzulassen und sie dann auch auszuhalten, kann allerdings ein Kraftakt sein.

Wir sehen UNS selbst als getrennt von ALLEM anderen an. Unser ICH ist die Trennung vom WIR und vom UNS. Wenn wir als ICH der eine Pol sind, brauchen wir  trotzdem unseren gegensätzlichen Pol Dass DU, um in Harmonie zu gelangen. Wir brauchen das Eins-Sein und das WIR. Wir brauchen das unbewusste genauso wie das bewusste. Da sonst kein Ausgleich stattfinden kann. Und sonst immer ein Ungleichgewicht bestehen würde. Sonst hätten wir weiterhin von dem einen zu viel und von dem anderen vielleicht viel zu wenig. Und die Waage unseres Lebens driftet auf der einen Seite nach oben und auf der anderen nach unten. Sie ruht dann niemals in ihrer Mitte.

Nur mit unserem Gegenpol gemeinsam lässt sich also Harmonie herstellen. Und wir kommen in die innere Balance. Weichheit und Härte. Stärke und Schwäche. Kopf und Herz. Ausgeglichen zu sein, bedeutet zufrieden zu sein. Gelassen und entspannt zu sein.

Indem wir also aufhören, FÜR die Harmonie zu kämpfen, wird sie automatisch eintreten. Weil wir erst dann wirklich sehen und erkennen können dass sie ja längst in unserem Leben IST. Wir haben uns nur auf die falschen Dinge fokussiert und konzentriert.

Indem wir annehmen was IST – können wir IN Liebe sein. Denn wir SIND Liebe. Und die Harmonie IST in uns.

                                                                                      © Iris Fischer – sensible-seele.net


Was heißt es eigentlich wirklich, als hochsensibler Mensch authentisch zu sein?


Hochsensibilität & authentisches Sein

In letzter Zeit wird permanent und überall davon geschrieben und gesprochen, dass wir vollkommen authentisch sein und uns in all unseren natürlichen Facetten selbst leben sollen. Auch hier könnte man denken, dass es sich um einen „neuartigen“ Trend handelt. Nein, dem ist natürlich nicht so! Denn, gerade für hochsensible Menschen ist es von existenzieller und essenzieller Bedeutung, vollkommen authentisch zu sein. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und sich nicht permanent zu verbiegen und mit ständigen „faulen“ Kompromissen an andere Menschen anzupassen. Was aber heißt das nun ganz genau, vollkommen authentisch zu sein...?  

Authentizität bedeutet dabei ganz einfach folgendes...

 

  • Man lebt nach seiner ureigenen Wahrheit
  • Man ist einfach ECHT
  • Man geht den Weg seines Herzens und den Weg seiner Seele

 

Man ist einfach so, wie man IST. Wie die Natur einen mit seiner Sensibilität, seinem Aussehen, sämtlichen individuellen Charakterzügen, Fähigkeiten, Talenten und Persönlichkeitsanteilen vorgesehen hat.

 

  • Wenn man hochsensibel ist und aufgrund dessen nun einmal bestimmte Angewohnheiten hat und des öfteren Ruhephasen für sich braucht, ist das eben so
  • Wenn man von Natur aus extrovertiert ist und gerne im Mittelpunkt steht, bringt es nichts, sich permanent zu verstellen und zu versuchen, sich ständig zurückzuhalten
  • Wenn man von Natur aus ein leiser und introvertierter Mensch ist, der sich gerne im Hintergrund hält und bloß nicht auffallen will, IST das eben so
  • Wenn man so empfindliche Augen hat, dass man auch bei Nicht-Sonnenschein eine Sonnenbrille trägt, um seine Augen beispielsweise vor Wind zu schützen, weil sie sonst permanent tränen, ist das eben so – völlig egal, was andere sagen
  • Wenn man bestimmte Dinge nicht kann, bringt es nichts, sich permanent zu verbiegen und sich dazu zu zwingen, diese Dinge zu lernen
  • Wenn man bestimmte Dinge absolut nicht leiden kann, bringt es nichts, sich zu verbiegen und permanent so zu tun, als ob man es mag

  

Wenn man gewisse Fähigkeiten und Talente in sich trägt, sollte man sich auch erlauben, diese auszuleben, zu kultivieren und vollkommen zu entfalten

Man verbindet sich mit seinem innersten und wahren Selbst und fühlt sich mit sich selbst mit all seinen vielfältigen und sensiblen Facetten „Eins“.

Man nimmt sich selbst genauso an, wie man IST und akzeptiert sich mit all seinen „Macken“, Fehlern und Angewohnheiten.

Viele Menschen sind aber eben NICHT mit all ihren Facetten einfach authentisch. Und erlauben es sich vollkommen, sich selbst zu leben. Sie lassen sich fremdbestimmen, ständig in ihren Entscheidungen von anderen beeinflussen, leben ihr Leben mit angezogener Handbremse, anstatt durchzustarten und ihr natürliches Potenzial vollkommen auszuschöpfen. ihren Lebenssinn, ihre Lebensaufgabe und wahre Bestimmung zu finden, zu leben und vollkommen zu entfalten.

Stattdessen werden oft nur „faule“ Kompromisse gelebt. Leidenschaften, Fähigkeiten, Interessen, Sehnsüchte, Träume, Wünsche, ureigene Bedürfnisse, Talente, Launen, Prinzipien und Gefühle werden unterdrückt, weggedrückt und verdrängt.

Die tiefe Sehnsucht der eigenen Seele nach Verwirklichung und Entfaltung des wahren, authentischen Seins wird dabei oft überhört.

Sie wird vielleicht sogar wahrgenommen, aber ihr wird nicht vertraut. Der eigenen Intuition wird nicht geglaubt und man ist voller hemmender und hindernder Zweifel.

Dazu kommen blockierende Glaubenssätze und selbsterfüllende Prophezeiungen, die einen oft von dem Erfolg im Leben und in der Liebe abhalten, den man im Grunde schon vor langer Zeit hätte haben können.

Man gibt sich mit Halbherzigkeiten zufrieden, lenkt sich mit anderen Dingen ab und läuft oft vor seinen wahren Gefühlen davon.

Anstatt sich selbst zu ERLAUBEN, einfach zu SEIN wie man von der Natur gegeben IST.

Man ignoriert seine wahre Bestimmung und kennt seine natürlich angelegte Lebensaufgabe & Berufung so überhaupt nicht.

Stattdessen stellt man sich immer wieder die folgenden Fragen...

 

  • Wer bin ich
  • Was will ich 
  • Wofür bin ich hier

 

...kommt dabei aber auf keinen grünen Zweig. Und findet keine stimmige Antwort...

Man gibt sich mit der „Norm“ zufrieden – lebt halt auf „Standard & Mittelmaß“ und tut das, was man tut „weil man es halt nun mal tut“.

Aber man strebt nicht nach Höherem. Man strebt nicht nach wahrer Erfüllung. Oft ist man nur eine Kopie unter vielen, anstatt sein bestes Original zu SEIN. 

 

  • Wo bleibt hier die wahre innere Zufriedenheit?
  • Wo das wahre Lebens- und Liebesglück?
  • Wo die Leichtigkeit im Leben?
  • Wo die wirkliche Entfaltung des inneren Potenzials und des wahren, authentischen Seins?
  • Wo die innere Ruhe, pure Entspannung und grundsätzliche Gelassenheit?
  • Wo die wahre ureigene Mitte?

 

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden erfahren, dass morgen die Welt untergehen würde...

Könnten Sie dann von sich sagen, dass Sie vollkommen wahrhaftig und glücklich und vollkommen erfüllt gelebt und geliebt hätten?

 

  • Hören Sie auf Ihre innere Stimme?
  • Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl?
  • Glauben Sie Ihrer ureigenen Wahrnehmung?
  • Wissen Sie, was WIRKLICH gut für Sie ist?
  • Verlassen Sie sich vollkommen auf sich selbst?
  • Kennen Sie Ihren ureigenen Weg?
  • Fühlt es sich absolut stimmig an, was Sie tagtäglich tun?

 

Vollkommen authentisch zu sein bedeutet, sämtliche Masken abzunehmen, die man vor sich selbst und vor anderen aufgesetzt hat. Es bedeutet, hinter die eigene, aus purem Selbstschutz errichtete und künstlich erschaffene Fassade zu sehen. Bei sich selbst anzukommen. Sich in sich selbst vollkommen zuhause zu fühlen. Zu sich selbst vollkommen ehrlich zu sein. Zu seinem wahren Sein vollkommen zu stehen. Zu seiner Unperfektheit zu stehen. Sich selbst treu zu bleiben. Nicht nett zu anderen zu sein, weil alle es so erwarten, sondern ECHT zu sein. Eben authentisch zu bleiben. Sich nicht zu verstellen und nicht zu verbiegen, nur weil man von anderen gemocht, bewundert und geliebt werden will. Sondern auch einmal seine Krallen zu zeigen. Und kratzbürstig zu sein, wenn man sich emotional nicht wohl fühlt. Wenn sich etwas nicht stimmig für einen anfühlt. Wenn man zu unrecht von anderen kritisiert wird. Wenn andere einen zu ihren Gunsten verändern wollen. Eben genau dazu zu stehen, was und wen man mag und was und wen man nicht mag. Vollkommen egal, was andere darüber denken und davon halten.

Denn, andere gehen ihren Weg. Und kümmern sich um ihre Dinge. So wie man selbst immer nur SEINEN ureigenen und für sich bestimmten und authentischen Weg gehen und sich um seine Dinge, die einem wirklich wichtig sind, kümmern sollte.

 

  • Wenn man Fitness-Studios nicht mag und stattdessen lieber in der Natur radeln geht, ist das eben so
  • Wenn man keinen Alkohol mag, sollte man dazu stehen und sich nicht überreden lassen, mit den anderen mitzutrinken, nur damit man nicht als vermeintlicher Außenseiter dasteht
  • Wenn man sich lieber in Bücher vergräbt und liest, anstatt auf Partys zu gehen, sollte man dazu stehen. Vollkommen egal, was andere davon halten
  • Wenn man ein Morgenmuffel ist, sollte man dazu stehen und sich nicht künstlich zu guter Laune am Morgen zwingen - ein wahrhaft liebender Partner wird dies verstehen und klaglos akzeptieren
  • Wenn man sich nicht selbst ans Steuer eines Autos setzen will, weil man als hochsensibler Mensch den Stress im Straßenverkehr nicht verträgt, ist das eben so
  • Wenn man lieber beruflich selbstständig arbeitet, weil man sich nur so vollkommen entfalten kann, sollte man dazu stehen und sich nicht dazu zwingen (überreden und bedrängen lassen) einen 9 – 17 Uhr Job auszuüben, wenn man genau weiß, damit kann man nicht leben
  • Wenn man Schokolade liebt und Gummibärchen hasst, ist das eben so
  • Wenn man sich nur in seiner Lieblingsfarbe kleidet, sollte man dazu stehen, selbst wenn andere das als „langweilig“ einstufen
  • Wenn man auf Qualität, Marken und edle Dinge steht, anstatt auf Modeschmuck und „Schnick-Schnack“, dann ist das eben so
  • Wenn man ein Großstadtmensch ist, ist das eben so - und wenn man das intensive Bedürfnis hat, permanent um die Welt zu reisen, sollte man dazu stehen
  • ...und...und...und...

 

Die Menschen, die einen WIRKLICH mögen und wirklich annehmen, akzeptieren und lieben, wie man IST, werden so oder so bei einem bleiben. Gerade WENN man sich selbst erlaubt, authentisch zu sein. Bei SICH zu sein. ECHT zu SEIN. In seiner ureigenen Mitte zu sein. Und sich keinen einzigen Schritt mehr aus dieser ureigenen Mitte wegzubewegen. Mutig zu sein, ANDERS zu sein.

Eben zu SEIN, wie man IST...

