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Über Hochsensibilität Sie finden hier Informationen zu: - Hochsensibilität im Alltag - Familienleben mit hochsensiblen Personen - Liebe und Partnerschaft mit HSP - hochsensible Kinder - HSP und Träume - die subjektive Wahrnehmung in Bezug auf Hochsensibilität Hochsensibilität im Alltag: Als hochsensibler Mensch ist man ständig allen möglichen Sinnenswahrnehmungen ausgesetzt die ein nichtsensibler gar nicht bemerkt. Ein hochsensibler Mensch, auch HSP (highly sensitive person) genannt, nimmt seine Umgebung ganz anders wahr als ein nichtsensibler. Man spürt die Stimmungen und zwischenmenschlichen Schwingungen, man spürt die Befindlichkeit anderer Personen wenn es niemand anderem auffällt, nimmt Feinheiten auf die ein nichtsensibler Mensch gar nicht bemerkt. Ein HSP hat oft das Gefühl das mit ihm irgendetwas nicht stimmt, da er auf äußere Reize ständig sehr sensibel reagiert obwohl er ansonsten völlig gesund ist. Hochsensibilität ist also keinesfalls eine Krankheit, sondern lediglich eine Reaktion des Nervensystems auf eine Reizüberflutung. Deshalb ist ein HSP auch oft ruhebedürftig und hat das Gefühl sich für eine Weile zurückziehen zu müssen. Das ist nichts schlimmes, denn das Nervensystem braucht diese Ruhe um sich wieder entspannen zu können. Für hochsensible Menschen können zum Beispiel große Menschenansammlungen zur Qual werden. Auf großen Veranstaltungen, Partys oder in Einkaufszentren strömen soviele Reize auf einen HSP ein, dass er nach kurzer Zeit anfängt sich unwohl zu fühlen und sich wieder nach Ruhe sehnt. Ein HSP spürt alles viel intensiver als nichtsensible Personen. Lärm, Licht, Gerüche, Wärme und Kälte usw. können als so unangenehm empfunden werden dass die betroffene Person gezwungen ist sich aus der Situation zurückzuziehen. Auch Liebe, Konflikte und Krisen werden völlig anders wahrgenommen als von nichtsensiblen. Wenn ein HSP unter Druck gesetzt wird oder er sich überfordert und sich einer Situation nicht gewachsen fühlt, sei es beruflich oder privat kann es sein dass er Höllenqualen leidet. Ein nichtsensibler Mensch reagiert da ganz anders und nimmt alles viel lockerer. Man nimmt an dass ca. 20% der Bevölkerung hochsensibel ist. Ein nichtsensibler Mensch kann sich also gar nicht in die Situation versetzen und es nachvollziehen wie es ist so empfindsam zu sein. Deshalb sollte dieses Thema viel mehr in die Öffentlichkeit gerückt werden damit die hochsensiblen entspannter leben können und die nichtsensiblen lernen die Empfindsamkeit anderer zu respektieren und vielleicht auch zu akzeptieren. Da hochsensible Personen oft zurückhaltend sind weil sie sich in bestimmten Situationen erst eingewöhnen müssen, werden sie oft für schüchtern gehalten obwohl die meisten HSP nicht schüchtern sind. Echte Schüchternheit besitzt andere Ursachen. Auch scheint es zwei Arten von Hochsensibilität zu geben. Zum einen die angeborene oder auch von einem Elternteil vererbte und zum anderen eine Übersensibilisierung durch erlittene Traumata. Ein HSP der ein Trauma erlebt leidet dabei extrem, da er alle Emotionen sehr viel intensiver erlebt als ein Nicht-HSP und sich daraus die PTBS = posttraumatische Belastungsstörung entwickeln kann - das natürlich bei jedem Menschen, aber der HSP wird darunter besonders stark leiden. Laut Peter A. Levine ist die PTBS heilbar, auch wenn meistens anderes behauptet wird. Laut ihm liegt der Schlüssel zur Heilung in uns selbst. Diese Meinung teile ich uneingeschränkt. Ein hochsensibler Mensch sollte, um mit dieser besonderen Charaktereigenschaft im täglichen Leben besser klarzukommen, erst einmal feststellen ob er denn tatsächlich zu den hochsensiblen Personen gehört. Ist dies definitiv der Fall, ist es fast unumgänglich seinen Lebensstil auf diese Hochsensibilität einzustellen, einen passenden Lebensrhythmus zu finden und diese Empfindsamkeit in den Tagesablauf zu integrieren. Es sollte allerdings erst einmal eine medizinische Untersuchung erfolgen um Krankheiten oder ein nicht verarbeitetes Trauma auszuschließen. Schlafstörungen scheinen ebenfalls gehäuft bei den HSP aufzutreten da sie abends sehr schwer abschalten können, weil sie sich gedanklich ständig mit irgendetwas beschäftigen und so nicht entspannen können und in den Schlaf finden. zurück zu Hochsensibilität Familienleben mit hochsensiblen Personen: Wenn ein HSP an Familiengründung denkt, sollte er sich im klaren sein dass mit einem Kind noch sehr viel mehr tägliche Reize auf ihn einströmen werden als ohne. Der Familienalltag mit einem Kleinkind bringt zwar sehr viel Freude mit sich, aber auch viel Stress und ständige Termine. Das Familienleben mit einem hochsensiblen Kind gestaltet sich mitunter auch schwierig, vor allem wenn es mehrere HSP in einer Familie gibt. Dann nämlich hat es der nicht empfindliche Elternteil besonders schwer. Nicht nur weil er gegen zwei sehr sensible Menschen ankommen muss, er muss auch