Denn, nur wenn man selbst authentisch ist, zieht man ebensolche Menschen in sein Leben. Wenn man sich permanent verbiegt, sich Masken aufsetzt und Fassaden zulegt, setzt einem das Leben genausolche Menschen vor die Nase.

Denn, andere sind immer nur unser Spiegel...

 

                                                                                                    © Iris Fischer - sensible-seele.net


Warum Selbstwertgefühl so wichtig für uns ist


Warum Selbstwertgefühl so wichtig für uns ist

Selbstwertgefühl zu besitzen, ist ein unglaublich kraftvolles und machtvolles Gefühl. Ganz genau zu wissen und es auch tief in uns zu spüren, was wir SELBST uns wirklich wert sind, erfüllt unser gesamtes Sein. Wirkliche Würde, Stolz und Selbstachtung zu besitzen, hält uns ganz in unserer Mitte. Denn wenn wir ganz gelassen in unserer ureigenen Mitte ruhen, kann uns so leicht nichts mehr erschüttern. Wir sind in der Lage, uns auf die Stimme unseres Herzens und unserer Seele vollkommen einzulassen. Absolut darauf zu vertrauen, dass wir die passenden Entscheidungen für uns treffen. Uns auf unser ureigenes Urteilsvermögen grenzenlos zu verlassen.

Viele sensible Menschen kennen ihr Selbstwertgefühl nicht. Oder besitzen leider viel zu wenig davon. Sie können sich selbst somit nicht wertVOLL behandeln. Und bekommen so auch von anderen nicht das essentiell wichtige Gefühl zurück, tatsächlich etwas wert zu sein.

Sie vertrauen sich selber nicht. Und können folglich auch anderen nicht vertrauen.

Genau das ist auch der Grund, warum so viele Menschen verzweifelt um Anerkennung und um Liebe kämpfen. Weil sie nicht wissen, was sie als Mensch WERT sind. Sie haben keinen Stolz und viel zu wenig Würde. Was bedeutet, sie verkaufen sich ständig unter ihrem Wert. Und unterschätzen sich somit selbst. Weil sie sich nicht wert-schätzen können. Werden dann aber auch von anderen unterschätzt. Und somit nicht wert-geschätzt.

Jeder Mensch ist in sich vollkommen. Jeder Mensch ist einzigartig. Kein Mensch ist durch einen anderen zu ersetzen.

Auch wenn uns immer wieder anderes eingetrichtert wird. Wie oft hören oder lesen wir irgendwo, dass jeder Mensch ersetzbar – austauschbar - ist. Ja – als „billige“ Arbeitskraft vielleicht – aber nicht als der einzigartige Mensch, der jeder einzelne von uns tatsächlich ist!

Kein Mensch ist wie der andere. Auch wenn das nach außen hin so scheint. Und kein Mensch macht dieselben Erfahrungen, selbst wenn er die vermeintlich selben Situationen oder Gefühle erlebt. Denn jeder Mensch denkt, fühlt und handelt wieder anders. Eben AUFGRUND der vielfältigen und unterschiedlichen Erfahrungen die ihn prägen.

Wenn zehn Menschen die gleichen Erlebnisse haben, sind die Empfindungen aller zehn unterschiedlich. Da jeder Mensch grundsätzlich von Kindheit an individuelle Erfahrungen, Normen und Werte, Konditionierungen und Glaubensmuster in sein Leben mitbekommen hat. Nicht zu vergessen natürlich die individuelle Persönlichkeit. Mit allen angeborenen Fähigkeiten und Talenten, Stärken und Schwächen. 

Mangelndes Selbstwertgefühl resultiert ganz einfach daraus, dass viele von uns sich von Kindheit an immer anpassen und verbiegen mussten. Wir durften überhaupt nicht so sein wie wir wirklich sind. Wir mussten so sein, wie unsere Eltern das für uns bestimmt haben. Wir mussten „brav“ sein und durften uns nicht frei entwickeln und entfalten. Uns wurden sämtliche Entscheidungen abgenommen, da wir sehr oft völlig überbehütet wurden. Wir wurden beschützt vor der großen „bösen“ Welt. Wurden gleichzeitig aber auch davon abgehalten, unsere ureigenen Erfahrungen zu machen. Was aber ganz immens wichtig für eine gesunde seelische Entwicklung ist. Denn nur wenn wir lernen uns zu behaupten, können wir entsprechend aus unserem jeweiligen Bewusstsein heraus agieren und handeln.

Dieses überbehütende und beschützende Verhalten kommt heutzutage auch oft vor. Und zwar bei den „Helikopter-Eltern“. Sie „schweben“ ständig kontrollierend über dem Leben ihrer Kinder und lassen es nicht zu, dass diese Kinder Selbständigkeit entwickeln. Und ihre eigenen Erfahrungen machen dürfen. Und somit auch Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl in sich entwickeln. Diese Kinder sind dann als Erwachsene oft überhaupt nicht fähig, sich alleine durchzubeißen und Verantwortung für sich zu übernehmen. Stattdessen wälzen sie die Verantwortung dann auf die jeweiligen Partner ab, die damit logischerweise auch oft überfordert sind. Und nicht mit den utopischen Erwartungen und Forderungen umgehen können, mit denen sie permanent überschüttet werden.

Solche hochsensiblen Kinder, die permanent von ihren Eltern kontrolliert und „überwacht“ werden, entwickeln sich oft zu Rebellen. Sie kämpfen gegen alles an und lassen sich von niemandem etwas sagen. Was aber als logische Konsequenz aus diesem „Zwang“ sich nicht ausleben zu dürfen, entsteht. Denn dies ist die sensible Seele, die dagegen rebelliert. Die laut aufschreit, wenn sie sich nicht frei entwickeln und entfalten darf. Weil sie so am lernen und reifen gehindert wird.

Was aber diejenigen Eltern überhaupt nicht sehen. Deshalb ist ihnen aber kein Vorwurf zu machen. Denn auch sie handeln ja nur aus dem heraus, was ihnen selbst bewusst ist. Sie können also nicht anders handeln. Denn in diesem „Helikopter-Verhalten“ steckt eine ganz immense Unsicherheit und Angst.

Rebellen wollen dabei nichts anderes als be- und geachtet, wahrgenommen, anerkannt, gehört und gesehen werden. Sie wollen ihre Individualität und Einzigartigkeit ausleben. Sie wollen ihre Visionen verwirklichen und ihr inneres Feuer entfalten. Was auch vollkommen legitim und in Ordnung ist. Wer rebelliert, zeigt damit nur, dass irgendetwas ihn daran hindert, genauso zu sein, wie er tatsächlich ist. Dass er nicht einverstanden ist mit irgendwelchen Dingen. Dass er die Vorgaben wie er zu sein hat, mit seiner inneren Einstellung und seinen ganz persönlichen Werten nicht vereinbaren kann. Weil er dieser Mensch ganz einfach nicht ist. Weil er die Erwartungen der anderen nicht erfüllen kann oder dies auch gar nicht will.

Und indem dieser Mensch rebelliert, versucht er sozusagen seine Seele zu „retten“. Rebellion und Kampf ist also reiner Selbstschutz.

Die weit schlimmere Variante ist meiner Ansicht nach die, dass die angepassten Menschen dann zu den typischen "Ja-Sagern" werden. 

Und viel zu gutmütig und bescheiden für diese Welt sind. Weil sie sich überhaupt nicht behaupten können. Da sie ein viel zu geringes Selbstwertgefühl und viel zu wenig bis gar kein Selbstvertrauen besitzen. Sie können sich weder durchsetzen, noch adäquat Grenzen setzen. Stattdessen lassen sie sich alles gefallen, ohne sich dagegen zu wehren. Sind aber in Wahrheit kreuzunglücklich dabei. Und haben innerlich eine solche Angst vor Abweisung und Ablehnung, dass sie brav und anständig sämtliche Erwartungen und Vorgaben der anderen erfüllen, ohne auf sich selbst zu achten. Das heißt, sie stellen ihre ureigenen Bedürfnisse, Sehnsüchte und Wünsche permanent den anderen zuliebe zurück. Sie lassen sich leben, anstatt sich selbst zu leben. 

Aus dem Unbewussten ins Bewusstsein.

Deshalb ist es so enorm wichtig, ganz genau zu wissen dass wir vollkommen in Ordnung sind, so wie wir sind. Dass wir durchaus liebenswert sind. Dass wir Liebe selbstverständlich verdient haben. Und dass wir selbstverständlich das Recht haben, dass zu tun und zu lassen, was wir für uns als passend und stimmig und richtig erachten. Denn gerade wir hochsensiblen, emotional sensiblen und auch hochsensitiven Menschen wissen doch sehr genau, was uns gut tut und was nicht. Wir wissen doch sehr genau, was wir für unser Wohlbefinden brauchen und was nicht. Weil wir dies ganz automatisch spüren. Auch wenn wir als Kinder oft nicht ernst genommen wurden in unseren Wahrnehmungen, Empfindungen und Gefühlen. Wenn uns zu oft eingeredet wurde, dass wir uns bestimmte Dinge nur einbilden. Dass wir phantasieren. Dass die Dinge nicht real sind, die wir doch ganz eindeutig spüren.

Natürlich sind all diese Dinge real.

Nur weil die nicht sensiblen und nicht sensitiven Menschen diese Wahrnehmung nicht haben, bedeutet das noch lange nicht, dass es gewisse Dinge nicht auf Erden gibt. Das ist genauso, als wenn im Wald ein Baum umfällt und dabei selbstverständlich Geräusche macht. Nur weil das aber keiner gehört hat, weil keiner dabei war, heißt das noch lange nicht, dass die Geräusche nicht da waren. Ich glaube, Sie wissen was ich damit meine...

Die Dinge existieren so oder so. Ob sie nun bewusst wahrgenommen werden oder nicht.

Selbstwertgefühl ist auch deshalb so wichtig, dass wir genau wissen, wo unsere persönlichen Grenzen sind. Dass wir ganz genau den Punkt spüren, an dem es „nein“ zu sagen gilt. Und dann auch den Mut haben dies auszusprechen. Und zwar ohne Angst und Unsicherheiten, wie das die anderen nun aufnehmen. Denn das spielt keine Rolle. Denn es sind unsere persönlichen Grenzen, genauso wie andere auch ihre Grenzen haben. Und die ja auch glasklar definieren.

Es gibt sensible Menschen, die sind beruflich vollkommen authentisch und verbiegen sich privat wie eine Spirale. Nur um ja anerkannt, geliebt und gemocht zu werden. Sie tragen eine massive Angst in sich, nicht gut genug zu sein. Es nicht allen recht machen zu können. Das trifft genauso auf Frauen, wie auch auf Männer zu. Sie holen sich beruflich die Anerkennung und den Erfolg, den sie in ihren privaten Beziehungen nicht erhalten. Da sie permanent mit den utopischen Erwartungen zu kämpfen haben, die an sie gestellt werden. Und die sie überhaupt nicht erfüllen können.

Diese sensiblen Menschen zerreißen sich sprichwörtlich fast innerlich. Weil sie nicht verstehen, dass sie es niemals allen recht machen können. Weil immer irgendjemand dabei auf der Strecke bleibt. Und meistens sind diejenigen sie selbst.

Viele sensible Menschen spielen permanent die unterschiedlichsten Rollen. Und sind dabei niemals wirklich authentisch. Und befinden sich schon gar nicht in ihrer Mitte. Weil sie denken, sie dürfen dies nicht sein.

Diese Menschen tragen so viele negative und destruktive Konditionierungen und Glaubenssätze mit sich herum, dass sie sich permanent selber im Weg stehen.

Hier geht es allerdings niemals um Schuld. Denn Schuld ist ein wirklich destruktives und oft großen seelischen Schaden anrichtendes Wort.

Denn alles besitzt grundsätzlich eine Ursache und die daraus resultierende Wirkung. Für die Konsequenzen allerdings trägt jeder Mensch selbst die Verantwortung. Nicht irgendjemand anders.

Die Ursache muss grundsätzlich an der Wurzel gepackt werden, um eine wirkungsvolle Veränderung herbeizuführen. Da ansonsten die Dinge nur von oben zugedeckt und verschüttet und sozusagen „verlagert“ werden. Was auf Dauer gar nichts bringt. Außer negative Konsequenzen. Die sich irgendwann dann bitter rächen.

So ist das oft mit unterdrückten und nicht ausgelebten Gefühlen. Irgendwann kommen diese Gefühle gewaltig an die Oberfläche. Weil sie gelebt, gespürt und wahrgenommen werden wollen.

Oft manifestieren sich lange unterdrückte Gefühle dann in psychosomatischen Beschwerden bis hin zu Depressionen und wirklich ernsthaften Krankheiten. Niemand spricht dann aber davon, dass in Wahrheit lange unterdrückte Gefühle die Ursache für diese Krankheiten und Beschwerden sind. Meist wird nur der äußere Lebensstil dafür verantwortlich gemacht. Was aber so nicht richtig ist. Denn der Mensch an sich sollte immer ganzheitlich gesehen werden. Da Körper, Geist und Seele eine untrennbare Einheit bilden.

Drei Menschen aus meinem Leben - die mir einmal sehr nahe gestanden haben  - die ihr Leben lang ihre Gefühle immer unterdrückt haben – die grundsätzlich immer alles mit sich selbst abgemacht und sich nach außen hin niemals beschwert haben, die ihre wahren Gefühle niemals artikuliert und ausgelebt haben – die immer nur funktioniert, Kompromisse gelebt und nicht wirklich authentisch waren – sind als Konsequenz daraus viel zu früh an einer schlimmen Erkrankung gestorben.

Diese Menschen kannten ihr Selbstwertgefühl nicht. Diese Menschen haben es immer nur anderen Menschen versucht recht zu machen. Aber niemals sich selbst. Diese Menschen haben sich immer verbogen und an andere angepasst. Anstatt auf sich selbst zu achten und ihre Gefühle tatsächlich auszuleben.

Was mir persönlich sehr nahe geht. Denn ich halte es für so enorm wichtig, authentisch zu sein und sich nicht zu verbiegen. Weil das überhaupt nichts bringt. Ich kenne das ja aus eigener Erfahrung. Wenn man nicht so sein darf wie man eigentlich ist.

Heute bin ich allerdings ganz ich. Und befinde mich vollkommen in meiner Mitte. Worüber ich überaus glücklich bin.

Ich finde es so immens wichtig, seine wahren Gefühle zu zeigen. Sich zu artikulieren und seine Gefühle komplett auszuleben. Und sich wirklich seelisch und emotional zu entfalten.

Auch die Liebe in sich zu entfalten. Und sie aktiv den Menschen zu zeigen, denen diese Liebe gilt.

Und sich nicht zu verstecken hinter Angst, Ausreden und Ausflüchten. Nicht irgendwelche Dinge vorzuschieben, bei denen das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun hat. Weil man solche Dinge immer miteinander vereinbaren kann, wenn man dies nur wirklich will.

Es gibt keine wirklichen Hindernisse. Das Hindernis besteht ausschließlich in uns selbst.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir hochsensiblen, emotional sensiblen und hochsensitiven Menschen alles schaffen können, wenn wir dies nur wirklich wollen.

Deshalb ist unser Selbstwert ein unendlich wertvoller Schatz. Den wir unbedingt an die Oberfläche unseres Bewusstseins befördern sollten.

Da wir nur mit einem gesunden Selbstwertgefühl in der Lage sind, uns vollkommen authentisch zu verwirklichen und uns zu entfalten.

Uns selbst und andere wertzuschätzen und ihnen das auch zu zeigen. Denn nur, indem wir uns selbst respektvoll behandeln, können wir auch von anderen respektvoll behandelt werden.

Machen Sie sich deshalb Ihren Selbstwert bewusst!


  • Leben Sie Selbst-Bewusst
  • Leben Sie Ihre ganz persönlichen Werte
  • Leben Sie Ihren Stolz und entwickeln Sie Würde


Nur so spüren Sie Lebenskraft, Lebensenergie und Leichtigkeit in Ihrem Leben. 

Wir haben es jederzeit selbst in der Hand, eine Veränderung in unserem Leben zuzulassen. 

Wir haben es jederzeit selbst in der Hand, uns zu kontrollieren oder wirkliche Nähe von anderen zuzulassen. Indem wir unser Herz weit öffnen und unsere Gefühle wirklich zulassen. 

Wir selbst haben die Entscheidungsgewalt über unser Leben und in welche Richtung der Weg unseres Lebens weitergehen soll. 

Geben Sie nichts auf die Meinungen, Urteile und Bewertungen anderer. Lassen Sie sich nicht leben, sondern leben Sie SICH selbst...                                                                             

                                                                                         © Iris Fischer – sensible-seele.net  


Wertschätzung des eigenen Selbst


Wertschätzung des eigenen Selbst

Das fällt vielen hochsensiblen Menschen höchstwahrscheinlich sehr schwer. Denn ihnen wurde ja ihr ganzes Leben lang suggeriert und beigebracht dass sie sich an die Normen der Gesellschaft anzupassen haben. Dass sie die Erwartungen die man in Schule, Beruf und in  Partnerschaft und Familie an sie hat zu erfüllen haben. Dass sie sich gefälligst zusammenzureißen haben und nicht aus der Masse herausstechen sollen. Es wird erwartet konform mit den anderen zu sein. Eigentlich wird von den Hochsensiblen immer erwartet ein ebensolcher Mitläufer zu sein wie die Masse der nicht Sensiblen das ist. Dass das aber der falsche und nicht passende Weg für diese außergewöhnlichen Menschen ist, wird überhaupt nicht gesehen oder wahrgenommen.

Die Andersartigkeit der Hochsensiblen wird von den nicht Sensiblen sehr wohl wahrgenommen und sofort als negativ deklariert. Sehr oft werden diese Menschen nur weil sie anders sind – als Außenseiter in Schule und Beruf oder als schwarzes Schaf in der Familie betrachtet. Welches reichhaltige und faszinierende Innenleben mit schier unendlichen Möglichkeiten sich aber hinter diesem „anders sein“ der Hochsensiblen in Wahrheit verbirgt, interessiert diese Menschen nicht. Und sie kommen auch gar nicht auf die Idee diese Nicht-Konformität als positiv und für alle bereichernd zu sehen. Dass es einen hochsensiblen Menschen unendlich belastet und schmerzt, sich nicht zugehörig zu fühlen, auf diese Idee kommen die nicht Sensiblen meistens überhaupt nicht.

Aber gerade das ist es, was hochsensible Menschen dauerhaft unzufrieden und unglücklich macht. Wenn sie ständig die Anforderungen und Erwartungen anderer erfüllen sollen und nicht auf das hören dürfen was sie selber wollen. Die ureigenen Bedürfnisse, Wünsche, Träume, Begabungen, Talente, Fähigkeiten und Ziele werden sträflichst vernachlässigt. Und das nur, weil man erstens vielleicht nicht weiß dass man hochsensibel ist, obwohl man immer gespürt hat dass man irgendwie anders „tickt“ als die meisten anderen – und zweitens, weil man einfach nicht den Mut aufbringt den anderen die Stirn zu bieten und zu sagen: „Ich lebe aber jetzt so, wie ich persönlich das für mich richtig und passend finde.“

Genau das wäre aber die richtige Entscheidung. Dass man bei sich selber ankommt. Dass man sich in sich selbst zu Hause fühlt. Dass man sich wohl fühlt mit dem was man tut, mit wem und mit was man sich umgibt und dass sich das richtig für einen persönlich anfühlt. 

Was andere dabei von einem denken, steht auf einem völlig anderen Blatt und sollte einem ehrlich total egal sein. Denn das eigene Leben soll ja gelebt werden. Nicht das Leben von anderen. Man sollte nicht das tun was andere von einem erwarten oder verlangen, sondern man sollte das tun was man auch selber tun möchte. Man sollte sein inneres Potenzial entfalten und leben. Man sollte seine Fähigkeiten und Talente ausschöpfen und seiner Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen. Man sollte sich von niemandem kleinhalten und deckeln lassen. Denn das bringt überhaupt nichts, außer immense Unzufriedenheit in einem selbst. 

Man sollte achtsam mit sich selber umgehen. Man sollte sich Gutes tun. Und man sollte sich auch selber belohnen wenn man etwas geschafft hat. Wenn man Fortschritte an sich selber und seinem Handeln erkannt und entdeckt hat. Wenn man sich weiterentwickelt hat. Denn Belohnung sorgt dafür dass man sich glücklich fühlt. Man lobt sich sozusagen selber. Manchmal bleibt einem gar nichts anderes übrig als sich selber zu loben. Wenn andere das nicht tun oder es nicht für notwendig halten. Oder wenn die nicht Sensiblen gar einfach neidisch sind, weil sie nicht den Mut aufbringen sich selbst wertzuschätzen und sich ihre ureigenen Bedürfnisse zu erfüllen so wie die Hochsensiblen.

Wie viele Menschen gibt es, die tagtäglich unzufrieden ihren Job erledigen und noch dazu völlig überfordert von irgendwelchen inneren oder äußeren Belastungen, Konflikten oder Krisen sind? Weil sich diese Menschen nicht trauen auszubrechen. Sie schätzen ihren eigenen Wert nicht. Weil sie ihren eigenen Wert überhaupt nicht kennen. Sie anerkennen sich selber auch nicht. Viele Menschen machen ihr eigenes Glück von anderen Menschen abhängig. Es ist ein weitverbeiteter Irrglaube, dass andere Menschen für das eigene Glück verantwortlich sind. Denn nur man selber ist in der Lage dafür zu sorgen dass man sich wirklich glücklich fühlt. Und dass man ein erfülltes Leben führt. Genau das Leben dass man führen möchte und nicht das, was andere für einen ausgesucht haben.

Es liegt so viel inneres Potenzial der hochsensiblen Menschen einfach brach. Es wird nicht genutzt. Und das ist absolut bedauerlich. Gerade die hochsensiblen Menschen sollten den Mut aufbringen zu ihrer Andersartigkeit zu stehen und sogar stolz darauf zu sein. Sie als unglaublich schönes Geschenk – als von der Natur gegeben - zu sehen. Sie sollten sich nicht mehr für andere verbiegen und sich so selber verleugnen.

Stattdessen sollten sie zu sich selber laut JA sagen.

Hochsensible Menschen sollten ihre natürliche Neugier und ihre Phantasie und Kreativität nicht verstecken und ungenutzt verstauben lassen.

Sie sollten sie nutzen…nutzen…und nochmal nutzen...

Sie sollten ihre Interessen und Ziele verfolgen und sich ihre Bedürfnisse, Träume, Wünsche und Hoffnungen erfüllen. Sie sollten sich selber Wertschätzung zeigen. Und ihren Gefühlen und Emotionen Achtsamkeit entgegenbringen. Nicht Abwertung und Nichtbeachtung ihrer inneren Ressourcen gegenüber an den Tag legen. Denn das macht auf Dauer nur unglücklich. Gerade hochsensible Menschen sollten die Verantwortung für ihr eigenes Denken und Handeln übernehmen, um so ihre Lebensqualität enorm zu steigern.

Sie sollten sich ganz im Hier und Jetzt befinden. Den Augenblick genießen. Und ganz bewusst leben. Der schönste, magischste, wunderbarste und zauberhafteste Moment kann innerhalb eines Wimpernschlages vorbei sein. Was wenn man diesen einzigen winzigen Augenblick ungenutzt, ungelebt und unbeachtet an sich vorüberziehen lässt? Der vielleicht niemals wieder kommt? Deshalb sollte man den Moment leben. Und zwar mit allen Fasern seines Seins. Wie bedauerlich wäre es doch, die Chancen die sich einem bieten nicht erkannt und nicht wahrgenommen zu haben. Deshalb ist es enorm wichtig, mit wachen und offenen Augen durch die Welt zu laufen. Achtsam zu sein. Um Chancen die sich einem bieten nicht zu verpassen.