rücksichtsvoll sein und oft aufpassen dass er nicht „das falsche" sagt damit keiner beleidigt ist und es zu unnötigen Spannungen untereinander kommt. Da wahrscheinlich die meisten Eltern nicht wirklich die Hochsensibilität ihres Kindes erkennen und sich dementsprechend verhalten, fühlt das übersensible Kind sich sehr oft missverstanden und nicht ernstgenommen denn das Kind selber merkt ganz genau dass es sehr sensibel ist. Es kann dies nur nicht deutlich formulieren. Eine harmonische, entspannte Atmosphäre in der Familie ist wichtig für einen hochsensiblen Menschen. Auch deshalb, weil alle Aktivitäten der einzelnen Familienmitglieder den Rest der Familie beeinflussen – positiv und negativ. zurück zu Hochsensibilität Liebe und Partnerschaft mit HSP: zurück zu Hochsensibilität hochsensible Kinder: Bei einem hochsensiblen Baby oder Kleinkind kann es passieren dass es sehr liebesbedürftig ist, d. h. dass es sein kann dass es ständig Körperkontakt sucht und herumgetragen werden möchte. Diese Zeit sollte man sich dann aber auch nehmen und den Bedürfnissen des Kindes gerecht werden. In diesem Fall sollte das Kind Priorität haben. Wenn man dieses Bedürfnis nach Nähe gerade bei einem hochsensiblen Kind nicht erfüllt, kann es sein dass es zum Quengel- oder Schreikind wird und sich so eben versucht „Gehör" zu verschaffen. Es kann nämlich durchaus möglich sein dass einige der sogenannten Schreikinder eigentlich hochsensibel sind und diese Zuwendung dringend für ihre gesunde Entwicklung brauchen und die Eltern erkennen dies nicht weil sie gar nichts davon wissen dass ihr Kind hochsensibel sein könnte. Hochsensible Kinder scheinen auch dazu zu neigen Spätentwickler zu sein. Die geistige und seelische Entwicklung scheint bei hochsensiblen Kindern deutlich langsamer zu sein als bei nichtsensiblen. Hier ist also Geduld von den Eltern notwendig. Keinesfalls sollte ein hochsensibles Kind überfordert werden. Im Jugendalter wird sich Hochsensibilität wahrscheinlich durch die Pubertät noch intensivieren. Hochsensible Teenies dürften besondere Schwierigkeiten entwickeln und sie brauchen sehr viel Verständnis und Geduld von den Eltern. zurück zu Hochsensibilität HSP und Träume: Da hochsensible Personen deutlich anfälliger für Schlafstörungen sind als nichtsensible, weil sie durch die ständige Übererregung des Nervensystems Schwierigkeiten haben sich abends zu entspannen, kann sich das auch auf die Art des Träumens auswirken. Im Traum wird ja das Tagesgeschehen verarbeitet, Konflikte, Unstimmigkeiten und Sorgen spiegeln sich in den Träumen wider und auch Wünsche und unerfüllte Bedürfnisse machen sich im Traum bemerkbar. Das heißt dass Sie als hochsensible Person vermutlich sehr viel intensiver träumen und sich öfter an Träume und Einzelheiten des Trauminhaltes erinnern werden als nichtsensible. Da Träume ja bekanntlich der Schlüssel zur Seele - also auch dem Unbewussten sind, sollten gerade Sie als HSP besonders auf Ihre Trauminhalte und deren Bedeutung achten. Die Subjektivität der Wahrnehmung bei HSP Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen. (Picasso) Da bei HSP die Gefühlswelt besonders intensiv ausgeprägt ist, wird der subjektiven Wahrnehmung automatisch eine ganz große Bedeutung beigemessen. Viele Entscheidungen, Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse werden hier subjektiv beurteilt und haben einen immensen Einfluss auf das gesamte Leben der HSP. Hochsensible Kinder schaffen sich besonders ihre eigene Wirklichkeit, ihre eigenen Träume und Phantasien. Dabei sollte man als Eltern aufpassen dass die Kinder nicht dermaßen in ihrer selbsterschaffenen Traumwelt versinken dass sie den Bezug zur Realität vollkommen verlieren. Was ja beispielweise bei stundenlangem Computerspielen (auch bei Erwachsenen) schnell passieren kann. Für eine Partnerschaft bedeutet das, dass bei Konflikten eine objektive Beurteilung der Situation schlecht möglich wenn nicht sogar unmöglich ist. Wenn einer der Partner hochsensibel ist kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der nichtsensible Partner das Verhalten des HSP nicht verstehen weil er meist gar nicht weiß dass Hochsensibilität überhaupt existiert und weil er seine Umwelt völlig anders wahrnimmt. Wenn beide Partner hochsensibel sind können sie sich zwar gegenseitig eigentlich verstehen, aber wenn die subjektive Wahrnehmung dazukommt, denkt und fühlt doch jeder der Partner wieder anders, da jeder aus einer ganz anderen Lebenssituation kommt. Deshalb kann es wichtig und sinnvoll sein dass eine dritte Person die objektiv in der Lage ist die Situation nachzuvollziehen, zu Rate gezogen wird. Bei all den vielen Dingen die einen hochsensiblen Menschen beschäftigen, denken Sie immer daran dass es in jedem Fall auch andere HSP gibt und Sie nicht alleine mit Ihrer Empfindsamkeit sind. Vertrauen Sie sich selbst und Ihrem Urteilsvermögen! Ihre Intuition wird Sie führen. 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