Achtsam zu sein heißt aber auch, auf seinen Körper, seine Seele und sein Herz sehr bewusst zu achten und sich selbst zu lieben. Wirklich zu lieben. Denn diese Selbstliebe strahlt man dann nach außen hin ab. Nur so kommt sie von anderen Menschen wieder zu einem zurück. Nur wenn man sich selbst liebt und wertschätzt und so akzeptiert wie man nun mal ist – mit seiner Andersartigkeit, mit seinem reichhaltigen Innenleben, eben mit seiner Hochsensibilität,  kann man auch von anderen geliebt, geschätzt und akzeptiert werden.

Achtsam zu sein bedeutet auch, seine Gefühle und Emotionen ernst zu nehmen. Sich selber gegenüber Rücksicht zu nehmen. Regelmässig eine Auszeit zu nehmen um sich wieder regulieren und entspannen zu können. Das kann beispielsweise in Form von Meditation oder einem Waldspaziergang geschehen. Wichtig ist nur, diese Momente ganz bewusst zu genießen. Und vor allem ganz bei sich selber zu sein. Eben Wertschätzung sich selber gegenüber zu zeigen. Denn jeder Mensch ist genauso richtig wie er ist.

Die eigene innere Schönheit wahrzunehmen – das ist eine Kunst. Und wer diese Kunst beherrscht, kann sich selbst wertschätzen.    

                                                                                        © Iris Fischer – sensible-seele.net 


Warum Selbstverwirklichung für hochsensible Menschen einen so hohen Stellenwert besitzt


Hochsensibilität & Selbstverwirklichung

Selbstverwirklichung scheint heutzutage zu einem Modewort zu verkommen. Obwohl es überhaupt nichts mit irgendeiner Zeitströmung zu tun hat, wenn ein Mensch sich selbst verwirklichen und sein natürlich angelegtes Potenzial entfalten will. Wenn er sich selbst leben und sein Leben nicht (mehr) von anderen bestimmen lassen will. Wenn er kein eingezäuntes Schaf in der Herde sein, sondern sein Leben als individueller Freigeist genießen und gestalten will. Das sagt nur etwas über unsere heutige gesellschaftliche Struktur aus. Sich selbst zu verwirklichen und sein authentisches Sein zu entfalten, ist dabei nicht einmal ‚en vogue’ und dann wieder vergessen. Das hat auch rein überhaupt nichts mit Egoismus zu tun...

Sich zu verwirklichen heißt, sich selber immer wieder neu zu erfinden. Sich dabei automatisch dem aktuellen Entwicklungsstand seiner Persönlichkeit anzupassen. Ohne sich selber unter Druck zu setzen. Das bedeutet gleichzeitig auch, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, seine eigene Meinung zu vertreten, eigene Entscheidungen zu treffen und sich von niemandem in seinem Handeln beeinflussen zu lassen.

Immer bei sich zu bleiben. Auf seine eigenen, innersten Gefühle und Stimmungen zu hören. Auf die Stimme der Intuition zu achten und seine eigenen Gedanken bewusst zu hinterfragen. Sich in seiner ureigenen Mitte zu befinden.

Gerade hochsensiblen Menschen fällt es oft schwer, bei sich zu bleiben und sich zu verwirklichen. Da sie sich oft in einem inneren Zwiespalt befinden.

Einerseits zwischen der permanenten Überforderung und Überreizung all ihrer Sinne. Da die Auswirkungen daraus nicht selten zu gewaltigen Schwierigkeiten des eigenen Befindens und einer inneren Zerreißprobe führen können. Die eigenen Gedanken und Gefühle und erst recht die ganz persönlichen Bedürfnisse, Sehnsüchte, Wünsche, Träume und Ziele wollen beachtet und erfüllt werden.

Andererseits sind da die Erwartungen, Sehnsüchte, Bedürfnisse, Wünsche, Träume und Ziele des Partners, der Partnerin oder der Familie. Die ebenfalls genügend beachtet und erfüllt werden wollen.

Dazu kommen dann noch die Erwartungen und Anforderungen der Gesellschaft an sich.

Dies alles ist beileibe nicht einfach zu erfüllen und zu verwirklichen. Denn, unsere Welt besteht nun einmal überwiegend aus nicht sensiblen Menschen. Und Sensibilität gleich in welcher Form, wird gerade im Berufsleben und im gesellschaftlichen Miteinander nicht gewünscht.

Und auch in Beziehungen und Partnerschaften gibt es nicht selten Probleme, wenn ein Mensch zu sensibel auf alles reagiert. Und dabei ist egal, ob dieser Mensch hochsensibel oder rein emotional sensibel ist. 

Was eigentlich sehr bedauerlich ist. Denn jeder Mensch hat das ureigene Recht sich auszuleben so wie er nun mal in seiner Individualität ist.

Selbstverständlich gibt es auch Menschen, die mit ihrem Leben zufrieden sind, so wie es ist. Die in ihrem Leben nichts verändern möchten. Und die auch mit sich selber so im reinen sind.

Solange diese Menschen sich in ihrem Leben wohlfühlen, ist das auch vollkommen in Ordnung.

Manchmal ist es aber tatsächlich so, dass still, leise und heimlich doch eine Veränderung herbei gesehnt wird. Diese Menschen wissen dann in diesem Fall nur nicht, wie sie das anstellen sollen. Oder sie haben ganz einfach nicht den Mut dazu. Es können aber auch noch andere Gründe die Ursache dafür sein, warum man sich nicht traut, sich selbst oder etwas in seinem Leben zu verändern.

Finden Sie nicht auch, dass gerade diejenigen Menschen die wirklich Interessanten sind, die den Mut haben auch einmal stehen zu bleiben? Die sich gegen den Strom bewegen? Und die sich ganz bewusst NICHT mit der Masse mittreiben lassen?

Bewundern wir nicht alle heimlich, still und leise solche Menschen? Weil wir eigentlich genauso sein möchten? Uns das aber oft einfach nicht trauen? Oder die Möglichkeiten in unserem Leben beschränkt sind?

Was wäre die Welt aber ohne alle Andersdenkenden, die sich nicht von der Meinung anderer abhängig machen…?

Als da wären, die:    

 

  • Rebellen
  • Querdenker
  • Macher
  • Idealisten
  • Visionäre
  • Hochsensible und Hochsensitive...?

    

Gerade SIE sind es, die die Welt bewegen. Die etwas verändern. Gerade SIE bringen die Menschheit weiter. WEIL sie sich trauen, anders zu sein. Weil sie sich keinen Regeln beugen. Weil sie sich in kein Schema pressen lassen. Weil sie ihre eigene Meinung vertreten und das tun, womit sie sich wohl fühlen. Sie tun genau das, was sich für sie richtig und passend anfühlt.

Andersdenkende verhalten sich nicht so wie die „Norm“ es von ihnen erwartet. Weil sie es ganz einfach nicht können. Und weil sie das auch gar nicht wollen. Alles in ihrem Inneren sträubt sich dagegen, so zu sein wie alle anderen. Sie können sich nicht anpassen. Weil das ihrer inneren Überzeugung widerstrebt und widerspricht.

Trifft das nicht auf die hochsensiblen Menschen auch oft zu? Können nicht auch sie die Welt bewegen und etwas verändern? Gerade WEIL sie hochsensibel sind und somit ein immens reichhaltiges und facettenreiches Potenzial in sich tragen? Dass – wenn es erst einmal richtig entfaltet und ausgelebt wird – ebenso Welten bewegt…?

Stellen Sie sich nur einmal vor: Sie sind vielleicht gleichzeitig hochsensibel, hochsensitiv, denken in Bildern, gehören zu den Vielbegabten oder sind vielleicht sogar wirklich hochbegabt…?!

Ist es nicht gerade dann enorm wichtig dass Sie bei sich bleiben und sich selbst verwirklichen? Und dass Sie genau das tun, was Ihre ureigenen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Begabungen ausmachen?

Eben weil Sie einerseits zwar ein besonderer Mensch, andererseits aber dabei trotzdem ganz normal sind?

Wäre es nicht eine unglaubliche Verschwendung für die Welt, wenn solche Menschen dann MIT der Masse gehen, anstatt bewusst stehenzubleiben und sich auf SICH zu konzentrieren? Und sich den ureigenen Wünschen, Bedürfnissen und Zielen zu widmen? Die ja schließlich auch eine wunderbare Wirkung nach außen, und auf andere Menschen entfalten…?

Die eigene innere Welt zu beeinflussen, aber auch die äußere? Wie innen so außen. Wie oben so unten. Wie im Kleinen so im Großen. Alles bedingt einander. Alles braucht einander.

Und wie schwer fällt es hochsensiblen Menschen oft, sich den Gegebenheiten der Gesellschaft anzupassen? Weil sie es ganz einfach nicht können. Da genau das aber immer wieder von ihnen erwartet wird, stehen sie unter einem enormen inneren Druck.

Weil sie allem gerecht werden WOLLEN. Und weil sie allem gerecht werden SOLLEN. Sie wollen es sich selber recht machen, aber auch den anderen. Und genau da fängt der innere Zwiespalt an. Weil sie es ganz einfach nicht jedem recht machen KÖNNEN.

Niemand kann es allen recht machen. Egal ob nun hochsensibel oder nicht sensibel. Deshalb darf man sich selber auch nicht unter Druck setzen. Denn das endet nie gut. Im Gegenteil.

Haben auch SIE die typischen „Ausbremser“ in Ihrem Leben? Die Sie immer wieder davon abhalten, mutig zu sein und sich zu verwirklichen? Diese „Ausbremser“ können beispielsweise sein:  

 

  • Ängste
  • Erfolgsblockaden
  • Hemmschwellen
  • Fehlendes Selbstvertrauen
  • Mangelndes Selbstwertgefühl
  • Fehlende Selbstliebe
  • Emotionale Abhängigkeit von Bewertungen und Beurteilungen anderer
  • Fehlende Motivation
  • Fehlende Anerkennung
  • Mangelnde Abgrenzungsfähigkeit
  • Mangelnde Risikobereitschaft
  • Ausreden vor sich selbst

 

Aber auch nahestehende Personen können zu den „Ausbremsern“ gehören. Und auch die Erwartungen, Anforderungen, Verpflichtungen der Gesellschaft an sich, können einen zurückhalten das zu tun was man eigentlich tun möchte…

Ein sehr folgenschwerer Irrtum ist immer wieder der, dass viele Menschen sich nicht trauen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Weil sie aus irgendwelchen Gründen immer wieder davon abgehalten werden. Und ihnen immer wieder von außen eingetrichtert wird:    

 

  • „Du musst so sein, wie es von dir erwartet wird“
  • „Du musst (immer) funktionieren und Leistung zeigen“
  • „Du musst jederzeit erreichbar sein“
  • „Du hast Kinder und musst Rücksicht nehmen, weil du Mutter/Vater bist“
  • „Du musst dich vorbildlich verhalten“

 

Du „musst“ dies und du „musst“ das…“du darfst dies nicht tun“ und „du darfst das nicht tun…“…

MÜSSEN müssen wir alle gar nichts!

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wir oft wir alle das Wort „Du musst…“ oder „Ich muss…oder auch „Wir müssen…“ verwenden?

Oder auch das Wort "eigentlich"? Mit dem wir sämtliche unserer Aussagen sofort relativieren?

Das ist "eigentlich" eine vollkommen falsche Art zu Denken. Denn genau das ist nur eine Illusion. Und vor allem verursacht genau diese Illusion des falschen Denkens ganz enormen Stress in uns allen. Und genau dieser Stress bildet dann folgenschwere negative Auswirkungen in uns.

Es bilden sich vor allem Ängste und Erfolgsblockaden. Oft trauen sich viele Menschen gar nicht anders zu sein, weil ständig irgendwer dagegen redet. Und genau das hindert diese Menschen dann daran, in ihrem individuellen Leben und in ihrer persönlichen Entwicklung weiterzukommen.

Manchmal sind es aber auch einfach die vermeintlich fehlenden Möglichkeiten, etwas in seinem Leben zu verändern. Obwohl man – wenn man etwas wirklich möchte – eigentlich doch alles schaffen könnte…?

Sich zu verwirklichen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen, das bedeutet auf den Punkt gebracht:

 

  • Nach seiner Intuition und nach seinem Herzen zu leben
  • Sich nicht von anderen beeinflussen und somit fremdbestimmen zu lassen
  • Auf seine ureigenen Gefühle und Emotionen zu hören
  • Seine eigene Meinung zu vertreten
  • Eigene Entscheidungen zu treffen
  • Sich von niemandem einreden zu lassen, dass man irgendwie “falsch“ oder „nicht gut genug“ wäre
  • Selbst-bewusst seine ureigenen Bedürfnisse zu beachten und sie sich zu erfüllen
  • Sich selber gegenüber achtsam und fürsorglich zu sein
  • Sich selbst zu lieben
  • Sich selbst zu ver-trauen und sich vor allem etwas zu-trauen
  • Und nicht zuletzt, die Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen

 

Ganz wichtig dabei ist ebenfalls, dass man in der Lage ist, sich selbst immer wieder zu reflektieren. Denn nur so kann man sich wirklich weiterentwickeln und ganz bei sich selbst ankommen. Und sich in seiner innersten Mitte befinden.

Quasi in sich selbst zu Hause zu sein.

Wenn man all dies umsetzen und leben kann, mit einem unerschütterlichen Selbstvertrauen – dann strahlt man genau das auch nach außen hin aus. Und genau das kommt dann in Form von unendlicher Bereicherung und Fülle und Lebensgenuss wieder zu einem zurück.

Und das alles hat rein überhaupt nichts damit zu tun, dass man nur egoistisch „sein Ding durchzieht“!

Sondern dass man einfach darauf achtet, sich wohl zu fühlen mit was und mit wem man sich in seinem Leben umgibt. Dass es sich richtig für einen persönlich anfühlt.

Denn warum soll man etwas tun, dass sich vollkommen falsch anfühlt? Warum soll man etwas tun, mit dem man sich absolut unwohl fühlt? Warum soll man etwas tun, dass einem sichtlich nicht gut tut?

Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Denn schließlich ist es das eigene Leben, das beachtet werden will. Das eigene seelische, geistige und körperliche Wohlbefinden.

„Die schönste Liebe ist die…jemanden zu lieben, der sich selbst wahr und bedingungslos liebt…denn dieser Mensch wird DICH ebenfalls wahr und bedingungslos lieben…“

Kinder tun automatisch genau das richtige. Wenn man sie SEIN lässt…

Denn sie sind noch unbedarft und handeln rein nach ihren Gefühlen. Vielleicht sollte man sich öfter einmal daran erinnern, wie man als (hochsensibles) Kind gehandelt hat. Man wusste genau, was einem gut tut und was nicht…oder? Man wusste genau, was sich richtig anfühlt und was falsch. Man wusste genau, mit was und mit wem man sich wohlgefühlt hat…

Deshalb sollte man darauf achten, dass ein (hochsensibles) Kind sich frei entwickeln und entfalten kann. Denn es spürt sehr genau, was gut oder schlecht, richtig oder falsch, passend oder nicht passend ist…    

Es ist extrem wichtig, seinem eigenen Kind zu vertrauen. Und ihm etwas zuzutrauen. Gerade hochsensible Kinder haben ein sehr feines Gespür für Situationen und Ereignisse. Und sie spüren ganz besonders die Gefühle, Emotionen und Stimmungen der Eltern. Aber auch von anderen Personen. Und sie verhalten sich dann entsprechend.    

Und auch Kinder möchten sich selbst schon verwirklichen. Auch sie haben ihre speziellen Charaktereigenschaften, Bedürfnisse, Träume, Sehnsüchte, Hoffnungen, Begabungen, Talente und Fähigkeiten. Die man immer unterstützen und fördern sollte. Denn nur so kann sich ein Kind seelisch gesund entwickeln. Wenn man es so sein lässt, wie es nun einmal ist. Wenn man es nicht ständig „deckelt“ und „klein hält“ und ihm vermeintliche Fehler vorhält.    

Denn - Fehlverhalten ist nicht immer gleich Fehlverhalten. Auch bei Erwachsenen. Manche Dinge sind ganz einfach notwendig und gehören zum Selbsterhaltungstrieb eines jeden Menschen dazu. Wie beispielsweise der Rückzug und die Suche nach Ruhe und Stille, wenn man sich überfordert und überlastet fühlt. Auch Menschen die „Träumer“ sind und sich immer wieder in ihre Traum- oder Phantasiewelt zurückziehen. Das ist oft absolut notwendig, um den alltäglichen Stress der Reizüberflutung zu kompensieren. Gehört aber auch zur Selbstfindung und zur Selbstverwirklichung, und ebenfalls zur Förderung der Kreativität dazu.    

Sollte man das nicht tolerieren und bestenfalls auch akzeptieren? Sollte nicht jeder Mensch so sein dürfen wie er nun einmal ist…?    

Ist es nicht gerade schön, dass wir NICHT alle gleich sind? Dass es so viele unterschiedliche Charaktere und Persönlichkeiten gibt?    

Auch Kinder sind schon richtige kleine Persönlichkeiten. Wenn man sie denn lässt…       

Stellen Sie sich doch im Gegenzug einmal vor wie es wäre, wenn wir alle gleich wären:    

 

  • Wenn wir alle perfekt wären und niemals Fehler machen würden
  • Wenn wir alle nur dieselbe Farbe mögen würden
  • Alle dieselben Filme gut fänden
  • Alle nur dieselbe Musik hören würden
  • Dieselben Bücher läsen
  • Alle nur dieselben Sportarten und Hobbies pflegen würden
  • Alle dieselbe Frisur und dieselbe Haarfarbe hätten
  • Die gleiche Kleidung mit derselben Farbe tragen würden
  • Wenn wir alle dieselben Leute mögen würden
  • Wenn alle Häuser und Wohnungen gleich aussehen würden
  • Wenn wir alle dieselbe Automarke fahren würden und alle Autos dieselbe Farbe hätten    
  • Wenn wir alle immer nur dieselbe Meinung zu allem und jedem hätten und niemals etwas hinterfragen würden
  • Wenn wir niemals Entscheidungen treffen müssten, weil das immer andere für uns täten?
  • Wenn wir niemals unsere eigene Meinung vertreten würden, sondern immer nur das denken, was andere uns vorgeben, was wir denken sollen?    

 

Wäre das nicht furchtbar? Absolut langweilig…öde…fad…schrecklich…? Wo bliebe dann all das andere wundervolle, schöne und interessante…das extravagante...?       

Ist es nicht gerade deshalb wichtig, sich seine Individualität zu bewahren und sie auch auszuleben?   

 

  • Weil gerade das nicht nur uns selbst, sondern auch die Welt an sich wunderbar bereichert und erfüllt…?    
  • Weil es eben eigentlich vollkommen normal ist, sich selbst zu lieben und sich zu verwirklichen…?    
  • Weil es auch ganz normal ist, dass jeder Mensch unterschiedlich denkt, fühlt und handelt? Und unterschiedliche Menschen und Dinge mag?    

 

Und somit es auch ganz normal ist, sich sein eigenes Leben so einzurichten, dass man sich wohl darin fühlt? Und dass es einem gut tut was man tut? Und welchen Menschen man wirklich vertraut und sie nahe an sich heran lässt? Weil einem diese Menschen wirklich wichtig sind? Und weil sie einem alles bedeuten?    

Ist nicht gerade die Individualität das normalste der Welt?    

Oft sieht man nur genau das eben nicht. Weil die „Gesellschaft an sich“ immer wieder an den „Anders-Denkern“ herum mäkelt.    

Was also ist falsch daran, normal zu sein und das Beste aus sich selbst herauszuholen? Das Beste aus seinen Fähigkeiten, Talenten und Begabungen zu machen? Und sich darauf zu konzentrieren, was einem selbst gut tut? Und womit man sich wohl fühlt? Auch oder gerade weil man sich dadurch von anderen unterscheidet?    

Wenn Sie die richtigen Menschen um sich herum in Ihrem Leben haben, werden genau diese Menschen Sie immer unterstützen. Bei allem was Sie ausmacht, was Sie fühlen, wie Sie denken und wie Sie letztendlich handeln.    

Fühlen Sie sich in Ihrem Leben eingeengt oder ausgebremst? Wollen Sie sich verändern und verwirklichen?  

Dann tun Sie etwas gegen Ihre ganz persönlichen „Ausbremser“ …und machen Sie das Beste aus sich…es ist IHR Leben…und IHR Glück…    

Und wenn Sie mit Ihrem Leben genauso zufrieden sind, wie es gerade läuft…dann ist das auch vollkommen in Ordnung. Solange Sie sich wirklich wohl dabei fühlen…                       

                                                                                           © Iris Fischer - sensible-seele.net


Warum wir das wertvolle Geschenk unseres individuellen Lebens oft nicht auspacken...


Das wertvolle Geschenk unseres Lebens

...sondern lieber damit beschäftigt sind, die wunderschöne Verpackung zu bewundern und andere zu kopieren...

Eigentlich sind wir selbst überall und jederzeit der Schöpfer unseres ureigenen und ganz persönlichen Lebens. Leider haben wir das oft vergessen. Stattdessen empfinden wir sensiblen Menschen das Leben oft als etwas, dass uns „irgendwie passiert“. Wir nehmen es einfach als Tatsache und als gegeben hin. Weil wir ja hineingeboren wurden in dieses Leben. In diese irdische Existenz. In unsere Familie. Und wir uns dies alles scheinbar ja nicht aussuchen konnten.

Sehr oft unterlassen wir es deshalb, in die reine Essenz dieses Lebens einzutauchen. Stattdessen dümpeln wir nur an der Oberfläche dahin. Und halten uns mehr am Rand dieses Ozeans, der sich Leben nennt, auf. Probeweise halten wir mal mehr, mal weniger unseren Zeh oder unseren Fuß in diesen Ozean, um zu testen, wie sich diese wunderbar anzusehende Konsistenz anfühlt. Vielleicht wagen wir auch ein paar mutige Schritte in diesen weiten Ozean hinein. Dennoch bleiben wir lieber in Sicherheit. In einer Sicherheit, die unser Verstand uns sehr erfolgreich immer wieder vorgaukelt, wie die rettende Fata Morgana in der Wüste. Dies spendet uns vermeintlich Schutz und Halt.

Leider geben wir uns hier Illusionen hin, wenn wir nicht bereit dafür sind, aus unserem Herzen heraus zu leben. Und unsere Intuition und unseren natürlichen Instinkt entscheiden lassen.

Deshalb tauchen wir oft nicht vollständig ein in dieses  riesige Meer des puren und reinen Seins. Wir lassen uns nicht komplett und ganz bewusst in dieses Leben hineinfallen. Und uns vertrauensvoll im energetischen Fluss dieses Lebens treiben. Wir kosten es nicht aus und verzichten nur allzu oft auf die grenzenlosen Chancen, die dieses einmalige Geschenk uns bietet.

Wieviele Menschen wissen auf die drei essentiell wichtigen Fragen wer sie sind, was sie ausmacht und was der Sinn ihres Daseins und somit ihre wahre Bestimmung ist, keine wirkliche Antwort.

Meist definieren wir uns über das, was wir TUN. Also über unseren Beruf. Doch das ist mit der Frage wer wir sind, überhaupt nicht gemeint. Auch werden wir grundsätzlich immer nach unserem Beruf bewertet. Nach dem äußeren Status. Und je nachdem wie hoch oder niedrig die Bewertung von anderen ausfällt, bewegt sich unser äußerer Status nach oben oder nach unten. Und wir landen in einer der typischen Bewertungs-Schubladen. Und weil wir uns dann auch so FÜHLEN, wie wir von anderen bewertet werden, wirkt sich das auf unser Handeln aus. Und wir fangen an uns zu verbiegen. Wir sind dann alles, nur nicht mehr authentisch.

Doch all dieses ist nicht das was und wer wir SIND, sondern schlicht und einfach das, was wir TUN.

Wenn wir nach fünf Dingen gefragt werden, auf die wir stolz sind an uns und in unserem Leben, blicken wir sehr oft erstaunt und mit großen Augen in die Welt. Und wissen mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf keine Antwort. Weil wir es gar nicht gewöhnt sind, dass sich überhaupt jemand ehrlich für unser wahres Innenleben interessiert. Wir sind es tatsächlich nicht gewohnt, nach unserer ureigenen Meinung gefragt zu werden. Oft sind wir so auch gar nicht fähig, wichtige Entscheidungen für uns zu treffen.

Ja, wir wissen nicht einmal um all unsere natürlich angelegten Fähigkeiten, Begabungen und Talente. Weder kennen wir unsere wahren Stärken, noch haben wir den Mut auszubrechen, um uns unsere Visionen, innersten Sehnsüchte, Wünsche und Träume zu erfüllen.

Stattdessen lassen wir unsere Kreativität, unsere Leidenschaften, unsere natürlichen Begabungen und Fähigkeiten, unsere Stärken und Talente einfach ungenutzt verstauben.

Wir lassen unseren innersten Kern – die wahre Essenz unserer Seele – bitterlich verhungern. Das macht sich dann bemerkbar, wenn eine tiefe, intensive Sehnsucht nach gewissen Dingen immer mehr an unserem Inneren nagt. Und wir immer unzufriedener und unglücklicher werden.

Wir lassen zu, dass unsere Seele und unser wahres Sein regelrecht verkümmern und versuchen weiterhin, das Leben zu leben, was andere uns vorgeben. Und das zu tun, was andere denken, dass gut für uns ist.

Wir nehmen zwar sehr wohl - durch unser Unterbewusstsein gesteuert und aus purer Gewohnheit - die äußere Form des Lebens wahr – beachten aber oft nicht den faszinierenden Inhalt, den es uns permanent bietet. Weil wir uns nicht mit dem tatsächlichen Wert und dem inneren Kern dieses Geschenkes beschäftigen. Wir fühlen uns nicht verbunden mit dem natürlichen Fluss und den konstant fließenden Energien des Lebens.

Stattdessen konzentrieren wir uns nur auf die Fassade. Auf die äußere Hülle und die große Selbstverständlichkeit, mit der wir das Leben an sich betrachten. Ohne wirklich zu begreifen oder überhaupt darüber nachzudenken, dass dieses Leben ja nur endlich ist. 

Wir bewundern das Leben für das bloße „Sein“, versäumen aber - vor lauter verzückten Blicken auf die äußere Struktur und die wundervolle Verpackung - das glitzernde und glänzende Geschenkpapier zu öffnen und den geheimnisvollen, tiefgründigen Inhalt auszupacken. Und mit unserer ganzen Aufmerksamkeit und unserem gesamten Bewusstsein  zu erforschen.

Dieses Geschenk schier unerschöpflicher, vielfältiger und bunt schillernder Möglichkeiten und Facetten wirklich zu entfalten.

Oft fällt es uns schwer, das Leben in all seiner Vielfalt und endlosen Fülle auszukosten. Uns überhaupt auf das Leben an sich vollständig einzulassen. Die urgewaltige und natürliche Fülle, die uns ständig umgibt, tatsächlich anzunehmen. Sie zuzulassen und wahrhaftig zu empfangen. Mit aller Hingabe zu der wir fähig sind, endlos unser pures Sein zu genießen.

Wir kommen gar nicht auf die Idee, dass wir selber es sind, die jederzeit das Recht und die Möglichkeit haben zu wählen. Und ganz bewusst zu entscheiden, in welche Richtung der Weg in unserem individuellen Leben weitergehen soll. Und wer uns auf diesem Weg unseres ureigenen Lebens begleiten darf. Egal wie dieser Weg aussieht.

Jederzeit können wir Entscheidungen für uns treffen. Entweder aus unserem bewertenden Ego heraus oder mit unserem Herzen und unseren Gefühlen sehr bewusst (aus-) wählen.

Wenn wir aus unserem Ego heraus wählen, also mit unserem Verstand etwas haben wollen, schaffen wir uns oft Dinge an, die wir gar nicht brauchen. Wir tun Dinge, die eigentlich nicht gut für uns sind. Oder die nicht zu uns passen. Wir lassen uns mit Menschen ein, die uns mehr schaden als dass sie uns bereichern.

Ganz einfach weil die Bewertungen unserer Gedanken uns vorgaukelt, diese Dinge unbedingt haben zu müssen. Oder die Beeinflussung von außen uns dazu bringt, diese Dinge zu tun. Oder wir uns so sehr anpassen, dass wir die falschen Menschen in unser Leben lassen. 

Und dann ärgern wir uns, dass wir unser Geld nicht für wichtigere Dinge aufgehoben haben. Und dass wir uns wieder und wieder verbogen haben. Und es nicht geschafft haben, authentisch und in unserer Mitte zu sein.

Wenn wir aus unserem Herzen heraus wählen, können wir sicher sein, dass wir nur die Dinge wählen, die wir wirklich brauchen. Und die tatsächlich in irgendeiner Weise wichtig für uns sind.

Oft sehen wir unsere Einzigartigkeit und Individualität nicht. Oder wir wollen sie auch gar nicht haben. Weil wir nicht aus unserem Herzen heraus wählen und entscheiden können. Sondern weil unser Verstand es ist, der uns prägt.

Stattdessen wählen wir der Einfachheit halber oft den Weg der Massen. Der uns von anderen Menschen permanent vorgegeben wird. Wir lassen uns in eine vorgegebene Schablone pressen und in Schubladen einsortieren. Und geben nur eine konditionierte Kopie unter vielen anderen konditionierten und falsch programmierten Kopien ab.

Anstatt einfach bei uns zu bleiben. Unser bestes Selbst und somit ein einzigartiges Original zu sein.

Ein authentisches Original zu sein, ist dabei weit schwieriger, als lediglich eine Kopie unter vielen darzustellen. Auf das zu hören, was unsere innere Stimme uns – oft kaum mehr wahrnehmbar - die ganze Zeit zuflüstert.

Oft lassen wir sensiblen Menschen uns einfach - ohne nachzudenken und ohne die Dinge zu hinterfragen - mit der Masse treiben. Wir lassen uns von außen begrenzen und begrenzen uns von innen heraus selbst.

Wir leben nicht unser Leben, sondern wir lassen uns von anderen leben.

Wir lassen andere über unser Leben bestimmen. Wir lassen uns von anderen beeinflussen. Wir lassen es zu, von anderen bewertet zu werden.

Wir machen uns sogar emotional abhängig von den Meinungen und Bewertungen anderer.

Wir gehen lieber den breiten Weg der Einfachheit und der Bequemlichkeit, anstatt uns mit unserer wahren Bestimmung zu beschäftigen. Und uns damit auseinanderzusetzen, warum wir überhaupt das unbeschreibliche Glück hatten, hier auf der Erde und in diesem Leben gelandet zu sein. Auch wenn wir oft erst über viele Umwege und Hindernisse hinweg, den wahren Weg unserer Seele einschlagen.

Somit kann das Leben und die Energie nicht fließen. Und der chronische Mangel schlägt in unserem Leben seine oft tiefsitzenden Wurzeln.

So viele von uns kennen den Sinn ihres Lebens und somit ihre wahre Bestimmung nicht. Oft wissen wir nicht einmal, welch unglaublicher Schatz tief in unserem Inneren verborgen ist. Und nur darauf wartet, an die Oberfläche befördert und endlich gelebt zu werden.

Das innere Feuer unseres Herzens und unserer Seele brennt nur auf Sparflamme. Und ist oftmals sogar in Gefahr, ganz auszugehen.

Wir befinden uns wie eine Schmetterlingsraupe in einem engen Kokon aus Denkfallen, Eigenbegrenzungen und Ängsten. Außerdem geben wir uns oft der Illusion von Zwängen und Verboten hin. Und schaffen es nicht, uns aus unserer Verpuppung zu lösen.

Stattdessen stecken wir fest. Und setzen automatisch den Tunnelblick auf.

Oft rasen wir die Straße unseres Lebens entlang, und verpassen dabei die zahlreichen Ausfahrten, die sich rechts und links unserer Aufmerksamkeit befinden. Und lassen so die unendlichen und faszinierenden, abenteuerlichen und spannenden, bereichernden und erfüllenden Möglichkeiten und Chancen ungenutzt.

So verhindern wir, dass unsere Einzigartigkeit und individuelle Besonderheit sich vollkommen entfalten kann. Und wir von innen heraus leuchten und strahlen. Ganz einfach weil wir mit all unseren Facetten wirklich authentisch sind.

Oft sind wir so in unseren alten, ausgetretenen Pfaden gefangen, dass wir nicht aus unserem bisherigen Denken herausfinden und die Dinge doch einmal bewusst anders betrachten als bisher.

Das Leben mit all seinen Facetten wirklich zu genießen. Den Augenblick und den Moment vollkommen auszukosten. Ohne irgendetwas in uns zurückzubehalten. Unsere Gefühle und Emotionen zu leben. Auszuleben. Unser Herz vollkommen zu öffnen. Die wahrhaftige Liebe zuzulassen. Mit jeder Faser unseres Seins präsent und im Hier und Jetzt zu sein.

Den Menschen der uns das wichtigste in unserem Leben ist, wirklich zuzulassen. Uns wirklich auf diesen Menschen einzulassen.

Innerhalb eines Wimpernschlages ist oft der wundervollste, zauberhafteste und winzigste Glücksmoment ungesehen vorbei. Und kommt vielleicht niemals wieder.

Stattdessen sind wir oft der Meinung, dass doch bis jetzt auch alles irgendwie funktioniert hat und doch bitteschön auch alles wie gewohnt bleiben soll. Dabei sind wir in Wahrheit aber kreuzunglücklich über unsere Situation. Weil wir die Veränderung scheuen. Da wir nicht wissen, was dann auf uns zukommt.

Denn alles was uns fremd ist, macht uns erst einmal Angst. Oder lässt uns urgewaltig zweifeln.

Gerade als hochsensible Menschen befinden wir uns oft in unseren bequemen und gewohnten Fahrwassern. Und wurzeln in unserem bisherigen Bild unserer Wahrnehmung, unseres Bewusstseins und vom Leben. Von der wahrhaftigen Liebe und der puren Essenz unseres Seins – der wahren Qualität unserer Seele - haben wir oft keine Ahnung.

Dass uns das aber nicht weiterbringt, ist uns oftmals nicht wirklich bewusst. Oder wir verdrängen es gekonnt, weil wir es nicht sehen wollen. Denn dann müssten wir ja zugeben, dass wir uns in einem Irrtum befunden haben. Und das fällt erwiesenermaßen sehr vielen von uns ganz unglaublich schwer.

Obwohl – wir WÜRDEN ja so gerne einmal diese oder jene Dinge tun – wir WÜRDEN uns ja gerne alle unsere Sehnsüchte und Wünsche und lang gehegten Träume noch erfüllen...ABER...

Erst muss noch dies und das passieren, dies und das muss sich noch ändern – WENN wir irgendwann dann soweit sind...DANN...ja DANN...werden wir es vielleicht und eventuell einmal ausprobieren...

WENN dann der richtige und passende Zeitpunkt dafür ist...

Und WENN dann nicht schon wieder vollkommen andere Dinge in unserem Leben „wichtig“ sind. Und all unsere Aufmerksamkeit erfordern...

Wir erfinden quasi Ausreden am laufenden Band, um uns vor uns selbst zu rechtfertigen, warum wir dieses oder jenes noch nicht tun (können).

Oft ist es aber einfach so, dass wir nicht entscheiden können, was am wichtigsten für uns ist. Weil wir viel zu oft gar nicht wissen, was wir eigentlich wirklich wollen.

Und wir wissen dies aus dem Grunde oft nicht, weil schon unsere Eltern uns permanent vorgegeben haben, was aus deren Sicht angeblich gut für uns ist. Und was wir für uns zu wollen haben. Sie haben uns viel zu oft vorgegeben, wie wir zu sein haben. Und was wir zu tun haben. Wie wir zu denken und wie wir zu fühlen haben.

Deshalb stellen wir oft etwas dar, was wir nicht wirklich sind. Auch als Erwachsene erfüllen wir Rollen, die uns von anderen vorgegeben werden. Auch wenn diese Rollen überhaupt nicht zu uns passen. Und wir diese Rollen überhaupt nicht haben wollen. Oder wir zwängen uns selbst in eine bestimmte Rolle, um bei anderen einfach gut anzukommen. Obwohl diese Rolle so überhaupt nicht zu uns passt. Und wir uns in Wahrheit auch nicht damit identifizieren können. Weil wir uns eigentlich gar nicht wohl damit fühlen. Wir tun es aber, um es anderen recht zu machen. Vergessen dabei aber, dass unser wahres Selbst dabei auf der Strecke bleibt.

Wenn wir von Grund auf ein Apfelbaum sind, können wir keine Blume werden. Und wenn wir noch soviel dafür tun. Und noch so vieles versuchen, uns dahingehend zu ändern. Es wird nicht funktionieren. Denn ein Apfelbaum ist ein Apfelbaum und eine Blume bleibt eine Blume. Und beide haben ihre ganz eigene Bestimmung. Wir können uns aber aussuchen, welche Rolle wir als Apfelbaum leben wollen. Wollen wir mit unseren vielbeblätterten Ästen und Zweigen Schatten spenden, wollen wir viele Früchte tragen und andere davon nähren und sättigen oder wollen wir lieber einfach an unserem Platz stehen und einsam und unglücklich verkümmern. Als Apfelbaum besitzen wir unzählige Wurzeln die uns mit unserem wahren Sein und mit der Erde verbinden. So haben wir immer sicheren Halt. Den wir uns jederzeit selbst geben können. Solange wir uns an unsere ureigenen Wurzeln und an unsere wahre Bestimmung erinnern.

Allerdings ist es sehr hilfreich für uns, erst einmal zu definieren was wir denn nun tatsächlich SIND.

SIND wir in unserem innersten Kern nun ein Apfelbaum oder SIND wir mit unserem wahren Sein eine Blume.

Wenn wir ein Apfelbaum SIND und trotzdem lieber eine Blume WÄREN, bringt uns das nicht weiter. Denn wenn wir als Apfelbaum ständig damit beschäftigt sind, eine Blume zu kopieren, werden wir niemals glücklich. Weil wir dann das Leben einer Blume führen würden und nicht das Leben, das für uns als Apfelbaum vorgesehen ist.

Wir müssen nur die vielen Möglichkeiten und Facetten mit unserem Bewusstsein SEHEN, die uns in der authentischen Existenz als Apfelbaum gegeben sind. Dann sind wir in der Lage, unser bestes Selbst – ein individuelles Original - zu sein. Dann entwickeln wir auch Stolz darauf, ein Apfelbaum zu sein.

Wir können die vielen Blumen die es gibt, weiterhin bewundern, aber wir müssen diese dann nicht mehr kopieren.

Weil wir unseren wahren Wert als Apfelbaum erkannt haben.

Nicht ganz unwichtig ist allerdings die Frage dabei, WARUM wir denn die ganze Zeit versucht haben, eine Blume zu kopieren. Und unsere wahre Identität als Apfelbaum nicht anerkennen konnten. Oder dies vielleicht auch gar nicht wollten.

Dabei handeln wir immer aus unseren jeweiligen Erfahrungen und aus dem Zustand unseres Bewusstseins heraus.

Im Laufe unseres Lebens verändert und weitet sich unser Bewusstsein. Wir steigen ganz automatisch in einen höheren Bewusstseinslevel auf.

Oft entfernen wir uns sehr von unserer wahren Natur. Wir sehen unsere Wurzeln nicht mehr. Wir sehen die energetische Verbindung nicht mehr, die zwischen uns und der Natur vorhanden ist.

Wir haben oft nicht das Vertrauen in uns selbst, uns auf unsere ureigenen Wahrnehmungen zu verlassen. Unserem ureigenen Urteilsvermögen zu vertrauen. Und uns somit selbst zu glauben, was wirklich gut für unser wahres Sein ist und was nicht. 

Vollkommen unbewusst sind wir so im riesigen Netz unserer Selbsttäuschungen und im illusorischen Sicherheitsmodus unseres Verstandes gefangen, dass wir oft nicht mutig genug sind, uns aus diesem Netz wieder zu befreien.

Uns selbst emotionale Freiheit zu schenken. Und somit ganz automatisch Leichtigkeit und neue Lebenskraft in unser Leben zu ziehen.

Vielleicht versuchen wir es sogar phasenweise und geben viel zu früh wieder auf, wenn uns das auf Anhieb nicht gelingt. Oder weil es Seelenschmerzen oder emotionale Schmerzen in uns verursacht. Oder weil sich pure Angst in unserem Inneren bildet. Weil wir nicht genügend Geduld uns selbst gegenüber zeigen. Weil wir nicht gelassen sind. Weil wir viel zu weit von unserer ureigenen Mitte entfernt sind.

All dieses sorgt dafür, dass wir das Leben nicht voll und ganz genießen und uns wirklich darauf einlassen können. Dieses Geschenk lieber in seiner Verpackung lassen. Und lieber die äußere Fassade bewundern, als uns selbst unser Innerstes zu offenbaren.

Es ist oft sehr viel leichter für uns, in der Selbstverweigerung zu verharren, als uns ganz bewusst aus allem herauszuschälen, was uns am wahren LEBEN und am puren Sein hindert...

Leider leben wir so allzuoft am Leben vorbei. Weil wir viel zu sehr in engmaschigen Netz unserer Gewohnheiten und alten Muster gefangen sind.

Veränderung bedeutet für viele von uns Angst. Angst vor dem Unbekannten. Angst vor dem, was dann passieren könnte. Angst, uns auf UNS SELBST einzulassen und uns unserem wahren Selbst hinzugeben. In unserem innersten Kern tief berührt zu werden. Und die Gefühle die wir dabei spüren, auch ganz bewusst zuzulassen. Uns aus unseren bisherigen nicht passenden Rollen und Masken ganz bewusst zu befreien.

Das erfordert für manchen von uns irrsinnigen Mut. Was sich aber allemal lohnt, um endlich authentisch und innerlich frei LEBEN zu können.

Und so Raum zu schaffen für die Dinge, die Situationen und die Menschen, die auch wirklich in unser Leben wollen. Die wahrhaft für uns bestimmt sind. Weil sie wirklich zu uns passen. Weil wir uns wirklich wohl damit fühlen. Und weil diese Dinge, diese Situationen und diese Menschen wirklich gut für unser authentisches Sein sind.

Deshalb ist es so immens wichtig, uns aus alten Mustern, blockierenden Glaubenssätzen, tiefsitzenden Ängsten und Blockaden zu befreien. Unsere sensible Seele zu heilen.

Genau deshalb ist es wichtig, uns in unserem Herzen zu zentrieren. Um uns so in die Lage zu versetzen, wirklich stimmige und passende Entscheidungen für unser sensibles und authentisches Sein zu treffen.

Uns mit unserem innersten Kern – der Essenz unserer Seele und unserem wahren Sein – ganz bewusst zu verbinden.

Denn nur so können wir das Geschenk unseres Lebens wirklich bewusst wahrnehmen und sehen und uns ganz ausführlich auch dem tatsächlichen Inhalt widmen.

Und nicht nur die äußere Schicht bewundern. Was uns auf Dauer alles andere als befriedigt und erfüllt... 

 

                                                                                     © Iris Fischer – sensible-seele.net          

 

Leben in Hingabe

 

Leben in Hingabe

Mit Hingabe zu leben bedeutet, sich im wahrsten Sinne des Wortes dem Leben hinzugeben. Sich hineinfallen zu lassen. Es mit allen sensiblen Sinnen und dem gesamten Sein in vollen Zügen zu genießen. Das Leben in all seinen Facetten und all seiner Buntheit ganz bewusst auszuschöpfen.

Genau das braucht aber grenzenloses Vertrauen. Vertrauen dem Leben gegenüber und Vertrauen sich selbst gegenüber. Denn das Leben schickt einem immer genau das was man gerade für sich braucht. Man muss dabei nur auf sein Inneres hören. Auf seine Seele und auf seine Intuition. Man muss erspüren was man wirklich für sich braucht. Und zwar ohne sich zu verbiegen, ohne sich fremdbestimmen und manipulieren zu lassen und ohne sich von seinen Konditionierungen beeinflußen zu lassen. Und letztendlich auch, ohne auf seinen Verstand zu hören. Denn der Verstand blockiert die Hingabe.

Hingabe bedeutet, sich hingebungsvoll seinen ureigenen Bedürfnissen, Wünschen und Träumen zu widmen und sich diese zu erfüllen. Hingabe bedeutet, seine Leidenschaften zu leben und seine Kreativität zu entfalten.

Vollkommen in sich selbst zu ruhen und sich mit Hingabe auf das zu konzentrieren was man wirklich möchte, was einem wirklich gut tut und was einen wirklich weiterbringt im Leben, kann ungeahnte Glücksgefühle in einem auslösen. Man muss das Leben und die Liebe hingebungsvoll empfangen. Man muss sich absolut kompromisslos und mit weit offenem Herzen darauf einlassen. Erst dann erfährt man das wahre Glück. Das hat dann nichts mehr zu tun mit den „oberflächlichen“ Glücksgefühlen die man bei vielen Dingen oft in sich spürt, sondern das ist etwas vollkommen anderes. Das gesamte Sein wird davon erfasst. Man fühlt eine unbeschreiblich tiefe Ruhe in sich. Man ist sozusagen ‚ganz bei sich selbst’. Man ist achtsam sich selbst gegenüber. Man behandelt sich selbst mit tiefstem Respekt. Und das ist ein äußerst kraftvolles und energiegeladenes Gefühl.

Mit Hingabe zu leben bedeutet auch, sich dem Menschen den man an seiner Seite hat zu öffenen und sich wirklich auf diesen Menschen einzulassen. Zu seinen eigenen Gefühlen zu stehen und sich nicht dagegen zu wehren. Die eigenen Gefühle zuzulassen und die Gefühle des anderen anzunehmen.

Heutzutage sind wir darauf konditioniert immer nur zu funktionieren und Leistung zu zeigen. Wir sind oft meilenweit davon entfernt mit Hingabe leben zu DÜRFEN. Oft können wir das auch gar nicht mehr, weil wir regelrecht verlernt haben was es eigentlich heißt sich voll und ganz hinzugeben.

Wenn wir uns dem Leben oder einem Menschen vollkommen hingeben, heißt das gleichzeitig dass wir uns ‚ausliefern’. Wir sind somit eigentlich „schutzlos“. Es sei denn wir spüren in uns grenzenloses Vertrauen. Erst dann sind wir sowieso in der Lage uns vollkommen hinzugeben und uns ‚auszuliefern’. Wenn wir uns ‚ausliefern’, fühlen wir uns angreifbar. Und verletzbar. Das ist aber eine Konditionierung und eine Illusion unserer Gedanken. Denn es liegt in unserer Eigenverantwortung, unserem freien Willen und an der Art unserer Gedanken, ob wir uns wirklich „ausliefern“ oder ob wir uns vertrauensvoll fallen lassen können. Weil wir in der Lage sind uns selbst zu schützen. Denn wir spüren, wie weit wir uns tatsächlich fallen lassen können. Weil wir uns selbst vertrauen.

Sich hinzugeben und sich fallenzulassen, kann aber eine massive Angst in uns entfachen. Vor allem dann, wenn wir mit Hingabe assoziieren uns unseren Gefühlen oder einem anderen Menschen regelrecht auszuliefern. Auch wenn wir diesen Menschen tief und bedingungslos lieben. Und genau diese Angst hindert und blockiert uns darin, wirklich und wahrhaftig glücklich zu sein. Genau diese massive Angst ist es, die uns daran hindert zu unseren Gefühlen zu stehen und diese mit Hingabe auszuleben. Die Angst ist dabei das Symptom, dass uns daran hindert unseren Verstand „loszulassen“. Das Kontrollbedürfnis in uns loszulassen. Misstrauen loszulassen. Das Gefühl ‚wir könnten uns selbst verlieren’ loszulassen. Unsere negativen Gedanken fließen zu lassen anstatt sie festzuhalten.

Viele Menschen sind überhaupt nicht mehr in der Lage sich wirklich und wahrhaftig aus tiefstem Herzen über etwas zu freuen. Etwas wirklich zu genießen. Das wahre Glück wirklich zu sehen. Und es in sich zu spüren. Weil sie verlernt haben zu ihren Gefühlen zu stehen, diese bewusst zu spüren, zuzulassen und sie auszuleben. Viele Menschen wissen gar nicht was es heißt achtsam mit sich selbst und mit dem Menschen an ihrer Seite umzugehen. Viele Menschen identifizieren aus Unwissenheit das Wort Hingabe mit dem Gefühl des ‚ausgeliefert’ seins. Eben weil es ihnen an Selbstvertrauen und Selbstliebe mangelt. Und weil sie nicht auf inneren ‚Empfang’ gestellt sind. Sie befinden sich immer in einem Mangel-Denken. Und auf innerer Abwehr. So kann man sich nicht ins Leben und in die wahre Liebe fallen lassen. So kann man nicht hingebungsvoll genießen. Da man sich selbst blockiert.

Sich hinzugeben bedeutet sich mit dem Leben und mit dem Menschen den wir lieben zu verbinden. Mit dem Leben und mit diesem Menschen eins zu werden.

Solange wir uns selbst lieben und uns selbst vertrauen, können wir uns nicht selbst verlieren. Denn dann besitzen wir die innere Kraft und Stärke bei uns zu bleiben. Und uns um uns selbst zu kümmern. Auch wenn wir einen anderen Menschen wahrhaftig, tief und bedingungslos lieben.

Wenn wir das Leben bedingungslos annehmen und lieben, erleben wir eine nie gekannte Fülle. Und somit Erfüllung. Weil uns das Leben mit ‚Reichtum’ und Fülle belohnt wenn wir uns ihm voller Vertrauen hingeben. 

Sich dem Leben hinzugeben bedeutet beispielsweise, es anzunehmen wenn es im Sommer regnet. Wenn man den warmen Sommerregen genießt. Sich die Schuhe auszieht und barfuß über eine Wiese läuft. Die Arme ausstreckt, sein Gesicht lächelnd mitten in den Regen hält und sich freut dass man einfach nur IST. Selbst wenn man nass wird. Na und...? Die Kleidung, Haut und Haare trocknen wieder. Wenn man duscht wird man auch nass. Warum jammern und klagen so viele Menschen wenn es regnet? Warum bleiben sie frustriert zu Hause sitzen? Anstatt die Lebendigkeit zu genießen die man in solchen Momenten spürt? Die Leichtigkeit des Seins? Für die man selbstverständlich auch selber verantwortlich ist. Die Bewusstheit des Augenblicks, die man klar und deutlich vor sich sieht.

Oder man gönnt sich einen entspannenden Spaziergang im Wald. Und beachtet dabei ganz bewusst die Details und Winzigkeiten die einem dort begegnen. Den Wind der in den Blättern der Bäume wispert. Und der einem die Haare durcheinander wirbelt. Mit allen Sinnen das Rauschen des Windes in den Kronen der Bäume zu hören, den erdigen Duft des Waldbodens in der Nase zu riechen, Sonnenstrahlen die auf der Haut kitzeln zu spüren, die wohltuende und ruhige Atmosphäre zu genießen, und die beruhigende Wirkung des Farbspektrums im Wald mit den Augen aufzufangen, seinen eigenen Atem ganz bewusst zu spüren, den eigenen Herzschlag wahrzunehmen – sich einfach in den Moment fallen zu lassen – auch das bedeutet, sich dem Leben hinzugeben.

Sind Sie schon einmal unmittelbar am Meer gestanden und haben den Blick zum fernen Horizont und die unendliche Weite des Himmels ganz bewusst wahrgenommen? Haben die Szenerie regelrecht in sich aufgesogen? Es ist nämlich ein ganz gewaltiger Unterschied ob man „einfach nur so“ einen Spaziergang am Strand macht, oder ob man diesen ganz bewusst und mit all seinen Sinnen genießt. Viele Leute laufen „einfach nur so“ am Meer entlang und achten dabei in keiner Weise auf das was um sie herum passiert. Auf das was sie sehen, hören, riechen, fühlen können und es allgemein wahrzunehmen gibt. Sind Sie einfach nur dagestanden – die Zeit spielt überhaupt keine Rolle mehr – und haben den Augenblick genossen? Selbst wenn aus diesem Augenblick eine ganze Stunde oder mehr wird? Haben Sie Phantasiegestalten in den Wolken gesehen, die  verschiedenen Blau-Nuancen des Wassers und des Himmels wahrgenommen, das Rauschen oder das Glucksen der heranrollenden Wellen gehört, sich die nackten Füße vom Wasser umspülen lassen? Am fernen Horizont verschmelzen Meer und Himmel miteinander und bei entsprechend mystischer Lichtstimmung ist kaum mehr zu erkennen wo das Meer aufhört und der Himmel anfängt? Ist Ihnen dabei Ihre eigene „Kleinheit“ bewusst geworden? Haben Sie die Erhabenheit der Natur und Ihrer eigenen inneren Kraft und Stärke gespürt? Haben Sie den Halt gebenden festen und sicheren Boden unter Ihren Füßen wahrgenommen? Und war Ihnen bewusst dass Sie sich in diesem Moment dem Leben, dem Augenblick und Ihren Gefühlen hingeben? Und zwar mit all Ihren Sinnen? Dass Sie sich vollkommen haben fallen lassen? Weil Sie sich voll und ganz auf den Augenblick konzentriert haben? Auch das ist Hingabe.

Sich seinen ureigenen Bedürfnissen gewahr sein, sich selbst seine Träume, Wünsche, Sehnsüchte und Ziele zu verwirklichen und zu erfüllen. Und zwar mit aller Achtsamkeit die man in sich spürt. Leben mit Leidenschaft. Die eigenen Leidenschaften leben. Das ist Hingabe.

Wenn man das Gefühl hat das alles stimmig ist. Dass das Leben sich im Fluß befindet. Dass alles fließt. Die (Lebens-) Energie ist spürbar. Die innere Ruhe die man in sich trägt ist deutlich wahrnehmbar. Wenn man sich wohl fühlt. Wenn einem gut tut was man tut. Wenn man seiner Kreativität freien Lauf lässt. Wenn man seine Fähigkeiten und Talente benutzt und ausbaut. Wenn man nichts in sich zurückhält. Keine Gedanken, Gefühle und Emotionen. Wenn man entsprechend der Gegebenheiten sowohl aktiv als auch passiv ist. Wenn man seiner Intuition, seinem Herzen und seiner inneren Stimme folgt. Dann lebt man hingebungvoll. Dann lässt man sich ins Leben hineinfallen. Mit all der Vielfalt, Buntheit und allen Facetten die möglich sind.

Hingabe kann man wieder lernen. Man kann lernen verschiedene Dinge loszulassen. Man kann auch lernen sich von seinen bisherigen Konditionierungen und alten Mustern zu verabschieden. Man kann jederzeit lernen umzudenken. Man kann sich aus den Fängen seiner Abhängigkeiten befreien. Man kann wieder lernen bewusst, achtsam und mit Leichtigkeit zu leben und zu lieben. Man kann lernen auf seine innere Stimme zu hören, auf seine Intuition zu achten und sich seinen ureigenen Bedürfnissen wieder gewahr zu werden. Man kann lernen ganz bewusst bei sich zu bleiben und sich um sich selbst zu kümmern. Ohne bedürftig zu sein. Und ohne jemand anderen als Glücksquelle zu sehen. Und zwar Männer und Frauen gleichermaßen. Denn wir sind ganz einfach alle in erster Linie Mensch.

Wenn Männer sich ihrer Ur-Männlichkeit wieder gewahr werden und Frauen wieder ihre ur-weibliche Kraft entfalten, ist ein völlig neues zwischenmenschliches miteinander möglich. Dann können Männer und Frau vollkommen anders aufeinander zugehen. Denn dann gibt es keine unnötigen Machtspielchen und kein ‚einander dominieren wollen’ mehr. Dann wird der Umgang miteinander wieder friedlich, achtsam und respektvoll. Dann erst ist wahre Hingabe in der Liebe möglich. Wenn keiner mehr den anderen dominieren möchte. Und keiner mehr den anderen aus einem Mangel-Denken heraus braucht. Nicht zu verwechseln mit einem „brauchen“ aus wahrer Liebe. Weil der andere einem zusätzliche Inspiration und Bereicherung für das eigene Leben ist. Und weil man sich aus freiem Willen ganz bewusst dafür entscheidet mit dem anderen zu leben. Denn wir alle sind nicht dazu gedacht alleine zu sein. „Brauchen“ brauchen wir einander in gewisser Weise trotzdem.

Wenn wir uns dem Leben und der Liebe wirklich öffnen und vertrauensvoll hingeben können, sind wir innerlich frei. Dann erst fühlen wir in uns, was es heißt, „frei“ zu sein und in wahrer Freiheit zu leben. Nicht mehr länger eingesperrt zu sein in unseren Käfig der eigenen Unzulänglichkeiten, seelischen, moralischen und emotionalen Defizite und unserer vielen Denkfallen.

Hingabe zu spüren ist ein wahrhaft erhabenes Gefühl. In sich selbst zu ruhen ebenfalls. Und bei sich selbst zu sein, ohne Fremdbestimmung, ohne Beeinflußung von außen und ohne Abhängigkeiten sich ins Leben hineinfallen lassen zu dürfen ist ein kaum erklärbares Gefühl. Es ist unendlich kostbar in Hingabe leben zu können. Und sich eins zu fühlen mit dem Leben an sich, und mit dem Menschen den man bedingungslos liebt. 

 

                                                                           © Iris Fischer – sensible-seele.net


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Über die Autorin

Meine Beratung für sensible Menschen

Iris Fischer ist diplomierte systemische Therapeutin, Expertin für sensible Menschen, Expertin für Seelenpartner & Dualseelen und Autorin von fünf Büchern. Selbst hochsensibel und hochsensitiv berät, unterstützt und begleitet sie hochsensible Menschen seit 2008 darin, ihren ureigenen und individuellen Weg für sich zu finden. Sie inspiriert und motiviert und gibt die passenden Impulse. Dabei bleibt sie konsequent lösungsorientiert. Sie unterstützt ihre Klientinnen und Klienten mit sehr viel Herz, Humor und Verstand dabei, das innere Feuer in sich zu entdecken. Sich zu verwirklichen und zu entfalten und mit allen Facetten einfach authentisch zu SEIN.